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Die eigene Wallbox für die Tiefgarage: So geht’s!

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

11.02.2022

Letztes Update

10.06.2022

Viele deutsche Metropolen planen ein Verbot von Autos mit Diesel- und Verbrennungsmotoren auf ihren Straßen. Daher steigen immer mehr Menschen auf das umweltfreundlichere Elektroauto um. Lademöglichkeiten sind jedoch oft noch nicht flächendeckend gegeben: Eine Wallbox für die Tiefgarage Zuhause oder im Büro ist hier eine komfortable Lösung. Welche Vorteile diese hat und was du beachten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Inhalt des Blogartikels

Mobil in eine grüne Zukunft: Mit der Wallbox in der Tiefgarage

Die Elektromobilität erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Problematisch ist dabei lediglich das Stromtanken. Die Zahl der Ladepunkte in europäischen Städte nimmt zwar stetig zu - trotzdem bleibt fraglich, ob die Städte es schaffen werden, ihre Ladeinfrastruktur ausreichend auszubauen, wenn die Zahl der E-Autos auf den Straßen weiter zunimmt. Daher ist es sinnvoll, sich nach individuellen Lösungen umzusehen.

Viele Büro- und Wohnhäuser in Städten haben eine eigene Tiefgarage mit privaten Parkplätzen für Bewohner bzw. Mitarbeiter. Für Besitzer von Elektroautos wäre es natürlich praktisch, diese als Lademöglichkeit zu nutzen. So kann das Fahrzeug praktisch geladen werden während es parkt, um dann sofort startklar zu sein. Solche privaten Ladestationen werden „Wallbox“ genannt und können dank einer neuen Gesetzgebung vom 1. Dezember 2020 nicht nur für Eigentümer eines Hauses, sondern auch für Wohnungsinhaber und sogar Mieter ohne viel Aufwand installiert werden. Wer auf der Suche nach einer praktischen Lademöglichkeit ist, der kann nunmehr das Zepter selbst in die Hand nehmen und eine Wallbox in der Tiefgarage installieren.

 

Was versteht man unter einer Wallbox für die Tiefgarage?

Es klingt fast wie ein Traum: Mit einer Wallbox holst du dir deine private E-Tankstelle nach Hause.  Die Entscheidung für solch eine Ladestation in der eigenen Garage oder auf dem Stellplatz liegt auf der Hand: Ein Elektroauto braucht deutlich mehr Zeit zum Aufladen als ein Auto mit Verbrennungsmotor zum tanken benötigt. Öffentliche Tankstellen in der Form, wie wir sie kennen, sind für die Zukunft eher unpraktisch: Einfach zur Tankstelle fahren und schnell tanken geht mit einem Elektroauto nicht. Zwar gibt es in Deutschland mittlerweile 23.300 öffentliche Lademöglichkeiten an Bahnhöfen, Marktplätzen oder Parkhäusern, doch bleibt immer die Frage: Wenn du zu solch einer Station fährst, was machst du dann in der Zwischenzeit? Und wie ist es, wenn die Station besetzt ist?

Einfacher und zeitsparender ist es, wenn du dir eine eigene Wallbox in die Tiefgarage bauen lässt. So kann dein Auto aufladen, während du zuhause bist, und ist am nächsten Morgen startklar. Auch für Büros könnte dies ein smarter Zukunftstrend sein: Mitarbeiter könnten ihre Autos bei Bedarf einfach während ihrer Arbeitszeit aufladen.

 

Wie sehen die Gesetzgebungen für Ladestationen in Tiefgaragen aus?

Selbstverständlich werden unterschiedliche Regelungen für die Tiefgaragen-Wallbox herangezogen – dabei ist vor allem wichtig, ob du Hausbesitzer, Wohnungseigentümer oder Mieter bist. Welche Unterschiede gelten, zeigen wir dir hier:

Hausbesitzer

Wer ein eigenes Haus besitzt, ist beim Einbau einer Wallbox in der Garage im Vorteil, da er niemanden groß um Erlaubnis dafür bitten muss.

Hat deine Wallbox eine Leistung bis zu 12 Kilowatt, brauchst du sie lediglich bei deinem Netzbetreiber zu melden. Aber Vorsicht: Dabei handelt es sich nicht um den Stromanbieter! Den Namen des Netzbetreibers findest du auf deinem Stromzähler. Möchtest du dir eine leistungsstärkere Wallbox mit mehr als 12 Kilowatt zulegen, musst du dies vor dem Einbau bei deinem Netzbetreiber genehmigen lassen. Aber keine Sorge: In der Regel werden Ladestationen für das Eigenheim zugelassen. Schwierigkeiten gibt es manchmal bei älteren Häusern mit veralteten Stromleitungen. Die müssen gegebenenfalls modernisiert werden, bevor du dir deine Wallbox installieren lassen kannst.

Wohnungseigentümer

Mit dem neuen Gesetz der Bundesregierung vom 1. Dezember 2020 ist es nun auch für Wohnungseigentümer einfach, eine eigene Wallbox installieren zu lassen.

Die Entscheidung fällt zwar immer noch die Eigentümerversammlung, bei der du die Wallbox beantragen musst, aber eine Ablehnung muss wirklich gut begründet werden. Allerdings musst du die Kosten für die Wallbox selbst tragen. Wenn es mehrere Interessenten im Haus für eine Wallbox gibt, können die Ausgaben für den Bau und die Nutzung der Anlage auch geteilt werden. Dabei musst du jedoch sicherstellen, dass das Stromnetz nicht überlastet wird, indem du zum Beispiel ein Lastmanagement-System in die Anlage einbauen lässt. Solch ein System sorgt dafür, dass der Strom gleichmäßig verteilt und das Netz nicht überlastet wird.

Mieter

Mit dem neuen Gesetz der Bundesregierung dürfen auch Wohnungs- und Hausmieter eine eigene Wallbox installieren. Der Eigentümer muss dem Bau zustimmen, allerdings kann er nur mit wenigen Gründen ablehnen, etwa wenn das Haus unter Denkmalschutz steht. Bezahlen musst du die Wallbox und ihre Installation als Mieter aber selbst.

 

In 5 Schritten zu deiner Wallbox für die Tiefgarage

Hier findest du die 5 Schritte, mit denen du Besitzer einer eigenen Ladestation für dein Elektroauto wirst.

1. Planung

Dieser erste Schritt gilt nur für Wohnungsinhaber und Mieter. Wer ein eigenes Haus besitzt, kann gleich zum nächsten Schritt springen. Wie bereits erklärt, musst du als Wohnungsbesitzer oder Mieter zunächst mit allen Parteien sprechen, die dein Vorhaben betreffen: Dazu zählen die anderen Wohnungsbesitzern im Haus oder dein Vermieter.

Dafür ist es vorteilhaft, wenn du bereits im Vorfeld einige Informationen einholst:

  • Welche Arten von Ladestationen gibt es, welche kommt für mich in Frage?
  • Welcher Elektrofachmann führt die Installation durch?
  • Wo soll die Ladestation installiert werden?
  • Gibt es Risiken, etwa die Beschädigung der Hauswand?
  • Für Wohnungseigentümer: Wann ist die nächste Eigentümerversammlung?
  • Für Mieter: Wie wird der Strom für die Anlage abgerechnet?

Bitte bedenke: Dein Antrag muss spätestens 3 Wochen vorher gestellt werden.

2. Vereinbarung schriftlich festhalten

Habt ihr euch geeinigt, solltest du deinen Antrag unterschreiben lassen und gut aufbewahren, falls es später Unsicherheiten und Fragen geben sollte. Hast du mit deinem Vermieter bis jetzt nur telefonisch oder per E-Mail Absprachen getroffen, solltest du in einem offiziellen Schreiben, das ihr beide unterzeichnet, noch einmal alle Punkte festhalten.

3. Wallbox beim Netzbetreiber beantragen

Bevor du nun einen Elektrofachmann mit der Montage deiner Wallbox beauftragst, hole dir erst die Genehmigung beim Netzbetreiber ein! Darüber kannst du aber auch mit der Elektrofirma sprechen, die deine Wallbox installieren soll. Manche Fachbetriebe übernehmen diesen Antrag.

4. Elektrofirma beauftragen

Nun kann es losgehen: Die Elektrofirma deines Vertrauens kann deine persönliche E-Tankstelle montieren! Je nachdem, wie hoch die Leistung der Ladestation ist, wo sie angebracht und welche Umbauarbeiten für die Anbringung notwendig sind, zahlst du zwischen 500 und 2000 Euro für deine Wallbox. Wichtig: Du kannst für deine Wallbox Förderungen beantragen.

5. In Ruhe zu Hause tanken

Nun hast du es geschafft! Kein Suchen nach einem Ladeplatz in deinem Viertel mehr, keine sinnlos vertrödelten Wartezeiten! Mit deiner persönlichen Wallbox in der Tiefgarage kannst du dich zu Hause entspannen und täglich in eine grüne, sichere Zukunft starten.

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