Heizung kaufen oder mieten?

Dein Guide zum intelligenten Heizen

Inhaltsverzeichnis

 

Lade dir jetzt den ultimativen Guide zum Thema Heizung herunter

jetzt kaufen

Win-win-Situation durch Heizung kaufen oder Heizung mieten

Was vor einigen Jahren von dem einen oder anderen vielleicht noch belächelt wurde, ist heute leider Realität: Der Klimawandel schreitet immer weiter voran - und die Zeit, den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu reduzieren, wird immer knapper. Das 2015 in Paris von der internationalen Staatengemeinschaft beschlossene Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, besser noch auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, ist laut einer aktuellen Studie des Wuppertal Instituts zwar äußerst ambitioniert, grundsätzlich jedoch realisierbar, wenn Maßnahmen vorgezogen, intensiviert und gebündelt werden. Bereits jetzt kann jede/r einzeln/e von uns nachhaltige Wege einschlagen, um dem Klimawandel aktiv entgegenzusteuern. Zu diesen Maßnahmen zählt unter anderem auch der Heizungstausch.

Wenn du eine neue Heizung kaufst oder mietest, verbesserst du deinen CO2-Abdruck und deinen Wohnkomfort. Außerdem senkst du spürbar deine Kosten. Durch bewussten und nachhaltigen Umgang mit Energie und den Einsatz moderner und effizienter Heizungstechnik, trägst du mit dazu bei, dass auch die nachfolgenden Generationen in einer lebenswerten Umwelt leben können.

Durch die Modernisierung deiner alten Heizungen leistest du einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, denn immerhin entfällt ein Großteil des Energieverbrauchs in den privaten Haushalten auf die Heizung. Je nach Energieträger, bewegen sich die CO2-Einsparungen zwischen 15 und 90 Prozent. Die Energieeinsparung beträgt zwischen 15 und 80 Prozent.

So steht es derzeit um den CO2-Ausstoß in Deutschland

Der Gebäudesektor ist für etwa 15 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Der Anteil des Gebäudebestandes am Endenergieverbrauch Deutschlands beträgt insgesamt 32,5 Prozent, der Anteil reiner Wohngebäude macht 22 Prozent aus. 64 Prozent der Wohngebäude wurden vor 1979 und ohne energetische Mindeststandards gebaut. Die Zahlen belegen, wie wichtig die Dekarbonisierung des Gebäudesektors ist.

Der Großteil der neu installierten Heizungen wird nach wie vor fossil mit Erdgas betrieben. Öl und Gas sind noch immer die dominierenden Energieträger im Gebäudebestand. Und mit Blick auf die CO2-Bilanz können beide Brennstoffe nicht wirklich überzeugen. So produziert ein mit Öl befeuerter Heizkessel 318 Gramm CO2 pro Kilowattstunde, bei Erdgas sind es 247 Gramm. Hinzu kommt, dass bereits die Rohstoffgewinnung nicht ohne Folgen für die Umwelt daherkommt: zum Beispiel Erdölförderung durch Fracking und Teersand oder die Freisetzung des klimaschädlichen Methans bei der Erdgasproduktion. Wenn du eine moderne, energieeffiziente Heizung kaufst oder mietest, trägst du wesentlich zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei. Du leistest auf diese Weise einen wichtigen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und unterstützt die Energiewende. Noch besser ist es, wenn du erneuerbare Energien integrierst oder ganz auf diese umsteigst.

Unabhängig davon, ob du eine neue Heizung kaufst oder mietest: in beiden Fällen führt deine Entscheidung dazu, dass Umwelt und Klima weniger belastet werden und gleichzeitig deine Heizkosten spürbar sinken. Mehr Wohnkomfort ist ein weiterer positiver Effekt.

Welche Vor- und Nachteile sich beim Kauf oder dem Mieten einer modernen Heizung ergeben, erfährst du nun.

Deine neue Heizung: Erst Geld ausgeben, dann sparen

Eine neue Heizung kostet Geld. Und nicht zu knapp. Aber die Anschaffung lohnt sich: Für dich und die Umwelt! Verglichen mit deiner alten Heizung, arbeitet ein modernes Gerät effizienter, wirtschaftlicher und umweltschonender. Dadurch sinken deine Heizkosten und du sparst bares Geld. Das klingt doch schon mal gut.

Du willst mehr? Dann kombiniere deine neue Heizung mit einer Solarthermieanlage. Mit der kostenlosen Sonnenenergie kannst du beispielsweise das Warmwasser zum Duschen auf die richtige Temperatur bringen oder die Heizung unterstützen.

Eine neue Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie kann beispielsweise für ein Einfamilienhaus zwischen 8.000 Euro bis 16.000 Euro und mehr kosten. Allerdings senkst du mit einer 20 Quadratmeter großen Solarwärmeanlage dann den Heizöl- oder Erdgasverbrauch um bis zu 25 Prozent. Und das sind immerhin mehrere hundert Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Erdgas pro Jahr.

heizung kaufen

Seit dem 01.01.2020 bietet das von der Bundesregierung beschlossene Klimapaket interessante Fördermöglichkeiten, wenn auf Erneuerbare Energien umgestellt wird.

Gute Argumente sprechen für den Kauf einer neuen Heizung

Sicher hast du dir über die Modernisierung deiner Heizung reichlich Gedanken gemacht. Wahrscheinlich möchtest du Heizkosten sparen oder Wärme noch umweltfreundlicher erzeugen und nutzen. Das ist ein guter Ansatz, denn die Modernisierung alter Heizungen ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Abhängig vom Energieträger bewegen sich die CO2-Einsparungen zwischen 15 und 90 Prozent. Die Energieeinsparung beträgt zwischen 15 und 80 Prozent. Laut Bundesumweltamt beanspruchen Heizung und Warmwasserbereitung mit etwas über 84 Prozent den größten Teil der im Haushalt verbrauchten Energie. Dazu werden zurzeit hauptsächlich Erdgas und Öl eingesetzt, gefolgt von erneuerbaren Energien und Fernwärme.

Häufig gestellte Fragen

Bei net4energy versuchen wir, deine am häufigsten gestellten Fragen zu beantworten! Stelle uns weitere Fragen und wir werden diese Beiträge entsprechend deiner Wünsche aktualisieren!

Deutschlands Heizungen sind ganz schön betagt, deine auch?

In einer Studie des BDEW (Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft e.V.) von 2019 kannst du nachlesen, dass der Modernisierungsbedarf im Wärmemarkt wirklich hoch ist. Das durchschnittliche Alter der Heizungsanlagen liegt bei 17 Jahren. In 40 Prozent der Wohnungen sind die Heizungen allerdings schon 20 Jahre und älter. Sie sollten daher ausgetauscht werden. Zudem bietet die Heizungsmodernisierung die Chance, die CO2- Emissionen spürbar zu reduzieren. Wird bei einer Heizungsanlage der Energieträger gewechselt, fällt die Wahl meist auf Erdgas.

heizung kaufen

Wie alt deine Feuerungsanlage ist, kannst du am Typenschild ablesen, das an jedem Kessel angebracht ist.

Wusstest du eigentlich, dass 2,7 Millionen Wohngebäude mit Öl versorgt werden? Dabei ist eine Umstellung auf Gas oder Fernwärme meist schnell und einfach möglich, schließlich befindet sich die erforderliche Infrastruktur oftmals bereits vor der Haustür.

Du zögerst noch oder schiebst den Heizungskauf vor dir her?

Dir ist längst bekannt, dass neue Gas- oder Öl-Heizungen mit moderner Brennwerttechnik oder erneuerbaren Energien mittels Wärmepumpe oder Holzpellets viel Energie und Geld sparen können. Klar, dass du dann auch über die Anschaffung eines neuen Wärmeerzeugers nachdenkst. Handlungsbedarf besteht aber ganz besonders dann, wenn mehrere der nachfolgenden Faktoren auf deine Situation zutreffen.

 

Untrügliche Zeichen für eine notwendige Heizungsmodernisierung

  • Deine Heizungsanlage ist älter als 20 Jahre.
  • In den letzten Monaten und Jahren wurde die Heizung immer unzuverlässiger: zum Beispiel Ausfall in der Heizperiode oder hohe Reparaturanfälligkeit.
  • Im Heizungskeller ist es fast so warm wie im Wohnzimmer. Über 20 Grad Celsius in einem unbeheizten Heizungsraum sind ein klares Indiz dafür, dass die Heizung zu viel Energie verliert. Über den Heizkessel geht ein Teil der Wärme direkt auf den Heizungsraum über. Im Wohnraum, wo sie eigentlich hinsoll, kommt sie nicht an. Um diese Verluste auszugleichen, benötigt der alte Wärmeerzeuger mehr Leistung. Du verbrennst quasi dein Geld ohne echten Nutzen für dich und mit spürbarem Schaden für die Umwelt.
  • Du hast davon gehört, dass man mit einer Heizungsanlage nicht nur Wärme produzieren, sondern auch Strom für den Eigenbedarf erzeugen kann.
  • Deine Heizungsanlage ist schlicht und ergreifend ein Energiefresser, das zeigen deine alten Heizkostenabrechnungen oder die Verbrauchskosten vergleichbarer Heizungsanlagen; zum Beispiel von Freunden, Verwandten oder Nachbarn.
  • Der Schornsteinfeger hat dich bereits auf die äußerst schlechten Abgaswerte hingewiesen und dringend geraten, deine alte durch eine neue Heizung auszutauschen.

Je älter dein Wärmeerzeuger ist, desto mehr sparst du in der Regel bei den Betriebs- bzw. Heizkosten mit einer neuen Heizungsanlage ein. Nach Berechnungen der Deutschen Energieagentur kommen in einem unsanierten Einfamilienhaus innerhalb von 20 Jahren Heizkosten von 107.000 Euro zusammen. Für ein Einfamilienhaus Baujahr 1978 sinken beispielsweise die Heizkosten durch den Einbau eines Brennwertkessels um 25 Prozent. Eine Holzheizung führt zu einer Heizkostenreduktion von 40 Prozent. Eine Wärmepumpe erspart bis zu 60 Prozent; je nach Wärmequelle.

Aber auch für dein neues Eigenheim hat die Wahl des richtigen Heizsystem über viele Jahre hinweg Einfluss auf die jährlichen Heizkosten. Doch wären da nicht die teilweise beträchtlichen Preise für Gasheizungen, Wärmepumpen, Holzpelletheizungen oder Mini- bzw. Mikro-Blockheizkraftwerke.

Rechenbeispiel für ein Haus Baujahr 1978

150 Quadratmeter Wohnfläche, zentrale Warmwasserversorgung, 4 Personen
Jahresverbrauch 3.150 Liter Öl bzw. 31.150 kWh Energie

Davon ziehst du für das warme Wasser, das du verbrauchst, 4 x 1.000 kWh ab. Daraus ergibt sich ein Heizenergiebedarf von 27.500 kWh. Diesen Wert teilst du durch 150m2 (Wohnfläche). Daraus ergibt sich der aussagefähige spezifische Heizenergiebedarf von 183 kWh/m2 im Jahr. Und der sagt dir, dass in deinem Fall der Heizenergieverbrauch fast doppelt so hoch ist wie er maximal sein sollte. Du zahlst also etwa 1.000 Euro im Jahr zu viel!

heiskosten-beeinflussen-heizung-net4energy

Du triffst eine Entscheidung, die deine Heizkosten langfristig beeinflusst

Der Kauf einer Heizung ist eine vergleichbar große Anschaffung, wie beispielsweise ein neues Auto oder eine neue Küche. Sie bedeutet für die Familienkasse zwar eine hohe, aber auf lange Sicht gesehen einmalige Ausgabe.

Viele Eigentümer von Ein- oder Mehrfamilienhäusern scheuen daher die hohen Anschaffungskosten. Ungeachtet der Kosten- und Leistungsvorteile schieben sie die Heizungsmodernisierung weiter hinaus.

Falls du neu baust, kommst du natürlich an der Anschaffung nicht vorbei. Aber auch hier beeinflusst die Wahl des Heizsystems deine zukünftigen Heizenergiekosten. Du kannst, je nach Art des Objekts und der erforderlichen Heizungsanlage, von Kosten zwischen 7.000 und 25.000 Euro ausgehen.

Der Staat fordert die Heizungserneuerung, fördert sie aber auch

Ist ein Heizkessel 30 Jahre oder älter, verlangt der Gesetzgeber sogar die Heizungsmodernisierung. Niedertemperatur- oder Brennwertkessel betrifft dies jedoch nicht. Auch Eigentümer, die ein Ein- oder Zweifamilienhaus bereits seit dem 01. Februar 2002 selbst bewohnen, fallen nicht in den Geltungsbereich der Verordnung. Allen anderen droht bei einem Verstoß ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro.

Der Staat lässt dich beim Kauf einer Heizung aber nicht völlig im Regen stehen. Er gewährt günstige Kredite und Zuschüsse. Sogar Steuervorteile sind seit Januar 2020 möglich. Dies gilt für Neubau und Modernisierung gleichermaßen. Die Heizungsförderung kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) online beantragt werden.

Selbst wenn die alte Heizung noch zuverlässig arbeitet, erhalten Hausbesitzer für die Heizungsoptimierung Zuschüsse, Darlehen oder steuerliche Vergünstigungen. Wenn du also diese Fördermöglichkeit in Anspruch nehmen willst, wende dich an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder ebenfalls an die BAFA.

Richtig planen, mehr sparen

Egal, ob Neubau oder Modernisierung, der Heizungskauf will gut überlegt sein, schließlich kann eine Fehlentscheidung weitreichende Folgen nach sich ziehen. Bei schlechter Planung bezahlst du wenigstens 15 Jahre lang zu hohe Heizkosten, je nachdem, wie lange deine Heizung hält. Lass dir also in diesem Fall Zeit. Denke daran, dass der Preis der Heizanlagen nicht das einzige Entscheidungskriterium ist. Wie viel Platz der neue Wärmeerzeuger benötigt ist genauso wichtig, wie die Ein- oder Umbaubaukosten, der Energieträger, der Energiepreis oder eventuelle Fördergelder. Aber auch die Wahl der Energieversorger ist von Bedeutung, denn bei Strom, Gas, Öl oder Holzpellets gibt es durchaus Preisunterschiede.

Erst wenn du dich für ein Heizsystem entschieden hast, solltest mit der Suche nach einem Fachbetrieb beginnen, der die Heizungsinstallation für dich übernimmt. Achte hier darauf, dass das Unternehmen ausreichend Erfahrung mit dem entsprechenden Heizungstyp hat. Hole dir mehrere Angebote ein und vergleiche diese miteinander. Geprüfte Energieberater können dir helfen, das Optimum für deine individuelle Lösung herauszuholen. Und nicht vergessen, du kannst in deiner Steuererklärung auch teilweise die Handwerkerkosten absetzen.

heizung kaufen

Wenn du Fördergelder in Anspruch nehmen möchtest, dann achte darauf, dass diese in der Regel vor Einbau der Anlage zu beantragen sind. Wird der Antrag erst nach Fertigstellung eingereicht, wird er abgelehnt und du hast Zuschüsse von mehreren tausend Euro einfach verschenkt.

Lade dir jetzt den ultimativen Guide zum Thema Heizung herunter

jetzt kaufen

Die Hausheizung, ein bedeutender Verbrauchsfaktor

Was den Energieverbrauch angeht, stehen die privaten Haushalte dem Verkehr oder der Industrie im kaum etwas nach. Immerhin 25,5 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfielen 2018 auf die Haushalte, der Verkehr führt mit 30 Prozent die Rangliste an, gefolgt von der Industrie mit 29,5 Prozent. Schlusslicht sind Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen mit zusammen 15 Prozent.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) veröffentlichte vor einiger Zeit eine Umfrage zum Thema Energieverbrauch. Das Ergebnis zeigt, dass viele Menschen nur schlecht einschätzen können, wofür sie wie viel Energie einsetzen. Vor allem bei der Heizung lagen die meisten daneben: Der erforderliche Energiebedarf für die Heizung ist mehr als doppelt so hoch wie angenommen. Tatsächlich werden über 70 Prozent der Energie im privaten Haushalt verheizt, 14 Prozent werden für das Warmwasser benötigt, 13,8 Prozent beträgt der Anteil von Strom und nur 1,5 Prozent verbrauchen wir für die Beleuchtung.

tipps-vor-kauf-heizung-net4energy

Drei praktische Tipps, die du vor dem Kauf beachten solltest

1. Bei Heizungssystemen mit günstigen Anschaffungskosten sind oft die laufenden Kosten (z. B. Elektro- oder Ölheizung) relativ hoch. Wärmeerzeuger mit hohen Anschaffungskosten hingegen haben meist sehr niedrige Wartungs- und Brennstoffkosten (z. B. Wärmepumpe, Holzpelletheizung). Hier sparst du dann Jahr für Jahr bei den Heiz- und Betriebskosten viel Geld. Es lohnt sich daher, alles genau durchzurechnen oder im Bedarfsfall die Hilfe eines Experten einzuholen. Das kann beispielsweise ein Energieberater sein, aber eigentlich ist jeder Fachbetrieb für Heizungsanlagen in der Lage das für dich zu übernehmen.

2. Damit du dein Haus möglichst energieeffizient beheizen kannst, sollte mittels Wärmebedarfsberechnung die erforderliche Heizleistung ermittelt werden. Das ist ganz entscheidend, um den passenden Wärmerzeuger herauszufinden. Ist die Leistung deines neuen Heizkessels zu hoch oder aber auch zu niedrig, dann wird es für dich teuer. Auch hier ist es daher sinnvoll, die Hilfe eines Experten in Anspruch zu nehmen.

3. Bei der Heizungsmodernisierung solltest du darauf achten, dass alte Heizkessel oft größer ausgelegt sind als tatsächlich erforderlich. Eine Heizung mit niedrigerer Leistung ist günstiger und beheizt dein Haus effizienter. Weil ein Haus mit guter Wärmedämmung weniger Heizleistung benötigt als ein schlecht gedämmtes, solltest du zuerst das Haus dämmen und erst dann das passende Heizsystem wählen. Das geht aber natürlich nur, wenn du über entsprechende finanzielle Mittel verfügst. Allerdings kannst du dann einen Wärmerzeuger mit wesentlich geringerer Leistung wählen. Denn optimale Wärmedämmung senkt den Wärmebedarf deines Hauses wesentlich.

heizung kaufen

Du baust neu? Dann beachte die Vorgaben, die im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz stehen. Bei neu errichteten Gebäuden ist vorgeschrieben, einen Anteil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Willst du beispielsweise einen Gas-Brennwertkessel einbauen, ist ergänzend eine Solar- oder Wärmepumpenanlage zu installieren. Zusätzliche Energieeinsparung ist aber auch möglich, wie beispielsweise eine verbesserte Wärmedämmung am Gebäude.

Eine neue Heizung muss her, doch welche ist die richtige?

Bei dir steht der Heizungskauf an. Bislang war es bei dir wahrscheinlich so wie bei vielen von uns. Wenn es dir zu kalt wurde, hast du einfach den Thermostat direkt am Heizkörper aufgedreht oder einen zentralen Schalter betätigt und schon wurde es relativ schnell warm. Doch jetzt stellst du fest: Heizung ist nicht gleich Heizung. Und wie funktioniert eine Heizung eigentlich?

heizkessel-heizung-net4energy

Funktion des klassischen Heizkessels

Bevor die Wärme in den Heizkörpern oder in der Fußbodenheizung landet, damit sie in den einzelnen Räumen bzw. im Haus verteilt werden kann, muss sie erzeugt werden. Dazu wird in der Regel Wasser erwärmt. Und hier kommt der Heizkessel ins Spiel. Meist steht er im Keller, bei Gasthermen hängt er oft auch an der Wand direkt in der Wohnung. Im Heizkessel wird Wasser mittels offener Flamme erhitzt. Öl oder Gas sind die Brennstoffe, die am häufigsten dazu verwendet werden. Aber auch Holz oder Holzpellets werden inzwischen vermehrt eingesetzt.

Bei einer Gastherme beispielsweise wir das Wasser mit einer Gasflamme erhitzt. Über einen Wärmetauscher aus Metall, der von Wasser umflossen wird, wird die Wärmeenergie der Flamme auf das durchlaufende Wasser übertragen. Nun strömt das heiße Wasser durch das Rohrsystem der Heizungsanlage in die Heizkörper oder Fußbodenheizung. Das Ganze geschieht innerhalb eines Kreislaufs.

Eine Pumpe sorgt dafür, dass die Wärmeverteilung im Haus funktioniert. Dazu hält sie permanent einen Druck in den Rohrleitungen aufrecht. Wird das Ventil am Heizkörper oder der Fußbodenheizung geöffnet, fließt beim Heizkörper das Wasser durch das obere Rohr hinein und erwärmt den Korpus. Ist eine Fußbodenheizung an das Heizsystem angeschlossen, läuft das Wasser durch in Schlaufen verlegte Rohre im Boden und gibt die Wärme an den Fußboden ab. Dabei kühlt das warme Wasser ab und fließt zurück zum Heizkessel oder zur Therme. Dort wird es erneut erhitzt. Der Kreislauf kann von vorne beginnen. Weil sich erhitztes Wasser in den Rohren ausdehnt, befindet sich neben dem Heizkessel ein Ausdehnungsgefäß, das den dazu benötigten Platz bietet.

moderne-heizung-heizung-net4energy

Und was ist bei modernen Heizungen anders?

Das ist je nach Wahl der Energiequelle verschieden. Nach wie vor werden Wärmeerzeuger bevorzugt, die mit Öl oder Gas befeuert werden. Stein- und Braunkohle haben keine nennenswerte Bedeutung mehr. In Deutschland gibt es rund 20,7 Millionen Heizungen. Etwa 7 Millionen (30 Prozent) davon heizen mit energiesparender Brennwerttechnik. So liegt bei den neu verkauften Wärmeerzeugern seit Jahren der Anteil der Brennwertkessel bei bis zu 75 Prozent.

Den Daten des Bundesverbands Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) zufolge, wurden allein im Jahr 2019 etwa 570.000 Geräte mit Brennwerttechnik verkauft. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass der Staat die Verbreitung der Brennwerttechnik über viele Jahren finanziell gefördert hat.

brennwertkessel-heizung-net4energy

Der Brennwertkessel

Wie der herkömmliche Heizkessel nutzen Brennwertkessel die Hitze, die beim Verbrennen von Gas, Öl oder Holz entsteht. Allerdings wird zusätzlich die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärme zum Beheizen der Wohnung bzw. des Hauses eingesetzt. Klassische Kessel hingegen blasen diesen Wasserdampf ungenutzt durch den Schornstein in die Luft. Der zusätzliche Wärmegewinn durch den Brennwertkessel führt dazu, dass etwa 10 Prozent mehr Energie gegenüber herkömmlichen Kesseln zur Wärmeerzeugung genutzt werden kann.

Um Brennwerttechnik nutzen zu können, benötigt der Schornstein deines Hauses allerdings eine Nachrüstung. Da die Abgase bei einem Brennwertkessel insgesamt kühler und feuchter sind, kommst du am Einbau eines Abgasrohres, welches unempfindlich gegen Feuchtigkeit und korrosionsbeständig ist, nicht vorbei.

Geld vom Staat: Das solltest du beachten

Mit Inkrafttreten des Klimaschutzpakets Anfang 2020 wurden die bisherigen staatlichen Förderprogramme für Ölbrennwertkessel eingestellt. Aber: Wird ein Ölkessel durch Erneuerbare Energien (Holzheizung, Wärmepumpe oder Solarthermieanlage) ergänzt, kannst du für diese zusätzlichen Kosten Fördergelder beantragen. Zudem erhältst du für alle Arbeiten, die für die Durchführung dieser Maßnahme anfallen, einen Zuschuss. Bei einer Austauschpflicht gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 (Heizung 30 Jahre alt oder darüber) gibt es grundsätzlich keine Förderung.

Die aktuelle Förderpolitik zeigt, dass dem Heizen mit Erneuerbaren Energien der Weg stärker geebnet werden soll. Reine Öl- oder Gasbrennwertkessel werden nicht mehr gefördert. Auf lange Sicht betrachtet bedeutet dies das Aus für Öl und Gas als Energieträger für die Hausheizung. Für neue Ölheizungen steht der voraussichtliche Verbotstermin schon fest: 2026.

Die Qual der Wahl

Bauherren und Heizungsmodernisierer können aus einer Vielzahl von Heizsystemen wählen. Da fällt die Entscheidung ganz schön schwer. Wenn du neu baust, hast du es einfacher, denn in der Regel stehen dir alle Möglichkeiten offen. Anders schaut es aus, wenn du deine Heizung modernisieren möchtest. 2018 lag die Quote der Heizungen, die unnötigerweise zu viel Energie verbrauchen, bei rund 57 Prozent. Das sind immerhin 12 Millionen Wärmeerzeuger, die hohe Heizkosten verursachen und die Umwelt belasten. Zu dieser Einschätzung kommt der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie in Köln (BDH). Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Heizung auch zu den Energiefressern zählt, ist also relativ groß.

heizungsmodernisierung-kombinieren-heizung-net4energy

Heizungsmodernisierung – Kombiniere doch!

Du hast verschiedenen Möglichkeiten, deine Heizung zu sanieren. Es kann dir aber passieren, dass die vorhandene Heizungsinfrastruktur die Optionen einschränkt. Prüfe daher, welche Teile der Gebäudetechnik weiterhin mit der neuen Heizung genutzt werden können. Zudem solltest du bedenken, dass nicht alles, was technisch möglich ist, auch wirtschaftlich ist.

Falls du weiter mit dem bisherigen Energieträger heizen möchtest und deine Heizung noch in Schuss ist, kannst du deinen alten Kessel behalten und nur die Heizungsanlage insgesamt optimal einstellen lassen.

Entspricht dein Heizkessel nicht mehr den Anforderungen, kommst du um den Kauf eines neuen nicht herum.

Eine Möglichkeit ist die Kombination mit einer Solarthermieanlage. Ist dein Haus durchschnittlich wärmegedämmt, liegt die Einsparung zur Trinkwassererwärmung bei jährlich ca. 60 Prozent und die Ersparnis am Gesamtwärmebedarf bei etwa 10 Prozent.

Entscheidest du dich für eine kombinierte Warmwasser- und Heizungsunterstützung, kannst du am Gesamtwärmebedarf jährlich im Schnitt 20 Prozent einsparen.

Natürlich hast du immer die Möglichkeit, vom bisherigen Brennstoff auf einen anderen Energieträger umzustellen: Beispielsweise von Öl auf Gas.

Eine Wärmepumpe benötigt eine niedrige Vorlauftemperatur (Temperatur, auf die das Wasser in einer Heizung vorgeheizt werden muss, bevor es in den Heizkörper fließt). Dazu bedarf es einer guten Wärmedämmung, einer Fußbodenheizung oder zumindest großflächiger Heizkörper. Aufgrund der großen Fläche kommt eine Fußbodenheizung mit Vorlauftemperaturen von ca. 35 Grad Celsius aus. Ein Heizkörper hingegen benötigt schon Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius.

Entschluss ist gefasst: Jetzt soll gekauft werden

Wie steht es nun um die Finanzierung der neuen Heizung? Immerhin willst du eine recht große Anschaffung tätigen. Selbst wenn du ausreichend Geld besitzt, wäre es doch schade, günstige Kredite und Zuschüsse vom Staat einfach zu verschenken. Schließlich gibt es die Förderung nicht nur für Bauherren und Heizungsmodernisierer, die es sich mehrfach überlegen, ob sie sich eine neue Heizung überhaupt leisten können. Förderungen kann jeder in Anspruch nehmen, denn Ziel der Politik ist es, dass nachhaltig und umweltschonend geheizt wird und das wird belohnt.

staat-uebernimmt-kosten-heizung-net4energy

Das hat was: Der Staat übernimmt fast die Hälfte der Kosten

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wird ab Januar 2020 der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine neue, effizientere und klimafreundlichere Anlage mit der Austauschprämie für Ölheizungen gefördert. Der Umstieg auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien wird somit deutlich attraktiver: Wird die alte Ölheizung durch eine neue Hybridanlage (Erdgas- oder Flüssiggas), Wärmepumpe oder Biomasse-Anlage austauscht, übernimmt der Staat fast die Hälfte der anfallenden Kosten.

Wer seine Ölheizung durch eine Heizung ersetzt, die vollständig mit Erneuerbaren Energien betrieben wird (Wärmepumpe oder Biomasseanlage), kann einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der Investitionskosten erhalten. Für Gas-Hybridheizung mit einem Erneuerbaren-Anteil (Einbindung von Solarthermie) von mindestens 25 Prozent gibt es einen Investitionszuschuss von 40 Prozent.

Die erneuerte Richtlinie des Marktanreizprogramms „Wärme aus erneuerbaren Energien“ beinhaltet nicht nur eine Austauschprämie für Ölheizungen. So gibt es für energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen Investitionszuschüsse, auch wenn sie dabei keine alte Ölheizung ersetzen:

heizung kaufen

35 Prozent für Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden (Biomasseheizungen: Pellet, Hackschnitzel und Scheitholz) sowie Wärmepumpen (Luft-, Erd- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die überwiegend für die Gebäudebeheizung eingesetzt werden).

30 Prozent für Gas-Hybridheizungen mit einem erneuerbaren Anteil von mindestens 25 Prozent.

20 Prozent für Gas-Brennwertheizungen („Renewable Ready“), wenn sie technisch für eine nachträgliche Einbindung Erneuerbarer Energien ausgerüstet sind.

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kannst du die Anträge für Investitionszuschüsse stellen.

geld-vom-staat-heizung-net4energy

Für alles, was du für die neue Heizung brauchst, gibt es Geld vom Staat

Zu den förderfähigen Investitionskosten zählen grundsätzlich die finanziellen Aufwendungen für die Anschaffung des Wärmeerzeugers, die Installation und Inbetriebnahme sowie die notwendigen Umfeldmaßnahmen. Im Gebäudebestand (Gebäude, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als 2 Jahren eine Heizung installiert ist) sind auch energetische Optimierungen der Wärmeverteilung und Wärmeübergabe, der Warmwasserbereitung sowie die für den neuen Wärmeerzeuger erforderlichen Sanierungen/Umbauarbeiten von Heiz-/Technikräumen und Schornsteinen förderfähig.

Mit „Kosten erforderlicher Umfeldmaßnahmen“ sind alle Nebenkosten, Arbeiten bzw. Investitionen gemeint, die direkt zur Vorbereitung und Umsetzung der förderfähigen Maßnahme erforderlich sind oder deren Energieeffizienz erhöhen sowie absichern. Dies sind beispielsweise Deinstallation der Altanlage, Umrüstung des Energieträgers, Bohrung von Erdwärmesonden, Optimierung der Wärmeverteilung, hydraulischer Abgleich, Einstellung der Heizkurve oder Heizkörperaustausch. Des Weiteren können auch Kosten für Beratungs-, Planung- und Baubegleitungsleistungen berücksichtigt werden, die in direktem Zusammenhang mit der förderfähigen Anlage stehen. Bei Wohngebäuden sind pro Wohneinheit maximal 50.000 Euro (brutto) der anrechenbaren Investitionskosten förderfähig.

bafa-heizung-net4energy

BAFA Förderung 2020 mit dem KfW-Ergänzungskredit kombinieren

Wenn du deine alte Heizung austauschen möchtest, dies aber aktuell nicht mit eigenen Mitteln finanzieren kannst, bietet die KfW mit dem Programm 167 einen günstigen Ergänzungskredit an. Diesen bekommst du für Solarthermie-Anlagen, Biomasseheizungen, Wärmepumpen sowie Gas-Hybridheizungen.

Nicht nur der Bund fördert die Anschaffung einer neuen Heizung, viele Bundesländer, Kommunen, Energieversorger und Hersteller bieten ebenfalls Förderung oder Zuschüsse an. Nachfragen lohnt sich.

Was kostet eine neue Heizanlage?

Für dein Eigenheim kannst du für die verschiedenen Heiztechniken ungefähr mit diesen Kosten rechnen:

  • Brennwertheizung: ca. 6.000 bis 10.000 Euro
  • Solarthermieanlage ca. 4.500 Euro bis 10.000 Euro
  • Wärmepumpe: ca. 12.000 bis 30.000 Euro
  • Mini- bzw. Mikro-Blockheizkraftwerk: ca. 20.000 bis 25.000 Euro
  • Brennstoffzellenheizung: ca. 28.000 bis 55.000 Euro

Bei der Modernisierung kann das Ganze natürlich teurer werden, beispielsweise wenn die Heizkörper ausgetauscht werden müssen. Dann kämen noch etwa rund 500 Euro pro Heizkörper dazu. Alle Angaben sind natürlich Richtwerte. Schließlich muss jede Heizung, egal ob Alt- oder Neubau, individuell dimensioniert und den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.

kredit-nicht-kredit-heizung-net4energy

Kredit ist nicht gleich Kredit

Falls du keinen Zuschuss oder Förderkredit vom Staat bekommst, kannst du immer noch einen klassischen Kredit beantragen. Das trifft natürlich auch auf die Restsumme zu, denn der staatliche Zuschuss deckt nicht die kompletten Kosten für die Heizungserneuerung ab. Grundsätzlich dürfte es aber kein Problem sein, über deine Hausbank einen Bankkredit zu erhalten, weil du ja als Sicherheit den Wert des Hauses und des Grundstückes angibst.

Beim Ratenkredit kann die Bank deines Vertrauens anhand des Kostenvoranschlags des Heizungsbauers den benötigten Betrag genau ermitteln. Die gewährten Zinsen variieren von Bank zu Bank teilweise erheblich. Daher lohnt es sich, nicht nur bei deiner Hausbank, sondern auch bei anderen Kreditinstituten Angebote einzuholen.

Viele der namhaften Hersteller bieten ebenfalls Kredite für die Heizungsmodernisierung an. Einige gehen sogar noch weiter. Sie helfen dir, das passende staatliche Förderprogramm zu finden, beim Ausfüllen der Formulare und bieten teilweise sogar befristete Umweltboni an.

Welche Vorteile hat die Finanzierung einer neuen Heizung?

Auch wenn dir der Einbau einer neuen Heizung teuer erscheint, wirst du feststellen, dass sich die Anschaffungskosten schon nach einigen Jahren amortisieren. Denn im Vergleich zu alten Heizungssystemen verbrauchen neue Wärmeerzeuger sehr viel weniger Energie und lassen sich außerdem kostengünstig warten. Wenn du zusätzlich die derzeitigen Finanzierungsmöglichkeiten nutzt, hast du die Ausgaben schnell wieder drin. Und nicht nur du freust dich, sondern auch die Umwelt. Also eine echte Win-Win-Situation. 

4 Gründe, warum sich eine Heizungsfinanzierung lohnt

Die Anschaffungskosten amortisieren sich in wenigen Jahren.

Neue Heizungen arbeiten sparsamer und effizienter und sind weniger störanfällig.

Die jährlichen Heiz- und Betriebskosten sinken und decken so einen Teil der Finanzierungskosten ab.

Die Zinsen sind niedrig, es gibt individuelle Finanzierungsangebote und viel Geld vom Staat: Der Kauf und die Installation einer neuen Heizung sind somit auch bei knappem Budget durchaus möglich.

anschaffungskosten-heizung-net4energy

Ab wann hole ich die Anschaffungskosten wieder rein?

Ob und wann die neue Heizung ihre Kosten wieder einspielt, hängt von vielen Faktoren ab und ist individuell verschieden. Grundsätzlich werden die laufenden Kosten deiner alten Heizung mit den Gesamtkosten der neuen Heizung verglichen (Feste und laufende Kosten). Aber wie sich über die Jahre die Preise einzelner Energieträger entwickeln oder der Wärmebedarf verändert, kann natürlich niemand voraussagen. Meist heißt es, dass sich die Investitionskosten bereits nach wenigen Jahren amortisieren.

In der Regel kannst du davon ausgehen, dass sich nach 10, 15 oder 20 Jahren die Investition rechnet und du mit dem Sparen beginnst. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer der Wärmeerzeuger von 20 bis 25 Jahren, kann es also knapp werden, über viele Jahre Geld zu sparen. Doch je mehr Geld du vom Staat bekommst, umso schneller hast du dein Geld wieder drin. Wichtig ist aber auch, dass du mit der neuen Heizung deine jährliche Kostenbelastung spürbar reduzierst. Vom großen Umweltnutzen, der bereits nach zwei bis drei Jahren greift, mal ganz abgesehen.

nachteile-heizung-net4energy

Hat der Heizungskauf auch Nachteile?

Eine Alternative zum Kauf ist das Mieten der Heizungsanlage, allerdings hat sich dies in Deutschland noch nicht ganz durchgesetzt. Im Gegensatz zum Mieten trägst du beim Heizungskauf alle anfallenden Kosten selbst. Du bezahlst also neben dem reinen Anschaffungspreis für den Wärmeerzeuger auch für dessen Montage. Unter Umständen kommen da dann noch Kosten für Heizungsrohre, Dämmung, Heizkörper und einen Tank- oder Lagerraum dazu.

In den Folgejahren fallen außerdem Kosten für die Wartung, den Schornsteinfeger und eventuelle Reparaturen an.

Neben viel Geld investierst du im Vorfeld auch viel Zeit. Weil die Auswahl an Heizsystemen groß ist, ist es sinnvoll, vor dem Kauf grundsätzlich zu klären, mit welchem Heizsystem du heizen möchtest. Im Fall der Heizungsmodernisierung ist zudem zu prüfen, ob die dazu erforderlichen baulichen und wärmetechnischen Voraussetzungen gegeben sind.

Außerdem ist es sinnvoll, sich mit den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich des Neubaus oder Modernisierungsmaßnahmen auseinanderzusetzen.

Dann folgt die Suche nach dem richtigen Heizungsinstallateur. Um die Frage der Finanzierung inklusive möglicher Inanspruchnahme bzw. Beantragung staatlicher Fördergelder kommst du ebenfalls nicht herum.

Klare Nachteile des Heizungskaufs sind deswegen der hohe finanzielle und zeitliche Aufwand.

Nachhaltigkeit, was ist das eigentlich?

Weil Heizung und Warmwasserbereitung mit etwas über 84 Prozent den größten Teil der im Haushalt verbrauchten Energie ausmachen, bieten die privaten Haushalte ein immenses Einsparpotenzial. Umso wichtiger ist es, zukünftig nur noch Wärmeerzeuger einzusetzen, die nachhaltig heizen und den CO2-Ausstoß minimieren.

Nachhaltigkeit heißt, mit unseren Ressourcen besonders wirtschaftlich umzugehen. Die Menschen, die heute leben, sollten dies nicht auf Kosten nachfolgender Generationen tun. Nachhaltigkeit ist zudem ein globales Problem. Sie betrifft alle Bereiche unseres Lebens und Wirtschaftens und ist somit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Nachhaltig heizen bedeutet somit, in Zukunft auf Erneuerbare Energien zu setzen und Heizsysteme zu entwickeln, welche die CO2-Emissionen verringern bzw. ganz ohne auskommen.

co2-ausstoss-heizung-net4energy

CO2-Ausstoß: Die Jugend sagt, wo es lang geht

Mit „Fridays for Future“ hat die Klimapolitik wieder Fahrt aufgenommen. Weltweit machen sich Schüler und Studierende stark für mehr Klimaschutz. Sie fordern möglichst umfassende, schnelle und effiziente Klimaschutzmaßnahmen.

Auch erste Erfolge gibt es bereits. Im Frühjahr 2019 beschloss die Bundesregierung, ein Klimakabinett einzusetzen. Während der ersten Sitzung wurde festgelegt, bis zum Jahresende 2019 konkrete Forderungen für eine bessere Klimapolitik vorzulegen. Und tatsächlich, seit Januar 2020 gibt es das Klimapaket. Eine Vielzahl an Maßnahmen soll helfen, die CO2-Emissionen in Deutschland Schritt für Schritt zu senken.

Einen Schwerpunkt setzt das Klimapaket im Bereich Wärmemarkt. Fossile Energieträger werden künftig durch einen Preisaufschlag pro freigesetzte Tonne CO2 verteuert. Davon sind vor allem ältere Ölheizungen betroffen. Geregelt wird das über das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). In Zukunft sollen Hausbesitzer möglichst völlig auf Heizöl verzichten. Deshalb wird der Austausch einer Ölheizung durch eine um 10 Prozent höhere Förderung belohnt. Wichtige erste Schritte sind also getan.

Die Technik steht bereit, sie muss nur genutzt werden

Ein neuer, moderner Wärmeerzeuger heizt nachhaltig mit Erneuerbarer Energie ohne Öl oder Gas. Ausgenommen Mini-Blockheizkraftwerke, die Strom und Wärme erzeugen und mit Brennstoffmotoren betrieben werden. Nachfolgend kannst du dir einen Überblick verschaffen, mit welchen Heizsystemen du heizen kannst.

heizen-mit-holz-heizung-net4energy

Heizen mit Holz & Co.

Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff. Wenn du dein Haus umweltschonend mit Holz beheizen möchtest, solltest du dich für eine moderne Kesselanlage entscheiden und nicht etwa alte Öfen reaktivieren. Nur so ist eine Schadstoffreduktion effektiv möglich. Denn wenn Holz verbrannt wird, entstehen nicht nur CO2, sondern auch Stickstoff- und Schwefeloxide, Salzsäure und unsichtbarer Feinstaub. Und die müssen gefiltert werden. Üblicherweise werden Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets verheizt.

Bei Hackschnitzeln handelt es sich um mechanisch zerkleinertes Rest- und Schwachholz aus der Forst- und Landwirtschaft. Sägerestholz wird ebenfalls zu Hackschnitzeln verarbeitet. Hackschnitzelfeuerungen sind automatisch beschickte Systeme. Für Einfamilienhäuser rechnen sie sich eher nicht.

Holzpellets sind kleine genormte Presslinge aus getrocknetem Restholz: Sägemehl, Hobelspäne oder zerkleinerte Hackschnitzel. Bei Pellets ist darauf zu achten, dass sie aus heimischer Produktion stammen. Nur dann ist ihr Einsatz auch wirklich sinnvoll und umweltschonend.

Heizen mit Holz ist allerdings aufwendiger. Scheitholz muss eventuell gespaltet und geschichtet werden. Neben der manuellen Beschickung gehört auch die Entsorgung der Asche zu den regelmäßigen Aufgaben. Die Anschaffungskosten für automatische Holzheizungen sind leider hoch. Allerdings waren. Holzpellets in den vergangenen 10 Jahren rund ⅓ günstiger als Öl oder Gas. Die Betriebskosten sind ebenfalls gering. Wie bei Öl und Gas bestimmen bei Holz Angebot und Nachfrage den Preis. Er schwankt daher je nach Region und Jahreszeit. Die Kombination mit einer Solarthermieanlage ist jedoch problemlos möglich.

heizen-umweltwaerme-heizung-net4energy

Heizen mit Umweltwärme und einer Wärmepumpe

Im Erdreich, dem Grundwasser und der Außenluft steckt genügend Wärme, um damit zu heizen und warmes Wasser zu bereiten. Mit etwas Antriebsenergie und viel Erneuerbarer Energie kann eine Wärmepumpe die gesamte Wärmeversorgung des Hauses übernehmen; unabhängig von Tages- oder Jahreszeit. Aus 75 Prozent kostenloser Umweltenergie und 25 Prozent elektrischer Energie macht die Wärmepumpe 100 Prozent Heizwärme. Technisch betrachtet, funktioniert eine Wärmepumpe wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Eine komplette Wärmepumpenanlage besteht aus der Wärmepumpe, der Wärmequellenanlage (Erdwärmesonden, Grundwasserbrunnen) und dem Wärmeverteilsystem (Fußbodenheizung). Der Wartungsaufwand ist sehr gering.

Bevorzugt wird die Umweltheizung in Neubauten eingesetzt. Doch das Umfeld muss stimmen, damit du mit einer Wärmepumpe heizen kannst. Unsanierte Bestandsgebäude haben im Gegensatz zu Neubauten einen höheren Wärmebedarf. Die Integration ist hier zwar auch problemlos möglich, ein wirtschaftlicher Betrieb aber eher nicht. Denn dazu gehören unter anderem ausreichend große Heizkörper, die mit geringen Vorlauftemperaturen (max. 40 Grad Celsius) auskommen und eine gute Wärmedämmung.

Die Kombination mit Solarthermie-, Fotovoltaik- und anderen Heizungsanlagen ist mit der Wärmepumpe problemlos möglich. Es gibt auch reine Brauchwasserwärmepumpen, welche die erforderliche Umweltenergie aus der Raumluft, beispielsweise dem Heizungskeller, beziehen.

mini-bhkw-heizung-net4energy

Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW)

Mini und Mikro-BHKW sind Geräte mit Verbrennungsmotor. Dieser lässt sich mit Heizöl, Gas oder Flüssiggas betreiben. Ein Mini-Blockheizkraftwerk erzeugt über den Motor Strom. Dabei entsteht Wärme. Diese wird jedoch nicht ungenutzt an die Umwelt abgegeben, sondern an die Heizung. Wichtig sind deswegen möglichst lange, kontinuierliche Laufzeiten. Um wirtschaftlich zu arbeiten, sollten sie 4.000 Vollastbetriebsstunden im Jahr erreichen. Die Laufzeit hängt dabei vom Wärmebedarf des Hauses ab. Im Winter läuft der Motor daher permanent und hat dafür im Sommer eine eher ruhige Phase. Wird jedoch keine Wärme verbraucht, wird auch kein Strom erzeugt. Daher ist ein zusätzlicher Heizkessel erforderlich, der Ausfallzeiten ausgleichen kann.

Mini-Blockheizkraftwerke sind nicht viel größer als eine Waschmaschine. Die Geräte sind technisch ausgereift und können sogar den herkömmlichen Heizkessel ersetzen. In Ein- und Mehrfamilienhäusern ist eine exakte Leistungsabstimmung Voraussetzung für eine optimale Energiekostenersparnis. Der Wartungsaufwand ist höher als für Öl- oder Gasheizungen und sollte nach ca. 4.000 Betriebsstunden erfolgen. Für gut gedämmte Energiesparhäuser rentieren sich Mini-Blockheizkraftwerke nicht.

brennstoffzellenheizung-heizung-net4energy

Brennstoffzellenheizung

Die Brennstoffzellenheizung hat gerade erst Marktreife erlangt und zählt zu den innovativsten Technologien, die der Heizungsmarkt aktuell zu bieten hat. Sie gehört zur Gruppe der Kraft-Wärme-Kopplung und produziert neben Wärme auch Strom.

Allerdings hat die Brennstoffzelle einen höheren Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung. Grundvoraussetzung für die Installation einer Brennstoffzellenheizung ist ein Gasanschluss. Denn Wasserstoff wird aus Sauerstoff und aus Erd- bzw. Flüssiggasgas gewonnen. Dies sind die beiden Komponenten, um mit einem Brennstoffzellen-Heizgerät Strom und Wärme zu erzeugen. Die Wärmeerzeugung der Brennstoffzelle reicht aber in den Wintermonaten nicht aus, um das Haus mit ausreichend Wärme zu versorgen. Es wird daher zusätzlich ein Gasbrennwertgerät benötigt. Die Energiekostenersparnis beträgt im Schnitt um die 40 Prozent. Die Installation der noch neuen Heiztechnologie wird bislang ausschließlich von versierten Experten durchgeführt. Die Brennstoffzellenheizung ist auch für Gebäude mit niedrigem Energiebedarf geeignet.

hybridheizung-heizung-net4energy

Die Hybridheizung

Eine Hybridheizung soll in der Regel fossile Heizungen durch erneuerbare Energiequellen aufpeppen, um mehr Energieeffizienz, geringere Betriebskosten und eine höhere Umweltverträglichkeit zu erzielen. Hybridheizungen kombinieren daher eine konventionelle Energiequelle wie Gas oder Öl mit einer Solarthermie- oder Fotovoltaikanlage, einer Holzheizung oder einer Wärmepumpe. Die Hybridheizung ist gut für die Modernisierung bzw. Nachrüstung geeignet, da beispielsweise vorhandene Brennwerttechnik genutzt werden kann.

Die Öl-bzw. Gas-Brennwertheizung plus Solarthermieanlage ist der Klassiker unter den Hybridheizungen. Eine Hybridheizung arbeitet idealerweise so, dass bevorzugt mit erneuerbarer Energie geheizt wird und fossile möglichst selten zum Einsatz kommen. Gerade in Bestandsbauten lassen sich in den meisten Fällen Hybridheizungen gut nachträglich installieren: So ist vor allem das Nachrüsten von Wärmepumpen oder Solarkollektoren eine beliebte Variante zur Senkung der Energiekosten und Verbesserung der Umweltbilanz.

Das sind die 7 beliebtesten Kombinationsmöglichkeiten

Öl- oder Gasheizung mit Wärmepumpe

Öl- oder Gasheizung mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage

Öl- oder Gasheizung mit Solarthermieanlage

Öl- oder Gasheizung mit Holzheizung

Wärmepumpe mit Solarthermieanlage

Wärmepumpe mit Photovoltaik

Wärmepumpe mit Holzheizung

Grundsätzlich sind viele andere Zusammenstellungen möglich. Es können auch mehrere Systeme mit einander kombiniert werden. Wobei sich dann die Frage stellt, ob das dann noch wirtschaftlich ist. Denn eine Hybridheizung ist weder besonders günstig noch platzsparend, da ja zwei oder mehrere Heizsysteme verbaut werden.

heizungsunterstuetzung-heizung-net4energy

Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung mit Solarthermie

Im Wesentlichen besteht eine Solarthermieanlage aus den Solarkollektoren, die Sonnenstrahlen aufnehmen und in Wärme umwandeln und dem Solarspeicher, der die Wärme zwischenlagert und bei Bedarf zum Aufheizen des Brauchwarmwassers oder zur Unterstützung der Heizung bereitstellt. Klingt erst einmal gut, denn Sonnenenergie ist kostenlos. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, denn leider ist nicht jedes Haus geeignet.

Ob es sinnvoll ist, eine Solarthermieanlage installieren zu lassen, hängt nicht zuletzt von den Gegebenheiten des Standorts ab. Prüfe daher vorab genau, ob die Dachfläche hinsichtlich Größe, Ausrichtung, Neigung, Verschattungsfreiheit und Tragfähigkeit überhaupt geeignet ist. Optimal sind Dächer mit einem Neigungswinkel von 30 bis 70 Grad in Südausrichtung. Flachdächer eignen sich jedoch auch. Eine typische Solaranlage zur Trinkwassererwärmung auf einem Einfamilienhaus benötigt eine Kollektorfläche von 4 bis 6 Quadratmetern. Soll die Heizung unterstützt werden, sollte die Kollektorfläche mindesten doppelt so groß sein.

Lade dir jetzt den ultimativen Guide zum Thema Heizung herunter

jetzt kaufen

Wie heizen wir in naher Zukunft?

Ziel der Klimapolitik ist es, in Zukunft keine kohlenstoffhaltigen (CO2) Energieträger für die Energieerzeugung einzusetzen. Das sind letztlich alle fossilen Energien. Der Austausch von Heizungsanlagen geht aber nur sehr schleppend voran. Daher wird auch nach 2030 noch mit alten Öl- und Gasgeräten geheizt werden.

Solarthermische Anlagen werden als ergänzendes System für die Warmwasserbereitung eine Bedeutung haben, aber nicht für Heizzwecke. Holzheizungen haben das Problem, dass die verfügbaren Potenziale an Holzresten nicht ausreichen, um den Wärmebedarf des Gebäudebestandes zu decken. Sie werden daher eher ein Nischendasein führen.

heizung kaufen

Klimafreundlich hergestelltes, synthetisches Methan und Wasserstoff können fossiles Erdgas ersetzen und in das Erdgasnetz eingespeist werden. Möglich wird dies durch die Power-to-Gas-Technologie. Hier wird überschüssiger Ökostrom aus Wind- oder Fotovoltaikanlagen in synthetisches Erdgas umgewandelt. Wann diese Technologie in großem Umfang und zu akzeptablen Preisen auf dem Markt angeboten werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar.

gruener-strom-heizung-net4energy

Grüner Strom ist guter Strom und darf zum Heizen eingesetzt werden

Im Energiesystem der Zukunft müssen Strom, Wärme und Mobilität zusammenwachsen. War es noch vor Jahren verpönt, mit Strom zu heizen, bietet sogenannter grüner Strom heute die Möglichkeit, Überschussenergie aus Photovoltaik, Wind- und Biomasse sinnvoll zur Unterstützung der Heizung und Warmwasserbereitung einzusetzen.

Nachhaltig und umweltbewusst heizen mit Wärmecontracting

Der Klimawandel und seine negativen Folgen für unseren Planeten lassen sich nicht mehr stoppen, aber zumindest verlangsamen. Daher fordern besonders die jungen Menschen vehement, dass wir alle endlich handeln und Schadensbegrenzung betreiben, damit auch die nachfolgenden Generationen in einer lebenswerten Umwelt leben können. Durch bewussten Umgang mit Energie, aber vor allem durch moderne und effiziente Heizungsanlagen, kann jeder einzelne einen großen Beitrag dazu leisten.

Über ein Drittel der Deutschen halten die Heizungssanierung für das beste Mittel, um Umwelt und Klima zu schützen. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Mehr als 50 Prozent der Befragten ziehen bereits den Einsatz Erneuerbarer Technologien in ihre Pläne zur Heizungsmodernisierung mit ein. Und das ist genau der richtige Ansatz. Immerhin entfällt ein Großteil des Energieverbrauchs in den privaten Haushalten auf die Heizung. Wenn du deinen alten Wärmeerzeuger durch ein modernes, klimaschonendes und effizientes Heizsystem - möglichst in Verbindung mit Erneuerbaren Energien - austauschst, senkst du den CO2-Ausstoß in deinem direkten Umfeld deutlich und leistest einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Energiewende.

Durch Heizungs- bzw. Wärmecontracting hast du sofort Zugriff auf modernste Heizungstechnik. Deine monatliche finanzielle Belastung ist dabei relativ gering, der Umweltnutzen hingegen ist groß.

So funktioniert eine Heizungsanlage

Auf der Suche nach deiner neuen Heizung hast du wahrscheinlich festgestellt, dass Heizung nicht gleich Heizung ist. Wahrscheinlich hast du dich auch gefragt, wie eine Heizung überhaupt funktioniert:

Damit sich die Wärme in den einzelnen Räumen verteilen kann, muss sie erzeugt werden. Dazu wird in der Regel Wasser in einem Heizkessel erwärmt, der meist im Keller steht. Gas und Öl sind die fossilen Brennstoffe, die Hausbesitzer am häufigsten dazu verwenden. Mit Holz funktioniert das aber genauso. Bei einer Gastherme beispielsweise wir das Wasser mit einer Gasflamme erhitzt. Ein Wärmetauscher aus Metall, den Wasser umfließt, überträgt die Wärmeenergie der Flamme auf das durchlaufende Wasser. Nun strömt das heiße Wasser durch das Rohrsystem der Heizungsanlage in die Heizkörper oder Fußbodenheizung. Das Ganze geschieht innerhalb eines Kreislaufs.

Eine Pumpe sorgt dafür, dass die Wärmeverteilung im Haus funktioniert. Dazu hält sie permanent den Druck in den Rohrleitungen aufrecht. Wird das Ventil am Heizkörper oder der Fußbodenheizung geöffnet, fließt das Wasser durch das obere Rohr in den Heizkörper und erwärmt das Gehäuse. Ist eine Fußbodenheizung an das Heizsystem angeschlossen, läuft das Wasser durch in Schlaufen verlegte Rohre im Boden und gibt die Wärme an den Fußboden ab. Dabei kühlt das warme Wasser ab und fließt zurück zum Heizkessel oder zur Therme. Dort wird es erneut erhitzt. Der Kreislauf beginnt von vorne.

flamme-heizung-net4energy

Heizen ohne Flamme

Eine Wärmepumpe hingegen kommt ohne Flamme aus. Sie nutzt Wärme, die in der Umgebung – Luft, Erdreich und Wasser – enthalten ist. Ein elektrisch angetriebener Kompressor dient dazu, ein Kältemittel auf einen hohen Druck zu verdichten. Das Kältemittel verdampft bereits bei niedrigen Temperaturen. So entstehen beispielsweise aus -5 Grad Celsius Außenlufttemperatur +45 Grad Celsius Vorlauftemperatur für die Fußbodenheizung. Auch dieser Prozess findet in einem Kreislauf statt.

heizung
Dass durch Druck hohe Temperaturen entstehen, kennst du wahrscheinlich von der Luftpumpe. Hat sie ein Metallgehäuse, stellst du schnell fest, dass sich das Gehäuse durch das Pumpen erwärmt und sogar heiß werden kann.

Was genau ist Wärmecontracting?

Bislang konnten eigentlich nur 3 Gruppen vom Wärmecontracting profitieren: Öffentliche und kommunale Gebäude, Wohnungsgesellschaften sowie Industrie und Gewerbe. Hier ist das Mieten bzw. Leasen einer Heizungsanlage längst nichts Außergewöhnliches und wird seit den 1990er Jahren praktiziert. Bei einem solchen gewerblichen Heizungs-Contracting oder genauer Wärmeliefer-Contracting (WLC) verpflichtet sich der „Heizungsvermieter“ (Contractor) zu Einbau, Wartung und im Schadensfall zur umgehenden Reparatur der Heizungsanlage. Du als Kunde minimierst seine Fixkosten, sodass das Geld für andere betriebliche Zwecke eingesetzt werden kann. Darüber hinaus ist der Eigentümer oder Betreiber der gewerblichen Immobilie dann auch die Aufgaben der Energieversorgung und der Wartung los. Um all das kümmern sich die Spezialisten des Heizungsvermieters. Nach Vertragsende kann der Mieter die Heizung zum Restwert übernehmen, einen Vertrag für eine neue Heizung abschließen oder die Heizung ausbauen lassen.

Bislang war diese Möglichkeit der Heizungsmodernisierung oder Anschaffung für den Neubau Großkunden vorbehalten. Doch inzwischen haben auch Eigentümer von Ein- oder Mehrfamilienhäusern die Möglichkeit, eine komplette Heizungsanlage zu mieten.

waermecontracting-heizung-net4energy

Mit Wärmecontracting eine Heizungsanlage mieten

Die Anschaffung einer neuen Heizung ist meist nicht nur kostspielig, sondern zudem auch noch mit großem zeitlichem Aufwand verbunden. So verlockend die möglichen Energiekosteneinsparungen auch sind, am liebsten würde man alles so lassen wie es ist. Tatsache ist, dass je nach Art des Objekts und der erforderlichen Heizungsanlage, die Kosten zwischen 7.000 und 30.000 Euro, manchmal sogar noch darüber, variieren. Und das zahlen die wenigsten von uns einfach mal so aus der Portokasse. Aber wer sagt, dass man eine Heizungsanlage unbedingt kaufen muss? Schließlich kannst du heutzutage fast alles leasen. Das funktioniert natürlich auch mit der Heizung und nennt sich Wärmecontracting.

was-kostet-neue-heizung-net4energy

Was kostet eine neue Heizanlage?

  • Brennwertheizung: ca. 6.000 bis 10.000 Euro
  • Solarthermieanlage zur Brauchwasser-Erwärmung: ca. 4.500 Euro bis 10.000 Euro
  • Holzpelletheizung: ca. 17.000 bis 25.000 Euro
  • Wärmepumpe: ca. 12.000 bis 30.000 Euro
  • Mini- bzw. Mikro-Blockheizkraftwerk: ca. 20.000 bis 25.000 Euro
  • Brennstoffzellenheizung: ca. 28.000 bis 55.000 Euro
umwelt-schonen-heizung-net4energy

Sofort die Umwelt schonen und bequem in Monatsraten zahlen

Wenn du eine Heizung mietest, hat dies den Vorteil, dass du eine Heizungsanlage bekommst, die auf dem neuesten Stand der Technik ist. Gleichzeitig schont das Mieten im Vergleich zum Kauf deinen Geldbeutel. Das bedeutet niedrige Energiekosten und große Schadstoffeinsparungen. Du leistest demnach einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz. Wenn du also gerne umweltschonend mit Erneuerbaren Energien heizen möchtest, es dir im Augenblick aber nicht leisten kannst, wird das Problem mit Wärmecontracting gelöst.

bei-wem-heizung-net4energy

Bei wem kann ich eine Heizung mieten? 

Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke, aber auch die großen Heizungshersteller, Installateure und Planungsbüros bieten Wärmecontracting an. Als Hausbesitzer musst also nicht viel Budget aufbrauchen, um deine Heizungsanlage zu modernisieren. Die Laufzeiten von Contractingverträgen bewegen sich zwischen 2 bis 20 Jahren. Hersteller und Handwerker bieten in der Regel solche Verträge mit 10 Jahren Laufzeit an. Stadtwerke und Energieversorger hingegen setzen eher auf längere Vertragsbindung von 15 oder sogar 20 Jahren. So kannst du die Kosten klein halten und über die Jahre verteilen.

Das bedeutet für dich: Kalkulierbare und transparente Kosten. Du zahlst monatlich eine Miet- und Servicegebühr und die Energiekosten. Bei manchen Angeboten ist der Bezug der Heizenergie (zum Beispiel Gas) fester Bestandteil des Mietvertrags. Andere Anbieter hingegen möchten nur die Heizung vermieten und überlassen es dir, von welchem Energieversorger du die Heizenergie beziehen möchtest. Beides kann vorteilhaft sein. Das ist im Einzelfall zu prüfen und hängt von den jeweiligen Vertragskonditionen ab.

welche-heizung-heizung-net4energy

Welche Heizungen kann ich mieten?

Die meisten Heizungsanlagen, die in Deutschland per Miete erhältlich sind, sind moderne Gas-Brennwertheizungen. Oftmals ist im Leasingpaket bereits eine Solarthermieanlage zur Unterstützung der Warmwasserbereitung integriert, die dann gleich mitinstalliert wird. Durch die kostenlose Sonnenenergie sparst du rund 60 Prozent der für die Brauchwassererwärmung erforderliche Energie ein. Du kannst auch Holzheizungen, Wärmepumpen und Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) sowie Brennstoffzellenheizungen zur gleichzeitigen Produktion von Wärme und Strom leasen.

funktioniert-heizung-net4energy

Wie funktioniert das Heizungsmieten für Privatleute?

Wenn du eine Heizung mieten möchtest, frag bei deinem Energieversorger vor Ort nach, ob er dieses Geschäftsmodell anbietet. Oder du erkundigst dich beim Heizungsinstallateur, welche Hersteller bekannt sind, die Heizungen vermieten. Auch im Internet kannst du fündig werden und nach Herstellern, Planungsbüros und spezialisierten Dienstleistern suchen.

Sobald du einen Contractingpartner gefunden hast, schließt du mit ihm einen Servicevertrag ab. Gemeinsam wählt ihr dann die passende Heizungsanlage aus. Er wird dich entsprechend beraten und auf deine individuellen Bedürfnisse und Wünsche eingehen. Anschließend wird ein Heizungsfachbetrieb in der Nähe ausgesucht. Dieser arbeitet mit deinem Contractor, montiert deine neue Anlage, nimmt sie in Betrieb und führt meistens auch über die Länge der Vertragslaufzeit die Wartungen durch.

Das Heizungsvermieten an Privatleute ist oft eine Gemeinschaftsaktion von Stadtwerken in Zusammenarbeit mit den jeweiligen regionalen Handwerksbetrieben wie Heizungsinstallateuren, Schornsteinfegern und Solartechnikern. Für Hersteller und Planungsbüros ist es ein weiteres Geschäftsmodell, um Kunden zu gewinnen.

Lade dir jetzt den ultimativen Guide zum Thema Heizung herunter

jetzt kaufen

privatleute-heizung-net4energy

Was ist das Besondere am Wärmecontracting?

Die neue Heizungsanlage gehört zu 100 Prozent dem Vertragspartner, zum Beispiel den Stadtwerken, die die Kosten für Ein- und Ausbau übernehmen. Das Stadtwerk plant die neue Heizung ganz nach deinen Bedürfnissen und stimmt sie auf die baulichen Eigenschaften und Erfordernisse deines Hauses ab. Bei einer Heizungsmodernisierung baut das Stadtwerk deine alte Heizung aus und entsorgt sie fachmännisch. Anschließend wird die neue Heizanlage samt neuem Kessel und gegebenenfalls neuem Heizkreislauf montiert. All das ist passiert für dich ohne Risiko, denn du zahlst nur eine monatliche Miete für die Nutzung der neuen Heizungsanlage und für die Energie, die du verheizt.

Wenn dein Mietvertrag nach beispielsweise 15 Jahren ausläuft, hast du die Möglichkeit, den Vertrag zu beenden und die Heizung ausbauen zu lassen. Das kostet dich keinen Cent, denn die Heizung gehört ja den Stadtwerken. Du kannst aber auch die Heizung zum Restwert übernehmen. Eine weitere Möglichkeit ist, einen Vertrag für eine neue Heizung abzuschließen. So bist du wieder auf dem aktuellen Stand der Technik. Und es ist davon auszugehen, dass in 15 Jahren neue Heizungen noch effektiver und umweltschonender sein werden als heute.

haus-verkaufen-heizung-net4energy

Du verkaufst dein Haus: Was nun?

Dann kann der neue Hauseigentümer den Vertrag zu den von dir zu Mietbeginn ausgehandelten Konditionen übernehmen. Eventuell lässt sich dein Leasingpartner auch auf die ein oder andere Vertragsanpassung ein. Das ist im Einzelfall zu prüfen. Will er das nicht, kannst du die Heizung zum aktuellen Restwert übernehmen und schlägst die Kosten auf den Verkaufspreis für das Haus auf.

heizwaerme-heizung-net4energy

Rechnet sich das Mieten von Heizwärme?

Das ist individuell verschieden und muss dementsprechend berechnet werden. Aber eines darfst du nicht vergessen: Service und Dienstleistungen haben ihren Preis. Und der kann recht hoch sein. Prüfe daher die Rahmenbedingungen und Vertragsinhalte möglichst genau. Und wenn dir etwas unklar ist, hake nach und stell Fragen. Schließlich ist es dein Geld, das im wahrsten Sinne des Wortes verheizt wird.

Beachte bitte auch, dass mit den neuen staatlichen Zuschüssen (bis zu 45 Prozent) der Kauf einer Heizung wesentlich günstiger für dich ist. Als Mieter hast du jedoch keinen Anspruch auf Fördergelder vom Staat. Wenngleich einige Leasinganbieter die Vorteile der staatlichen Förderung zumindest teilweise an ihre Vertragsnehmer weiterleiten. Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel es ihm wert ist.

Für all diejenigen, für die Komfort und Sicherheit keinen allzu großen Stellenwert haben und die eher kostenbewusst handeln, ist Heizungscontracting leider keine gute Alternative. Soll aber eine sehr alte und ineffiziente Heizung komplett ausgetauscht werden, ist das Contracting durchaus eine Möglichkeit, über die man nachdenken kann.

heizung

Der Bund der Energieverbraucher e.V. sieht das Heizungsmietkonzept beispielsweise eher kritisch. So sei es keine Ausnahme, dass Verbraucher über die Jahre addiert das Zwei- bis Dreifache des normalen Anschaffungspreises zahlen. In dem vom Verein aufgeführten Beispiel von 2017 wird von einem Stadtwerk für eine Gas-Brennwertheizung eine monatliche Zahlung von knapp 100 Euro im Monat fällig. Bei einer Laufzeit von 15 Jahren kommen somit 18.000 Euro zusammen. Das Gas zum Heizen und Warmwasserbereiten ist in diesem Beispiel extra zu zahlen. Die Anschaffungskosten inklusive Montage der neuen Heizung betragen in Eigenregie laut Verband rund 5.000 Euro.

7 Contracting-Vorteile aus Privatkunden-Sicht

Keine Eigeninvestition
Bequemlichkeit und Komfort
Fachliche Kompetenz
Zeitersparnis durch umfassenden Service
Moderne Anlage
Nutzung regenerativer Energien

Ist der Heizungskauf ein Auslaufmodell und mieten wir in Zukunft die Heizung?

Je älter deine aktuelle Heizung ist, umso größer ist das Einsparpotenzial und desto mehr kannst du durch die Anschaffung einer vergleichbaren neuen Heizungsanlage an Betriebs- bzw. Heizkosten einsparen. Der Kauf einer neuen Heizung ist eine wichtige Maßnahme, die für die Familienkasse eine hohe und einmalige Belastung bedeutet – ähnlich wie die Anschaffung eines neuen Autos oder einer neuen Möbelausstattung. Und die Höhe solcher Ausgaben sind durchaus vergleichbar.

Je nach Art des Objekts und der erforderlichen Heizungsanlage können diese Kosten zwischen 7.000 und 30.000 Euro betragen. Für ein Einfamilienhaus beispielsweise bewegen sich die Preise für eine neue Gas-Brennwertheizung mit Solarthermieanlage zur Unterstützung der Warmwasserbereitung im Schnitt zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Soll die Solaranlage die Heizung unterstützen, dann kann das durchaus etwa 12.000 bis 18.000 Euro kosten. Wobei die Gas-Brennwerttechnik zur günstigen Heiztechnik zählt. Für Wärmepumpe oder gar Mini-BHKW oder Brennstoffzellenheizung musst du wesentlich mehr ausgeben.

hohe-ausgaben-vermeiden-heizung-net4energy

Hohe Ausgaben vermeiden und Geld sparen: Geht das?

Gerade das Budget junger Familien oder auch Rentnerhaushalte ist auf die höher ausfallenden Kosten meist nicht eingestellt. Viele Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern scheuen daher die hohen Anschaffungskosten einer neuen Heizungsanlage und schieben die Heizungssanierung weiter hinaus, statt die Kosten- und Leistungsvorteile eines neuen, effizienten Wärmeerzeugers zu nutzen.

Aber wo steht geschrieben, dass du eine Heizungsanlage unbedingt kaufen musst? Die Technik einer Heizung verliert doch über die Zeit hinweg genauso an Wert wie ein Auto. Gerade dort ist Leasing gang und gäbe. So können sich viele ein Fahrzeug leisten, das stets die neueste Antriebstechnik besitzt.

Mit Wärmecontracting kannst du sofort durchstarten

Je älter deine Heizung ist, umso höher sind die Einsparpotenziale, die sich im Rahmen einer Heizungssanierung für dich ergeben. Aber wann ist es an der Zeit zu handeln? Das Alter ist schon einmal ein guter Ansatzpunkt. Ist deine Heizung älter als 20 Jahre, tut sie zwar meist nach wie vor zuverlässig ihre Dienste. Ein Blick auf die Verbrauchs- und Abgaswerte zeigt jedoch, dass deine alte Heizung schwächelt. Wird die Heizungsanlage immer unzuverlässiger, ist es an der Zeit, etwas zu unternehmen. Werden dann noch hohe Wärmeverluste ermittelt, kommst du allein aus wirtschaftlicher Sicht um einen Austausch nicht mehr herum.

Wenn du eine moderne Heizung mietest, anstatt diese zu kaufen, kannst du ohne hohe Ausgaben schnell von den Vorzügen effizienter Heizungstechnik profitieren. Und das zu moderaten Monatsmieten. Es gibt bereits Angebote von 70 bis 100 Euro, allerdings kommen dann die Verbrauchskosten noch dazu. Ein großer Energieversorger bietet quasi ein All-in-One-Paket an, das für knapp 250 Euro im Monat erhältlich ist. Dort ist alles dabei, was mit der sicheren Wärmeversorgung und dem zuverlässigen Heizungsbetrieb zusammenhängt.

heizung
Übrigens, je niedriger deine Contracting-Rate ist, desto höher ist nach Ablauf der 10 bis 15 Jahre Mietzeit der Rückkaufwert deiner Heizungsanlage.
alles-mieten-heizung-net4energy

Mieten kannst du eigentlich so gut wie alles

Dir steht die ganze Welt moderner, nachhaltiger Heizungstechnik zur Verfügung: Gasbrennwerttechnik, Wärmepumpe oder Holzpelletheizung. Falls du gleichzeitig Strom und Wärme produzieren möchtest, ist auch das kein Problem, denn selbst Mini-Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellenheizungen kannst du mieten. Und selbstverständlich eine Solarthermieanlage für die Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung. Diese Kombination ist sogar noch nachhaltiger und umweltschonender.

energieversorger-heizung-net4energy

Energieversorger und Hersteller als kompetente Ansprechpartner

Trotz dieses immensen Angebotes setzt sich die Heizungsvermietung im Wärmemarkt nur mit sehr kleinen Schritten durch. Das Interesse ist aktuell äußerst gering. Vor allem Stadtwerke und große Energieversorger haben dieses Geschäftsmodells für sich entdeckt und bewerben es fleißig. Im Segment „Privatkunden“ bieten sie meist die Modernisierung von Erdgasheizungen an.

Die Risiken und der Aufwand dieser Serviceleistungen ist für die Energieversorger eher gering. Vorteilhaft ist für sie außerdem, dass durch die vertragliche Bindung eine lange Kundenbeziehung aufgebaut wird. Stadtwerke und Heizungscontractor bieten dazu vielfältige Vertragsformen an. Eigentümern von Ein- und Mehrfamilienhäusern wird es so inzwischen relativ einfach gemacht, ein Konzept aufzugreifen, das ursprünglich Kommunen, Wohnungsgenossenschaften sowie Gewerbe und Industrie vorbehalten war: Wärmecontracting.

Das Heizungsmieten, Heizungsleasing, Heizungscontracting oder Wärmecontracting ist sowohl für Bestandsimmobilien als auch für den Neubau interessant. Am Ende steht in jedem Fall immer eine effiziente, ökologisch sinnvolle Heizungsanlage, die auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Ob aus Sicht des Kunden auch wirtschaftlich sinnvoll, zeigt sich im Einzelfall.

Diese Vorteile bietet dir das Mieten einer Heizung

Grundsätzlich ist das Mieten einer Heizungsanlage unkompliziert und ohne hohe Investitionen möglich. Der Vermieter kümmert sich um die Planung, die Montage, den ordnungsgemäßen Betrieb, die Wartung und die Inspektion. Außerdem ist er dafür verantwortlich, dass deine Heizung bei einer Störung schnell wieder läuft. Eigens dafür gibt es den 24-Stunden-Not- oder Stördienst – und das 365 Tage im Jahr.

Eine Heizung zu mieten bringt dir viele unübersehbare Vorteile. Wenn du bei dem Austausch deiner alten Heizung und dem Betrieb der neuen Heizung nicht involviert sein möchtest, dann ist das Wärmecontracting für dich ideal. Ältere Hausbesitzer greifen besonders auf sogenannte „rundum-sorglos-Pakete“ zurück. Und zugegebenermaßen, praktisch das Wärmecontracting in jedem Fall. Schließlich ist der eigene Aufwand eher gering, denn ein Heizungscontracting-Vertrag umfasst in der Regel alle Leistungen rund um die komplette Heizungsanlage.

Heizungscontracting im Überblick

Fachberatung, Auswahl des passenden Heizsystem mit dem Kunden und Planung
Finanzierung
professionelle Demontage und Entsorgung der Altanlage
Bauüberwachung, Installation und Inbetriebnahme der neuen Heizanlage
Wärmelieferung

Betrieb, Wartung, Instandsetzung und 24-Stunden-Stördienst

Übernahme der Schornsteinfegerkosten

Austausch, falls der Komplettausfall eintreten sollte

Heizkostenabrechnung

Für Großkunden oder Hausbesitzer gleichermaßen sind folgende Punkte sehr wichtig:

garantiert zuverlässige Heizungsanlage mit transparenten und planbaren Kosten
möglichst fixe Energiepreise
rundum Reparaturservice sowie Austausch bei Komplettausfall
Auslagerung des wirtschaftlichen und des technischen Risikos des Heizanlagenbetriebs
bequemer-service-heizung-net4energy

Bequemer Service oder teure Alternative?

Auf den ersten Blick ist Wärmecontracting eine großartige Sache, auch für Privatpersonen. Aber du musst dir stets im Klaren darüber sein, dass Wärmecontracting nichts anderes ist als eine umfassende Dienstleistung, die Kosten mit sich bringt. Nicht selten stellt sich beim Nachrechnen heraus, dass das Mieten der Heizungsanlage im Vergleich zur Eigenfinanzierung 2 bis 3mal so teurer ist. Diese Ansicht vertreten nahezu alle Verbraucherverbände. Ähnlich äußern sich auch Heizungsmieter in entsprechenden Onlineforen.

Nachteile des Wärmecontractings

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Das ist beim Mieten einer Heizung nicht anders. Selbst wenn die Monatsmieten niedrig ausfallen, dürften die Kredite der KfW günstiger sein. Und auch hier zahlst du in Monatsraten zurück. Allerdings gibt es vom Staat aktuell nicht nur günstige Kredite, sondern auch Zuschüsse bis zu 45 Prozent für den Heizungsaustausch. Diese Förderungsmöglichkeiten hast du beim Heizungsmieten in der Regel nicht. Aufgrund des aktuellen Zinsniveaus sind auch normale Bank-Ratenkredite günstiger als die Miete für das Wärmecontracting.

hohe-kosten-heizung-net4energy

Klarer Nachteil des Heizungsmietens: Hohe Kosten

Hast du dich für das Heizungsmieten entschieden, kommt vor dem Einbau erst noch der Vertragsabschluss. Und hier ist Vorsicht geboten. Denn jeder Anbieter hat seine eigenen Konditionen und Klauseln. Oft sind diese Verträge unverständlich bzw. kompliziert geschrieben. Du kommst daher nicht umhin, den Vertrag äußerst sorgfältig zu lesen. Hast du etwas Entscheidendes übersehen, bist du daran schlimmstenfalls 10 bis 15 Jahre gebunden.

Achte auf bestimmte Formulierungen wie „auf Wunsch“ oder „optional“, dies bedeutet nicht etwa kostenlos, sondern eine weitere Dienstleistung, die du zusätzlich bezahlst. Wenn dir also etwas unklar ist, frage nach und lass es dir genau erklären. Wenn es sein muss, frage ein zweites Mal nach, bis dir der entsprechende Sachverhalt klar ist.

Die Preisanpassungsklausel ist dann für dich wichtig, wenn du vom Contractor auch die Energie beziehst. Sie bedeutet, dass du bei steigenden Energiepreisen entsprechend mehr zahlen musst. Nach unten, bei sinkenden Preisen, wird meist nicht angepasst. Hier lohnt es sich, nachzufragen oder einen Festpreis auszumachen.

heizung

Klarer Nachteil des Heizungsmietens: Verschiedene und komplizierte Vertragsmodelle sowie lange Vertragslaufzeiten von 10 bis 15 Jahren.

Dein Weg zum Wärmecontracting: 20 Tipps für das Mieten deiner neuen Heizung

Handle nicht überstürzt. Überlege dir in aller Ruhe, mit welchem Energieträger (Gas, Umweltwärme, Holz, Kraft-Wärme-Kopplung) du in Zukunft heizen möchtest.
Denke darüber nach, was alles vom Contractingpartner übernommen werden soll. Das ist zum Beispiel ein Komplettpaket, alles bis auf die Energie, neue Heizung und Installation, aber nicht die Wartung etc.
Informiere dich im Internet, welche Firmen Wärmecontracting anbieten.
Frag bei örtlichen Heizungsbauern, den Stadtwerken und Energieversorgern an, ob sie Wärmecontracting anbieten.
Hol dir möglichst viele Angebote ein (wir empfehlen an dieser Stelle mindestens 3), denn die Unterschiede hinsichtlich Preis-Leistung sind teilweise recht groß.
Lass dich stets ausführlich beraten. Der Zeitaufwand lohnt sich und hilft dir, Geld zu sparen.
Frage genau nach, was alles in deinem Angebot enthalten ist. Egal, ob es im Vertrag steht oder nicht. Habe keine Angst, nachzufragen!
Lass dich nicht zum Vertragsabschluss drängen, sondern verarbeite und prüfe die Informationen und Konditionen daheim nochmals in aller Ruhe.
Falls du jemanden kennst, der bereits eine Heizung gemietet hat, setzt dich mit ihm zusammen und frage nach seinen Erfahrungen.
Lies den Vertrag gründlich durch. Auch das Kleingedruckte.
Achte darauf, wie die Preise für die Energielieferung (meist Gas) geregelt sind. Gibt es einen Festpreis, eine Flatrate oder eine Preisanpassung?

Prüfe, ob im Leistungsumfang auch wirklich alle Kosten rund um die Heizung inbegriffen sind. Dazu zählen:

  • Beratung und Planung
  • Demontage der Altanlage
  • Montage der Neuanlage
  • Heizleistung der Anlage (in Kilowatt)
  • Wartung und Reparaturen
  • Kosten für den Schornsteinfeger
  • 24h-Stördienst
  • Ersatz bei Totalausfall
  • Eventuell Energiekosten
Falls du von einer Ölheizung auf Gas umsteigen möchtest, frage unbedingt nach, ob Abbau und Entsorgung des Öltanks in den Kosten für „Demontage der Altanlage“ enthalten sind. Denn in der Regel ist dem nicht so.
Die neue Heizung gehört zwar deinem Contracting-Partner, steht aber in deinem Haus bzw. Heizungskeller. Es sollte deswegen eine Miete für den entsprechenden Aufstellraum vereinbart werden. Die Mietkosten sollten nicht überzogen hoch sein, aber im Vertrag festgehalten oder bereits beim Wärmepreis berücksichtigt werden.
Rein rechtlich gesehen ist deine neue Heizung ein wesentlicher Teil des Grundstücks und geht somit in dein Eigentum über und wird mit dem Einbau ein wesentlicher Bestandteil des Grundstücks. Weil er die Heizungsanlage bezahlt hat, will sich der Contractor das Eigentum daran sichern. Es kann also sein, dass eine Grunddienstbarkeit im Grundbuch eintragen wird. Weil eine Grunddienstbarkeit aber kein zwingend erforderlicher Bestandteil eines Contracting-Vertrages ist, solltest du dies möglichst ablehnen. Denn durch die Eintragung räumst du Dritten (Contractor) ein Mitbenutzungsrecht ein. Aber mehr noch: Der Grundbucheintrag einer Grunddienstbarkeit ist nach § 96 Bürgerliches Gesetzbuch dauerhaft an die Immobilie gebunden. Beim Verkauf des Hauses muss der neue Eigentümer daher die Vereinbarung akzeptieren. Das mindert natürlich den Marktwert deiner Immobilie.
Überprüfe, ob der Vertrag eine Frist beinhaltet, innerhalb der eine Wärmelieferunterbrechung behoben werden muss und ob bei Nichteinhaltung eine Entschädigung vorgesehen ist. Auch das Vorgehen bei einer Versorgungsstörung sollte geregelt sein.
Erkundige dich, was nach Vertragsabschluss mit der Heizungsanlage passiert. Dieser Punkt wird von Vertrag zu Vertrag anders geregelt. Es gibt die Möglichkeit, die Heizung zum Restwert zu kaufen, die Heizung abbauen zu lassen oder den Vertrag zu beenden. Auch eine Vertragsverlängerung wäre denkbar oder als bessere Alternative: Neuer Vertrag, neue Heizung.
Achte auf die Vertragslaufzeit. In der Regel werden Vertragslaufzeiten von 10 und 15 Jahren angeboten, obwohl die zulässige Vertragslaufzeit nach geltendem Recht maximal 10 Jahre betragen darf. Dennoch ist es gesetzeskonform, dass der Contractor um weitere 5 Jahre verlängert. Dies geht aber nur, wenn du den „alten“ Zehnjahresvertrag nicht mit einer Frist von 9 Monaten vor Ablauf kündigst. Will dein Versorger eine Vertragslaufzeit von 15 Jahren, so soll er dir finanziell entgegenkommen.
Verpasse nicht den Kündigungstermin deines Mietvertrages (9 Monate vor Ablauf), denn oft steht im Leasingvertrag, dass sich das Mietverhältnis um weitere 5 Jahre verlängert. Das gilt auch für Verträge mit 15 Jahren Laufzeit.
Auch wenn es aktuell für dich kein Thema ist, kläre ab, was mit dem Mietvertrag bzw. der Heizung passiert, solltest du das Haus während der Laufzeit verkaufen. Viele Contractor legen vertraglich fest, dass der Contracting-Vertrag vom Käufer zu übernehmen ist. Achte daher darauf, dass dies lediglich als Option im Vertrag steht, nicht aber als Verpflichtung. Eine mögliche Variante wäre, dem Contractor einen angemessenen Restwert für das vorzeitige Vertragsende zu zahlen.
heizung
Übrigens, der Contractor ist gemäß § 32 Abs. 1 AVBFernwärmeV bei 15-Jahresverträgen immer dazu verpflichtet, dir 2 Angebote - über eine Laufzeit von 10 Jahren und eines über 15 Jahre - zu unterbreiten. Besteht diese Wahlmöglichkeit nachweisbar nicht, kannst du den Vertrag jederzeit kündigen.

Wie hoch ist eine Heizungsmiete?

Du kannst dir vom Heizungsfachbetrieb vor Ort oder in der Nähe ein individuelles Angebot erstellen lassen. Dieser leitet es dann erst einmal an die entsprechende Abteilung des Energieversorgers oder der Stadtwerke weiter. Dort wird es geprüft und anschließend ein entsprechendes Heizungscontractingangebot erstellt.

Wenngleich das Mieten einer Heizung für Ein- und Mehrfamilienhäusern bereits seit über 15 Jahren angeboten wird, ist es nicht einfach, aussagekräftige Berechnungsbeispiele zu erstellen. Grund dafür sind zu viele individuelle Parameter die unterschiedlichen Angebotsvarianten. So unterscheiden sich die Preise der verschieden Heizsysteme je nach Modell, Hersteller und Anbieter. Die Brennstoffkosten für Gas und Öl unterliegen teilweise großen Schwankungen und differieren je nach Energieversorger. Selbst die Preise für Reparatur- und Wartung sind von Installateur zu Installateur anders. Gleiches gilt für die Wärmecontractingangebote.

Hinzu kommt, dass der Markt derzeit stagniert. Niedrige Bankzinsen und sehr hohe staatliche Förderungen in Form von Zuschüssen oder Steuerermäßigung machen die Heizungsmodernisierung auf eigene Kosten seit Januar 2020 sehr attraktiv. Möchtest du auf Erneuerbaren Energien verzichten, erhältst du keinen Zuschuss. Geld vom Staat gibt es nur für Heizsysteme, die entweder ausschließlich Erneuerbare Energie nutzen oder für Öl- oder Gas-Brennwerttechnik in Kombination mit Sonnenenergie oder Umweltwärme einsetzen. Allerdings gibt es die Förderung nicht für die Brennwerttechnik, sondern ausschließlich für die Solarthermieanlage zur Brauchwarmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung.

Wer sich für das Mieten einer Heizung entscheidet, kann sich an den nachfolgenden Beispielen orientieren.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass in den meisten Heizungsmietangeboten die Kosten für Schornsteinfeger, Wartung und Service recht hoch veranschlagt werden. In den Kostenvergleichen (Eigenregie vs. Mieten) fehlt zudem der staatliche Zuschuss, der mittlerweile 20 bis 45 Prozent der Gesamtkosten ausmachen kann.

Einige Energieversorger und Hersteller bieten jedoch selbst Heizungsförderungen in Form von Zuschüssen an. So bewirbt beispielsweise Nürnberg ein CO2-Minderungsprogramm, durch das Zuschüsse in Höhe von bis zu 1.800 Euro möglich sind. Diese setzt sich aus der Kombination aus Zuschüssen des Energieversorgers und des Geräteherstellers zusammen. Das hat aber mit der staatlichen Förderung nichts zu tun, sondern ist eher ein Rabatt, der gewährt wird.

kostenorientierung-heizung-net4energy

Online Angebote zur Kostenorientierung

Wenn du etwas genauer wissen möchtest, welche Kosten beim Wärmecontracting oder Heizungsmieten auf dich zukommen, kannst du dir auf den Onlineportalen der Stadtwerke, Energieversorger, Hersteller oder Planungsbüros ein unverbindliches Kostenangebot einholen. Dort gibst du unter anderem ein, mit welcher Energie und welchem Heizsystem du heizen möchtest. Außerdem machst du Angaben zum Gebäude, der Personenanzahl, die im Haus leben und somit Wärme verbrauchen. Die geforderten Daten variieren je nach Onlineformular. In relativ kurzer Zeit erhältst du dann ein Angebot. Es gibt aber auch Websites von Energieversorgern. Dabei genügen 2 bis 3 Angaben aufgrund derer du sofort ein überschlägiges Ergebnis mit Kostenangaben erhältst.

heizungstechnik-heizung-net4energy

Ist die Heizungstechnik aktuell?

Ja, immer. Du erhältst hochwertige Geräte nach neuestem Stand der Technik. Auch wenn Energieversorger meist Gas-Brennwerttechnik anbieten, so bekommst du ebenfalls Wärmepumpen, Mini-Blockheizkraftwerke und sogar das wohl modernste Heizsystem: Die Brennstoffzellenheizung. Auch hinsichtlich Service und Versorgungssicherheit können die Energieversorger punkten. Lediglich bei den monatlichen Mietpreisen solltest immer ganz genau hinschauen. Aber egal, wofür du dich entscheidest: Du kannst davon ausgehen, dass dir eine hochmoderne, effiziente Heizung in den Keller gestellt wird, mit der du nachhaltig und umweltschonend heizt. Zudem reduzierst du in jedem Fall deine Energiekosten und den CO2-Ausstoß.

Fazit

Eine moderne Heizung für dein Haus ist eine kluge Entscheidung, denn das Energiesparpotential ist teilweise enorm. Den Energieverbrauch und dadurch deine jährlichen Heizkosten kannst du um bis zu 30 Prozent senken. Deine neue Heizung bietet eine bessere Umwelt- und Klimaverträglichkeit, denn du reduzierst die CO2-Emissionen im Vergleich zu deiner bisherigen Heizanlage wesentlich.

Die Wahrscheinlichkeit, dass deine alte Heizung mitten im Winter plötzlich ausfällt und hohe Reparaturkosten anfallen ist recht groß. Mit einem neuen Wärmeerzeuger geht dieses Risiko quasi gegen Null. Neu bedeutet also auch, dass das Gerät weniger störanfällig ist. Außerdem sind die Wartungskosten bei neuen Heizsystemen niedriger oder werden beim Wärme-Contracting je nach Vertrag von deinem Vertragspartner übernommen.

erneuerbare-energie-heizung-net4energy

Heizungssteuerung per App

Früher hatte die Heizung einen Ein- und Ausschalter. Heute bietet dir die Heizungstechnik eine intuitive Regelung, damit du den Energiebedarf an deine individuellen Bedürfnisse anpassen kannst. Du kannst deinen neuen Heizkessel beispielsweise online über das Smartphone steuern und Einstellungen vornehmen.

Heizen mit erneuerbarer Energie

Selbstverständlich kannst du auch auf erneuerbare Energien umsteigen oder diese einbeziehen. Mit Wärmepumpen nutzt du kostenlose Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Mit Holzpellet heizt du CO2-neutral und setzt dazu heimische Holzabfälle ein. Falls du gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen möchtest, dann entscheide dich für ein Mini-Blockheizkraftwerk oder eine Brennstoffzellenheizung. Mit einer Hybridheizung kannst du die Vorteile Erneuerbarer Energien mit klassischer Heiztechnik kombinieren. Der Heizungsmarkt hält für alle Bedürfnisse die passenden Geräte bereit. Um noch mehr Energie zu sparen, kannst du alle Systeme mit Solarthermieanlagen koppeln; zur Warmwasserbereitung oder auch zur Heizungsunterstützung.

kosten-abdecken-heizung-net4energy

Bis zu 50 Prozent der Kosten deckt der Staat ab

Die Bundesregierung hat ihre Förderung neu strukturiert und die Fördersätze teilweise angehoben. Mit der seit Januar 2021 geltenden Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) übernimmt der Staat beim Heizungstausch bis zu 50 Prozent der anfallenden Kosten. Dazu zählen alle Maßnahmen, die erforderlich sind, damit deine Heizung betrieben werden kann. Wobei es egal ist, ob du deine Heizung kaufst oder über eine KfW-Kredit finanzierst, der Zuschussbetrag ist stets gleich hoch. Dank dieser Förderung schmerzt der finanzielle Einsatz wesentlich weniger. Somit ist es den meisten möglich, sich für eine neue zukunftsfähige Heizung zu entscheiden. Als Heizungsmieter hast du allerdings keinen Anspruch auf Geld vom Staat. Die Zuschüsse bekommt der Heizungsvermieter. Einige geben diese jedoch zumindest teilweise an den Mieter weiter.

Kaufen oder Mieten?

Wärme-Contracting ist eine umfassende, aber doch auch recht teure Dienstleistung. Nimmst du alles selbst in die Hand und nutzt zusätzlich die staatliche Förderung, kannst du auf lange Sicht gesehen sehr viel Geld sparen. Wenn für dich jedoch Komfort und Sicherheit sowie die Dienstleistung deines Contracting-Partners mehr zählen, dann ist das Mieten einer hochwertigen und umweltschonenden Heizungsanlage genau das Richtige. Wenn du dir aktuell den Kauf und die Installation einer neuen Heizung nicht leisten kannst, dann ist Wärme-Contracting ebenfalls eine Alternative. Hinsichtlich modernster Technik, Komfort, Versorgungssicherheit und Rundumschutz bist du hier sicher gut aufgehoben. Gleiches gilt für Beratung, Planung und Umsetzung des Projektes.

Unabhängig davon, ob du deine neue Heizung kaufst oder mietest, absoluter Gewinner ist die Umwelt. Sie profitiert in jedem Fall sofort durch den verminderten Schadstoffausstoß.

Wenn deine Familie und Freunde sich ebenfalls überlegen, eine neue Heizung in den Keller zu stellen, dann kannst du gern dieses E-Book mit ihnen online teilen. Schließlich spielt die richtige Wahl des Heizsystems und das damit verbundene nachhaltige Heizen eine große Rolle für den Umweltschutz.

eleni-tsoukanta-ux-designerin-net4energy-1080x1080
Eleni Tsoukanta
Dein Energiewende Guide

Hallo, mein Name ist Eleni Tsoukanta, UX-Designerin, Marketeer und eine von Natur aus neugierige Person. Ich bin immer bestrebt neue Dinge zu lernen und mich und die Umwelt zu verbessern. Ich bin für dich da, um meine Begeisterung und mein Wissen über die Energiewende und insbesondere über intelligentes Heizen zu teilen. Ich habe beschlossen mich ausführlich mit diesem Thema Heizen zu befassen und alle Informationen mit dir zu teilen. Erfahre alles über zukünftige Trends, Funktionen und Vorteile der Verwendung bestimmter Produkte, Kosten und wie du den Kauf der richtigen Ausrüstung für dich und deine Bedürfnisse organisieren kannst. Das Thema Heizen betrifft uns alle und es gibt etliche Fragestellungen mit den man sich auseinandersetzen sollte. Nebenbei kannst du einen Beitrag zur Umwelt leisten.

Schau dir gerne alle meine Beiträge zum intelligenten Heizen in unserem Magazin an.