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Ladesäulen-Bezahlsysteme & Bezahlarten

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

22.02.2022

Letztes Update

01.03.2022

Dank moderner Bezahlsysteme lädst du dein Elektroauto nicht nur in Deutschland ganz einfach an der Ladesäule, sondern tankst auch im europäischen Ausland problemlos Strom.

Inhalt des Blogartikels

Ladesäulen-Bezahlsysteme: Unkompliziert bezahlen an der Stromtankstell

Wie an gewöhnlichen Diesel- und Benzinzapfsäulen kostet das Laden deines Elektroautos an den Ladestationen Geld. Die Abrechnung für den Ladevorgang erfolgt dabei über verschiedene Anbieter und Bezahlsysteme. Die vielen Betreiber haben jeweils unterschiedliche Tarife sowie Authentifizierungsverfahren, wodurch es nicht immer leicht ist, sich zurechtzufinden. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber im Jahr 2017 die sogenannte  Ladesäulenverordnung ins Leben gerufen. Diese soll sowohl die Nutzung der unterschiedlichen Ladepunkte des Ladenetzes erleichtern als auch die Bezahlung des genutzten Stromes regeln.

 

Welche Ladesäulen-Bezahlsysteme bzw. Bezahlarten gibt es?

Während du früher nur die Ladestationen deines ausgewählten Betreibers nutzen konntest, stehen dir heute alle Ladesäulen – unabhängig vom gewählten Anbieter – zum Laden zur Verfügung. Die Ladesäulenverordnung verpflichtet nun alle Betreiber von Ladepunkten, dir als Nutzer der Elektromobilität das Laden an den Ladestationen zu ermöglichen.

Wie wird an Ladesäulen bezahlt?

Die Bezahlung des jeweiligen Ladevorganges erfolgt über verschiedene Wege:

Wallbox mit Kartenzahlung laden

An vielen Ladesäulen hast du die Möglichkeit mit einer Kredit- oder EC-Karte zu bezahlen. Hierfür schiebst du deine Karte in das Kartenlesegerät und gibst zur Authentifizierung deinen PIN ein. Da die Bereitstellung eines Kartengerätes für den Betreiber meist hohe Investitionskosten verursacht, verlangen einige Anbieter zusätzliche Gebühren für das Bezahlsystem.

Digitale Zahlung: E-Auto laden und mit PayPal und Co. bezahlen

Ein verbreitetes Bezahlsystem ist die Zahlung per App. Mit der App des jeweiligen Anbieters kannst du einen QR-Code an der Ladesäule scannen und so den geladenen Strom bezahlen. Auch mit PayPal kannst du an vielen Ladestationen kontaktlos bezahlen. Die Nutzung der digitalen Zahlungsmethoden ist besonders schnell und komfortabel.

Barzahlung

Auch bieten dir einige Anbieter die Möglichkeit, dein Elektroauto ohne Authentifizierung zu laden. An dafür vorgesehenen Geldautomaten kannst du die Kosten für den geladenen Strom per Barzahlung begleichen.

 

Kostenlose Ladesäulen

In Deutschland gibt es diverse Ladesäulen, an denen du dein Elektrofahrzeug völlig kostenlos laden kannst. Die kostenfreien Ladestationen werden vermehrt von Restaurants, sowie Super- und Baumärkten angeboten. Auch einige Stadtwerke, Museen und Messen bieten dir diese Möglichkeit. Für die Ladefreigabe benötigst du meist lediglich eine Radio-Frequency-Identification Ladekarte oder die dafür vorgesehene App des Anbieters.  Oft sind die einzelnen Ladepunkte jedoch an die Öffnungszeiten der Läden oder Einrichtungen geknüpft, weshalb dir die Ladestationen nicht jeder Zeit zur Verfügung stehen.

Bezahlsysteme für Ladesäulen auch europaweit

Solltest du mit deinem Elektrofahrzeug in Europa unterwegs sein, kannst du dein Elektroauto mittlerweile auch außerhalb der deutschen Landesgrenzen laden. Dank sogenannter Roaming-Plattformen kannst du die jeweiligen Ladestationen auch über eine länderübergreifende Ladeinfrastruktur finden. Spezielle Ladekarten dienen der Authentifizierung und Freischaltung von Ladesäulen. So kannst du im Ausland zum einheitlichen Tarif bei den Roaming-Partnern deines Anbieters Strom laden.

 

Tarif-Optionen an den Ladesäulen

Für das Laden von Elektroautos gibt es keine einheitliche Tarifregelung. Die Angebote der Betreiber können sich also stark unterscheiden. Einige der am häufigsten angebotenen Stromtarifmodelle sind:

  • Abrechnung je Kilowattstunde,
  • je angefangene 5 Minuten,
  • je Ladezeit oder
  • pauschal in Kombination mit einer einheitlichen Grundgebühr.

Zusätzlich kannst du zwischen normalen Ladepunkten (maximal 22 Kilowatt) und sogenannten Schnellladepunkten wählen, die mit einer Ladeleistung von mehr als 22 Kilowatt arbeiten. Diese Ladepunkte müssen laut Ladesäulenverordnung seit 2017 bei der Bundesnetzagentur angezeigt werden.

Preise an den Ladesäulen

Wie auch die Tarife können die Preise an den verschiedenen Ladesäulen stark variieren. Die Kosten fallen je nach Abrechnungsart an und weitere Gebühren für etwa Bezahlsysteme können hinzukommen. Über die tatsächlichen Preise informierst du dich am besten auf den jeweiligen Webseiten der Anbieter, um die aktuellen Kosten einzusehen. Auch Ladekarten und Apps ermöglichen dir als Nutzer der Elektromobilität einen Überblick über die jeweiligen Strompreise und Roaming-Gebühren der Anbieter zu bekommen. Bei Abschluss eines Vertrages bei einem Anbieter kannst du meist von geringeren Gebühren und günstigeren Tarif-Optionen profitieren.

Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, dir zu Hause deine eigene Wallbox installieren zu lassen. Viele Stromanbieter locken mit speziellen Tarifen für das Laden von Elektroautos. Einige bieten dir sogar eine Flatrate, die dir erlaubt dein Elektrofahrzeug gegen einen individuellen Aufschlag bequem Zuhause zu laden. Die Kosten für deine private E-Tankstelle können sich stark unterscheiden.  Die Preise liegen in etwa zwischen 500 und 2.000 Euro. Hinzu kommen Gebühren für die Installation. Im Vergleich zu den anfallenden Kosten an öffentlichen Ladesäulen kann sich die Investition dennoch lohnen. Zusätzlich kannst du möglicherweise von der privaten Wallbox-Förderung profitieren.

 

Welches Bezahlsystem setzt sich für Ladesäulen durch?

Durch den kontinuierlichen Ausbau des Ladenetzes und neue, moderne Bezahlsysteme wird das Laden von Elektrofahrzeugen nicht nur günstiger, sondern auch wesentlich einfacher. Mit der Auswahl an Bezahlmöglichkeiten kannst du dein Elektrofahrzeug sowohl deutschland- als auch europaweit an einer Stromtankstelle aufladen – eine fortschrittliche Entwicklung für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität.

Während die Bar- und Kartenzahlung bisher zusätzliche Gebühren erfordert, kannst du mit digitalen Bezahlsystemen besonders schnell und unkompliziert deinen Strom am Ladepunkt bezahlen. Hierfür fallen keine zusätzlichen Gebühren an – du benötigst lediglich dein Smartphone. Auch die erhöhte Priorität von Hygiene im Alltag hat dafür gesorgt, dass kontaktloses Bezahlen an Bedeutung gewinnt. Im Vergleich zu den bestehenden Alternativen wird die kontaktlose Bezahlung mittels App oder PayPal am häufigsten eingesetzt und sich auch zukünftig durchsetzen.

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