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Heizung im Altbau erneuern: Das gibt’s zu beachten

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

12.04.2022

Letztes Update

19.04.2022

Altbauten haben oft einen ganz eigenen Charme – leider aber meist auch hohe Heizkosten. Wenn du deine Heizung im Altbau erneuerst, kannst du viel Energie und Geld sparen. Erfahre hier, warum sich das lohnt!

Inhalt des Blogartikels

Darum solltest du deine Heizung im Altbau erneuern

Mit einem neuen Wärmeerzeuger kannst du nicht nur Energie sparen und einfacher Wärme erzeugen. Es gibt mehr als einen guten Grund, deine Heizung im Altbau zu erneuern:

Beitrag zum Klimaschutz

Eines haben alle unsanierten Altbauten mit veralteten Heizungen gemein: Sie belasten durch den hohen Energieverbrauch die Umwelt. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) verursacht die Gebäudeheizung in Deutschland 20 Prozent aller CO2-Emissionen. Hierzulande ist jede vierte Heizungsanlage mindestens 25 Jahre alt und arbeitet dementsprechend nicht effizient. Dazu gehören vor allem alte Gas- und Ölheizungen.

Wenn du auf ein modernes Heizsystem mit erneuerbaren Energien setzt, profitierst du von einem wirtschaftlichen Betrieb und leistest einen Beitrag zum Klimaschutz.

Attraktive Förderung für die Anlage

Die aktuellen Förderprogramme machen den Einsatz klimafreundlicher Heizsysteme für die Kunden zusätzlich attraktiv. Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurden die bundesweiten Förderangebote in einer gemeinsamen Richtlinie zusammengefasst. Das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet attraktive Zuschüsse für einzelne Maßnahmen im Rahmen einer Sanierung der Heizungsanlage – wie den Heizungstausch oder die Heizungsoptimierung – an. Ab Juli 2021 stehen dann auch entsprechende Kreditprogramme mit Tilgungszuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung.

Verpflichtung zur Erneuerung der Heizung im Altbau

Eigentümer von Altbauten sind laut dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) teilweise sogar dazu verpflichtet, energetische Sanierungen durchzuführen. Dazu zählt auch, die Heizung im Altbau zu erneuern. Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet.

Gemäß § 72 GEG musst du Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind und eine Nennwärmeleistung von 4 bis 400 Kilowatt haben, austauschen. Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind davon nicht betroffen. Wenn du bis zum 01. Februar 2002 in deinem Ein- oder Zweifamilienhaus selbst gewohnt hast, besteht ebenfalls keine Austauschpflicht. Wechselt jedoch der Eigentümer des Gebäudes, entfällt diese Ausnahmeregel. Der neue Besitzer hat dann 2 Jahre Zeit, die alte Heizung auszutauschen.

 

Welche neue Heizung ist im Altbau sinnvoll?

Für die neue Heizung im Altbau ist eine Gas- oder Ölheizung mit Brennwerttechnik die kostengünstigste Lösung. Auf Öl solltest du zur Erzeugung von Wärme jedoch nicht setzen, da die Bundesregierung bereits für 2026 ein Verbot von Ölheizungen beschlossen hat. Gasheizungen haben sich hingegen bewährt – auch in Kombination mit erneuerbaren Energien.

Heizen mit Umweltwärme bietet sich ebenfalls an. Das gelingt die beispielsweise mithilfe einer Wärmepumpe. Mittlerweile gibt es sogar speziell für Altbauten entwickelte Geräte. Heizen mit Biomasse wie Holzpellets ist eine Alternative, wenn du ausreichend Platz für die Lagerung der Pellets hast. Eine sehr moderne, aber auch teure Lösung ist der Einsatz einer Brennstoffzellenheizung.

Eine Hybridheizung kombiniert verschiedene Wärmeerzeuger miteinander. Bei der Kombination Gasheizung mit Solar erwärmt die Solarthermie kostenlos das Trink- oder Heizungswasser. Sollte das nicht ausreichen, springt die Gasheizung ein. Das kann dann auch die alte Gasheizung sein.

Ähnlich funktioniert die Kombination aus Gasheizung und Wärmepumpe. Eine intelligente Regelung überwacht den Energieeinsatz und die entsprechenden Heizkosten. Sie wählt automatisch die Wärmequelle, die gerade am günstigsten ist.

 

Darauf solltest du achten, bevor du die Heizungsanlage erneuerst

Für die Sanierung der Heizung gibt es nicht die eine Lösung. Eventuell ist es sinnvoll, zunächst das Haus zu dämmen, um den Energiebedarf zu senken oder durch kleinere Maßnahmen die Heizung zu modernisieren. Die Auswahl an Wärmerzeugern ist groß, doch nicht jede Heizung eignet sich für deinen Altbau. Es kann auch sein, dass nicht nur der alte Heizkessel erneuert werden muss, sondern auch die komplette Wärmeverteilung inklusive der Heizkörper.

Was genau zu tun ist, kannst du nur feststellen, wenn du deinen Altbau und die zu erneuernde Heizung von einem Fachmann prüfen lässt. Wenn du eine staatliche Förderung in Anspruch nehmen möchtest, ist das auch eine Voraussetzung. Folgende Punkte solltest du dabei berücksichtigen:

●Wie ist der energetische Zustand des Altbaus insgesamt?

●Wie hoch ist der aktuelle Bedarf an Wärme?

●Ist ausreichend Platz für die neue Heizung im Altbau vorhanden?

●Kann die Heizung problemlos in den Heizungskeller transportiert werden?

●Möchtest du mit dem bisherigen Brennstoff weiter heizen?

●Ist ein Gasanschluss im Gebäude vorhanden? (falls dieser erforderlich ist)

●Wie erfolgt die Übertragung der Wärme im Haus?

●Kann das Dach eine Solaranlage tragen?

●Gibt es ausreichend Gartenfläche, um ggf. eine Sole-Wasser-Wärmepumpe zu nutzen?

●Wie viel Geld kannst du für den Kauf der Heizung ausgeben?

 

Was kostet eine neue Heizung?

Die Kosten für deine neue Heizung im Altbau unterscheiden sich je nach Hersteller, Gerät und den Gegebenheiten vor Ort. In der Regel zahlst du folgende Anschaffungskosten inklusive Installation:

●Gas-Brennwertheizung: ca. 6.000 bis 10.000 Euro

●Öl-Brennwertheizung: ca. 7.000 bis 9.000 Euro

●Wärmepumpe: ca. 11.000 bis 25.000 Euro

●Pelletheizung: 15.000 bis 20.000 Euro

●Brennstoffzellenheizung: 20.000 bis 32.000 Euro

Eventuell anfallende Zusatzkosten wie neue Heizkörper oder die Dämmung sind nicht berücksichtigt.

 

Sollte ich die Heizungsanlage austauschen oder nachrüsten?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz individuell. Der Austausch einer alten Gasheizung durch eine moderne Gas-Brennwertheizung kann die Lösung mit den niedrigsten Anschaffungskosten sein. Wenn der alte Gaskessel den zweiten Wärmeerzeuger aber beispielsweise nur wenige Tage im Jahr unterstützen soll, empfiehlt sich die Nachrüstung der Wärmepumpe. Du solltest dich von einem Fachmann beraten lassen. Er kennt die Gegebenheiten vor Ort und kann deine Wünsche und finanziellen Möglichkeiten berücksichtigen.

Heizsysteme wie Wärmepumpen, Solarthermie und Pelletheizungen & Co. sind moderne und nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Heizungsanlagen, die viel Wärme im Altbau erzeugen.

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