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Welche E-Bike-Förderung gibt es?

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

03.01.2022

Letztes Update

17.01.2022

Diese E-Bike-Förderung steht dir zu

Die Förderung deines E-Bikes fällt unterschiedlich aus. Ausschlaggebend sind vor allem das von dir gewünschte Modell und dein Wohnort. Doch auch dein Job kann relevant sein.

Inhalt des Blogartikels

Geringere Anschaffungskosten dank E-Bike-Förderung

Ein E-Bike ist nicht gerade ein günstiger Spaß. Selbst Einsteigermodelle kosten heute gut und gerne einmal 2.000 Euro. Ein Mountainbike kann auch schon 3.500 Euro und sogar wesentlich mehr kosten. Der Preis hält viele noch davon ab, auf das Rad mit Elektrounterstützung umzusteigen. Dabei ist diese Zurückhaltung vielfach gar nicht angebracht. Denn es gibt inzwischen richtig attraktive E-Bike-Förderungen, die den Kauf um einiges leichter machen. Welche Förderprogramme das sind, wie du die Zuschüsse bekommst und wo du die zugehörigen Anträge zu stellen hast, liest du hier.

 

E-Bike, Pedelec, E-Lastenrad: Das sind die Unterschiede

Meist wird schlicht und einfach vom „E-Bike“ geredet. Tatsächlich aber gibt es einige Unterschiede bei den Fahrrädern mit Elektromotor:

  • E-Bike: Der Elektromotor dieser speziellen Bikes springt auf Knopfdruck autark an. Er braucht also keine Pedalunterstützung. Treibt der Motor das Fahrrad mit mehr als 6 km/h an, ist es zulassungspflichtig.
  • Pedelec: Hier ist keine Zulassung notwendig, da der Elektromotor den Biker nur dann unterstützt, wenn dieser in die Pedale tritt. Voraussetzung ist, dass die Unterstützung ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h abbricht.
  • E-Lastenrad: Dabei handelt es sich um ein Pedelec, das entweder vorn oder hinten mit einer geräumigen Möglichkeit zum Transport von Lasten ausgestattet ist. Gespanne aus Lastenfahrrad und Lastenanhänger fallen ebenfalls unter diese Kategorie. Oft werden E-Lastenräder auch als E-Cargobike oder Cargo-E-Bike bezeichnet.

Hinweis: Da der Name E-Bike im Sprachgebrauch am geläufigsten ist, verwenden wir im restlichen Beitrag die Begriffe E-Bike, Pedelec und Elektrofahrrad synonym.

 

Darum lohnt sich die Förderung von E-Bikes

Städte und Kommunen, Bund und Länder haben ein echtes Interesse daran, E-Bikes zu fördern. Immerhin will die Bundesregierung mit ihrem Klimaschutzplan 2050 den CO2-Ausstoß drastisch verringern und so helfen, den Klimawandel zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Doch solange viele Menschen selbst kleine Strecken nach wie vor mit dem Auto zurücklegen, sind diese Ziele wohl nur schwer zu erreichen.

Der Umstieg auf das Fahrrad ist also wünschenswert und ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Und gerade die E-Bikes machen diesen Umstieg für viele Fahrradmuffel dann doch interessant. Vorausgesetzt natürlich, so ein Bike ist auch noch bezahlbar. Und genau das ermöglicht die E-Bike-Förderung der öffentlichen Hand. Viele Städte und Gemeinden leiden unter dem dichten Autoverkehr in den Innenstädten – mit all den unschönen Nebenerscheinungen wie Parkplatz-Knappheit, Stau und Smogalarm. Aus diesem Grund haben nicht wenige Ballungszentren mittlerweile sogenannte Umweltzonen eingerichtet, die nur noch für besonders saubere Fahrzeuge zugelassen sind – und für E-Bikes.

 

Diese Förderungen gibt es für E-Bikes

Auch wenn es vom Staat selbst noch keine direkte Förderung für E-Bikes gibt – die Möglichkeiten, an eine der begehrten E-Bike-Förderungen von anderen Stellen zu kommen, sind durchaus vielfältig. Wir haben im Folgenden einige Beispiele für dich zusammengefasst, an denen du dich orientieren kannst.

E-Bike-Förderung vom Arbeitgeber

Ja, du hast richtig gelesen: Auch dein Chef kann dir den Kauf oder das Leasen eines Pedelecs schmackhaft machen. Und zwar als sogenanntes „Dienstrad“.

Dabei muss er das E-Bike in der Regel mit einer Laufzeit von 3 Jahren leasen. Die monatlichen Raten von 50 bis 80 Euro übernimmst du. Sie werden dir direkt vom Bruttogehalt abgezogen, wodurch du Steuern sparen kannst. Nach Ablauf des Leasingvertrages kannst du das Fahrrad auch kaufen – meist für weniger als 20 Prozent des Originalpreises. Auf die Art sparst du - je nach Arbeitgeberzuschuss und persönlicher Steuerklasse - insgesamt 15 bis 30 Prozent des Ursprungspreises. Dafür kann dein Chef die Kosten für die Anschaffung als Betriebsausgaben absetzen.

Auch Länder und Kommunen haben ihre Förderprogramme

Verschiedene Bundesländer und sogar viele Kommunen wollen mehr Fahrräder auf ihren Straßen sehen. Ihre Förderungen und Zuschüsse fallen dementsprechend üppig aus. Ein Querschnitt durch die verschiedenen Programme:

  • Baden-Württemberg: Hier gibt es für E-Lastenräder einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro. Beantragen können diese Förderung Unternehmen, Körperschaften des privaten Rechts und gemeinnützige Organisationen – Privatpersonen leider (noch) nicht.
  • Nordrhein-Westfalen: Auch hier wird das E-Lastenrad mit bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten bezuschusst – und das gilt auch für Privatpersonen.
  • Bayern: Privatpersonen und Unternehmen werden beim Kauf eines Lasten-Pedelecs mit 25 Prozent, maximal jedoch 1.000 Euro unterstützt.
  • Niedersachsen: Unternehmen, Genossenschaften, Freiberufler, Stiftungen und Vereine können sich beim Kauf eines E-Lastenbikes mit einer elektrischen Unterstützung bis 25 km/h über einen Zuschuss von 25 Prozent des Nettopreises freuen.
  • München: Mit ihrem Programm „München mobil“ lässt die Stadt beim Kauf eines E-Bikes 25 Prozent der Nettokosten springen, maximal sind es 500 Euro.
  • Regensburg: Hier gibt es bis zu 600 Euro Förderung für Pedelecs.
  • Tübingen: Gibst du hier dein altes Mofa oder den abgewrackten Roller ab und kaufst dir dafür ein E-Bike oder Pedelec, bekommst du einen Zuschuss zwischen 200 und 500 Euro.

Förderungen von Energieversorgern

Viele Stromanbieter freut es ebenfalls, wenn du dir ein E-Bike anschaffst. So gibt es von den Stadtwerken Tübingen zum Beispiel einen Zuschuss von 100 Euro, wenn du dich für einen Ökostrom-Tarif entscheidest oder schon Ökostrom-Kunde bist.

Der Versorgungsbetrieb Bordesholm bezuschusst E-Bikes und Pedelecs ebenfalls mit 100 Euro.

Wohnst du in Marburg und bist bei den dortigen Stadtwerken ein Premium-Kunde, bekommst du 10 Prozent des Anschaffungspreises für dein Bike, maximal 100 Euro.

Baden-Baden schreibt beim Kauf eines E-Bikes 100 Euro auf der nächsten Stromrechnung gut.

Du siehst, dass die Auswahl an Förderungen doch recht vielfältig ist. Es empfiehlt sich daher, wenn du dich direkt bei deiner Stadt, Kommune oder deinem Energieversorger informierst, inwiefern es von deren Seite Zuschüsse für dein E-Bike gibt.

 

E-Bike-Förderung mit Fokus auf das Lastenrad

Aus den unterschiedlichen Förderprogrammen der Städte und Länder geht hervor, dass die Anschaffung von Lastenrädern stärker unterstützt wird als beispielsweise von elektrischen City- oder Klapprädern. Dieser Umstand rührt daher, dass Lastenfahrräder, die problemlos größere Transporte tätigen können, eine besonders attraktive Alternative zum Auto darstellen. Denn mit ihnen kannst du vor allem in der Stadt flexibel die Kinder zum Kindergarten bringen oder auch den Einkauf für die kommende Woche erledigen. Zudem verlassen sich auch immer mehr Post- und Lieferdienste sowie Handwerker auf das Lastenrad. So kann die Umwelt entlastet und die Parkplatzsuche umgangen werden.

Angesichts der neuen Bundesregierung birgt die E-Bike-Förderung das Potenzial, noch stärker in den Fokus zu rücken. Denn mit dem grünen Koalitionspartner stand zuletzt die Forderung nach einem Fördertopf von 1 Milliarde Euro im Raum, mit denen insgesamt 1 Millionen E-Lastenfahrräder mit je 1.000 Euro bezuschusst werden sollen. Zum einen entstünde so eine stärkere Einheitlichkeit in der bundesweiten Bezuschussung. Zum anderen reagiert diese Forderung gleichzeitig auf einen fortwährenden Trend. So sah das Jahr 2020 einen Verkauf von mehr als 100.000 E-Lastenrädern, was einer Steigerung von rund 40% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

 

Urbane Elektromobilität mit viel Potenzial

Der Kauf eines E-Bikes ist dank der diversen Förderungen nicht so teuer wie es zunächst den Anschein erwecken mag. Die Bundesländer, Städte und Stadtwerke kommen dir bei der Anschaffung finanziell entgegen. Dafür braucht es in der Regel nicht mehr als einen Antrag bei der jeweiligen Einrichtung bzw. Institution. Greifst du auf ein Dienstrad zurück, dann kannst du selbst durch deinen Arbeitgeber profitieren. Die in Aussicht stehende vereinheitlichte Regelung der Bundesregierung stellt zudem eine weitere E-Bike-Förderung für Lastenfahrräder in Aussicht.

Aus all dem geht hervor, dass das Elektrofahrrad schon heute sowohl für den beruflichen Zweck als auch für Privatpersonen eine vielversprechende Alternative gegenüber dem Auto sein kann. Mit der stattfindenden Wende hin zur Elektromobilität wird dieser Umstand in Zukunft wahrscheinlich noch deutlicher auffallen als aktuell.

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