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5 Tipps: Hybrid-Auto gebraucht kaufen

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

15.09.2021

Letztes Update

17.01.2022

Hybrid-Auto gebraucht kaufen: Lohnt sich das?

Kannst du ein Hybrid-Auto gebraucht kaufen? Selbstverständlich! Mit unseren 5 Tipps bist du auch mit einem hybriden Gebrauchtwagen sicher und umweltfreundlich unterwegs.

Inhalt des Blogartikels

Gebrauchte Hybrid-Autos: Darauf solltest du achten

Wenn du dich heute für klimaschonende Elektromobilität entscheidest, musst du leider immer noch tief in die Tasche greifen: Elektroautos und hybride Fahrzeuge sind nach wie vor teuer, wenn du sie neu kaufst. Aber dadurch, dass der Marktanteil der Autos mit Elektromotor stetig größer wird, sind auch zunehmend Gebrauchtwagen im Angebot. Willst du dir also ein gebrauchtes Hybrid-Auto kaufen, kannst du einige Euro sparen.

Generell gilt wie bei allen gebrauchten Fahrzeugen, dass du dein Hybrid-Auto beim Händler gut überprüfen solltest, bevor du es kaufst. Achte auf äußere Schrammen und Dellen, denn sie sind kleine Hinweise auf Unfälle, die auch die Technik im Inneren beschädigt haben könnten. Lass dir die Fahrzeugpapiere zeigen und sieh nach, wie viele Kilometer das Auto schon gefahren wurde. Je mehr Kilometer dort stehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass zum Beispiel die Bremsen verschleißt sind. Achte auch darauf, wann der letzte TÜV bei dem Hybridfahrzeug durchgeführt wurde.

Hast du alles zu deiner Zufriedenheit überprüfen können, bitte den Verkäufer um eine Probefahrt. Dabei solltest du auf die folgenden 5 Punkte achten.

 

Tipp 1: Überprüfe die Bremsen

Das ist bei einem Hybrid-Auto besonders wichtig, schließlich wird im Stadtverkehr bekanntlich viel gebremst. Da sich bei einem Hybrid-Auto die Batterie beim Bremsen wieder auflädt, sind funktionstüchtige Bremsen das A und O bei der Überprüfung.

 

Tipp 2: Überprüfe beide Motoren

Dein Hybrid-Auto hat 2 Motoren: den Verbrennungsmotor und den Elektromotor. Beide sollten intakt sein. Leider ist es für jemanden, der sich mit der komplizierten Technik nicht auskennt, schwer zu beurteilen, ob die Motoren fehlerfrei funktionieren. Allerdings ist es so, dass ein Elektromotor weniger verschleißt als ein Verbrenner. Wenn der Elektromotor also anspringt, kannst du davon ausgehen, dass er nicht defekt ist.

Einen weiteren Anhaltspunkt liefert dir das Scheckheft: Ist der letzte TÜV des Hybridfahrzeugs noch nicht allzu lange her, sollte mit den Motoren alles in Ordnung sein. Denn diese werden bei einer Untersuchung überprüft.

 

Tipp 3: Überprüfe den Wechsel zwischen Elektromotor und Verbrenner

Der große Vorteil des Hybrid-Autos ist die Sicherheit durch die Reichweite: Sobald die Batterie des Elektromotors leer ist, kannst du zum Verbrenner schalten und bleibst nicht stehen. Diese wichtige Funktion des Fahrzeugs sollte selbstverständlich einsatzbereit sein. Schalte daher während der Probefahrt auch einmal auf den Verbrennungsmotor um. Das sollte ohne Ruckeln und andere Schwierigkeiten möglich sein. Falls es dabei Probleme gibt, ist der Kauf dieses gebrauchten Hybrid-Autos nicht empfehlenswert.

 

Tipp 4: Überprüfe das Ladekabel und den Ladevorgang

Um zu erkennen, ob beim Aufladen der Batterie über das Stromkabel alles in Ordnung ist, musst du das Hybrid-Auto so lange fahren, bis die Batterie mindestens zu 20 Prozent leer ist. Generell lautet die Empfehlung, die Batterie niemals gänzlich leer werden zu lassen, sondern stets nur bis zur 20-Prozent-Marke zu fahren. Ebenso sollte das Aufladen nur bis zu 80 Prozent der Akkukapazität erfolgen. Das verhindert einen allzu großen Verschleiß der Batterie.

 

Tipp 5: Batterie und Garantie für den elektrischen Antrieb prüfen

Die Batterie ist bei allen Elektroautos der Bestandteil, der am ehesten verschleißt. Die Haltbarkeit leidet, je öfter die Batterie bereits auf- und entladen wurde. Leider kannst du so etwas auf den ersten Blick nicht feststellen. Allerdings geben viele Hersteller Garantien auf die Autobatterien ihrer Hybridfahrzeuge, die zwischen 2 und 8 Jahren liegen können. Kann dir der Verkäufer also für das ausgesuchte Modell eine noch gültige Garantie vorlegen, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Denn diese gilt auch bei einem Verkauf des Autos.

Ist der hybride Gebrauchtwagen schon älter als 5 Jahre, hat bereits mehr als 100.000 Kilometer auf seiner Anzeige stehen und verfügt über keine Garantie mehr, ist Vorsicht geboten. Das Ersetzen einer Autobatterie für Elektroautos ist unglaublich teuer (ab 10.000 Euro) und darf nur von einem Fachmann vorgenommen werden.

 

Dein Kaufbarometer: Das Scheckheft

Bei allen vorangegangenen Punkten ist deutlich geworden, dass du unbedingt einen Blick in das Scheckheft deines neuen Hybridfahrzeugs werfen solltest, bevor du einen Kaufvertrag unterschreibst. Dort siehst du nicht nur, welche Untersuchungen demnächst anstehen. Du kannst auch nachvollziehen, was dein Auto bereits „erlebt“ hat und ob es große Reparaturen gab, die zum Beispiel auf einen Unfall in der Vergangenheit schließen lassen.

 

Wie viel kostet ein gebrauchtes Hybrid-Auto?

Die Preise für ein günstigeres neues Hybrid-Auto liegen meist zwischen 30.000 und 35.000 Euro. Ab 13.000 Euro bieten Händler einige gebrauchte Modelle an. Aber schnell können auch hier die Preise bis zu 25.000 Euro in die Höhe klettern.

Daher ist nicht bei jeder gebrauchten Anschaffung garantiert, dass du wirklich gegenüber einem Neukauf Geld sparen würdest. Informiere dich lieber im Vorfeld genau, welches Hybrid-Auto (Mild-Hybrid, Plug-in-Hybrid etc.) gut zu dir und deinem Alltag passen würde und welche Modelle sowohl neu als auch gebraucht in deiner Umgebung zur Verfügung stehen.

 

Vor- und Nachteile von Hybrid-Autos

Hier erhältst du noch einmal einen Überblick über alle Vor- und Nachteile von Hybrid-Autos:

Vorteile

  • nachhaltig durch Elektromotor und Rekuperation (die Batterie lädt sich beim Bremsen selbst auf)
  • im Stadtverkehr geringer Verbrauch durch häufiges Bremsen
  • Verschleiß des Elektromotors geringer als beim Verbrennungsmotor
  • höhere Beschleunigung aufgrund des Elektromotors
  • Schonung der Bremsen durch Energierückgewinnung
  • als Elektroauto leiser und dadurch lärmschonender für dein Umfeld

Nachteile

  • sinkende Umweltfreundlichkeit bei langen Strecken über Land
  • höherer Benzinverbrauch aufgrund des Gewichts von 2 Motoren
  • Reichweite des Elektromotors vergleichsweise gering
  • Lebensdauer des Akkus durch Hybridantrieb
  • in der Anschaffung deutlich teurer als Benziner und Dieselfahrzeuge

Du willst kein gebrauchtes Hybrid-Auto kaufen? Das sind die Alternativen!

Wenn du aufgrund der Kosten- und Nutzenaufstellung für dich zu dem Entschluss gelangt bist, dass ein gebrauchtes Hybrid-Auto für dich eher nachteilig wäre, gibt es einige andere Möglichkeiten, umweltbewusster unterwegs zu sein.

Wie erwähnt wäre vielleicht ein hybrider Neuwagen für dich eine Option? So würdest du dir die Unsicherheiten in Hinblick auf den Gebrauchtwagen ersparen. Außerdem könntest du die volle staatliche Förderung bekommen, die bei Neuwagen deutlich höher ist als bei den Gebrauchten.

Eine andere Möglichkeit wäre, ein Hybrid-Auto zu leasen oder zu mieten. Hier hast du den Vorteil, dass durch die meist enthaltenen Versicherungen im Leasing- oder Mietvertrag sämtliche anfallende Reparaturen wie eine defekte Batterie übernommen werden und nicht auf dich zurückfallen. Da sich der Markt ständig vergrößert, werben die Anbieter mittlerweile mit immer besseren Miet- oder Leasing-Konditionen.

Und letztendlich könntest du dich natürlich auch für ein reines Elektroauto entscheiden. Diese sind heutzutage in der Reichweite deutlich besser geworden als noch vor einigen Jahren, sodass auch Autobahnfahrten längst nicht mehr so problematisch sind.

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