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Energieverbrauch von Tiefkühlern

Über diesen Artikel

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlichung

13.09.2021

Letztes Update

04.11.2022

Tiefkühler: Braucht ein voller weniger oder mehr Energie?

Die Begründung der Frage liegt auf der Hand: Öffnet man das Gefrierfach oder den Gefrierschrank, dringt warme Luft in das Innere, welche vom Kühlschrank wieder abgekühlt werden muss. Ein mit Lebensmitteln vollbepackter Innenraum sollte demnach weniger Energie verbrauchen - da weniger Platz für die Luftzufuhr bleibt und umso weniger eingeströmte Luft heruntergekühlt werden muss. Grundsätzlich ist diese Erklärung korrekt.

Jedoch kannst Du mit einem volleren Gefrierfach oder -schrank nur in geringem Maß Energie sparen.
Dies hat folgenden Grund: Luft besitzt eine niedrige Wärmekapazität, sodass nur wenig Energie für die entsprechende Abkühlung benötigt wird. Im Umkehrschluss sparst Du somit also auch nur wenig Energie.

Inhalt des Blogartikels

Mit Platzhaltern Energie sparen?

Auf verschiedenen Internetseiten stößt man auf den vermeintlichen Hinweis, den noch freien Platz in dem Fach mit Wasserflaschen aufzufüllen - jedoch macht dies wenig Sinn. Das Gegenteil tritt ein: Kaltes Wasser speichert zwar die Kälte tatsächlich besser als es die Luft macht. Allerdings musst Du es vorher erst auf die entsprechende Temperatur herunterkühlen lassen und damit verbrauchst Du in der Regel noch mehr Energie als welche zu sparen.

Statt also auf reine "Platzhalter" zurückzugreifen, ist es sinnvoller, nur dann ein großes Gefrierfach beziehungsweise eine große Kühl-Gefrier-Kombination zu erwerben, wenn Du diese tatsächlich zur Lagerung Deiner Lebensmittel brauchst. Sprich: Du möchtest stets einen großen Vorrat an Kühlwaren zu Hause haben? Nur genau dann lohnt sich eine solche Anschaffung. In allen anderen Fällen ist ebenfalls ein kleines Gefrierfach beziehungsweise eine kleine Kombi ausreichend.

 

Unterschiede und Praxistipps

Bei einem Tiefkühler, den man nach oben hin öffnet, ist der genannte Effekt noch geringer als bei den Gefrierschränken. Kalte Luft ist schwerer als warme Luft, dies hat zur Folge, dass sie nach oben hinweg viel schlechter entweichen kann. Stattdessen zieht sie eher zur Seite hinweg ab.

 

Praxistipp: Abtauen der Gefriergeräte spart Energie!

Nun ist man doch der Annahme, ein vereistes Gefrierfach verbraucht im Gegensatz zu einem freien Gefrierfach etwas weniger Energie. Schließlich nimmt auch hier das Eis einen Teil der Luft ein.
Hierzu der Praxis-Check: Der Energieverbrauch wurde sowohl beim vereisten als auch beim abgetauten Gefrierfach gemessen. Das Ergebnis des Tests besagt, dass ein vereistes Kühlfach mehr Energie als das leere Fach benötigt.

Die Ursache ist folgende: Mit warmer Luft gelangt auch die Feuchtigkeit in den Innenbereich - diese kondensiert und gefriert vor allem an den kältesten Stellen. Dies sind die Kühlschlangen (egal ob freiliegend oder eingelassen in der Wand). Die nun vorhandene Eisschicht wirkt nicht nur isolierend, sie lässt zudem die Kälte auch schlechter in den Innenraum gelangen.

Der Kühlkompresser hat nun einen größeren Aufwand zu leisten, da er schließlich die Temperatur auf einem konstanten Niveau halten muss - demnach auch ein höherer Energieaufwand.

Die Ausführung zeigt, dass ein regelmäßiges Abtauen für Dich ratsam und vor allem lohnend ist - der Stromverbrauch kann so tatsächlich effektiv gesenkt werden.

 

Wie taue ich denn eigentlich eine Kühl-Gefrierkombination ab?

Zuerst musst Du prüfen, ob es eine jeweilige separate Schaltung beziehungsweise einen separaten Regler gibt. Ist dies nicht der Fall, muss das komplette Gerät einschließlich Kühlschrank ausgeschaltet werden.
Der zweite Schritt ist das Ausräumen aller herausnehmbaren Elemente (Ablageflächen et cetera) sowie die Entfernung der Lebensmittel aus dem Kühlschrank - ohne Ausnahme.

In der Theorie kann lediglich die Kühl- beziehungsweise Gefrierschranktür komplett geöffnet sowie gewartet werden. Hier ist allerdings Geduld gefragt, bis sämtliches Eis geschmolzen ist.

Wenn es schneller gehen muss: Eine volle Schüssel mit heißem Wasser in den Innenraum stellen und die Tür schließen. Nach Ablauf von etwa dreißig Minuten kann das Eis in der Regel bereits vorsichtig entfernt werden.

Je nach Eisschicht ist das entstandene Tauwasser mit einem Eimer oder Lappen beziehungsweise (Hand-)Tüchern aufzufangen.

Die zu kühlenden Lebensmittel können zwischenzeitlich zum Beispiel in einer Kühlbox aufbewahrt werden.