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CO2-Ausstoß von Erdgas

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

26.05.2020

Letztes Update

25.05.2022

 

Inhalt des Blogartikel

So niedrig sind die CO2-Emissionen von Erdgas

Die Zeichen stehen auf Erdgas. Die Gründe dafür sind schnell erklärt: Der natürliche Energieträger bietet jede Menge Vorteile. Kein Wunder, dass Erdgas in Deutschland weit häufiger zum Einsatz kommt als Öl, Kohle oder sogar Sonnenenergie. Mit Erdgas lässt es sich sauber heizen, es sorgt für warmes Wasser und auch im Straßenverkehr ist es als Antrieb für Kraftwagen nicht mehr wegzudenken. Und umweltfreundlich ist es auch noch.

 

Wie wird beim Erdgas die CO2-Emission ermittelt?

Erdgas verbrennt extrem sauber. Unter den fossilen Brennstoffen wie Öl, Kohle oder auch Torf weist Erdgas die geringsten CO2-Emissionen auf. Will man genau wissen, wie viel Kohlendioxid Erdgas bei seiner Verbrennung produziert, dann wird eine chemische Analyse hinzugezogen. Diese nennt sich „stöchiometrische Verbrennung“ und ermittelt den sogenannten CO2-Faktor. Dabei wird so viel Gas verbrannt, dass es den Wert einer Kilowattstunde ergibt. Mithilfe geeichter Messgeräte wird dann die Menge des ausgestoßenen Kohlendioxids genau ermittelt. Das funktioniert bei allen Apparaturen, die durch Erdgas betrieben werden – also Heizungen, Autos oder auch der Gasherd in der Küche.

 

Erdgasauto: Umweltfreundlich wie kaum ein anderes

Erdgas gilt also auch unter den Autos als „sauberer Verbrenner“. Zum einen haben Erdgasautos einen deutlich geringeren Ausstoß an Kohlendioxid als Benziner. Zum anderen produzieren sie etwa 90 Prozent weniger Stickoxide als Dieselfahrzeuge. Und auch die Feinstaubemission ist bedeutend günstiger als bei vergleichbaren Verbrennungsmotoren. Hinzu kommt, dass Erdgasautos weniger Lärm als andere Fahrzeuge verursachen. Im Einzelnen beträgt die durchschnittliche CO2-Emission:

  • bei 1 Liter Benzin etwa 2,32 Kilogramm
  • bei 1 Liter Diesel etwa 2,65 Kilogramm
  • bei 1 Liter Autogas etwa 1,79 Kilogramm
  • bei 1 Kilogramm Erdgas etwa 1,63 Kilogramm.

Auf den ersten Blick scheint sich das Erdgasauto in Sachen Kohlendioxid nicht allzu sehr von den anderen Antriebsarten zu unterscheiden.

Bei näherer Betrachtung sollte man aber bedenken, dass das Benzinäquivalent von 1 Kilogramm Erdgas ca. 1,5 Litern Benzin, 1,3 Litern Diesel oder ca. 1,9 Litern Autogas entspricht.

Umgerechnet auf die Energie, die in Kilowattstunden (kWh) angegeben wird, bedeutet das:

  • 1 Kilogramm Erdgas leistet 13,3 kWh,
  • 1 Liter Diesel etwa 9,9 kWh,
  • 1 Liter Superbenzin circa 8,6 kWh und
  • 1 Liter Autogas rund 6,8 kWh.

Das heißt, dass du mit 1 Kilogramm Erdgas im Auto wesentlich weiterkommst als mit 1 Liter eines anderen Treibstoffs. Und dann sieht die Klimabilanz gerade im Vergleich zu anderen Antriebsarten schon wieder wesentlich besser aus.

 

Wie viel CO2 produziert dein Erdgasauto nun genau?

Um zu wissen, wie viel Kohlendioxid dein Erdgasauto ausstößt, ermittelst du zunächst deinen Verbrauch – am besten auf 100 Kilometer. Für die einzelnen Energieträger stehen allgemeingültige Multiplikatoren in Kilogramm zur Verfügung:

  • Benzin: 23,2
  • Diesel: 26,5
  • Autogas (LPG): 17,9
  • Erdgas (CNG): 16,3

Die jeweilige Zahl, die für den Antrieb deines Autos gilt, multiplizierst du mit dem Kraftstoffverbrauch auf 100 Kilometer.

Ein Beispiel:

Du fährst ein Auto, das auf 100 Kilometer 8 Liter Benzin verbraucht. Zur Berechnung der Kohlendioxid-Emission rechnest du 8 x 23,2.

Das Ergebnis:

Dein Auto produziert 185,6 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Brauchst du 8 Liter Diesel auf 100 Kilometer, sieht die Rechnung so aus: 8 x 26,5 = 212 Gramm CO2 pro Kilometer.

8 Liter Autogas produzieren also 8 x 17,9 = 143,2 Gramm CO2 pro Kilometer. Auf 100 Kilometer entspricht dies einem CO2-Ausstoß von 14,32 Kilogramm.

Würdest du hingegen 8 Kilogramm Erdgas tanken und damit genau 100 Kilometer weit kommen, würdest du – 8 x 27,9 – genau 223,2 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Allerdings liegt der tatsächliche Verbrauch moderner Erdgasautos eher bei 4 bis 5 Kilogramm pro 100 Kilometer. Daher stoßen die meisten modernen Erdgasfahrzeuge pro Kilometer zwischen 111,6 bis 139,5 Gramm CO₂ aus. Dies entspricht also zwischen 11,16 und 13,95 Kilogramm CO₂ pro 100 Kilometer.

 

Ein Erdgasauto lohnt sich nicht nur wegen der niedrigen CO2-Emission

Mit einem Erdgasauto trägst du aktiv zum Umweltschutz und zum Erhalt unserer kostbaren Energien bei. Der Kauf oder die Umrüstung deines alten Benziners lohnt sich aber auch aus finanzieller Sicht. Zum einen fördern viele regionale Gasversorger die Anschaffung eines Erdgasautos mit Prämien. Zum anderen sparst du ordentlich bei der Kfz-Steuer. Denn die wird unter anderem nach der Menge des CO2-Ausstoßes berechnet – und da hast du mit einem Erdgasauto ganz klar die Nase vorn.

Und letztendlich spielt natürlich auch der Spritpreis eine erhebliche Rolle. Benzin, Diesel und Autogas sind pro Fahrtkilometer einfach deutlich teurer als Erdgas.

Ein letzter Tipp: Die Umrüstung eines Verbrenners auf Erdgas kostet etwa 4.500 Euro. Diese Kosten haben sich allerdings je nach Nutzung in 3 bis maximal 4 Jahren amortisiert.

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