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Die Förderungen für dein Hybrid-Auto

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

25.01.2022

Letztes Update

01.02.2022

Diese Förderungen gibt es für Hybrid-Autos

Neben Elektrofahrzeugen steht auch Hybrid-Autos eine Förderung zu. Dieser Zuschuss erfolgt primär über den Umweltbonus und die Innovationsprämie. Doch es gibt noch weitere Prämien.

Inhalt des Blogartikels

Warum gibt es eine Förderung für Hybrid-Autos?

Der Umweltbonus ist eine Prämie, die du für ein gekauftes Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid mit verschiedenen Förderbeträgen bekommst. Mit der Förderung von einem Hybrid-Auto belohnen der Bund und die Hersteller in Deutschland prinzipiell die Umweltfreundlichkeit der Fahrzeuge. Denn dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele geleistet.

Die Förderung für Elektroautos und Plug-in-Hybride darfst du in Deutschland mittels des sogenannten Umweltbonus seit Juli 2016 beantragen. Mit einer Innovationsprämie verdoppelt der Bund seinen bisherigen Anteil an dieser Kaufprämie rückwirkend vom 4. Juni 2020 bis Ende 2022. Dafür verantwortlich ist seither das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Was du darüber wissen solltest und wie du alle Vorteile nutzt, verraten wir dir hier.

 

Kurz und knapp: Was ist ein Hybrid-Auto?

Ein Hybrid-Fahrzeug setzt generell auf 2 verschiedene Antriebe – also beispielsweise Elektromotor und Verbrennungsmotor. Dadurch stellt es eine Mischung aus Benziner bzw. Diesel und Elektroauto dar. Die jeweiligen Kombinationen und Modelle fallen dabei sehr unterschiedlich aus. Den Einstieg bildet der Mild-Hybrid, welcher über einen kleinen Elektromotor verfügt, um das Fahrzeug beim Anfahren und Beschleunigen zu unterstützen. Die Energie wird daraufhin durch das Bremsen zurückgewonnen. Auf diese Weise sparst du zwischen 10 bis 35 Prozent der CO2-Emissionen, bist allerdings nicht im eigentlichen Sinn elektrisch unterwegs. Der Voll-Hybrid kommt der Sache bereits näher, indem diese Variante den Rekuperationseffekt des Bremsens nutzt, um kürzere Strecken auch voll elektrisch zu fahren.

Da der Einfluss der zuvor aufgeführten Hybrid-Modelle allerdings verhältnismäßig gering ausfällt, steht diesen Fahrzeugen keine Förderung zu. Erst Plug-in-Hybride werden als eine Unterstützung für die Elektromobilität gewertet. Das liegt daran, dass die Batterie eines solchen Fahrzeugs von außen über eine Wallbox aufgeladen werden kann und somit nicht zwangsläufig auf Benzin bzw. Diesel angewiesen ist. Aus diesem Grund sind Plug-in-Hybride genauso wie Elektroautos förderungsfähig durch Umweltbonus und Innovationsprämie.

Übrigens: Darüber hinaus gibt es weitere Hybride, die nicht auf einen zusätzlichen Elektro-, sondern auf einen Erdgasantrieb setzen. In diesen Fällen ist ergänzend zum Benzintank auch ein Gastank im Kofferraum verbaut. Diese Option spart Treibstoff und Emissionen, ermöglicht aber keinen Anspruch auf eine einheitliche staatliche Prämie. Die Förderung für solche Hybrid-Autos verteilt sich hingegen auf eine geringere Kfz-Steuer und Zuschüsse von regionalen Gasversorgern.

 

Die aktuelle Förderung im Detail

Handelt es sich bei deinem Wunschmodell um einen neuen Plug-in-Hybriden, dann steht dir also eine Förderung nach dem Kauf zu. Neben der Antriebsart zählt hierbei zugleich der Listenpreis des Fahrzeugs. So erhalten Plug-in-Hybride mit einem Listenpreis von bis zu 40.000 Euro einen Zuschuss von 6.750 Euro. Zum Vergleich beläuft sich die Förderung eines vollwertigen Elektroautos auf 9.000 Euro. Für teurere Fahrzeuge eröffnet sich eine zweite Kategorie, in der Zuschüsse für Listenpreise von bis zu 65.000 Euro ausgezahlt werden. In einem solchen Fall können Fahrer von Plug-in-Hybriden mit einer Fördersumme von 5.625 Euro rechnen. Elektroautos erhalten mit 7.500 etwas mehr. Sowohl Elektro- als auch Hybrid-Modelle, deren Listenpreis noch höher ausfällt, sind nicht förderfähig.

Doch selbst wenn du dir ein gebrauchtes Hybrid-Auto zulegst, darfst du dich unter den richtigen Bedingungen über eine Förderung freuen. Denn ganze 5.625 Euro stehen für dich in Aussicht, sofern dein gebrauchter Plug-in-Hybrid die folgenden Kriterien erfüllt:

  • Die Erstzulassung liegt nicht länger als 12 Monate zurück.
  • Für das Fahrzeug wurde bislang noch keine Prämie ausgezahlt.
  • Die Fahrleistung zum Zeitpunkt, an dem du den Antrag stellst, beträgt höchstens 15.000 Kilometer.

So stellst du deinen Antrag richtig

Um den Antrag auf die Hybrid-Auto-Förderung mittels Umweltbonus und Innovationsprämie zu stellen, begibst du dich als erstes auf die Webseite des BAFA. Dort kannst du die entsprechenden Formulare direkt Online ausfüllen und die notwendigen Anhänge hochladen. Das bedeutet, dass du zuerst alle geforderten Angaben sowohl zu deiner Person als auch zu deinem Fahrzeug angibst. Im Anschluss fügst du die Rechnung des Kauf- bzw. Leasingvertrags an. Denn auch Leasingfahrzeuge sind förderungsfähig.

Als nächstes lädst du die Zulassungsbescheinigung Teil II hoch. Dieses Dokument ist deshalb relevant, da es einerseits die wichtigsten technischen Informationen zum Fahrzeug und andererseits Angaben zur Zulassung sowie Daten zum Halter und eventuellen Vorhaltern des Fahrzeugs beinhaltet. Für gebrauchte Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge ist zudem das Formular “Nachweispaket” vorgeschrieben. Für dessen Ausstellung sind amtlich anerkannte Prüforganisation bzw. amtlich anerkannte Sachverständige zuständig. Abschließend fehlt nur noch ein Formular, in dem du bestätigst, dass du all deine Angaben wahrheitsgemäß getätigt hast. Im Gegensatz zum Rest des Antrags musst du dieses zunächst allerdings ausdrucken und handschriftlich unterschreiben.

Nachdem du den Online-Antrag gespeichert und abgeschickt hast, bekommst du eine E-Mail vom BAFA, in dem deine Vorgangsnummer sowie ein Link zum Upload-Portal des Amtes enthalten sind. Folgst du dem besagten Link, dann hast du die Möglichkeit, die ausgedruckte und wieder eingescannte Bestätigung deiner wahrheitsgemäßen Angaben final hochzuladen. Sobald das Amt deinen Antrag positiv geprüft hat, erhältst du einen Bescheid über deine Hybrid-Auto-Förderung.

 

Förderung von Zubehör wie Wallbox und AVAS

Neben der direkten Förderung für ein Hybrid-Auto stehen dir eventuell auch Förderangebote für Zubehör zur Verfügung. Ein Elektroauto mit dem akustischen Warnsystem AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) wird vom BAFA aktuell beispielsweise mit einem Bonus von 100 Euro gefördert. Die Beantragung ist bei der Behörde zusammen mit der normalen Hybrid-Auto-Förderung möglich.

Die bundesweite Förderung für Wallboxen hat seit 2020 wiederum in der Verantwortung der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gelegen. Da der Fördertopf von 800 Millionen Euro jedoch ausgeschöpft wurde, besteht diese Möglichkeit zum gegebenen Zeitpunkt nicht mehr. Stattdessen bieten immer mehr Bundesländer und Kommunen Förderprogramme für private Ladestationen an. Diese können sich mitunter stark voneinander unterscheiden.

So erstattet das Saarland beispielsweise 70% der Anschaffungskosten für eine Wallbox zurück - bei einer Deckelung von 900 Euro. Dieser Wert entspricht zugleich der einstigen KfW-Förderung. In Sachsen ist die Subvention einer Wallbox hingegen an die zusätzliche Installation eines Stromspeichers gebunden. Die Förderung beläuft sich hierbei auf bis zu 1.500 Euro. Nähere Informationen erhältst du von den Einrichtungen der für dich zutreffenden Kommunen und Länder.

 

Attraktive Förderung und weiteres Sparpotenzial

Gehört dir ein neuer Plug-in-Hybrid oder ein junger Gebrauchter, dann profitierst du noch bis zum 31.12.2022 besonders stark von der dir zustehenden Förderung. Denn erst zu diesem Datum ist mit einem voraussichtlichen Ende der Innovationsprämie zu rechnen. Das bedeutet, dass alle bis dahin eingereichten Anträge auf eine Kaufprämie die Verdopplung des Bundesanteils genießen dürfen. Mit der letztendlichen Auszahlung kannst du nach ein bis zwei Monaten rechnen.

Um dich auch bei dem Kauf und der Installation der notwendigen Ladesäule zu unterstützen, stehen dir über die Kommunen und Länder viele verschiedene Angebote parat. Die Kosten, die du am Ende für deine angeschlossene Wallbox zu tragen hast, hängen mitunter also auch von deinem Wohnort ab. Daher bleibt vorerst abzuwarten, inwieweit die neue Bundesregierung mit dem zuletzt ausgelaufenen Fond für den bundesweiten Zuschuss von Wallboxen verfahren wird.

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