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Hybrid-Auto ohne Steckdose

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

12.11.2021

Letztes Update

17.01.2022

Wann kommt ein Hybrid-Auto ohne Steckdose aus?

Nicht jeder hat die Möglichkeit, ein Elektroauto oder Plug-in-Hybrid an der Steckdose oder über eine Wallbox aufzuladen. Es gibt auch Hybrid-Autos, die ohne Steckdose auskommen.

Inhalt des Blogartikels

Dieses Hybrid-Auto kannst du ohne Steckdose laden

Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb und Elektroautos sind bei den Herstellern wegen der notwendigen Senkung des CO2-Ausstoßes ihrer Flotten beliebt. Unternehmen schaffen sich häufig Plug-in-Hybrid-Autos an, um von Steuererleichterungen und Fördermitteln zu profitieren. Doch auch Privatleute sind an Hybridfahrzeugen immer stärker interessiert.

Wenn die Installation einer eigenen Wallbox zu aufwändig ist, das Aufladen an der normalen Steckdose nicht infrage kommt und keine öffentlichen Ladestationen in der Nähe sind, ist der Vollhybrid oft die einzige Möglichkeit, Elektromobilität in den Alltag zu integrieren. Im Gegensatz zu Plug-in-Hybriden kommt ein klassisches Hybrid-Auto ohne Steckdose aus, weil der Verbrennungsmotor die Akkus während der Fahrt auflädt.

 

Die elektrische Leistung macht den Unterschied

Hybrid-Autos sind Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor, die ein Elektroantrieb unterstützt. Je nach Art und Umfang der elektrischen Unterstützung gibt es unterschiedliche Varianten. Der Micro-Hybrid hat keinen Elektromotor, sondern nur eine Start-Stopp-Automatik. Das Mild-Hybrid-Auto unterstützt den Verbrennungsmotor beim Anfahren und Beschleunigen. Der Vollhybrid kann kürzere Strecken vollelektrisch fahren, nutzt den Elektroantrieb aber größtenteils zur Verbrauchssenkung des Verbrennungsmotors, der auch die Batterien des Elektroantriebs lädt. Plug-in-Hybride können weitere Strecken rein elektrisch fahren. Du musst sie aber in der Regel über die Steckdose oder Ladestation aufladen.

 

Performance der Hybridautos im Alltag

Grundlage aller Hybridfahrzeuge ist das Antriebskonzept mit mindestens zwei verschiedenen Motoren. Für gewöhnlich ist das die Kombination aus klassischem Verbrennungsmotor und Elektromotor, aber andere Varianten wie die Brennstoffzelle sind ebenfalls möglich.

Je nach Auslegung des Herstellers können Hybrid-Autos entweder im parallelen oder seriellen Modus betrieben werden. Parallel bedeutet, dass der Elektroantrieb den Verbrennungsmotor beim Anfahren oder Beschleunigen unterstützt. Beim seriellen Betrieb steht der Elektroantrieb im Vordergrund. Der Verbrennungsmotor schaltet sich hier nur bei Bedarf zu – etwa, wenn die Reichweite des Elektroantriebs nicht mehr ausreicht.

Neben der Aufladung der Hybrid-Auto-Batterien durch den Verbrennungsmotor ist in der Regel auch die Energierückgewinnung oder Rekuperation über das Bremssystem integriert. Für Plug-in-Hybride besteht die Möglichkeit, wahlweise eine Steckdose, öffentliche Ladesäule oder Wallbox am heimischen oder beruflichen Stellplatz zu nutzen, um die Batterien des Elektroantriebs aufzuladen. Der Vollhybrid bietet diese Möglichkeit nicht. Sein Motor und die Bremsen-Rekuperation laden die vergleichsweise kleine (aber leichte) Batterie auf. Entsprechend kurz sind die Strecken, die du im Vollhybrid rein elektrisch zurückgelegen kannst.

Beide Konzepte sind dem puren Elektroantrieb in Sachen Reichweite überlegen und gelten als umweltfreundlicher als reine Verbrenner-Fahrzeuge.

 

Welche Vorteile haben Hybridfahrzeuge gegenüber Elektroautos?

Der Hauptvorteil des Vollhybrid-Konzeptes liegt in der Unabhängigkeit von Ladestationen. Beim Plug-in-Hybrid musst du die Akkus an einer Ladestation oder Wallbox laden, bleibst aufgrund des Verbrennungsmotors aber bei der Reichweite flexibel.

Die Kosten für einen Vollhybrid sind geringer als für ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid. Allerdings ist die Reichweite des reinen Elektroantriebs oft auf wenige Kilometer begrenzt. Ein solches Hybrid-Auto nutzt den E-Antrieb in erster Linie zur Verbrauchssenkung des Verbrennungsmotors und ist allenfalls im Parkhaus, Stadtverkehr oder auf sehr kurzen Strecken rein elektrisch zu fahren. Beim Plug-in-Hybrid beträgt die rein elektrische Reichweite oft bereits bis zu 60 Kilometer, was für viele Pendler oder Besorgungen in der Stadt völlig ausreicht. Allerdings ist der Plug-in auch die teuerste Variante bei der Anschaffung und bringt deutlich mehr Gewicht auf die Waage als ein Vollhybrid.

 

Gibt es eine staatliche Förderung für einen Vollhybrid?

Das staatliche Förderprogramm zur Elektromobilität berücksichtigt den Vollhybrid nicht. Steuererleichterungen, das begehrte E-Kennzeichen und Fördermittel gibt es hingegen für den Plug-in Hybrid, weswegen er als Firmenwagen bei Unternehmen sehr beliebt ist. Kritiker bezweifeln aber den Nutzen dieser Art von Elektromobilität, da die meisten Plug-in-Hybrid-Autos hauptsächlich mit Verbrennungsmotor betrieben werden und aufgrund ihres Gewichts einen relativ hohen Verbrauch aufweisen. Hinzu kommen Umweltprobleme bei der Herstellung von Batterien, die beim Vollhybrid kleiner, günstiger und langlebiger (aber auch weniger leistungsfähig) sind.

Neben dem Geld vom Staat gibt es außerdem Kaufprämien von Herstellern, die sich bisweilen auch auf Vollhybride anwenden lassen – wenngleich ohne staatlichen Zuschuss.

 

Hybrid Auto ohne Steckdose: Vor- und Nachteile im Überblick

Unabhängig von der Ladeinfrastruktur zu sein und dennoch die Vorteile elektrischer Mobilität nutzen zu können, ist das wohl stärkste Argument, das für Hybrid-Autos ohne Steckdose spricht. Vollhybride sind günstiger als Plug-in-Hybride. Zudem bist du mit ihnen nicht von Ladestationen abhängig. Ihre rein elektrische Leistung reicht aber häufig nur für wenige Kilometer aus und ist eher zur Unterstützung beim Anfahren und zur Verbrauchssenkung des Verbrennungsmotors geeignet. Alle Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile des Vollhybrids

Nachteile des Vollhybrids

  • geringere Anschaffungskosten als bei vollelektrischen oder Plug-in-Hybrid Autos
  • kein zeitraubendes Aufladen der Batterie nötig
  • kleine Batterie spart Gewicht, senkt Verbrauch und Gesamtkosten
  • Bremsen durch Rekuperation weniger verschleißanfällig als bei Verbrennern
  • nur sehr kurze Strecken im vollelektrischen Betrieb möglich
  • längere Strecken lassen sich nur mit Verbrenner überbrücken
  • kein E-Kennzeichen und keine staatliche Förderung wie bei Plug-in-Hybriden oder reinen Elektroautos

 

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