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ChargeHere: Smartes Lade- und Lastmanagement

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

28.02.2022

Letztes Update

28.02.2022

Wenn viele Parkplätze gleichzeitig mit einer Wallbox ausgestattet werden, sind die Herausforderungen groß. ChargeHere bietet dir eine zentralisierte Alternative für das Lastmanagement.

Inhalt des Blogartikels

Das Konzept von ChargeHere ist auf Unternehmen und Wohnungsgesellschaften optimiert

Firmenparkplätze oder -tiefgaragen sind häufig nur mit einigen wenigen Ladegelegenheiten ausgestattet. Doch wie können Unternehmen den steigenden Bedarf oder gleich eine ganze Elektroauto-Flotte bedienen? Die teure Technik, die in jeder einzelnen Wallbox verbaut ist, erhöht die Investitionskosten für mehrere Parkplätze erheblich. Außerdem können aufgrund der örtlichen Gegebenheiten oft nur wenige Wallboxen installiert werden, um das Stromnetz des Gebäudes nicht zu überlasten.

ChargeHere bietet mit seiner zentralisierten Ladelösung eine Alternative an, mit der eine größere Zahl von Parkplätzen problemlos mit mehreren Ladepunkten versehen sind. Zudem lässt sich die Ladeinfrastruktur bei Bedarf relativ einfach erweitern, was ein weiterer Vorteil des Konzepts ist. Ob 10 oder 100 Ladepunkte: Das System ist ganz nach Bedarf skalierbar und ermöglicht eine genaue Abrechnung der Kilowattstunden (Strommenge).

Neben den Vorteilen eines zentralisierten Lade- und Lastmanagements spart das Konzept außerdem Kosten bei der Einrichtung von Ladepunkten. Denn statt einer Wallbox mit kompletter Steuerungstechnik wird bei ChargeHere im Prinzip nur ein Ladekabel am Parkplatz installiert. Die Freigabe und Steuerung des Lademanagements erfolgt entweder über eine App oder über einen zentralen Bedienterminal. Gut zu wissen: Im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms für den Aufbau gewerblicher Ladeinfrastruktur ist das System von ChargeHere bereits förderfähig.

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Wie funktioniert ChargeHere?

ChargeHere ist ein Innovationsprojekt des Energiekonzerns EnBW und wurde mit der Zielsetzung gegründet, Unternehmen und anderen Institutionen mit einem hohen Bedarf an Ladepunkten auf Parkplätzen, in Tiefgaragen oder für Fahrzeugflotten eine erweiterbare und leistungsstabile Ladelösung zu präsentieren.

Die wichtigsten Vorteile des Konzepts im Überblick:

  • Lokales Lastmanagement: Die verfügbare Anschlussleistung wird je nach Bedarf über eine zentrale Steuerung optimal auf die einzelnen Ladepunkte verteilt.
  • Mitwachsende Infrastruktur: Die Ladelösung lässt sich bei höherem Ladebedarf jederzeit nach oben skalieren.
  • Benutzerfreundlichkeit: Ein komfortabel zu bedienendes Spiral-Ladekabel ist bereits am Ladepunkt montiert – somit müssen Fahrer von Elektroautos kein eigenes Kabel mehr mitführen.
  • Einfache Ladefreigabe: Flexible Nutzung über zentrales Bedienterminal mit RFID-Karte oder per Smartphone-App direkt am Ladepunkt.
  • Flexibles Lademanagement: Blockieren bereits geladene Fahrzeuge einen Stellplatz, navigiert das Lademanagement automatisch mehr Energie auf einen anderen Ladepunkt.
  • Geringer Platzbedarf: Das Design der Ladepunkte ist bewusst schlank und einfach gehalten, um möglichst wenig zusätzlichen Platz im Parkraum zu beanspruchen.
  • Individuelles Firmenbranding: ChargeHere bietet Unternehmen an, die Ladepunkte mit eigenem Branding zu versehen.

Die ChargeBase steuert alles zentral

Zentral gesteuert wird das Lade- und Lastmanagement über die sogenannte ChargeBase. Dabei handelt es sich um eine Art Schaltschrank, der an geeigneter Stelle im Gebäude platziert wird. Hier wird die gesamte Schalt- und Regeltechnik installiert, die für das Management der Ladepunkte erforderlich ist. Eine ChargeBase kann bis zu 20 Parkplätze verwalten, jedoch können Kunden problemlos eine Erweiterung der Ladepunkte auf bis zu 100 Ladepunkte und darüber hinaus realisieren, weil die Infrastruktur bedarfsgerecht mitwächst.

Ist die maximale Zahl der Ladepunkte einer ChargeBase erreicht, können folglich weitere Zentraleinheiten installiert werden. Durch diesen Ansatz entfällt die teure und aufwändige Steuerungstechnik an jeder einzelnen Wallbox. Außerdem ist die verfügbare Leistung des Stromanschlusses dank des dynamischen Lastmanagements immer perfekt auf den jeweiligen Ladebedarf verteilt. Somit ist das Aufladen mehrerer Elektroautos gleichzeitig möglich, ohne dafür vorab den Netzanschluss aufwändig auszubauen.

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Platzsparend: Der kompakte TwinCharger

Ein großes Problem bei der Planung von Ladepunkten mit Wallbox ist häufig der Platzbedarf. Gerade an Orten, wo der Raum ohnehin begrenzt ist (zum Beispiel in Parkhäusern, Tiefgaragen oder auf engen Parkplätzen), zählt jeder Zentimeter. ChargeHere hat seine Ladepunkte daher besonders kompakt und platzsparend entworfen.

Mit dem TwinCharger stehen gleich zwei Ladepunkte pro Einheit zur Verfügung, wobei die Ladesäule im Prinzip nur aus einem Halter und einer Stele besteht. Auch die Wandmontage ist in der Regel problemlos möglich. Die Spiral-Ladekabel lassen sich auf eine Länge von bis zu 11 Metern ausziehen sind fest am TwinCharger installiert, wodurch das Hantieren mit eigenen Ladekabeln entfällt. Auch optisch passt sich diese Lösung sehr gut an die jeweilige Umgebung an. Da nicht überall zwei Ladepunkte benötigt werden, ist optional auch ein SingleCharger mit nur einem Ladepunkt verfügbar.

 

Weitere Services von ChargeHere

Die große Besonderheit von ChargeHere besteht in der Bereitstellung eines umfassenden Systemhauses für AC-Ladeinfrastruktur. So umfasst die Ladelösung neben der Hardware auch modulare Services, sprich den gesamten Prozess von der Planung und Installation über die Betriebsführung und Wartung bis hin zur Abrechnung. So unterstützt das Innovationsprojekt des EnBW die Kunden bereits in der Planungsphase aktiv bei einem Vorabcheck, der die örtlichen Gegebenheiten auf die optimalen Möglichkeiten zur Installation der Ladelösung prüft. Installiert wird die Anlage schließlich von Partnerunternehmen, die mit der EnBW kooperieren. Im laufenden Betrieb sorgt das Monitoring dafür, dass ChargeHere stets über den aktuellen Status der Ladelösung im Bilde ist. Dies erleichtert Wartung und Entstörung. Für Orte, die eichrechtskonforme Ladelösungen, beispielsweise die Baumusterprüfbescheinigung einer Konformitätsbewertungsstelle wie der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), fordern, ist außerdem ein entsprechendes Zertifikat vorhanden. Denn nur diese Ladestationen bieten verschiedenen Nutzergruppen eine zuverlässige und transparente Abrechnung. So siehst du sofort, welchen Stromverbrauch (in Kilowattstunden) du erzeugt hast.

 

ChargeHere forscht an weiteren Projekten

Der Hersteller ist über sein Engagement im Rahmen der Forschungsprojekte iLIME des Landes Baden-Württemberg und LamA-connect des Bundeswirtschaftsministeriums an der Weiterentwicklung der Ladetechnologie beteiligt. iLIME beschäftigt sich dabei primär mit den Aspekten eines intelligenten Ladeinfrastruktur-Managements zur Anbindung von Parkhäusern und Tiefgaragen. LamA steht hingegen für „Laden am Arbeitsplatz“ und soll die Elektromobilität strategisch voranbringen.

 

Fassen wir zusammen: ChargeHere bietet eine einfache und zukunftsfähige Ladelösung für mittlere und große Parkräume

Durch das zentralisierte Lade- und Lastmanagement der ChargeBase verteilt sich die vorhandene Netzanschluss-Leistung optimal auf die vielen einzelnen Ladepunkte. Dies erspart in vielen Fällen den teuren Ausbau der Anschlüsse, wie er bei herkömmlichen Wallbox-Lösungen oft notwendig ist. Auch der Verzicht auf individuelle Steuerungs- und Bedientechnik macht die Installation einer größeren Zahl von Ladepunkten sehr viel günstiger. Eine einfache Bedienung über das zentrale Terminal oder per App direkt am Ladepunkt ist für das Management großer Flotten oder auf Parkplätzen von Unternehmen besonders wichtig. Doch auch für Wohnungsbaugesellschaften, die ihren Mietern in der Tiefgarage eine Lademöglichkeit für Elektroautos anbieten möchten, ist die mitwachsende Infrastruktur von ChargeHere eine interessante Lösung.

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