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Alles rund ums Wallbox mieten

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

13.04.2021

Letztes Update

13.06.2022

Eine Wallbox auf Zeit – Erfahre hier, was du über das Mieten einer Wallbox wissen musst

Wer Elektroautos kauft, investiert in die Zukunft. Zum Strom nachladen ist eine Wallbox bequemer als die öffentlichen Elektrotankstellen. Wallboxen kannst du kaufen oder mieten. Wir erläutern dir in diesem Artikel, welche Vor- und Nachteile das Mieten einer Wallbox hat.

Inhalt des Blogartikels

Wofür brauche ich eine Wallbox an meinem Haus oder meiner Wohnung?

Elektroautos und Plug-In-Hybride sind längst keine Nischenprodukte mehr: 500.000 voll oder teilweise elektrisch betriebene Autos sind derzeit auf unseren Straßen unterwegs, Tendenz steigend.

Und genug öffentliche Ladestationen sind für diese Autos aktuell auch vorhanden: Knapp 40.000 Ladepunkte sind über ganz Deutschland verteilt, an denen durchschnittlich nur alle zwei bis fünf Tage ein Elektrowagen steht. Allerdings gibt es vonseiten der Politik ehrgeizige Ziele: Die Bundesregierung möchte, dass der Verkehr bis zum Jahr 2050 klimaneutral ist. Schon bis 2030 soll es eine Million Ladepunkte für 10 Millionen Elektrofahrzeuge geben. Aber in der Versorgung der modernen Wagen wird auch auf die private Wallbox gesetzt, da das Laden der Autobatterie von Zuhause aus einige Vorteile hat.

Dazu gehören zum Beispiel, dass du mit einer eigenen Ladestation dein Auto immer laden kannst, wenn du es möchtest. Eine öffentliche Station kann belegt sein, wenn du sie anfährst, und da das Laden mehrere Stunden dauert, ist das nicht unbedingt praktisch. Der Zeitfaktor hat auch einen weiteren Nachteil: Was tun, während das Auto lädt? Ganz ehrlich, so oft Einkaufen oder zum Friseur gehen muss man nun auch wieder nicht, als dass sich die Ladezeiten stets mit solchen Aktivitäten sinnvoll füllen ließen. Zu Hause lädt dein Auto einfach, während du gemütlich auf dem Sofa sitzt oder einfach nachts schläfst. Und ein dritter Nachteil der öffentlichen Ladestationen ist im Moment noch das Bezahlsystem. Da es sich bei den Betreibern um lokale Energieversorger handelt, brauchst du zur Nutzung in den meisten Fällen eine Ladekarte und verschiedene Apps. Eine Bezahlung des Stroms mit EC-Karte oder Bargeld wird gerade eingeführt, ist aber an den meisten Stationen noch nicht die Praxis. Und der vierte Punkt: Wer wirklich mit Ökostrom klimaneutral fahren will, der geht mit seiner eigenen Lademöglichkeit auf Nummer sicher, da er seinen Strom bei einem Ökostromanbieter kaufen kann. Zum Teil wird zwar an den öffentlichen Ladepunkten schon reiner Ökostrom angeboten, aber eine verbindliche Praxis ist auch das noch nicht.

 

Warum sollte man sich eine Wallbox mieten?

Wer sich für eine Wallbox entscheidet, muss zwar noch einmal tief in die Tasche greifen, um sie zu finanzieren. Allerdings fördert die Bundesregierung aktuell private Wallboxen mit 900 Euro und mehr. An diese Unterstützung sind jedoch einige Bedingungen geknüpft, zum Beispiel, dass du die Ladestation mindestens ein Jahr lang nutzen musst.

Wenn du aber eine Mietwohnung hast und nicht weißt, wie lange du dort wohnen bleibst, kann das ein schlimmes Ende nehmen, denn die KfW-Bank, bei der du die Förderung erhältst, fordert in Fällen eines vorzeitigen Auszugs ihr Geld zurück. Auch Veranstalter von Messen oder anderen größeren Events können Ladestationen für die Dauer ihrer Veranstaltung mieten, ebenso wie umweltbewusste Baufirmen. Und natürlich kannst du dir für eine Reise eine mobile Wallbox mieten, wenn du in ein Gebiet fährst, in dem es kaum oder gar keine öffentlichen Ladesäulen gibt oder du einfach unabhängig sein möchtest. Und schließlich kannst du als Firmeninhaber mit einer eigenen Ladestation vor der Tür bei deinen Angestellten und deiner Kundschaft punkten, da du dein Geschäft auf diese Weise zukunftsorientiert und umweltbewusst präsentierst.

 

Wer bietet Wallboxen zur Miete an?

Genau wie bei den öffentlichen Ladestationen gibt es für die Vermietung von Ladelösungen keine deutschlandweit einheitliche Lösung, sondern verschiedene Firmen, die so etwas anbieten. Das können die örtlichen Stadtwerke oder spezialisierte Elektrofirmen sein.

Trotz dieser Vielfalt ist der Service meistens gleich – und sehr gut: Die Vermieter halten oft ein ganzes Paket bereit, zu dem die Installation, die Einweisung, die Wartung und die Demontage nach dem Ablauf der Mietzeit gehören. Bei einigen Stadtwerken, etwa den Münchnern, ist eine Versorgung mit 100-prozentigem Ökostrom im Service enthalten.

 

Was kostet die Miete einer Wallbox?

Die Mietpreise können je nach dem Anbieter und den Konditionen sehr unterschiedlich sein: Von 39 Euro für eine mobile Wallbox bis zu knapp 550 Euro für eine Schnellladetankstelle ist alles möglich. Manche dieser Angebote sind an eine Mindestlaufzeit gebunden, daher solltest du dir die jeweiligen Geschäftsbedingungen im Vorfeld gut durchlesen.

Unter Umständen gibt es auch Fördermöglichkeiten. Die findest du meistens im Angebot des Anbieters. Beachte, dass diese oft beantragt werden müssen, BEVOR du den Mietvertrag unterzeichnest!

 

Die Vor- und Nachteile der Miete einer Wallbox

Vorteile:

  • du bist zeitlich flexibel
  • mobile Wallboxen für unterwegs kannst du nach dem Urlaub oder der Geschäftsreise wieder abgeben
  • Veranstalter oder Geschäftsinhaber können für einen bestimmten Zeitraum Ladelösungen zur Verfügung stellen
  • du bindest dich nicht an einen Standort

Nachteile:

  • keine staatliche Förderung (nur bei manchen lokalen Anbietern)
  • Mieten können schnell genauso hoch sein wie ein Kauf
  • bei einigen Anbietern Laufzeitbindung
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