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Klassik trifft auf Moderne: Dank Hybrid-Auto mit zwei Energiequellen gleichzeitig fahre

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Per Hybrid-Auto Richtung KlimaneutralitÀt

Seit 1850 steigt die Temperatur der ErdoberflÀche in jedem Jahrzehnt weiter an. Das stellte der Weltklimarat (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) in einem 2013 veröffentlichten Bericht fest. Damit bestÀtigte der Ausschuss nicht nur die globale ErwÀrmung: Er nannte den Menschen und die Freisetzung von Treibhausgasen klar als Hauptursache.

Obwohl seitdem schon einige Jahre ins Land gegangen sind, hat sich nur wenig verĂ€ndert. Zwar haben sich die Vereinten Nationen 2015 mit dem Pariser Abkommen zu Maßnahmen gegen den Klimawandel bekannt. Doch in der Praxis ist die Weltgemeinschaft von vielen ihrer Ziele noch immer weit entfernt.

Aber warum eigentlich? Ein Grund ist: Der Klimawandel erfordert große Umstellungen. Und die sind nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Darum kommt es jetzt auf uns alle an – und auf Technologien, die den Übergang so leicht wie möglich machen.

Das Hybrid-Auto ist so eine Technologie. Es vereint den klassischen Verbrennungsmotor und den zukunftsfĂ€higen Elektroantrieb. Dadurch bist du mit einem Hybridfahrzeug CO2-Ă€rmer unterwegs und musst dir gleichzeitig keine Sorgen ĂŒber die VerfĂŒgbarkeit von Treibstoff machen.

Wie ein Hybrid funktioniert und was es bei dem Kauf, der Fahrt und der Pflege zu beachten gilt, erfĂ€hrst du in diesem E-Book. Und natĂŒrlich verraten wir dir auch, welche Vorteile das Hybrid-Auto fĂŒr dich und die Energiewende haben kann.

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Das Hybrid-Auto einfach erklÀrt

Das lateinische Wort „hybrida“ bedeutet so viel wie „Mischling“. Das trifft es beim Hybrid-Auto ziemlich gut. Denn es „vermischt“ 2 Technologien. Theoretisch können das alle möglichen Antriebsarten sein. In der Praxis sind damit aber meist Fahrzeuge gemeint, die den Verbrennungs- und Elektroantrieb vereinen.

Die beiden Motoren können auf verschiedene Arten zusammenarbeiten. Lange Zeit waren Hybrid-Autos stark vom Verbrennungsmotor abhĂ€ngig. Entweder lieferte dieser die Energie fĂŒr den Elektromotor oder ĂŒbernahm den Antrieb gleich zum Großteil selbst. Mit einem modernen Plug-in-Hybrid (kurz: PHEV) bist du dagegen weitestgehend unabhĂ€ngig von Benzin und Diesel: Ihn kannst du direkt an das Stromnetz anschließen und aufladen.

Denn der große Vorteil der Hybridtechnologie ist ihre gesteigerte Umweltfreundlichkeit (im Vergleich zum reinen Verbrennungsmotor). Mit seinem deutlich geringeren CO2-Ausstoß spielt der Hybridantrieb so eine wichtige Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel.

Wissenswertes

Konkret heißt das: Ein Hybridelektrokraftfahrzeug – kurz HEV (Hybrid Electric Vehicle) – verfĂŒgt sowohl ĂŒber einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor. Neben einem konventionellen Tank hat ein Hybrid-Auto dementsprechend noch einen Akkumulator, um den Elektromotor mit Strom zu versorgen.

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Die Geschichte des Hybrid-Autos

ElektromobilitĂ€t gilt als Antriebstechnologie der Zukunft. Was nur wenige wissen: Elektromotoren fĂŒr Automobile gibt es bereits sehr viel lĂ€nger – schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. TatsĂ€chlich lieferten sich Verbrenner und Elektroantrieb zu Beginn der AutomobilĂ€ra ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Vorherrschaft der Antriebstechnologien.

Zum Vergleich: Das erste Automobil mit Elektromotor fuhr 1881. Erst 1886 stellte Carl Benz seinen kraftstoffbetriebenen „Benz Patent-Motorwagen Nummer 1“ vor. Der Kraftwagen gilt heute als Startschuss fĂŒr den Siegeszug des Automobils. Einige Vorteile der ElektromobilitĂ€t waren jedoch schon damals bekannt (auch wenn Umweltfaktoren zu dieser Zeit selbstverstĂ€ndlich noch kein Thema waren). Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ein kluger Kopf versuchte, beide Technologien zu kombinieren. Und so produzierte die US-amerikanische Armstrong Manufacturing Company 1896 das erste Fahrzeug mit Hybridantrieb.

Noch einen Schritt weiter ging 3 Jahre spĂ€ter das spanische Unternehmen La Cuadra: 1899 prĂ€sentierte der Autohersteller ein Fahrzeug, das primĂ€r von einem Elektromotor angetrieben wurde. Der zusĂ€tzliche Verbrennungsmotor diente lediglich dazu, den Akkus per Generator Energie zu liefern. Einen Ă€hnlichen Weg schlugen zur etwa selben Zeit die Belgier von Établissements Pieper ein. Der in ihrem Hybrid-Auto verbaute Einzylindermotor hatte nur eine Aufgabe: die Batterien mit Energie zu versorgen.

Und im deutschsprachigen Raum? Hier stach besonders die Pionierarbeit von Ferdinand Porsche hervor. Der Fahrzeugkonstrukteur hatte mit dem Lohner-Porsche bereits 1900 einen rein elektrisch angetriebenen Wagen entwickelt. Diesen erweiterte er 1902 um einen mittels Verbrenner angetriebenen Akku-Generator. Der erste Hybrid aus dem Hause Porsche war geboren.

In den folgenden Jahren setzten sich jedoch zunehmend Motoren auf Kraftstoffbasis durch. Die Hybridtechnologie spielte (wie die ElektromobilitÀt im Allgemeinen) auf dem Fahrzeugmarkt fortan nur noch eine untergeordnete Rolle. Eine Ausnahme war der öffentliche Nahverkehr. Zum Beispiel setzte die Londoner Busgesellschaft Thomas Tilling bis 1925 Fahrzeuge mit Hybridantrieb ein. Vor allem in den 1930ern vertrauten auch in den USA viele StÀdte auf Hybrid-Busse.

Im Privatbereich fanden Autohersteller erst in den 1980er-Jahren wieder Interesse am Hybridantrieb. Nach Forschung, Tests und Prototypen erschienen die ersten Modelle in den 1990ern. Allerdings wiesen diese hĂ€ufig noch Probleme auf und waren zudem fĂŒr den Großteil der Bevölkerung nicht erschwinglich. Das Ă€nderte sich in den 2000er- und vor allem den 2010er-Jahren rapide: Im Zuge eines wachsenden Umwelt- und Klimabewusstseins wird das Hybrid-Auto nicht nur immer beliebter, sondern auch technisch ausgefeilter – und ist lĂ€ngst wieder zurĂŒck auf unseren Straßen.

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Antrieb fĂŒr die Energiewende

Treibhausgase und vor allem Kohlenstoffdioxid gelten als direkte Ursache fĂŒr die globale ErwĂ€rmung. Da ist es nur logisch, dass wir Menschen den Ausstoß von CO2 reduzieren mĂŒssen – und zwar wie und wo immer es nur geht.

Klimafreundlicher dank Elektromotor

ElektromobilitĂ€t gilt deshalb nicht umsonst als wichtiger Schritt in Richtung KlimaneutralitĂ€t: Mit reinem Ökostrom stoßen Elektroautos im Vergleich zu Benzinern und Dieselfahrzeugen bis zu 50 Prozent weniger CO2 aus. Solche Topwerte erreichen Hybrid-Autos zwar nicht, schließlich setzen sie zum Teil noch auf Verbrennung. Doch dank des zusĂ€tzlichen Elektromotors kannst du schon ordentlich CO2 einsparen.

Wissenswertes

Eine genaue CO2-Bilanz lĂ€sst sich fĂŒr Hybridfahrzeuge pauschal nur schwer erstellen. Zum einen, weil die Emissionswerte stark von deinem Fahrstil und Ă€ußeren Bedingungen abhĂ€ngig sind. Andererseits kommt es aber auch auf das Fahrzeug selbst an. Entscheidend sind hier sowohl das Modell (ein SUV hat einen anderen Verbrauch und Ausstoß als ein Kleinwagen) als auch die Art des Hybridantriebs.

Abgesichert durch den Verbrennungsmotor

Aber warum nicht gleich komplett auf die ElektromobilitĂ€t umsteigen? FĂŒr viele Menschen hat das ganz einfache, praktische GrĂŒnde. Denn die elektromobile Versorgungsinfrastruktur befindet sich noch im Aufbau. Nicht in allen Gegenden gibt es schon Möglichkeiten, um den Strom „aufzutanken“. Mit einem Hybrid-Auto bist du dagegen immer auf der sicheren Seite.

Außerdem ist die Klimafreundlichkeit von Elektrofahrzeugen abhĂ€ngig von der Art des Stroms. Solange die elektrische Energie nicht aus erneuerbaren Quellen stammt, ist sie auch nicht klimaneutral. Daher schneiden Hybridfahrzeuge in manchen Berechnungen zur Klimafreundlichkeit sogar besser ab als E-Autos.

Wann ein Hybridfahrzeug sinnvoll ist

Ob ein Hybrid-Auto die passende Wahl fĂŒr dich ist, entscheidest du selbst. Zwar haben die meisten Hybridfahrzeuge Reichweiten, die denen von konventionellen Autos in nichts nachstehen. Am sinnvollsten ist ein Hybrid-Auto jedoch bei kĂŒrzeren Strecken. Je nach Antriebsart kannst du so möglichst viel nur mit elektrischem Antrieb fahren.

Aus finanzieller Sicht lohnen sich Hybrid-Autos besonders fĂŒr Vielfahrer. Denn die Fahrzeuge sind oft einige tausend Euro teurer als ihre kraftstoffbetriebenen GegenstĂŒcke. Gleichzeitig sparst du jedoch bei den reellen Fahrtkosten. So bist du auf lange Sicht mit einem Hybrid-Auto gĂŒnstiger unterwegs.

Wissenswertes

Eine (im Vergleich) kĂŒrzere Strecke, die viele Menschen hĂ€ufig fahren, ist beispielsweise der Arbeitsweg. Wenn du regelmĂ€ĂŸig das Auto fĂŒr den Weg zum Job nutzt, kann ein Hybridfahrzeug eine sinnvolle Option sein.
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Schrittweise vom Benziner zum Elektroauto

Die Bundesregierung möchte bis 2030 den Ausstoß von Treibhausgasen um 55 Prozent verringern – ausgehend vom Jahr 1990. Die Energiewende im Verkehrswesen ist hierfĂŒr ein wichtiger Faktor. Darum hat die Bundesregierung Berechnungen angestellt: Etwa 7 bis 10 Millionen Fahrzeuge mit Elektroantrieb mĂŒssten im kommenden Jahrzehnt zugelassen werden. 

Hybrid-Autos werden immer beliebter

Der Blick auf die aktuellen Zahlen ist im ersten Moment ernĂŒchternd: Gerade einmal 136.617 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge (Stand Januar 2020) fahren ĂŒber deutsche Straßen. Doch der Zuwachs seit 2019 betrug rund 64 Prozent und spricht damit eine deutliche Sprache in Sachen Umweltbewusstsein.

Noch optimistischer stimmt die Statistik zu Hybridfahrzeugen: Mit einer Gesamtzahl von 539.383 Autos vertrauen (verglichen mit reinen E-Autos) fast fĂŒnfmal so viele Fahrzeughalter auf die Hybrid-Technologie. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand in Deutschland damit mehr als verdoppelt (das Plus lag bei 58 Prozent).

Hybrid unterwegs in eine saubere Zukunft

2006 war das Hybrid-Auto nicht mehr als ein Nischenprodukt. Nur etwa 6.000 Fahrzeuge waren seinerzeit in Deutschland zugelassen. Seitdem hat sich viel getan und das Hybrid-Auto hat beachtliche Erfolge eingefahren. Doch von 7 bis 10 Millionen Elektro-Zulassungen sind wir noch weit entfernt. Es wird Zeit, einen Gang zuzulegen.

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Das Hybrid-Auto und seine clevere Technik

Die Aussagen zu Hybrid-Autos fallen teils sehr unterschiedlich aus. Das ist kein Wunder. Denn Hybrid ist nicht gleich Hybrid. Lass uns deshalb einen Blick unter die Motorhaube werfen.

Aufbau und Funktionsweise von Hybridfahrzeugen

Was ein Hybrid-Auto ausmacht, ist die Kombination zweier Antriebstechnologien. Die EU definiert das Hybrid-Auto als „ein Fahrzeug mit mindestens zwei verschiedenen Energiewandlern und zwei verschiedenen Energiespeichersystemen (im Fahrzeug) zum Zwecke des Fahrzeugantriebs.“ Mit Energiespeichersystemen sind dabei die Batterie (beziehungsweise der Akkumulator) fĂŒr den elektrischen Strom und der Benzintank gemeint. Mit Energiewandler werden ganz einfach die 2 verschiedenen Motoren bezeichnet – Elektro und Benzin/Diesel.

Die beiden Motoren können auf verschiedene Arten zusammenarbeiten:

  • Beim seriellen Hybridantrieb ist der Verbrennungsmotor nicht direkt mit der Autoachse verbunden. Stattdessen treibt er nur einen Generator an, der wiederum den Elektromotor mit Energie versorgt. Bei den meisten Modellen dieser Art ist der alleinige Betrieb des Verbrennungsmotors nur in NotfĂ€llen vorgesehen.
  • Anders beim parallelen Hybridantrieb: Hier treibt der Verbrenner das Auto gemeinsam mit dem Elektromotor direkt an. Die beiden Antriebe arbeiten intelligent zusammen und sind optimal aufeinander abgestimmt. Mit modernen Plug-in-Hybriden kannst du den Akku des Elektromotors direkt an der Steckdose aufladen. Ansonsten erhĂ€lt der Akku Energie durch die sogenannte Rekuperation – ein Verfahren, bei dem Energie beispielsweise beim Bremsen zurĂŒckgewonnen wird. Der parallele Antrieb kommt heutzutage immer hĂ€ufiger vor und ersetzt den seriellen Antrieb zunehmend.
  • Es gibt auch Mischhybride, die den seriellen und parallelen Antrieb kombinieren. Sie sind jedoch selten, da ihr praktischer Nutzen umstritten ist.

Wissenswertes

Autos, die nur einen Elektromotor haben, sind also keine Hybridfahrzeuge. Ebenso klammern wir an dieser Stelle Erdgasautos aus. Sie haben zwar neben dem Gas- auch einen Benzintank (als Reserve oder zum Starten) und funktionieren damit streng genommen ebenfalls hybrid. Der öffentliche Diskurs bezieht sich jedoch fast ausschließlich auf Hybridelektrokraftfahrzeuge, also Autos mit Elektro-Kraftstoff-basierten Antrieben.

Wirkungsgrad des Hybrid-Autos

Du fragst dich jetzt vielleicht, welchen Sinn ein serieller Hybridantrieb hat. Wenn der Elektromotor seine Energie aus dem Verbrennungsmotor bekommt, ist er dann nicht auch einfach nur ein Verbrenner? Nein, denn Elektromotoren haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren. Das bedeutet: Sie setzen die ihnen zugefĂŒhrte Energie effizienter und verlustĂ€rmer in Bewegung um. Bei einem seriellen Antrieb verbraucht der Generator deshalb weniger Kraftstoff, als der Verbrennungsmotor allein zum Fortbewegen des Autos benötigen wĂŒrde.

Und auch beim parallelen Antrieb fĂŒhrt der bessere Wirkungsgrad des Elektromotors zu Einsparmöglichkeiten – schließlich wird hier der Verbrennungsmotor generell weniger beansprucht. Insgesamt verbrauchst du mit einem Hybrid-Auto bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff als mit einem herkömmlichen Benziner.

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Verschiedene Varianten des Hybrid-Autos

Serieller und paralleler Antrieb sind nicht die einzigen Unterscheidungskriterien bei Hybridfahrzeugen. In welche Kategorie dein Hybrid-Auto fĂ€llt – das ist davon abhĂ€ngig, wie viel der Antriebsleistung der Elektromotor beisteuert.

Micro-Hybrid

Der Micro-Hybrid wird ausschließlich ĂŒber den Verbrennungsmotor angetrieben. Die Elektrotechnik kommt nur fĂŒr die Start-Stopp-Automatik zum Einsatz. Die Start-Stopp-Automatik hilft dir, weniger Kraftstoff zu verbrauchen und Energie aus dem Bremsvorgang zurĂŒckzugewinnen. Fahren kannst du mithilfe der elektrischen Energie jedoch nicht. Denn der Micro-Hybrid verfĂŒgt nicht ĂŒber einen zweiten Energiewandler. Damit entspricht er nicht den europĂ€ischen Richtlinien und ist streng genommen kein Hybrid-Auto nach EU-Definition.

  • Vorteil

    Du sparst zumindest ein wenig Kraftstoff.

  • Nachteil

    Der Micro-Hybrid ist kein „richtiges“ Hybrid-Auto. Und mit maximal 10 Prozent ist die Kraftstoffeinsparung wirklich nur gering.

  • Geeignet fĂŒr

    alle, die keinen Wert auf ein Hybridfahrzeug legen

Mild-Hybrid

Im Gegensatz zum Micro-Hybrid hat der Mild-Hybrid neben dem Verbrennungs- auch einen Elektromotor. Dieser unterstĂŒtzt den Verbrenner, beispielsweise wenn du das Auto startest oder richtig Gas gibst (das sogenannte „Boosten“). Beim Anfahren und bei geringen Geschwindigkeiten kommt die Effizienz des zusĂ€tzlichen Elektromotors am meisten zur Geltung. Mild-Hybrid-Autos verfĂŒgen hĂ€ufig ĂŒber einen parallelen Hybridantrieb. Allerdings kannst du auch beim Mild-Hybrid nicht ausschließlich mit elektrischer Energie fahren.

  • Vorteil

    Du senkst deinen Kraftstoffverbrauch um bis zu 15 Prozent – und damit im Endeffekt auch den Schadstoffausstoß deines Autos. Im Vergleich zu anderen Hybrid-Modellen sind Mild-Hybride außerdem oft preisgĂŒnstiger.

  • Nachteil

    Du bist noch immer stark abhÀngig vom Verbrennungsmotor. Nur mit Strom kannst du das Auto nicht steuern. Gleichzeitig sind Mild-Hybride technisch sehr aufwendig. Das bedeutet gegebenenfalls höhere Kosten bei Wartung und Instandhaltung.

  • Geeignet fĂŒr

    langfristige Fahrzeugnutzung und hÀufigen Einsatz im Stadtverkehr oder auf kurzen Strecken

Vollhybrid

Bei Vollhybrid-Autos ist der elektrische Motor der Hauptantrieb. Handelt es sich um einen seriellen Hybridantrieb, ist er sogar der einzige (direkte) Antrieb. Du kannst mit einem Vollhybrid auch rein elektrisch fahren – allerdings nur bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit (bis ungefĂ€hr 70 Stundenkilometer) und fĂŒr eine begrenzte Reichweite (etwa 50 Kilometer). Die elektrische Energie gewinnt die Batterie entweder durch Rekuperation, beispielsweise beim Bremsen oder Rollen. Je nach Modell kann der Akku aber auch Strom durch den Verbrennungsmotor beziehungsweise den Generator erhalten.

  • Vorteil

    Der Wagen kann rein elektrisch fahren. Damit sparst du Kraftstoff und Kosten. Außerdem fĂ€hrst du so deutlich emissionsĂ€rmer. Falls deine Batterie leer ist, brauchst du dir keine Sorgen machen, liegen zu bleiben – dann kannst du auf den konventionellen Antrieb zurĂŒckgreifen.

  • Nachteil

    Vollhybride sind in der Anschaffung nicht gerade preiswert. Außerdem kannst du die Batterie nicht direkt – also ĂŒber eine Steckdose – aufladen.

  • Geeignet fĂŒr

    Strecken und Geschwindigkeiten, die rein elektrisches Fahren erlauben.
    Ein Vollhybrid lohnt sich vor allem, wenn du viel in StÀdten unterwegs bist oder beispielsweise deinen Arbeitsweg mit dem Auto bestreitest.

Plug-in-Hybrid (PHEV)

Der Plug-in-Hybrid ist die logische Weiterentwicklung des Vollhybrid-Autos. Denn beim Vollhybrid bekommt der Elektromotor seine Energie letzten Endes aus einem Generator oder durch Rekuperation. Ein separates Aufladen ist nicht möglich. Anders beim Plug-in-Hybrid: Hier kannst du das Auto direkt an das Stromnetz anschließen. Zwar ist die Reichweite auch bei Fahrzeugen des Typs Plug-in-Hybrid begrenzt. Aber ĂŒber kĂŒrzere Strecken kannst du den PHEV theoretisch als reines Elektroauto fahren. Dank intensiver Forschung und Weiterentwicklung werden zukĂŒnftige Modelle außerdem immer grĂ¶ĂŸere Reichweiten schaffen können.

  • Vorteil

    Du kannst den Akku des Elektromotors extern und somit selbststÀndig aufladen. Dadurch bist du mit einem Plug-in-Hybrid noch unabhÀngiger von fossilen Brennstoffen.

  • Nachteil

    Auch beim Plug-in-Hybrid sind die Anschaffungskosten hoch. Perspektivisch kannst du diese Kosten zwar wieder ausgleichen. Im ersten Moment können sie fĂŒr manche Interessierte jedoch abschreckend wirken.

  • Geeignet fĂŒr

    Ă€hnliche Bedingungen wie Vollhybride – also Strecken unter 50 Kilometern und ein mittleres Maximaltempo

Range Extender

Ein Sonderfall unter den Hybridfahrzeugen ist das REEV: Das Range Extended Electric Vehicle (reichweitenverlĂ€ngertes Elektrofahrzeug). Der Range Extender ist ein kleiner Verbrennungsmotor. In den betreffenden Elektroautos dient er als Notfallreserve – falls deinem Elektromotor der Strom ausgeht und die nĂ€chste Elektrotankstelle noch nicht in Sicht ist. REEVs sind damit rein technologisch Hybridfahrzeuge. Da der Verbrennungsmotor jedoch nur in AusnahmefĂ€llen aktiviert wird, gelten sie eher als Elektroautos.

  • Vorteil

    Du fĂ€hrst ein reines Elektroauto, bist fĂŒr den Notfall aber zusĂ€tzlich abgesichert. Außerdem erzielen E-Autos inzwischen hohe Reichweiten. Du kannst mit einem REEV daher weite Strecken zurĂŒcklegen (mehrere hundert Kilometer), ohne auf den Verbrennungsmotor angewiesen zu sein.

  • Nachteil

    Die Auswahl an Fahrzeugmodellen ist hier sehr klein.

  • Geeignet fĂŒr

    Elektroauto-Interessierte, die ein Sicherheitsnetz hinsichtlich der Energieversorgung zu schÀtzen wissen

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Vorteile von Hybrid-Autos

Die verschiedenen Hybridvarianten haben auch unterschiedliche Vorteile. Abgesehen vom Micro-Hybrid gibt es jedoch einige VorzĂŒge, die die meisten Modelle einen. Denn Hybrid-Autos sind
 


nachhaltiger

Möchtest du deine eigene CO2-Bilanz verbessern, ist ein Hybrid-Auto eine gute Wahl. Auch wenn du damit nicht komplett klimaneutral fĂ€hrst – jedes eingesparte Milligramm zĂ€hlt. Und die CO2-Emissionen eines Hybridfahrzeugs sind deutlich niedriger als bei reinen Benzin- und Dieselautos. Außerdem kannst du bei jenen Modellen, die einen rein elektrischen Betrieb erlauben, den Ausstoß selbst regulieren – und so noch weiter senken.


effizienter

Bei reinen Verbrennern geht ein großer Teil der Antriebsenergie verloren. So liegt der Wirkungsgrad eines Ottomotors unter idealen Voraussetzungen bei gerade einmal 25 bis 40 Prozent. Im Stadtverkehr sind es teilweise sogar nur 5 Prozent. Der Rest der Energie wird zu Abgas oder an das KĂŒhlwasser abgegeben. Ein Elektromotor dagegen erreicht durchschnittlich 90 Prozent. Besonders große Motoren schaffen sogar 95 Prozent.


verbrauchsÀrmer

Eine direkte Folge des hohen Wirkungsgrads ist der geringere Kraftstoffverbrauch. Der wird noch zusĂ€tzlich begĂŒnstigt: Mit ĂŒberschĂŒssiger Energie aus dem Verbrennungsmotor wird die Batterie geladen. Bei einem reinen Verbrenner wĂŒrde diese Energie verloren gehen. Außerdem gewinnt dein Hybrid-Auto Energie beim Bremsen zurĂŒck. Insgesamt kannst du durch diese ausgeklĂŒgelte Technik so bis zu 25 Prozent an Kraftstoff einsparen.


schneller auf Touren

Elektromotoren erzeugen schon beim Start ein hohes Drehmoment – also die Kraft, die auf die Antriebswelle ausgeĂŒbt wird und letztlich die RĂ€der bewegt. Verbrennungsmotoren mĂŒssen dafĂŒr erst eine gewisse Drehzahl erreichen. Dank des elektrischen Teils deines Hybrid-Autos kannst du deshalb mit dem Fahrzeug etwa 10 bis 20 Prozent schneller beschleunigen.


flexibler und agiler

Die bessere Beschleunigung von Hybridfahrzeugen wirkt sich besonders in wechselhaften Umgebungen aus – beispielsweise bei Stadtfahrten, in bergigen Landschaften oder auf kurvigen Straßen. Kurz: immer wenn hĂ€ufiges Bremsen und Starten erforderlich sind und Antriebsanspruch und Geschwindigkeit stark variieren. Mit einem Hybrid-Auto meisterst du diese Umstellungen einfacher und schonst dazu noch deine Nerven.


bremsschonender

Und nicht nur deine Nerven leiden mit einem Hybrid-Auto weniger: Die Scheibenbremsen kommen seltener zum Einsatz und verschleißen dementsprechend geringer. Das liegt daran, dass sie erst bei starkem Bremsen greifen. Bei leichtem Bremsen entsteht die Entschleunigung ausschließlich durch die EnergierĂŒckgewinnung. Die Rekuperation sorgt dementsprechend nicht nur fĂŒr Einsparungen bei den Kraftstoff-, sondern auch bei den Wartungskosten deines Hybridfahrzeugs.


leiser

Jeder kennt das laute Knattern und Brummen von Verbrennungsmotoren. Elektromotoren dagegen summen nur leise. Je mehr du also – zumindest bei Voll- und Plug-in-Hybrid – auf einen reinen Elektrobetrieb setzt, desto angenehmer kommst du voran.


unabhÀngiger

Dein Hybrid-Auto macht dich unabhĂ€ngig – und zwar sowohl von Benzin und Diesel als auch Strom. Denn einerseits bist du dank der Elektrokomponente deines Fahrzeugs weniger auf Kraftstoffe angewiesen. Bei explodierenden Ölpreisen oder einem (theoretischen) Engpass kannst du verstĂ€rkt den Elektromotor nutzen. Andererseits sorgt der Verbrennungsmotor aber auch dafĂŒr, dass du mit leerem Akku nicht im Nirgendwo liegen bleibst. Denn das Elektrotankstellennetz befindet sich noch im Ausbau. Strom fĂŒr deinen Elektromotor ist deshalb nicht ĂŒberall in Deutschland flĂ€chendeckend verfĂŒgbar.

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Nachteile von Hybrid-Autos

Hybrid-Autos scheinen in vieler Hinsicht eine praktische Lösung, um unsere Klimaziele greifbarer zu machen. Trotzdem ist die Diskussion um die alternative Antriebsart hitzig – und alles andere als einheitlich. Lass uns daher einige der (Vor-)Urteile hinsichtlich hybrider Fahrzeuge auf den PrĂŒfstand stellen.

1. Argument: Hybrid-Autos sind gar nicht so umweltfreundlich

Hybridfahrzeuge haben zwar einen klimafreundlicheren Elektromotor. Ganz ohne Verbrennungstechnik – und damit auch CO2-Emissionen – kommen sie jedoch nicht aus. Ein hĂ€ufiges Argument lautet deshalb: Hybrid-Autos sind nur auf dem Papier umweltfreundlich. Im Praxisbetrieb spielt der Verbrennungsmotor noch eine zu große Rolle, als dass der Hybridantrieb wirklich ein Plus in Sachen KlimaneutralitĂ€t darstellt.

Wissenswertes

Auf den ersten Blick ist diese Kritik durchaus berechtigt. Allerdings war unsere automobile Infrastruktur (sprich Tankstellen, WerkstĂ€tten, PrĂŒforganisationen, HĂ€ndler und Hersteller) viele Jahrzehnte lang fast ausschließlich auf kraftstoffbasiertes Fahren ausgelegt. Die Umstellung auf ein rein elektrisches Verkehrswesen wird noch einige Zeit dauern. FĂŒr diese Übergangsphase ist das Hybrid-Auto eine sinnvolle Lösung. Und im Vergleich zu Benzinern und Dieseln fĂ€hrst du mit einem Hybridfahrzeug schon deutlich umweltfreundlicher. Mit einem Plug-in-Hybrid kannst du außerdem theoretisch fast komplett auf den Verbrennungsmotor verzichten. Wie klimaneutral du unterwegs bist, liegt zu einem Teil also auch in deiner Hand.

2. Argument: Der Kraftstoffverbrauch ist bei einem Hybrid-Auto viel höher

Die Rechnung ist einfach: Eine höhere Last erfordert mehr Leistung und damit auch mehr Energie. In einem Hybrid-Auto sind sowohl die Komponenten fĂŒr den Elektro- als auch den Verbrennungsantrieb verbaut. Durch diese „Doppelbelastung“ ist der Wagen schwerer – und benötigt fĂŒr die Fortbewegung mehr Kraftstoff.

Wissenswertes

Inwieweit dieser Nachteil zutrifft, ist auch hier vom individuellen Fahrverhalten abhĂ€ngig. Je weniger du den Verbrennungsmotor beanspruchst, desto weniger Kraftstoff verbrauchst du natĂŒrlich. Durch die Eigenschaften des Elektromotors (Stichwort Wirkungsgrad und Rekuperation) setzt ein Hybrid-Auto Energie viel effizienter um und ein. Unterm Strich fĂ€llt dein Kraftstoffverbrauch daher in der Regel niedriger aus.

3. Argument: Hybridfahrzeuge sind teuer

Die Anschaffungskosten fĂŒr Hybrid-Autos sind meist mehrere tausend Euro höher als bei rein kraftstoffbetriebenen Modellen. Außerdem steckt im Hybridantrieb komplizierte Technik, die zu höheren Wartungskosten fĂŒhrt.

Wissenswertes

Autos sind immer eine kostspielige Angelegenheit. Mit einem Hybrid-Auto investierst du aber gleichzeitig auch in die Zukunft unseres Planeten. Dabei sind sie momentan noch gĂŒnstiger als reine Elektrofahrzeuge. Inzwischen gibt es außerdem eine breite Auswahl an Modellen fĂŒr fast jedes Budget. Die steigende Nachfrage wird im Laufe der Zeit fĂŒr ein noch grĂ¶ĂŸeres Portfolio und fĂŒr sinkende Preise sorgen. Das gilt auch fĂŒr die Instandhaltungskosten. Schließlich wird die Hybrid-Expertise bei WerkstĂ€tten immer selbstverstĂ€ndlicher. Und auch der Gebrauchtwagenmarkt fĂŒr Hybrid-Autos wĂ€chst. Falls dir ein neues Hybridfahrzeug zu teuer ist, findest du vielleicht dort einen passenden Wagen.In jedem Fall darfst du nicht vergessen, dass mit einem Hybrid-Auto die Kraftstoffkosten geringer sind. Hinzu kommen Steuererleichterungen und FörderzuschĂŒsse. Auf lange Sicht kannst du so nicht nur die höheren Anschaffungskosten wieder ausgleichen, sondern auch dauerhaft sparen.

4. Argument: Mit einem Hybrid-Auto komme ich nicht weit

Im reinen Elektrobetrieb haben Voll- und Plug-in-Hybride eine begrenzte Reichweite. Nach etwa 50 Kilometern ist der Akku leer. Und da das Elektrotankstellennetz in manchen Gegenden noch dĂŒnn ist, kannst du die Batterie (im Falle eines Plug-in-Hybrids) dann auch nicht ohne Weiteres wieder aufladen.

Wissenswertes

Den Autoherstellern ist die Problematik durchaus bewusst. Und sie arbeiten fleißig daran, sie zu lösen: In Zukunft sollen Hybrid-Autos im reinen Elektrobetrieb viele hundert Kilometer schaffen. Der Verbrennungsmotor wĂ€re dann wirklich nur eine Notreserve fĂŒr Langstrecken. Aber auch heute ist die Reichweite fĂŒr viele Hybrid-Fahrer lediglich ein kleiner Wermutstropfen. Denn wer sich einen Plug-in-Hybrid zulegt, tut dies meist aus ideologischen GrĂŒnden – und informiert sich vorab ĂŒber Lademöglichkeiten, um den Elektroantrieb möglichst viel nutzen zu können.
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Von Förderung bis Reichweite: 13 Tipps fĂŒr dein Hybrid-Auto

Ob dem Klima oder deinem Geldbeutel zuliebe: Mit einem Hybrid-Auto machst du vieles richtig. Damit du beim Kauf und bei der Nutzung deines Hybridfahrzeugs nichts falsch machst, haben wir hier ein paar Tipps fĂŒr dich.

Tipps fĂŒr dein Hybrid-Auto

  • Lass dich vom Preis fĂŒr Hybridfahrzeuge nicht abschrecken

    Viele Hybrid-Interessierte sind nach einem Blick auf das Preisschild verunsichert. Die meisten Hybrid-Modelle sind in der Anschaffung teurer als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Durch geringere Kraftstoffkosten, Steuervorteile und Fördermöglichkeiten ist der Kauf eines Hybrid-Autos in der Summe jedoch gĂŒnstiger als der eines Benziners oder Diesels.

  • Nutze die staatliche Förderung fĂŒr Hybrid-Autos

    Die Bundesregierung hat die Wichtigkeit von Hybrid-Autos lĂ€ngst erkannt. Deshalb hat sie den Umweltbonus eingefĂŒhrt: eine Fördermaßnahme fĂŒr den Kauf von klimafreundlichen Fahrzeugen. Der Umweltbonus greift nicht nur bei reinen Elektroautos, sondern auch bei Plug-in-Hybriden. Voraussetzung ist, dass das Auto pro gefahrenem Kilometer maximal 50 Gramm CO2 ausstĂ¶ĂŸt und sich auf der „Liste der förderfĂ€higen Elektrofahrzeuge“ des Bundesamtes fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle befindet.

    Die Höhe des Umweltbonus ist abhĂ€ngig vom Nettolistenpreis des Hybridfahrzeugs. Liegt dieser unter 40.000 Euro, erhĂ€ltst du 4.500 Euro. Ist das Auto mit mehr als 40.000 Euro gelistet, betrĂ€gt der Zuschuss 3.750 Euro. Die Kosten fĂŒr den Umweltbonus tragen Staat und Autoindustrie zu gleichen Teilen. Das Programm lĂ€uft voraussichtlich bis ins Jahr 2025.

    Du kannst den Umweltbonus auch rĂŒckwirkend nutzen, wenn das Zulassungsdatum deines Hybrid-Autos nach dem 4. November 2019 liegt. Und sogar bei Gebrauchtwagen greift der Bonus – sofern das Auto nicht schon beim Neukauf bezuschusst wurde.

  • Profitiere von weiteren Förderprogrammen fĂŒr Hybrid-Autos

    Der Umweltbonus ist nicht die einzige Fördermöglichkeit fĂŒr Hybridfahrzeuge. Viele Stadtwerke und Energielieferanten, Autohersteller und -hĂ€ndler sowie Kommunen bieten UnterstĂŒtzung fĂŒr Hybrid-Fahrer an. Von Tankgutscheinen bis zu einer direkten Bezuschussung fallen die Fördermaßnahmen unterschiedlich aus. Informiere dich am besten direkt vor Ort bei deinen regionalen Ansprechpartnern.

  • Zahle weniger Steuern fĂŒr dein Hybridfahrzeug

    Reine Elektroautos sind fĂŒr einen gewissen Zeitraum von der Kfz-Steuer befreit. Das gilt zwar nicht fĂŒr Hybridfahrzeuge. Da sich die Kfz-Steuer jedoch zum Teil anhand der CO2-Emissionen berechnet, zahlst du mit einem Hybrid-Auto im Endeffekt weniger Steuern. Denn die meisten Hybridfahrzeuge unterschreiten die Grenze von 95 Gramm pro Kilometer. Bei diesen Modellen definiert sich die Steuer lediglich ĂŒber die HubraumgrĂ¶ĂŸe.

  • Versteuere deinen Plug-in-Hybrid gĂŒnstiger

    Und noch einen weiteren Steuervorteil hast du mit einem (Plug-in-)Hybridfahrzeug: Bei beruflicher Nutzung kannst du das Auto gĂŒnstiger versteuern. Denn ein Dienstwagen gilt als geldwerter Vorteil und wird normalerweise mit 1 Prozent des Listenpreises versteuert. Nutzt du deinen Plug-in-Hybrid als Dienst- und Privatwagen, fĂ€llt die Steuer nur fĂŒr 0,5 Prozent des Listenpreises an.

  • Mache die Wahl deines Hybrid-Autos abhĂ€ngig vom Verwendungszweck

    Die einzelnen Hybridvarianten eignen sich fĂŒr verschiedene EinsĂ€tze unterschiedlich gut. Beispielsweise können der Voll- und Plug-in-Hybrid ihre StĂ€rken vor allem auf Kurzstrecken und im Stadtverkehr ausspielen. Die Wahl des Fahrzeugtyps solltest du daher von bestimmten Faktoren abhĂ€ngig machen. Neben dem Verwendungszweck zĂ€hlt dazu auch die Versorgungslage in deiner Gegend. In manchen FĂ€llen kommt ein Elektroauto (gegebenenfalls mit Range Extender) eher infrage, da es eine höhere Reichweite hat.

  • WĂ€hle die passende GrĂ¶ĂŸe deines Hybrid-Autos

    Pauschal gilt: Je grĂ¶ĂŸer und schwerer ein Hybridfahrzeug ist, desto mehr Energie benötigt es. Andererseits erreichen grĂ¶ĂŸere Elektromotoren einen höheren Wirkungsgrad. Wie groß dein Hybrid-Auto sein soll, kommt letztlich auch auf deine Nutzung an. Beispielsweise haben manche Modelle einen kleineren Kofferraum (da die Elektrokomponenten hinter dem RĂŒcksitz verbaut sind) und eignen sich deshalb nicht so gut fĂŒr Familienurlaube.

  • Optimiere die Reichweite und den Verbrauch deines Hybridfahrzeugs

    Die Reichweite von Hybrid-Autos ist ein oft genannter Kritikpunkt. Wie weit du mit dem Wagen im reinen Elektrobetrieb kommst, kannst du allerdings selbst beeinflussen. Nutze in etwa die Lademöglichkeiten und sorge fĂŒr eine volle Batterie. So kannst du die Verwendung des Verbrennungsmotors auf ein Mindestmaß beschrĂ€nken.

    Mindestens genauso ausschlaggebend ist jedoch deine Fahrweise. Verzichte auf plötzliches Beschleunigen und Abbremsen. Achte auf eine ausgeglichene Fahrweise. VerlĂ€ngere Brems- und Ausrollphasen. All das sind Aspekte, die den Stromverbrauch reduzieren und die RĂŒckgewinnung der Energie verbessern. 8. Optimiere die Reichweite und den Verbrauch deines Hybridfahrzeugs. Die Reichweite von Hybrid-Autos ist ein oft genannter Kritikpunkt. Wie weit du mit dem Wagen im reinen Elektrobetrieb kommst, kannst du allerdings selbst beeinflussen. Nutze in etwa die Lademöglichkeiten und sorge fĂŒr eine volle Batterie. So kannst du die Verwendung des Verbrennungsmotors auf ein Mindestmaß beschrĂ€nken.

    Mindestens genauso ausschlaggebend ist jedoch deine Fahrweise. Verzichte auf plötzliches Beschleunigen und Abbremsen. Achte auf eine ausgeglichene Fahrweise. VerlĂ€ngere Brems- und Ausrollphasen. All das sind Aspekte, die den Stromverbrauch reduzieren und die RĂŒckgewinnung der Energie verbessern.

  • Vertraue auf die Sicherheit deines Hybrid-Autos

    Crashtests des Euro NCAP (European New Car Assessment Programme/EuropĂ€isches Neuwagen-Bewertungs-Programm) zeigen, dass Hybrid-Autos genauso sicher sind wie Verbrenner. Die Fahrzeuge unterbrechen bei UnfĂ€llen sofort den Kontakt zum Akku. Gefahr wegen des Hochspannungsstroms besteht dann nicht mehr. Außerdem ist die Batterie bei vielen Modellen durch robuste Konstruktionen zusĂ€tzlich geschĂŒtzt. Das ist besonders wichtig, wenn sie sich unter den RĂŒcksitzen befindet.

  • Heize und kĂŒhle dein Hybrid-Auto, wĂ€hrend es an das Stromnetz angeschlossen ist

    Den Innenraum des Fahrzeugs bei heißem Wetter abzukĂŒhlen und bei niedrigen Temperaturen zu wĂ€rmen, kostet viel Energie. Passt du das Klima im Auto wĂ€hrend der Fahrt an, entziehst du dem Akku so wertvollen Strom. Nutze lieber die Gelegenheit und klimatisiere deinen Plug-in-Hybrid vor, wenn du ihn auflĂ€dst. Dann kommt die Energie direkt aus der Steckdose und nicht aus der Batterie.

  • Beantrage ein E-Kennzeichen fĂŒr deinen Plug-in-Hybrid

    Wer umweltfreundlich unterwegs ist, darf das gern zeigen. Darum kannst du als Fahrer eines Plug-in-Hybrids ein E-Kennzeichen nutzen. Das „E“ auf dem Nummernschild weist dich aber nicht nur als umweltbewusst aus – du bekommst auch echte Vorteile. Beispielsweise kannst du LadesĂ€ulen und gewisse ParkplĂ€tze kostenlos nutzen, bist nicht von bestimmten Durchfahrverboten betroffen und kannst mancherorts sogar auf der Busspur fahren. Das E-Kennzeichen bekommst du von deiner örtlichen Zulassungsstelle. Aber Achtung: Das Kennzeichen ersetzt nicht die Umweltplakette.

  • Verbessere die Klimabilanz deines Hybrid-Autos

    In den meisten Varianten stellt ein Hybridfahrzeug schon eine Verbesserung deiner persönlichen Klimabilanz dar. Mit einem Plug-in-Hybrid kannst du die Umweltfreundlichkeit aktiv noch weiter erhöhen: Indem du zum Aufladen Strom aus erneuerbaren Energien beziehst, leistest du einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

  • Überlege, ob du ein Hybridfahrzeug leasen möchtest

    Auch auf dem Leasingmarkt ist das Hybrid-Auto schon seit Jahren ein Thema. Dementsprechend vielfĂ€ltig ist die Auswahl. Sollte dir der Kauf eines Hybridfahrzeugs zu teuer sein, wĂ€re das Leasing vielleicht eine Option. Das Beste: Den Umweltbonus fĂŒr Plug-in-Hybride kannst du auch hierbei in Anspruch nehmen.

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Neue Entwicklungen vom Akku bis zur Brennstoffzelle

Die Hybridtechnologie hat ihr Maximum noch lange nicht erreicht. Gerade weil sie so wichtig fĂŒr die Verkehrs- und Energiewende ist, wird sie bestĂ€ndig weiterentwickelt.

Hybrid-Auto mit Photovoltaik betreiben

Solarenergie ist eine der am weitesten verbreiteten erneuerbaren Energien. Strom aus der Sonne gilt als zukunftsfĂ€higes Konzept, da du beispielsweise auch eine Photovoltaikanlage bei dir zu Hause installieren kannst (vorausgesetzt du hast den dafĂŒr notwendigen Platz). Dadurch machst du dich einerseits unabhĂ€ngig vom Stromnetz und trĂ€gst andererseits direkt zur Energiewende bei. Mit der Energie aus der Photovoltaikanlage kannst du neben deinem Haushalt auch deinen Plug-in-Hybrid mit Strom versorgen.

Wissenswertes

Um deinen Plug-in-Hybrid zu Hause sicher und effizient aufladen zu können, benötigst du eine sogenannte Wallbox. Das ist eine Wandladestation, die die Verbindung zwischen Auto und Steckdose regelt.

Verbrenner zum Hybrid-Auto umrĂŒsten

Theoretisch ist die UmrĂŒstung eines konventionellen Fahrzeugs zum Hybrid-Auto simpel: Der Verbrennungsmotor wird lediglich um einen Elektroantrieb ergĂ€nzt. Was einfach klingt, ist in der RealitĂ€t kompliziert – und dementsprechend teuer. Wirklich durchgesetzt hat sich die UmrĂŒstung auf Hybridantrieb daher noch nicht. Das hat einzelne Unternehmen jedoch nicht davon abgehalten, sich in den vergangenen Jahren mit dem Thema zu beschĂ€ftigen. Beispielsweise hat 2016 ein sizilianisches Start-up einen Bausatz vorgestellt, mit dem das UmrĂŒsten fĂŒr fast jedes Auto möglich werden soll. In den kommenden Jahren kannst du in dieser Richtung also durchaus noch die eine oder andere Innovation erwarten.

Feststoffbatterien fĂŒr Hybrid-Autos

Der Lithium-Akku gilt als Achillesferse des Elektroautos. Denn der Batterietyp hat in den vergangenen Jahren sein physikalisches Leistungsmaximum erreicht. Neue Hoffnung bringt der Feststoffakku: Er kann mehr Energie auf kleinerem Raum speichern, ist hitzebestĂ€ndiger und kostengĂŒnstiger. Die Forschung lĂ€uft bei Autoherstellern und Technikunternehmen auf Hochtouren. Ist die Feststoffbatterie serienreif, kann sie auch in Hybrid-Autos zum Einsatz kommen. In der Folge werden sie eine höhere Reichweite schaffen.

Hybrid-Kombination aus Elektromotor und Brennstoffzelle

Der große HoffnungstrĂ€ger in Sachen Elektroantrieb heißt Brennstoffzelle – oder besser gesagt: hieß. Denn in den vergangenen Jahren hat sich ein Teil der vormals enthusiastischen Autohersteller davon abgewandt. Zu kostspielig und kompliziert seien die Forschung und Entwicklung. Ganz tot ist die Technologie allerdings zum GlĂŒck noch nicht. Denn beim Brennstoffzellenantrieb bekommt der Elektromotor seine Energie aus Wasserstoff. Und der erzeugt keinerlei Kohlenstoffdioxid und kann zudem in kĂŒrzester Zeit nachgetankt werden. Aufgrund dieser Vorteile hĂ€lt eine Handvoll Hersteller noch an der Technologie fest. Ein Comeback ist denkbar. Und dann könnte es auch Hybrid-Autos mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Wasserstoff-Elektromotor geben.

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Hybrid löst Benzin ab

Technologisch und industriell ist das Hybrid-Auto weiter auf dem Vormarsch. Und wie sieht es politisch und gesellschaftlich aus?

Hybridfahrzeuge in Zeiten des Wandels

Die Bundesregierung sieht im Plug-in-Hybrid eine klimafreundliche Alternative zum benzin- und dieselbasierten Fahren. Deshalb unterstĂŒtzt sie KĂ€ufer mit dem Umweltbonus. Alle anderen Hybridvarianten fallen nicht in diese Kategorie (mit Ausnahme der reichweitenverlĂ€ngerten Elektroautos). Daher wird in den nĂ€chsten Jahren voraussichtlich zunehmend der Fokus auf dem Plug-in-Hybrid liegen.

Das zeigen auch die Absatzzahlen fĂŒr Plug-in-Hybride: Von 2019 bis 2020 stieg die Anzahl der PHEVs um 52,5 Prozent auf 102.175 Fahrzeuge. Damit ist fast jedes fĂŒnfte Hybridfahrzeug ein Plug-in-Hybrid (zur Erinnerung: Die Gesamtzahl der HEVs lag mit Stand Januar 2020 bei 539.383). Als verbindende Technologie zwischen konventionellem und elektrischem Antrieb wird der Plug-in-Hybrid in den kommenden Jahren weiter sehr relevant bleiben.

Hybrid-Autos in Zeiten von Fahrverboten

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Doppelt fÀhrt besser: VorwÀrts kommen mit einem Hybridantrieb

Wird der Hybridantrieb in 20 Jahren ĂŒberhaupt noch zulĂ€ssig sein? Werden wir unsere Klimaziele erreichen? LĂ€sst sich der Klimawandel aufhalten? Über die Zukunft lĂ€sst sich nur spekulieren. Fest steht, dass wir jetzt etwas tun können – und sollten. Der langfristige Abschied von fossilen Brennstoffen ist nicht nur wegen der globalen ErwĂ€rmung nötig. Öl und Co sind endlich und irgendwann sind die VorrĂ€te erschöpft. Die Energiewende ist daher auch eine Frage unserer zukĂŒnftigen Versorgungssicherheit.

Mit einem Umstieg auf emissionsÀrmere Fortbewegungsmittel kannst du bewusst etwas verÀndern. Das Hybrid-Auto ist ein guter Mittelweg zwischen Umweltfreundlichkeit und garantierter MobilitÀt. Zwar erreichst du damit keine absolute KlimaneutralitÀt, aber trotzdem genug Klimafreundlichkeit.

Gleichzeitig kommst du dank der Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor weit genug und brauchst dich nicht um einen leeren Akku sorgen. Besonders mit einem Plug-in-Hybrid hast du selbst Einfluss darauf, wie stark du den Benzin- oder Dieselantrieb ĂŒberhaupt einsetzen möchtest. Dank des hohen Wirkungsgrads und niedrigerer Betriebskosten ist ein Hybridfahrzeug außerdem in vielen FĂ€llen nicht nur aus ideologischen GrĂŒnden interessant.

Was auch immer deine Motivation fĂŒr den Kauf und die Nutzung eines Hybrid-Autos ist: Du bist damit ein gutes Beispiel fĂŒr dein Umfeld. Denn viele Menschen zögern, auf ein Elektro- oder Hybridfahrzeug umzusteigen, weil ihnen praktische Erfahrungen und Empfehlungen fehlen. Hilf also, deine Freunde und Familie von der Energie-, Verkehrs- und MobilitĂ€tswende zu ĂŒberzeugen. Dazu kannst du auch gern dieses E-Book benutzen, es online teilen oder in den sozialen Medien ĂŒber deine Erkenntnisse berichten. Wenn wir alle zusammenarbeiten, können wir den Trend der seit 1850 kontinuierlich steigenden Erdtemperatur beenden – und die globale ErwĂ€rmung stoppen.

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