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Mit dem Mini-E-Bike überall unterwegs

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

10.08.2021

Letztes Update

17.01.2022

Mini-E-Bikes: Kompakt und leicht verstaubar

Ein Mini-E-Bike ist eine gute Alternative zum herkömmlichen Pedelec. Denn da dieses Fahrrad nur 20 Zoll große Räder hat und sich falten lässt, kannst du es überallhin mitnehmen.

Inhalt des Blogartikels

E-Bike fahren geht auch in klein

E-Bike fahren boomt und liegt nach wie vor voll im Trend. Dass auch das Fahren eines elektrischen Fahrrads gesund ist, wurde inzwischen nachgewiesen. Es bringt das Herz-Kreislauf-System auf Trab und motiviert gut und gerne selbst unsportliche Menschen, sich auf das Rad zu schwingen. Doch oft stellt sich die Frage, wohin mit dem E-Bike, wenn man es nicht benötigt? Denn manchmal fehlt es dir einfach an geeignetem Platz, wenn du unterwegs bist. Eventuell möchtest du das E-Bike aber auch möglichst in deiner Nähe wissen, damit dem teuren Gefährt bzw. seinen Komponenten nichts widerfährt. Die Branche hat mitgedacht: Klapp- beziehungsweise Falträder mit Elektromotor sind die Lösungen.

 

Mini-E-Bikes zeigen ihre wahre Größe

Tragbare Mini-E-Bikes werden in der Presse, aber auch von den Herstellern, „E-Bike-Klapprad“ oder „E-Bike-Faltrad“ genannt. Letztlich meinen jedoch beide Bezeichnungen das Gleiche und werden nur synonym verwendet. Das dahinterstehende Prinzip gibt es bereits seit den 1960er-Jahren, aber die Unterstützung mit Motor ist relativ neu. Der Klappmechanismus mit Faltgelenk im Hauptrahmen ist zwar geblieben, aber mit den meist etwas wackeligen Vorläufern von vor gut 60 Jahren haben sie nichts mehr gemein.

Falt- beziehungsweise Klappräder mit Elektromotor und 16 bis 20 Zoll Reifen lassen sich einfach transportieren und ebenso gut verstauen. Das gilt gleichermaßen für Zuhause, am Arbeitsplatz oder die Urlaubsfahrt. Die Räder sind schnell zusammengeklappt und fast genauso schnell wieder zusammengebaut. Sie bieten ausreichend Fahrkomfort und Sicherheit für den täglichen Alltagseinsatz und im Straßenverkehr.

In der Regel werden sie mit einer 3- bis 7-Gänge-Schaltung angeboten. Um kleinere Einkäufe oder die Aktentasche zu transportieren, sind sie häufig mit einem kleinen Gepäckträger ausgestattet. Meist sind bereits ab Werk sämtliche Komponenten vorhanden, die gemäß StVO (Straßenverkehrsordnung) erforderlich sind. Das beinhaltet die aktive und passive Beleuchtung, die du je nach Modell auch mit dem Motor verbinden kannst.

 

Wie viel kostet ein Mini-E-Bike?

Durch ihre kleine Größe sind E-Bikes, die sich falten lassen, günstiger als herkömmliche Modelle. Hier kannst du mit einer Preisspanne rechnen, die bei gut 600 Euro beginnt. Die obere Grenze liegt in der Regel bei etwa 1.600 Euro. Damit kosten selbst teure Mini-E-Bikes etwa so viel wie ein günstiges Elektrofahrrad in Standardgröße.

Verständlicherweise muss eines der günstigsten Klappräder nicht zwangsläufig deinen Anforderungen entsprechen. Mitunter lohnt es sich, mehr Geld in ein faltbares Modell zu investieren. Ausschlaggebende Faktoren sind ein unkompliziertes Ein- und Ausklappen, ein stabiles Fahrgefühl, die Position des Motors sowie qualitativ hochwertig verbaute Kabel.

 

Eine Variante gibt es noch: das Kompakt-E-Bike

Kompakt-E-Bikes besitzen einen dem Namen entsprechenden kompakten Rahmen und circa 20 bis 24 Zoll kleine Reifen, wodurch sie auffallend kleiner und handlicher sind als normale E-Bikes. Ihr Fahrverhalten ist dem des City-Bikes sehr ähnlich, allerdings ist es aufgrund seiner geringeren Größe wendiger. Für den Transport können sowohl der Sattel als auch die Lenkstange bis an den Rahmen geschoben werden. Es werden auch kompakte Pedelecs angeboten, die sich zusammenklappen lassen. Ein Kompakt-E-Bike bietet dir die Vorteile eines Klapprades und den Komfort eines City-E-Bikes.

 

Einsatzbereiche der Mini-E-Bikes

Ideal sind Mini-Bikes für Berufspendler, die mit dem Zug, der S- oder U-Bahn zur Arbeit fahren, aber vom Zielbahnhof aus noch ein gutes Stück zum Arbeitsplatz zurücklegen müssen. Auch Bewohner in Städten, die kein Auto haben oder dieses öfter stehen lassen möchten, werden so mobiler.

Natürlich bringen E-Bike-Falträder auch beste Voraussetzungen für Urlaubsfahrten mit dem Auto mit, denn sie passen in den Kofferraum oder können hinter den Vordersitzen untergebracht werden. Wer mit dem Campingbus oder Wohnwagen unterwegs ist, spart sich also die teuren, am Heck montierten Fahrradträger.

Selbst Schulkinder, die keinen Schulbus oder den ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) nutzen können, werden mit Klapprädern flexibler - gute Wetterverhältnisse und vor allem Radwege vorausgesetzt. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass der Antrieb des faltbaren Elektrofahrrads keine Überforderung für die jungen Fahrer darstellt. Denn auch die kleinen Modelle erreichen eine konstante Geschwindigkeit von 20 km/h. Da Pedelecs mit herkömmlichen Fahrrädern gleichgestellt sind, dürfen Eltern selbst abwägen, wann ihre Kinder auf ein Akku betriebenes Rad aufsteigen dürfen. Experten raten jedoch dazu, Grundschulkinder ohne Motor im Straßenverkehr teilnehmen zu lassen, um unnötige Gefahrensituationen zu vermeiden.

 

Sind klappbare Mini E-Bikes wirklich so handlich?

Was die Größe im zusammengeklappten Zustand – zum Beispiel 83 x 47 x 67 Zentimeter – angeht, ganz sicher. Zudem gibt es spezielle Taschen, um die Mini-E-Bikes sicher zu verpacken. Was das Gewicht betrifft, sieht es schon etwas anders aus. Da im Vergleich zu einem normalen Fahrrad noch Motor und Akku hinzukommen und natürlich der Rahmen entsprechend stabiler sein muss, kannst du von einem Gewicht bis zu 25 Kilogramm ausgehen. Es gibt aber inzwischen bereits Modelle, die laut Herstellerangabe nur um die 10 bis 15 Kilogramm wiegen. Günstige E-Bike-Klappräder zählen jedoch eher zu den Schwergewichten.

Um einen Gewichtsvergleich zu geben: Ein voller Bierkasten mit 0,5 Liter Flaschen wiegt rund 18 Kilogramm. Da das faltbare Elektro-Pedelec meist nur kurze Strecken getragen werden muss, sollte das kein Problem sein. Wer allerdings im 10. Stock ohne Aufzug wohnt, dürfte durchaus ins Schwitzen geraten.

 

Muss ich im Bus oder in der Bahn ein Extra-Ticket lösen?

Sind die Reifen nicht größer als 20 Zoll und ist das Pedelec optimal zusammengefaltet, dann zählt es als Handgepäck und darf in der Regel in Zügen, S- und U-Bahnen, in Bussen und in der Straßenbahn kostenlos mitgenommen werden.

Besonders offensichtlich wird dieser Umstand, wenn du dein zusammengeklapptes Fahrrad in einer eigens dafür vorgesehenen Tasche bei dir trägst. Diese wandelt das Faltrad nicht nur klar in ein Stück Handgepäck um, sie schützt dieses auch vor Schmutz sowie Kratzern und bietet zusätzlichen Platz für bspw. Werkzeuge.

 

Wie steht es mit Motor und Reichweite?

Bei Elektro-Falträdern ist der Motor entweder am Heck, in der Mitte oder vorne verbaut. Der Antrieb am Vorderrad ist zwar verhältnismäßig günstig, erschwert jedoch das Fahren des Mini-E-Bikes, weil das Gewicht das Lenken erschwert. Beim Mittelmotor ist das E-Bike-Klapprad durch den tieferen Schwerpunkt gut ausbalanciert. Es fährt sich daher ähnlich wie ein konventionelles Klapprad. Allerdings sind Mittelmotoren die teuerste Variante. Am häufigsten verbaut werden E-Bike-Falträder mit Heckantrieb. Hier befindet sich der Motor in der Mitte des Hinterrades. Durch die direkte Kraftübertragung ergibt sich ein entsprechend kraftvolles Fahrverhalten. Die Motorleistung beträgt immer 250 Watt.

Was die Reichweite betrifft, so bewegen sich die Herstellerangaben zwischen 40 Kilometern und 130 Kilometern. Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Aber auf gute 50 Kilometer solltest du mit einem Akku schon kommen.

 

Für wen eignet sich ein Mini-E-Bike?

Vor allem für Stadtfahrten und kleinere Touren auf befestigten Wegen im Urlaub sind die kleinen Elektrofahrräder sehr gut geeignet. Wer kurze Strecken zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen mit dem Rad zurücklegen möchte, aber keine Abstellmöglichkeit in der Garage oder im Fahrradkeller hat, für den ist ein Mini-E-Bike ideal.

Lediglich für Menschen, die sehr groß sind – ab etwa 190 Zentimetern – dürften E-Bike-Klappräder weniger komfortabel sein. Schwergewichtige Personen sollten sich vorab über die maximale Tragfähigkeit des Mini-E-Bikes informieren. Denn die faltbare Konstruktion ist weniger belastbar als bei einem traditionellen Modell. Doch auch bei Kindern ist abzuwägen, wie viel Geschwindigkeit tatsächlich zumutbar ist.

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