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Intelligente Heizungssteuerung

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

10.02.2021

Letztes Update

03.12.2021

Intelligente Heizungssteuerung

Aktuell verbringen wir viel Zeit daheim. Mal in Bewegung, mal sitzend. Mal schwitzend, dann fröstelnd. Ständig manuelles Anpassen der Heizung. Das ist lästig. Es geht auch bequemer.

Inhalt des Blogartikels

Intelligente Heizungssteuerung: Eine kurze Übersicht über smartes Heizen

Beim Thema intelligente Heizungssteuerung wird von den in der Regel vorhandenen manuellen Thermostaten auf moderne Heizkörperthermostate und Steuerungssysteme gewechselt. Aber welche Arten sind auf dem Markt erhältlich und worin unterscheiden sie sich? Was ist für dich persönlich umsetzbar? Um die verschiedenen intelligenten Heizungssteuerungen geht es in diesem Artikel.

 

Welche Arten intelligenter Heizungssteuerung gibt es?

An klassischen mechanischen Drehthermostaten kannst du mit der Hand am Heizkörper deine Wunschtemperatur einstellen. Damit das funktioniert, sorgt es dafür, dass je nach Temperatur im Raum mehr oder weniger Heizungswasser in den Heizkörper strömt.

Intelligente Heizungsthermostate hingegen können weitaus mehr. Je nach Ausführung kannst du die Temperatur von überall aus regeln, Zeitpläne eingeben, den Wetterbericht oder offene Fenster berücksichtigen, den aktuellen Stromverbrauch anschauen und völlig entspannt per App oder Spracheinstellungen ändern. Durch das Steuern der Heizung kannst du also nachhaltig Heizkosten sparen.

Drehthermostate gibt es bereits ab 4 Euro. Programmierbare beziehungsweise digitale Thermostate kannst du 2021 schon für unter 10 Euro kaufen. Sie verfügen aber über relativ wenig Einstellmöglichkeiten.

Ausführungen mit App- oder Sprachsteuerung bekommst du schon ab etwa 20 Euro. Spitzengeräte werden ab etwa 30 Euro aufwärts angeboten. Allen gemein ist die einfache Montage. Du musst lediglich das alte Thermostat abschrauben und das smarte aufschrauben. Diese intelligenten Heizungsregler-Varianten gibt es:

  • Programmierbare Heizkörperthermostate
  • Bluetooth-Heizkörperthermostate
  • WLAN-Heizkörperthermostate
  • Funk-Heizkörperthermostate

Programmierbare Heizkörperthermostate

Vor allem in Mehrfamilienhäusern wird das Herunterfahren der Heizung – Nachtabsenkung – dem Lebensrhythmus der Bewohner nicht gerecht. Nachtmenschen oder Schichtarbeiter müssen teure Heizalternativen nutzen, während Mitbewohner, die früh zu Bett gehen, sich über die Energieersparnis freuen.

Mit programmierbaren Thermostatventilen kannst du in allen Wohnungen und Zimmern die Heizleistung optimal an die individuellen Wärmebedürfnisse anpassen. Ein solches digitales Thermostat bietet meist alle wichtigen Funktionen wie Einstellung der Temperatur für jedes Zimmer, individuelle Heizpläne für jeden Wochentag, Fenster-offen-Erkennung, Kindersicherung und oft auch ein Kalkschutzprogramm. 

Bei vielen Herstellern sind bestimmte Szenarien bereits vorprogrammiert. Einstellungen kannst du nur direkt am Thermostat einstellen. Wichtig ist daher, dass das Display gut lesbar ist und sich die Drucktasten einfach bedienen lassen. Die Energieersparnis ergibt sich, weil deine Heizung nur noch dann in Betrieb ist, wenn du sie benötigst.

Für einfachen Komfort sorgt die Tatsache, dass dir die batteriebetriebenen Thermostate das lästige manuelle Aufdrehen an jedem einzelnen Heizkörper abnimmt. Allerdings musst du zuvor für jeden einzelnen Heizkörper manuell die gewünschten Einstellungen vornehmen. Es kann auch passieren, dass nach dem Batteriewechsel alle Einstellungen gelöscht sind. Die Haltbarkeit der Batterie liegt zwischen sechs Monaten und zwei Jahren.

Bluetooth-Heizungssteuerung

Hierbei handelt es sich bereits um eine smarte Lösung. Ganz bequem vom Sofa aus managst du deine Heizung über das Smartphone. Von den Funktionen und der Optik her unterscheiden sich Bluetooth-Heizkörperthermostate nicht wesentlich von den programmierbaren. Neben der Funksteuerung über das Smartphone ist ein wichtiger Vorteil, dass du über die mitgelieferte App alle Einstellungen und spätere Änderungen schnell und einfach mit deinem Handy oder Tablet vornehmen kannst. Du kannst beispielsweise 5 Thermostate pro Raum und insgesamt 10 Räume kontrollieren. Deine Zeitpläne und sonstigen Einstellungen werden auch nicht durch den Batteriewechsel gelöscht, weil sie auf deinem Smartphone gespeichert sind. Kleiner Nachteil dieser Heizungssteuerung ist die geringe Reichweite. Wände oder massive Möbelstücke können zu Übertragungsstörungen führen. Die Integration von Bluetooth-Heizkörperthermostaten in ein Smart Home-System ist in der Regel nicht möglich.

WLAN-Heizungssteuerung

Diese Version bietet dir den meisten Komfort, von der unschlagbaren Reichweite mal abgesehen. Egal, wo auf der Welt du dich gerade aufhältst, dank App und Smartphone hast du deine Heizung stets voll im Griff und kannst sie überwachen und regeln. Über GPS-Ortung erkennt das Thermostat, wie weit du auf dem Weg nach Hause – von der Arbeit oder dem Urlaub – entfernt bist und fährt automatisch die Heizung rechtzeitig hoch, damit es bei Ankunft gemütlich warm ist. Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten kannst du den aktuellen Wetterbericht in deine Zeitpläne aufnehmen. Zudem ist ein WLAN-Thermostat lernfähig. So stellt es sich auf das Bewohnerverhalten ein und wird genau dann und dort aktiv, wenn es nötig ist. Allerdings ist es mit den Thermostaten allein nicht getan. Du benötigst ein Gateway (Bridge, Hub), um die Verbindung zum Internet-Router herzustellen. Einfache Startersets bestehen aus zwei Heizkörperthermostaten und einem Gateway. Die Kosten liegen etwa bei 150 bis 200 Euro.

Funk-Heizungssteuerung

Über ein Wandthermostat, das gleichzeitig auch Zentrale ist, kommunizieren die einzelnen Heizkörper miteinander. Du kannst für alle Heizkörper, die im Haus angebracht sind, all die Funktionen steuern, die Bluetooth-Thermostate anbieten: Individuelle Temperatureinstellung, Zeitpläne vorgeben, etc. Es gibt auch Funk-Heizungssteuerung mit WLAN-fähiger Zentrale und Touchscreen-Display.

 

Einbindung in ein Smart Home-System

Es gibt ebenfalls spezielle Thermostate, die in das kabelgebundene Smart Home eingebunden werden können. Allerdings sind diese meist sehr teuer. Außerdem brauchst du zusätzlich einen Logikserver, um die Heizungsautomatisierung einzurichten.

 

Auch smart: Staatliche Förderung

Ab Januar 2021 werden mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung („Efficiency Smart Home“) eigenständig förderfähig. Gefördert werden beispielsweise Smart Meter, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Anschaffung, die notwendigen Elektroarbeiten und Einregulierungen. Bis zu 20 Prozent der Kosten dieser Einzelmaßnahmen werden übernommen.

Alternativ kannst du ab 2021 die Kosten für deine smarte Heizungssteuerung auch in der Einkommenssteuererklärung geltend machen. Im Einkommenssteuergesetz fallen smarte Thermostate unter die Kategorie „digitale Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung“.

 

Intelligente Heizungssteuerung: Mehr Komfort und Nachhaltigkeit in Einem

Für welche Art der intelligenten Heizungssysteme du dich letztlich entscheidest, ist eher Geschmackssache und eine Frage des Komforts. Durch smartes Heizen

  • leistest du auf einfache Weise einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz
  • senkst du deine Heizkosten
  • kannst du bequem von unterwegs die Raumtemperatur steuern
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