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Ist die Wallbox steuerlich absetzbar?

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

30.03.2021

Letztes Update

17.01.2022

Ist die Wallbox steuerlich absetzbar?

Sind die Kosten für die Wallbox steuerlich absetzbar? Hier erfährst du, in welchem Umfang das möglich ist, worauf du achten musst und welche Alternativen es gibt.

Inhalt des Blogartikels

Die Installation der Wallbox ist bedingt steuerlich absetzbar

Das Finanzamt unterscheidet sehr genau, welche Kosten du im Rahmen der Anschaffung einer Wallbox steuerlich absetzen kannst. Die schlechte Nachricht ist, dass mit keiner Unterstützung hinsichtlich der Anschaffungskosten durch das Finanzamt zu rechnen ist.

Doch es bestehen weitere erhebliche Kostenfaktoren – zum Beispiel für die Handwerkerleistungen, bei denen die Absetzbarkeit ebenso interessant ist. Die Ausgaben für die Installation der Wallbox lassen sich, innerhalb eines gewissen Rahmens, steuerlich berücksichtigen. Du kannst bis zu 20 Prozent von maximal 6.000 Euro Arbeitslohn für die Handwerker in der Steuererklärung geltend machen.

Daraus resultiert ein maximal erzielbarer jährlicher Steuervorteil von 1.200 Euro. So kannst du die Kosten für die Wallbox spürbar reduzieren.

 

Steuerzuschuss für das Laden

Interessant ist auch der Steuerzuschuss, den dir der Staat für das Aufladen deines Elektroautos bietet. Die Aufladung zählt bei dieser Fahrzeugart zu den Betriebskosten. Mit einem entsprechenden Zuschuss sparst du also vor allem langfristig.

Du kannst auch ein vom Arbeitgeber zur privaten Nutzung überlassenes Fahrzeug zu Hause aufladen und dafür einen pauschalen Auslagenersatz erhalten. Wie hoch dieser ausfällt, hängt von der Art des verwendeten Dienstwagens ab und davon, ob bei deinem Arbeitgeber eine zusätzliche Möglichkeit zur Aufladung besteht oder nicht. Der Gesetzgeber hat diese Pauschalen 2021 noch einmal angehoben:

  • Lädst du dein Elektrofahrzeug zuhause und dein Arbeitgeber bietet dir eine zusätzliche Lademöglichkeit, gewährt dir das Finanzamt 30 Euro. Bei Hybrid-Autos sind es 15 Euro.
  • Kannst du dein Dienstfahrzeug bei deinem Arbeitgeber nicht aufladen, steigt die Pauschale für Elektroautos auf 70 Euro und für Hybridfahrzeuge auf 35 Euro.

Warum gewährt das Finanzamt diese Pauschale?

Das liegt daran, dass der administrative Aufwand viel zu hoch wäre, die Aufladungen an der privaten Ladestation zu dokumentieren. Eine Pauschale ist hier die einfachere Lösung – sowohl für dich als auch für den Steuerstaat.

 

Elektroauto beim Arbeitgeber aufladen

Du musst nicht unbedingt deine private Wallbox für das Aufladen verwenden. Es ist auch möglich, nur die Ladestation deines Arbeitsgebers zu nutzen. Wer die Batterie seines Dienstwagens beim Arbeitgeber auflädt, der erlangt damit nach Einschätzung der Finanzämter keinen geldwerten Vorteil, den er versteuern müsste. Das ist sicherlich eine gute Neuigkeit für alle Nutzer von elektrischen Fahrzeugen.

 

Alternativen, um die Kosten einer Wallbox zu senken

Die steuerliche Geltendmachung der Wallbox-Kosten und der Steuerzuschuss für das Laden beim Arbeitgeber oder zuhause sind nicht die einzigen Möglichkeiten, wie du bei der Investition Geld sparen kannst. Da die Elektromobilität als Klimamaßnahme einen Beitrag zum Umweltschutz leisten soll, unterstützt der Staat dich mit folgenden Förderungen:

Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert verschiedene Maßnahmen, die dem Klimaschutz dienen. Dazu gehört zum Beispiel die Komplettsanierung von Häusern, sodass diese höheren Energieeffizienz-Standards genügen. Es ist daher naheliegend, dass die KfW auch die Anschaffung und Installation von Wandladestationen fördert. Anders als beim Finanzamt hast du hier den Vorteil, dass nicht nur eine Förderung für den Anschluss, sondern auch für den Kauf der Wallbox möglich ist.

Die KfW sieht eine Förderung von bis zu 900 Euro für jeden Ladepunkt vor. Wenn deine Wallbox also mehrere Ladepunkte besitzt, sind auch mehrere Förderungen möglich. Eine Voraussetzung ist, dass deine Ladestation eine Leistung von 11 Kilowatt besitzt oder sich auf diesen Wert drosseln lässt. Außerdem muss deine Wallbox über eine intelligente Steuerung verfügen. Letzteres ist zum Beispiel wichtig für die Kommunikation mit einem Smart Meter. Zudem muss der Strom für die Wallbox aus erneuerbaren Energien stammen. Das gelingt dir durch einen entsprechenden Stromliefervertrag oder eine eigene Photovoltaikanlage, mit der du deinen Strom selbst erzeugst.

Weitere Förderungen sieht die KfW für den Einbau und den Anschluss der Wallbox vor. Antragsberechtigt sind alle privaten Wohneigentümer, Wohneigentümergemeinschaften und Mieter sowie Vermieter.

Gesonderte Förderungen durch die Kommunen

Du hast die Möglichkeit, eine Förderung für die Wallbox von deinem Bundesland zu erhalten. Wenn du beispielsweise in Nordrhein-Westfalen wohnst, kannst du das Sofortprogramm Elektromobilität nutzen. Hier erhältst du für die Anschaffung deiner privat genutzten Wallbox bis zu 2.500 Euro. Unternehmen können für die Errichtung öffentlicher Ladepunkte sogar bis zu 6.000 Euro erhalten.

Allerdings sind diese Förderungen von Ladestationen durch die Länder und Kommunen an vielfältige Voraussetzungen geknüpft. Nordrhein-Westfalen gewährt die Förderung zum Beispiel nur dann, wenn du einen reinen Ökostrom-Vertrag hast und die Wallbox nicht selber baust, sondern ein Fachbetrieb die Installation übernimmt.

 

Zur Erinnerung: Was ist eigentlich eine Wallbox?

Wer heute in seiner eigenen Garage oder auf seinem Parkplatz sein Elektrofahrzeug aufladen möchte, der benötigt eine Wallbox. Dabei handelt es sich um eine Wandladestation, mit der du die Batterie von deinem Elektroauto aufladen kannst. Die Wallbox gewinnt dank der starken Verbreitung der Elektroautos zunehmend an Bedeutung. Sie fungiert dabei als eine Steckverbindung zwischen dem Wechselstromnetz und dem Ladekabel für das Fahrzeug. Zudem bietet sie weitere Funktionen, wie die Stromüberwachung, an. Du kannst nicht nur dein Elektrofahrzeug an der Ladestation aufladen, sondern auch dein E-Bike.

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