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Wallbox-Kosten mit Installation

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

07.02.2022

Letztes Update

14.02.2022

Eine Wallbox ist eine Investition, die mit abweichenden Kosten einhergeht. Wichtig sind die Qualität der Ladestation, deine heimischen Voraussetzungen und die Chance auf Förderung.

Inhalt des Blogartikels

Wallbox-Kosten: Das kommt beim Kauf einer privaten Ladestation inklusive Installation auf dich zu

Wer will mit seinem Elektroauto schon ständig an eine öffentliche Ladestation fahren, wenn der Akku mal wieder Strom benötigt? Auch stellt die normale Haushaltssteckdose keine wirkliche Alternative dar, denn das Laden an ihr würde zu viele Stunden in Anspruch nehmen und ist zudem unsicher. Doch die Lösung ist ganz einfach: Ein privater Ladepunkt bringt eine gute Ladeleistung zu dir nach Hause.

Du fragst dich sicher, was dich Anschaffung, Installation und Genehmigung einer solchen Wallbox kosten werden. Wir haben alle Antworten hier im Artikel für dich zusammengefasst.

 

Geringe Wallbox-Kosten bedeuten nicht immer eine Ersparnis

Was darf eine heimische Steckdose für ein Elektroauto kosten? Ein gesicherter Betrag kann leider nicht genannt werden. Es kommt auf bestimmte Faktoren an, die es zu beachten gilt. So sind einige Elektroautos (vor allem ältere Modelle) noch immer relativ zufrieden mit einer Ladeleistung von 3,7 oder 4,6 kW. Diese eher schmächtigen Ladestationen gibt es je nach Hersteller bereits ab knapp 400 Euro.

Selbst Stecker mit 11 kW werden von einigen Herstellern sogar schon für weniger als 500 Euro angeboten. Ob du damit auf Dauer glücklich wirst, sei jedoch dahingestellt. Schließlich dauert das Laden des Elektroautos mit einer Wallbox mit geringer Ladeleistung unter Umständen um ein Vielfaches länger als mit einer stärkeren Ladestation.

Und wer wirklich Kosten bei seiner Wallbox einsparen will, ist mit den „Billig-Modellen“ nicht unbedingt auf der sicheren Seite. Denn hier besteht die Gefahr, dass das Gerät unzuverlässig ist, relativ schnell einen irreparablen Schaden erleidet und mit Sicherheit jeglichen Komfort beim Laden vermissen lässt.

 

Je stärker die Anlage, desto höher die Wallbox-Kosten

Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte unbedingt in eine qualitativ hochwertige Ladestation mit einer Leistung von mindestens 11 kW investieren. Hier liegen die Wallbox-Kosten zwischen 500 und 900 Euro. Dafür aber ist die Ladegeschwindigkeit ebenso top wie die Sicherheit. Außerdem sind die Anschlüsse dieser Typen für nahezu alle gängigen Elektroauto-Modelle geeignet.

Am effizientesten ist wohl eine Steckdose mit 22 kW Ladeleistung, da sie den Akku eines durchschnittlichen Elektroautos innerhalb von 2 Stunden auflädt. Je nach Modell, Hersteller und Zusatzoptionen entstehen an dieser Stelle allerdings auch Wallbox-Kosten von 500 bis zu 4.000 Euro.

Bei den Varianten im Premiumbereich gibt es zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel intelligentes Laden übers Smartphone per WLAN, ein Kartenlesegerät für mehrere Nutzer oder den Betrieb über die Photovoltaikanlage.

 

Wie hoch fallen die Kosten für die Installation der Wallbox aus?

Eine Wallbox zu kaufen und an die Wand zu schrauben, ist leider noch nicht alles. So muss die Installation zwingend von einem Fachbetrieb übernommen werden. Das treibt die wahren Wallbox-Kosten noch einmal in die Höhe. Grundsätzlich musst du für den Anschluss der Wallbox also mit Installationskosten zwischen 1.000 und 1.500 Euro rechnen.

Dabei spielen verschiedene Faktoren eine preisliche Rolle und können den Anschluss daher verteuern. So ist bereits entscheidend, ob in der Wallbox ein Fehlerstromschutzschalter integriert ist. Denn dieser ist ein zwingend notwendiges Sicherheitselement, über welches günstige Ladestationen nicht immer verfügen. Auch spielt die Entfernung zwischen deinem Autostellplatz und dem Stecker deiner Wallbox eine Rolle. Denn mehr Kabellänge bedeutet gleichzeitig höhere Kosten.

Darüber hinaus sind auch deine häuslichen Voraussetzungen zu beachten. Denn nicht immer haben die bereits verlegten Kabel den notwendigen Querschnitt, um die gewünschte Leistung zu erbringen. In manchen Fällen müssen auch Wanddurchbrüche geschehen oder neue Schächte verlegt werden.

 

Kosten für die Anmeldung der Wallbox

Seit dem 21. März 2019 ist im § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) geregelt, dass auch private Nutzer ihre Wallbox beim Netzbetreiber anmelden müssen. Für das Laden von mehr als 11 kW Leistung ist sogar eine Genehmigung notwendig.

Die Preise dafür sind je nach Netzbetreiber unterschiedlich. Ist die Genehmigung ohne weitere Umbau- und Sicherungsmaßnahmen möglich, liegen die Kosten für diese im Schnitt bei rund 500 Euro. Müssen jedoch noch neue Sicherungskästen oder Stromleitungen eingebaut werden, kann das die Wallbox-Kosten auch um bis zu 2.500 Euro erhöhen.

 

Mögliche Zuschüsse, um die Wallbox-Kosten zu reduzieren

Um die Kosten für die privaten Ladestationen ein wenig zu mindern, stehen dir einige Fördermittel zur Verfügung. Diese sind jedoch von Bundesland zu Bundesland, manchmal sogar zwischen einzelnen Kommunen, völlig unterschiedlich.

Daher lohnt es sich, schon im Vorfeld einen genauen Blick auf die Liste der unterschiedlichen Förderungen zu werfen. Daher folgen hier einige Beispiele:

  • In Nordrhein-Westfalen können Privatpersonen bis zu 50 Prozent ihrer Wallbox-Kosten erstattet bekommen, höchstens aber 1.000 Euro pro Ladestation. Handelt es sich bei den Gerät allerdings um eine intelligente Wallbox, die beispielsweise über das Handy gesteuert und überprüft werden kann, dann beträgt die Förderung seit dem 15.06.2020 sogar 2.500 Euro. Wer zudem in Düsseldorf eine Solaranlage besitzt oder ökologischen Strom für sein Elektroauto bezieht, erhält als Zuschuss zur Ladestation zusätzlich 20 Prozent der Anschlusskosten bis maximal 500 Euro.
  • Kaufst du deine Wallbox in Bayern, dann darfst du dich auf einen Preisnachlass von bis zu 200 Euro freuen, solange du dies im Zuge der Installation einer Photovoltaikanlage tust. Die Städte Dachau und Nürnberg bezuschussen die Wallbox beim Kauf eines Elektroautos abermals mit 250 Euro. Wohingegen in München die Montage und Installation einer Wallbox mit 40 Prozent der Kosten (bis zu 3.000 Euro) bezuschusst werden.
  • In den meisten anderen Bundesländern existiert jedoch kein einheitliches Förderangebot, weshalb einige Städte die Initiative ergreifen. So reduziert Hannover die Wallbox-Kosten um 500 Euro bei Bezug von Ökostrom, während in Karlsruhe bis zu zwei Wallboxen mit je 400 Euro bezuschusst werden. Besonders großzügig zeigt sich die Stadt Mainz. Hier werden die Kosten der Ladestation um bis zu 600 Euro reduziert.

Weiterhin bietet auch die staatliche Förderbank KfW Zuschüsse für Anschaffungs- und Installationskosten an. Die Förderung ist allerdings an die Bedingung gebunden, dass deine Wallbox 11 kW Ladeleistung erbringt und zudem intelligent gesteuert werden kann. In diesem Fall stellt dir die KfW bis zu 900 Euro zur finanziellen Unterstützung bereit.

 

Durchschnittliche Ausgaben und Förderung: Das kostet dich die Wallbox für zu Hause

Es ist leider nicht möglich, auf den Cent genau zu sagen, was dich eine Wallbox kosten wird. Denn an dieser Stelle kann lediglich eine Aussage zu den durchschnittlichen Kosten getroffen werden. Solltest du bei dir zu Hause bereits über ideale Voraussetzungen für die Installation verfügen und gleichzeitig in einer Kommune mit guter Förderung leben, dann können deine Kosten deutlich geringer ausfallen. Musst du hingegen erst einiges für deine neue Wallbox vorbereiten, dann ist es gut möglich, dass erhöhte Kosten auf dich zukommen werden.

Für die durchschnittlichen Wallbox-Kosten gilt, dass die Anschaffung einer Ladestation mit 11 kW rund 700 Euro kostet, während ein Ladepunkt mit 22 kW mit etwa 2.250 Euro zu Buche schlägt. Die anschließende Installation durch einen Elektrofachbetrieb kostet dich im Durchschnitt 1.300 Euro, wobei die Anmeldung der Wallbox preislich bereits mit eingeschlossen ist. Solltest du obendrein noch eine Genehmigung von deinem Netzbetreiber benötigen, da du eine Ladestation mit 22 kW installieren möchtest, dann kann dieser Prozess ungefähre Kosten von 1.500 Euro verursachen.

Nun darfst du aber noch auf die ein oder andere Förderung hoffen, was der Rechnung mit gut 500 Euro zugute kommt. Daraus ergeben sich durchschnittliche Kosten von 1.500 Euro für eine Wallbox mit 11 kW und 4.550 Euro für eine Wallbox mit 22 kW.

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