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Alles zum E-Bike-Dreirad

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

28.01.2021

Letztes Update

17.01.2022

Modelle und Einsatzbereiche des E-Bike-Dreirads

In den letzten Jahren haben Dreiräder für Erwachsene nach und nach den Markt erobert. Eine der Zielgruppen für diese Frischluft-Fahrzeuge sind Senioren. Im Alter lässt oft der Gleichgewichtssinn nach und daher trauen sich viele Senioren nicht mehr aufs Fahrrad. Das kippsichere und stabile Dreirad ist da eine echte Alternative. Was in dieser Hinsicht bereits möglich ist, zeigt dir unser Artikel im Überblick.

Inhalt des Blogartikel

Was ist der Unterschied zwischen „normalen“ E-Bikes und E-Bike-Dreirädern?

Ein E-Bike sieht im Wesentlichen aus wie ein klassisches Fahrrad. Ein Rahmen mit Sattel, Pedalen und Lenker. Hinten und vorn jeweils ein einzelnes großes Rad. Der E-Motor sitzt entweder auf der Vordernabe, ist im Tretlager integriert oder auf der Hinternabe montiert. Bei allen 3 Ausführungen läuft trotz des E-Motors ganz klassisch eine Kette vom Tretlager zum Hinterrad. Denn der Elektro-Motor dient der Unterstützung und wird nur aktiviert, wenn der Fahrer selbst in die Pedale tritt.

Ein E-Bike-Dreirad hat, wie der Name schon sagt, dagegen 3 Räder. Eine der beiden Achsen trägt zwei Räder, die andere nur eins. Dadurch ist das Fahrzeug sehr kippsicher und muss nicht mehr durch den Fahrer in Balance gehalten werden. Die Kehrseite ist allerdings ein völlig anderes Fahrgefühl. Um mit einem Fahrrad oder E-Bike eine Kurve zu fahren, neigst du dich mit dem Fahrzeug in die Kurve hinein. Der Lenker wird dabei nur minimal gedreht. Beim Dreirad drehst du den Lenker sehr deutlich, so dass das gelenkte Rad in die Richtung zeigt, in die du fahren möchtest. Außerdem neigst du dich aus der Kurve heraus. Es ist der gleiche Unterschied wie zwischen einem Solo-Motorrad und einem Motorrad mit Beiwagen.

 

Aktuelle Ausführungen von E-Bike-Dreirädern

Bei Fahrrädern und E-Bikes ist es durch das Problem mit dem Gleichgewicht nur beschränkt möglich, größere Lasten oder ausladende Gegenstände zu transportieren. Du hast sicher noch nie ein Fahrrad oder E-Bike gesehen, auf dem statt eines schmalen Sitzes eine Art Sessel montiert war. Anders beim E-Bike-Dreirad.

Sesseldreirad

Namensgebend für diese Art E-Bike-Dreirad ist der breite bequeme Sitz mit Rückenlehne. In Verbindung mit der relativ niedrigen Sitzposition und der zum Fahrer geneigten Lenkereinstellung sitzt du hier aufrecht und entspannt. Das ist das richtige E-Dreirad für lange Touren. Der Rahmen ist zumeist voll gefedert und die Rückenlehne in der Neigung einstellbar.

Die niedrige Sitzposition sorgt auch für einen tiefen Schwerpunkt. Damit wird die ohnehin schon gute Stabilität noch weiter erhöht. Selbst in rasant gefahrenen Kurven ist die Kippgefahr sehr gering. Ein weiterer Vorteil ist der niedrige Einstieg. Selbst in der Beweglichkeit eingeschränkte Personen können so problemlos Platz nehmen. Und dass sie jederzeit den Boden mit ihren Füßen erreichen können, ist vielen Fahrern für ihr persönliches Sicherheitsgefühl ebenfalls wichtig.

Die meisten Sesseldreiräder verfügen hinter dem Sitz über einen Gepäckträger. Von Decken und Picknickkorb für einen Ausflug bis hin zum Gepäck für eine mehrtägige Tour passt hier vieles rein. Sesseldreiräder sind nicht nur für ältere, sondern auch für sowohl sportlich als auch komfortorientierte jüngere Menschen die richtige Wahl. Sesseldreiräder findest du in der Preisspanne zwischen 2.000 bis über 6.000 Euro. Die niedrigeren Preise gelten für Ausführungen ohne E-Antrieb.

Shoppingdreirad

Ein Shoppingdreirad ist zwischen Sitz und Vorderrad wie ein normales Fahrrad oder E-Bike für die Stadt gebaut. Sitz und Sitzposition sind fahrradtypisch. Zur Steuerung dient ein breiter Lenker.

Tief hinter dem Sitz und damit zwischen den beiden Hinterrädern befindet sich jedoch ein großer Gepäckkorb oder eine Box. Hier kann selbst ein größerer Wocheneinkauf sicher verstaut werden. Dessen Gewicht wirkt sich sogar positiv auf Schwerpunktlage und Kippsicherheit aus. Bei einem normalen Fahrrad sind Lasten auf dem Gepäckträger oder gar in einem Beutel am Lenker eher eine Gefahr.

Die Rahmen sind ähnlich wie bei Damenrädern oder mit besonders tiefen Einstiegen versehen. Letzteres erleichtert das Aufsteigen, birgt aber bei starken Fahrbahnunebenheiten die Gefahr des Aufsitzens. Eine Beratung beim Fachhändler hilft mit Sicherheit, das zum überwiegenden Einsatzzweck passende E-Dreirad zu finden.

Natürlich eignen sich die Shoppingdreiräder mit ihrer großen Transportkapazität auch für einen Ausflug über Land. Allerdings können sie mit dem Langstreckenkomfort der Sesseldreiräder bei weitem nicht mithalten. Die Preisspanne der Shoppingdreiräder beginnt bei etwa 1.500 Euro und reicht bis jenseits der 5.000 Euro. Die niedrigeren Preise gelten für Ausführungen ohne E-Antrieb.

Spezialdreirad

Die Spezialdreiräder sind für die Mitnahme einer Person mit Mobilitätseinschränkungen gedacht. Eine Bauform ist das Tandem-Dreirad. Kurz vor der zweirädrigen Hinterachse sind nebeneinander zwei bequeme Sitze mit Rücken- und evtl. Armlehne montiert. Der Rahmen verläuft zwischen den Sitzen und muss daher zum Aufsteigen nicht überstiegen werden.

Andere Ausführungen haben ihre zwei Räder vorn. Zwischen den beiden Rädern befindet sich eine Plattform, auf die du einen Rollstuhl fahren kannst. Eine weitere Variante hat anstelle der Plattform einen Rollstuhl, der abgekoppelt werden kann.

Zu allen Spezialdreirädern bieten die Hersteller ein breites Zubehörsortiment an. So kannst du das Gefährt noch besser an die Bedürfnisse des Mitfahrers anpassen. Diese Dreiräder gibt es jeweils mit oder ohne unterstützenden E-Antrieb. Die Preise ohne Motor liegen im mittleren, mit Motor im höheren vierstelligen Bereich.

Frontdreirad

Wenn du daran gewöhnt bist, mit dem Fahrrad nahezu überall durchzukommen, wirst du dich mit dem klassischen Dreirad zunächst schwertun. Das breite Hinterteil und der größere Wenderadius führen dazu, dass du schnell mal an Fahrzeugen und anderen Hindernissen hängen bleiben kannst. Manch einer könnte sich deswegen das Fahren mit dem Dreirad gar nicht zutrauen.

Für solche Fälle gibt es das Frontdreirad. Hier ist das Solo-Rad hinten, die beiden anderen Räder sind an der Vorderachse. Du als Fahrer hast den breitesten Teil deines Fahrzeugs immer im Blick und kannst daher einschätzen, ob dir genug Platz zum Ausweichen bleibt.

Im Übrigen gleichen die Frontdreiräder den oben beschriebenen Shoppingdreirädern. Auch sie verfügen über tiefe Einstiege. Die Transportkapazität ist allerdings ein wenig kleiner. Durch die beiden lenkenden Vorderräder lässt sich vor der Lenkung nur ein kleinerer Korb unterbringen. Hinten ist durch das einzelne Rad nur Platz für einen klassischen Fahrradgepäckträger.

Im Preis liegen die Frontdreiräder in ähnlichen Regionen wie Shoppingdreiräder. Ohne E-Motor kosten sie um die 2.000 Euro. Der unterstützende Motor treibt den Preis auf über 4.000 Euro.

 

Vorteile von E-Bike-Dreirädern

Die Vorteile liegen vor allem in der konstruktionsbedingten Stabilität und Kippsicherheit. Dadurch können auch Erwachsene, die sich das Fahren mit einem einspurigen Fahrrad nicht mehr zutrauen, mit eigener Kraft und an der frischen Luft fahren. Hinzu kommen die größere Transportkapazität und natürlich die kraftsparende Unterstützung durch den E-Motor.

 

Mobil bleiben: Mit dem E-Bike funktioniert das problemlos

Wer sich aus gesundheitlichen oder Altersgründen das Fahren mit einem einspurigen Fahrzeug wie Fahrrad oder E-Bike nicht mehr zutraut, ist auf die Nutzung von umweltschädlichen Kraftfahrzeugen angewiesen. Ein E-Bike-Dreirad gibt Menschen die Möglichkeit, wieder sicher und aus eigener Kraft mobil zu sein. Viele Kurzstreckenfahrten mit Verbrenner-Fahrzeugen können vermieden werden.

Das ist nicht nur ein Beitrag für Umwelt und Klimaschutz. Als Nutzer eines E-Bike-Dreirads sparst du auch einiges an Wartungs- und Betriebskosten durch vermiedene Nutzung deines Autos. Außerdem tust du durch die körperliche Bewegung an der frischen Luft etwas für deine Gesundheit.

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