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Elektroauto gebraucht kaufen: Das ist zu beachten

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

17.02.2022

Letztes Update

24.05.2022

Du möchtest ein gebrauchtes Elektroauto (E-Auto) kaufen, das seinen Preis wert ist? Mit unseren Tipps findest du gute und bezahlbare Gebrauchtwagen.

Inhalt des Blogartikels

Mehr E-Autos, weniger Probleme bei Gebrauchtwagen?

Wusstest du, dass etwa jeder achte Neuwagen mit Strom fährt? Der Marktanteil der Elektroautos steigt auf rund 12 Prozent und damit letztendlich auch das Angebot an Gebrauchtwagen. Da die Preise für neue E-Autos hoch und die Wartezeiten durch die gestiegene Nachfrage lang sind, lohnt sich ein Besuch beim Gebrauchtwagenhändler.

Allerdings gilt genau wie bei einem Benziner oder Dieselauto auch: Gebraucht bedeutet, dass das Fahrzeug schon eine Weile im Einsatz ist und Bauteile abgenutzt sein können. Mit einem gebrauchten Elektroauto gehst du im Vergleich zu einem gebrauchten Verbrenner allerdings ein viel geringeres Risiko ein.

Viele Teile, die bei einem Verbrenner verschleißen, hat und braucht das E-Auto gar nicht. Dazu zählen zum Beispiel die Gangschaltung, die Zündkerzen oder der Auspuff.

Die Motoren der Elektroautos schneiden im Vergleich ebenfalls besser ab. Elektromotoren brauchen weniger Wartung und sind langlebiger, weil sie einfacher aufgebaut sind als Verbrenner.

Elektroauto gebraucht kaufen: Darauf solltest du achten

Wenn du dich dennoch dazu entscheidest, ein gebrauchtes Elektroauto zu kaufen, solltest du auf bestimmte Faktoren achten:

Batterie, Akku und Garantie der Hersteller

Die Speicherleistung einer aufladbaren Batterie nimmt mit den Jahren ab. Das kennst du vielleicht von deinem Smartphone: Der Akku hält nicht mehr so lange wie früher und du musst ihn schneller wieder aufladen. Das betrifft alle Akkumulatoren und daher auch die Batterie eines Elektroautos.

Bei gebrauchten Autos muss das kein Problem sein: Die meisten Hersteller geben eine Garantie von 8 Jahren auf die Funktionstüchtigkeit der Batterie bei einer Ladeleistung von 70 Prozent. Achte also beim Kauf eines Gebrauchtwagens zuerst auf das Herstellungsjahr und die Garantie.

Die Reichweite des E-Autos

Darüber hinaus solltest du beim Kauf die Reichweite des Stromers beachten. Überlege dir dafür im Vorfeld, wofür du dein Auto im Alltag brauchst. Denn davon hängt ab, wie einschränkend eine etwas in die Jahre gekommene Batterie für dich tatsächlich ist.

Nutzt du dein E-Auto eher für kurze Wege im Stadtverkehr oder für längere Strecken über Land? Eine Reichweite bis zu 100 Kilometer schaffen die meisten Akkus auch, wenn sie schon etwas älter sind – nur darüber hinaus wird es kritisch. Kurze Wege bis zu 50 Kilometer zur Arbeit, Schule, Kita oder zum Einkaufen kannst du in der Regel problemlos zurücklegen. Für längere Geschäftsreisen solltest du überprüfen, ob genügend Stromtankstellen auf dem Weg zur Verfügung stehen und dafür entsprechend Zeit einplanen. Mit Ladekarten oder speziellen Apps findest du passende Ladesäulen in Deutschland.

Das Ladesystem

Elektroautos, gebraucht oder neu, unterscheiden sich in ihrem Ladesystem und der Ladeleistung. Einige Fahrzeuge kannst du an eine sogenannte Schnellladestation anschließen, mit der sie innerhalb von 30 bis 60 Minuten wieder fahrtauglich sind. An anderen Ladestationen musst du mit einer längeren Ladezeit des E-Autos rechnen. Auch der passende Stecker, wie ein CSS-Stecker für das Schnellladen oder ein Typ-2-Stecker als europäischer Standard, sollte vorhanden und funktionstüchtig sein.

Am besten ist es, wenn du den Gebrauchtwagenhändler bittest, vor Ort den Anschluss an die Ladestation ausprobieren zu dürfen. So kannst du selbst überprüfen, ob der Stecker und das Ladekabel nicht defekt sind und an welche Station sie passen.

Zusammenfassung: Das ist zu beachten, wenn du ein gebrauchtes Elektroauto kaufst

Vor dem Kauf eines gebrauchten E-Autos solltest du einige Punkte überprüfen. Achte auf den Gesamtzustand des Fahrzeugs: Gibt es Beulen oder Kratzer und ist die Inneneinrichtung intakt? Schaue im Serviceheft nach, wann der letzte TÜV war. Zudem solltest du Fragen klären wie zum Beispiel: Wie alt ist das gebrauchte E-Auto, gibt es eine separate Garantie für die Batterie, wie gut funktionieren die Bremsen bei der Probefahrt, ist das Reifenprofil abgefahren und gibt es Risse oder Beulen?

Wie viel kostet ein gebrauchtes E-Auto?

Die Kosten für ein Elektroauto als Gebrauchtwagen beginnen bei etwa 5.000 Euro. Für die meisten Elektrofahrzeuge zahlst du aber zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Im Vergleich zu den Neuwagen, die sich in der Preisklasse zwischen 30.000 und 40.000 Euro bewegen, sind die gebrauchten E-Autos also deutlich günstiger.

Da Elektroautos weniger Verschleißteile besitzen und langlebiger sind, sinkt ihr Wert normalerweise nicht so schnell wie bei Benzinern und Dieselautos.  

 

Gibt es eine staatliche Förderung?

Nicht nur Neuwagen, auch gebrauchte Elektroautos bezuschusst der Staat mit einer Förderung. Die Voraussetzungen dafür sind, dass das Auto nicht älter als 1 Jahr alt ist und weniger als 15.000 Kilometer gefahren wurde. Weitere Informationen findest du in unserem Blogbeitrag zur Förderung von Erdgas- und Elektroautos.

 

Alternativen zu gebrauchten Elektroautos

Da sich die Branche im Moment rasant weiterentwickelt und sich die Technik und Reichweite der E-Autos permanent verbessert, steigt die Nachfrage immer weiter. Allerdings sind auch die Preise für gebrauchte Elektroautos teilweise hoch. Alternativ kannst du dich für ein geleastes oder gemietetes Fahrzeug oder für den Umstieg auf ein E-Bike entscheiden.

Elektroauto leasen

Wenn du dich mit dem E-Auto erst einmal langsam anfreunden und nicht gleich so viel Geld investieren möchtest, kannst du ein Elektroauto privat leasen. Das geht schon ab 58 Euro monatlich und für eine Laufzeit von einem Jahr.

Der Vorteil beim Leasen ist generell, dass du nach dem Ende der Vertragslaufzeit entscheiden kannst, ob du das Fahrzeug übernehmen oder auf ein aktuelleres Modell umsteigen möchtest. Beachte jedoch, dass manche Angebote nur günstig erscheinen, da einige Händler die Miete der Autobatterie extra berechnen.

Elektroauto mieten

Wenn du dich nicht an einen Leasingvertrag binden möchtest, kannst du auch Elektroautos mieten – stundenweise, für einen oder mehrere Tage oder Monate. Viele Unternehmen haben neben den Benzinern und Dieselfahrzeugen mittlerweile auch E-Autos zur Miete im Angebot. Beachte dabei, dass der Strompreis nicht bei allen Anbietern inklusive ist. Manche Unternehmen berechnen die Stromkosten separat.

E-Bike kaufen oder mieten

Aus Gründen der Nachhaltigkeit, Gesundheit, Kosten und Zeitersparnis kaufen aktuell viele Menschen ein E-Bike. Mit dem E-Bike bist du deutlich schneller unterwegs als mit einem herkömmlichen Fahrrad und kannst dabei volle Straßen und Staus im Berufsverkehr vermeiden. Auch die leidige Parkplatzsuche fällt weg. Außerdem verbesserst du deine Fitness und bist nachhaltiger unterwegs. Die CO₂-Emissionen, die bei der Herstellung des E-Bike-Akkus anfallen, sind schon nach 100 eingesparten Autokilometern ausgeglichen.

Ein neues E-Bike kostet je nach Modell und Hersteller zwischen 2.000 und 4.000 Euro. Zum Laden des Akkus brauchst du keine Starkstromladestation, sodass du bei den Anschaffungskosten deutlich günstiger wegkommst als bei einem E-Auto. Unter Umständen kannst du sogar dein herkömmliches Fahrrad mit einem Bausatz zum E-Bike umwandeln.

Alternativ hast du die Möglichkeit, ein E-Bike zu mieten. Achte jedoch darauf, dass der gesamte Mietpreis nicht teurer ist als ein neues Elektrofahrrad. Pro Tag zahlst du meist 25 Euro oder mehr. Es gibt auch Wochenendmieten. Ein E-Bike solltest du daher nur für Probefahrten oder Ausflüge mieten.

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