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Das E-Bike über den Arbeitgeber kaufen

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

31.01.2022

Letztes Update

29.06.2022

Wie du dein E-Bike über den Arbeitgeber kaufst und als Dienstrad absetzt

Wenn du lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst, kannst du dein E-Bike über deinen Arbeitgeber kaufen und per Leasingrate als Dienstrad absetzen. Wir zeigen, wie es geht.

Inhalt des Blogartikels

E-Bike-Energierückgewinnung: Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec

Im Allgemeinen werden E-Bikes und Pedelecs oft in einem Atemzug genannt, obwohl es sich eigentlich um zwei verschiedene Bikes handelt, die durch einen Motor unterstützt werden.

Was ist ein E-Bike?

Ein E-Bike hebt sich durch eine wesentliche Eigenschaft von einem Pedelec ab: Auch ohne Tretunterstützung kann das Fahrrad mithilfe eines Motors betrieben werden, wobei das Bike (je nach Motorleistung) Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h und 45 km/h erreichen kann. Rein rechtlich gesehen gehören E-Bikes daher zu den Kleinkrafträdern, die nicht nur ein Kennzeichen, sondern auch einen Mofa-Führerschein erfordern.

Was ist ein Pedelec?

Im Gegensatz zu einem E-Bike ist ein Pedelec (Pedal Electric Cycle) ein Fahrrad, dessen Tretleistung von einem Motor unterstützt wird. Anders als beim E-Bike kommst du als Fahrer nur dann vorwärts, wenn du in die Pedale trittst. Aus diesem Grund ist für das Pedelec weder einen Führerschein erforderlich noch muss es als Mofa eingetragen werden.

Verbraucher können bei einigen Pedelecs und E-Bikes von einer Energierückgewinnung profitieren, wenn der Motor eine sogenannte Rekuperation unterstützt. Rekuperation bedeutet, dass der eingebaute Motor die Energie, die beim Bremsen entsteht, auffängt und in den Akku einspeist. Auf diese Weise wird die Laufleistung des Akkus verlängert. Von der E-Bike Energierückgewinnung sollen vor allem Fahrer profitieren, die gerne in hügeligen Gebieten unterwegs sind und bei Talfahrten abbremsen müssen.

 

E-Bike über Arbeitgeber kaufen: So funktioniert es

Immer mehr Menschen fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit. Gerade in Großstädten sparen Arbeitnehmer auf diese Weise nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld, halten sich fit und schonen darüber hinaus die Umwelt. Gute Fahrräder sind allerdings sehr teuer, vor allem, wenn du dir als Arbeitnehmer ein E-Bike oder Pedelec kaufen möchtest. Was viele jedoch oft nicht wissen: Das Fahrrad kann über den Arbeitgeber gekauft und als Dienstfahrrad abgesetzt werden.

Es gibt bereits viele Arbeitgeber, die ihren Angestellten ein Dienstfahrrad zur Verfügung stellen. Arbeitnehmer suchen sich einfach das gewünschte Fahrrad aus, bevor der Arbeitnehmer einen Leasingvertrag mit dem jeweiligen Anbieter abschließt. Durch das Leasing kannst du dir als Arbeitnehmer das ersehnte Pedelec, Mountainbike, Rennrad oder E-Bike leisten. Dabei bezahlst du das Fahrrad nicht direkt, sondern per Gehaltsumwandlung. Dies bedeutet, dass die monatliche Leasingrate vom Gehalt abgezogen wird, was wiederum das Bruttogehalt mindert.

Sobald Arbeitnehmer das E-Bike über den Arbeitgeber kaufen, kann sich der Arbeitgeber auch an den monatlichen Kosten beteiligen, indem er einen Teil des Leasings für das Dienstrad übernimmt. Der Arbeitgeber kann die Kosten für die anteilige Leasingrate und Versicherung des Dienstrades als Betriebsausgaben geltend machen, während du das Fahrrad auch privat nutzen und seit 2020 0,25 Prozent des Listenpreises geltend machen kannst.

Für dich als Arbeitnehmer ergeben sich dadurch Vorteile: Indem du das Pedelec oder E-Bike über den Arbeitgeber kaufst, mindern sich die Ausgaben für die monatliche Sozialversicherung und Lohnsteuer. Das Leasing des Dienstfahrrades dauert in der Regel 3 Jahre. Danach hast du die Möglichkeit, das Dienstfahrrad günstig zu kaufen oder einen neuen Leasingvertrag abzuschließen.

Oft müssen Arbeitnehmer am Ende des Leasingvertrages nur noch 10 Prozent des Zeitwertes bezahlen, der dann wiederum als geldwerter Vorteil versteuert wird. Laut Bundesfinanzministerium geht man derzeit davon aus, dass das Dienstfahrrad am Ende des Leasingvertrages nur noch einen Wert von etwa 40 Prozent des Neupreises hat.

 

E-Bike über Arbeitgeber kaufen: Vorteile für Arbeitnehmer

Wie in dem Artikel bereits erwähnt, ergeben sich für dich als Arbeitnehmer viele Vorteile:

  • Du bekommst ein hochwertiges Dienstrad.
  • Du musst die Kosten des Fahrrades und die Leasingrate nicht in vollem Umfang tragen (sofern der Arbeitgeber sich an der Leasingrate beteiligt).
  • Du bezahlst nach der Gehaltsumwandlung weniger Lohnsteuer und Sozialversicherung.
  • Die Nutzung des Leasing-Fahrrades dauert 3 Jahre.
  • Du musst keine Versicherung für das Dienstfahrrad zahlen.
  • Du kannst das Dienstrad auch privat nutzen.
  • Eine kostenlose Nutzung ist ebenfalls möglich (ohne Gehaltsumwandlung).
  • Du kannst 0,25 Prozent des Listenpreises steuerlich geltend machen.
  • Es besteht die Möglichkeit einer Entfernungspauschale.
  • Du kannst das Dienstrad nach Ende der Vertragslaufzeit günstig kaufen.

Nicht zu vergessen sind die Vorteile, die sich für die eigene Gesundheit und die Umwelt ergeben: Wer nämlich täglich mit dem Dienstrad zur Arbeit fährt, hält sich nicht nur körperlich fit, sondern schont auch die Umwelt.

 

E-Bike über Arbeitgeber kaufen: Vorteile für Arbeitgeber

Selbst für Arbeitgeber ergeben sich einige Vorteile, sobald Arbeitnehmer das Pedelec oder E-Bike über den Arbeitgeber kaufen. Steht jedem ein Dienstrad zur Verfügung, trägt dies auch wesentlich zum Umweltschutz bei und motiviert die Mitarbeiter zudem, sich mehr zu bewegen. Dies kann sich wiederum auf die allgemeine Fitness und Leistungsfähigkeit auswirken.

Diese Vorteile können sich für Arbeitgeber ergeben:

  • Leasingraten und Versicherung des Dienstrades werden steuerlich geltend gemacht.
  • Es entstehen weniger Lohnzahlungen durch die Gehaltsumwandlung.
  • Der Arbeitgeber hat weniger Ausgaben für die anteilige Sozialversicherung.
  • E-Bikes als Diensträder tragen zum besseren Image der Firma dank Leasing (finanzielle Vorteile und Umweltschutz durch Einsparung von CO₂) bei.
  • Parkplätze werden eingespart.

Welche steuerlichen Regeln gilt es beim Kauf eines E-Bikes zu beachten?

Seit 2012 werden Dienstfahrräder und Dienstwagen gleichgestellt. Wie bereits erwähnte, haben Arbeitnehmer diesbezüglich zwei Möglichkeiten, ein E-Bike über den Arbeitgeber zu kaufen. Eine Möglichkeit ist, das Fahrrad über den Arbeitgeber zu leasen und die monatlichen Leasingraten per Gehaltsumwandlung geltend zu machen. Zusätzlich kann das Dienstfahrrad privat genutzt werden, wobei Arbeitnehmer das Bike mit 0,25 Prozent des Kaufpreises versteuern.

Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung des Dienstrads ohne Gehaltsumwandlung, indem der Arbeitgeber seinen Angestellten das E-Bike kostenlos zur Verfügung stellt. In diesem Fall kann der Arbeitnehmer das Dienstrad auch privat steuerfrei nutzen.

 

Für wen lohnt sich der Kauf eines E-Bikes über den Arbeitgeber?

Der Kauf eines E-Bikes über den Arbeitgeber kann sich sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber lohnen, da beide Parteien von vielen Vorteilen profitieren können. Durch die täglichen Fahrten zur Arbeit halten Arbeitnehmer sich körperlich fit, was nicht nur positive Auswirkungen auf die Gesundheit, sondern auch auf die Leistungsfähigkeit hat.

Nicht zu vergessen sind die steuerlichen Vorteile, die sich durch die Zahlung der Leasingraten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ergeben. Nach Ablauf des Leasingvertrages kannst du das Dienstrad günstig kaufen, da die Kosten dann nur noch einen Bruchteil des Geldwerts betragen. Im Gegensatz zu einem Auto ist ein Dienstrad eindeutig die günstigere und gesündere Wahl.

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