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Stromspeicher mit Notstromfunktion

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

02.02.2022

Letztes Update

09.02.2022

Was tun bei Stromausfall?

Obwohl das Stromnetz in Deutschland sehr stabil ist, sind Stromausfälle trotzdem nicht ausgeschlossen. Klar im Vorteil sind diejenigen, die ihre Photovoltaikanlage (PV-Anlage) mit einem Stromspeicher mit Notstromfunktion ausstatten.

Inhalt des Blogartikel

Stromspeicher mit Notstromfunktion als Absicherung nutzen

Betreiber einer Photovoltaikanlage haben den großen Vorteil, dass sie die gesammelte Energie selbst nutzen, um die jährlichen Energiekosten zu senken. Nachteil einer Photovoltaikanlage ist jedoch, dass sie sich bei einem Stromausfall ausschalten, sodass du trotzdem auf das öffentliche Netz angewiesen bist.

Einen richtigen Blackout hat es in Deutschland bislang noch nicht gegeben, jedoch sind längere Stromausfälle aufgrund von maroden Stromnetzen oder Hackerangriffen nicht gänzlich ausgeschlossen. Wer bei einem möglichen Stromausfall über eine Photovoltaikanlage mit Notstromfunktion verfügt, kann sich glücklich schätzen, da diese Anlagen unabhängig vom Stromnetz arbeiten.

Viele Anbieter haben in ihren Systemen bereits eine Notstromfunktion integriert, um kurze Stromausfälle zu überbrücken, jedoch reicht der Stromspeicher für einen längeren Ausfall oft nicht aus. Fällt der Strom für eine längere Zeit aus, schalten sich die Anlagen irgendwann ab.

Es gibt jedoch bereits Photovoltaikanlagen, die mit einem Notstromspeicher ausgerüstet sind, der eine größere Speicherkapazität aufweist. Bei einem Stromausfall können so über die integrierte Notstromsteckdose die wichtigsten Stromverbraucher problemlos mit Strom beliefert werden. Man denke nur an den Kühlschrank, der vor allem im Hochsommer nicht ohne Strom laufen sollte.

Der Installationsaufwand dieser Anlage ist zwar gering, jedoch steht das alternative Netz nur solange zur Verfügung, bis die Speicher leer sind. Wer sich vor einem längeren Blackout schützen möchte, sollte seine Photovoltaikanlage mit einem Stromspeicher mit Notstromfunktion ausstatten, der sich wieder selbst aufladen kann.

 

Welche Stromspeicher mit Notstrom gibt es?

Wenn von Photovoltaikanlagen mit Stromspeichern und Notstromversorgung die Rede ist, wird in der Regel zwischen 2 Systemen unterschieden:

1. Stromspeicher mit Notstrom ohne solare Nachladung

Stromspeicher mit Notstromfunktion sind bei einer bestehenden Photovoltaikanlage eine gute Möglichkeit, um das Haus bei einem Stromausfall auch weiterhin mit Strom zu versorgen. Das Haus wird dabei vom öffentlichen Netz getrennt, wobei das System auf den internen Speicher umschaltet. Die Notstromversorgung der Anlage kann hier allerdings nur so lange aufrechterhalten werden, bis die Stromspeicher der Photovoltaikanlage erschöpft sind.

2. Notstromspeicher mit solarer Nachladung

Anders sieht es bei einem Stromspeicher mit Notstromfunktion aus, der auch während eines Stromausfalls wieder aufgeladen werden kann – vorausgesetzt, es ist genügend Sonnenlicht vorhanden. Auf diese Weise kann das Haus auch bei einem längeren Stromausfall ohne Unterbrechung mit Strom versorgt werden. Bei diesen sogenannten „Inselstromsystemen“ handelt es sich um autarke Versorgungssysteme, die rund um die Uhr ohne Unterbrechungen Strom liefern und auch längere Ausfallzeiten problemlos überbrücken können.

 

Welche Leistung hat ein Stromspeicher mit solarer Aufladung?

Stromspeicher mit Notstrom, die sich über die Photovoltaikanlage auch bei einem längeren Stromausfall selbstständig aufladen können, sind die beste Möglichkeit, um die Stromversorgung im eigenen Heim rund um die Uhr aufrechtzuerhalten. Bei einem Stromausfall sind diese Inselstromsysteme in der Lage, ein eigenes Netz aufzubauen, um den Strom binnen weniger Sekunden aus einem hausinternen Speicher zu speisen.

Sobald die Anlage bei einem Stromausfall in den Notstrombetrieb schaltet, stehen durch die Batterie 1,5 kW (Kilowatt) Leistung für den Notfall zur Verfügung. Bei eingeschalteter Photovoltaikanlage ist sogar eine Leistung von bis zu 4,6 bis 5 kW möglich. Bei einigen Geräten kann die Stromleistung sogar auf 12 kW gesteigert werden. Der Notstrom reicht aus, um das gesamte Haus zuverlässig mit Strom zu versorgen. Sobald der Stromausfall behoben wurde, schaltet die Anlage wieder in den Normalbetrieb.

 

Wie funktioniert die Notstromfunktion bei einem Stromausfall?

Sobald in dem Stromnetz eine Störung vorliegt, schaltet der Stromspeicher der Photovoltaikanlage automatisch auf Notstrom um, um die Stromversorgung im Haus zu sichern. Was viele Verbraucher nämlich nicht wissen: Die Photovoltaikanlage ist in der Regel mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden. Fällt das Netz aus, stellt auch die Anlage ihren Betrieb ein.

Um einem Totalausfall vorzubeugen, sind Photovoltaikanlagen mit Notstrom die bessere Wahl. Sie arbeiten auch bei einem Stromausfall weiter, indem sie binnen weniger Sekunden auf Notstrom umschalten, sodass der Stromausfall für den Verbraucher kaum spürbar ist. Für die Stromversorgung stehen hier die Batterien (Stromspeicher) der Anlage zur Verfügung, wobei der Strom auch allein über die Photovoltaikanlage gespeist werden kann, sofern das System das Sonnenlicht nutzen kann. Die Notstromfunktion kann lediglich durch die geringe Kapazität der Batterien begrenzt sein, sofern das System nicht über eine solare Nachladung verfügt.

Stromspeicher gibt es grundsätzlich in unterschiedlichen Ausführungen, wobei zu einem vollständigen Speichersystem

  • eine Batterie,
  • ein Batterie-Management-System,
  • ein Laderegler,
  • ein Batterie-Wechselregler,
  • ein Energie-Management-System,
  • ein Monitoring-System (Datenvisualisierung)

gehört.

Bei einer Solaranlage mit Photovoltaikspeicher (Inselanlage) ist die Solaranlage in der Regel etwas größer ausgelegt, um mehr Energie speisen zu können. In diesem Fall wird auch oft ein sogenannter Off-Grid-Wechselrichter installiert, um die gespeiste Energie in Wechselstrom umwandeln zu können.

 

Darum lohnt sich ein Stromspeicher mit Notstromfunktion

In Zeiten von maroden Stromleitungen und Hackerangriffen lohnt sich ein Stromspeicher mit Notstromfunktion auf jeden Fall. Viele Verbraucher haben ihr Heim bereits mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet, jedoch kann das moderne System bei einem Stromausfall gänzlich ausfallen. Sobald der Stromspeicher jedoch über einen Notstrom verfügt, können Verbraucher ihre Anlage auch unabhängig vom Stromnetz betreiben.

Allerdings kann die Stromversorgung aufgrund der Speicherkapazität des Akkus begrenzt sein, weshalb ein Stromspeicher mit solarer Aufladung sinnvoll sein kann.

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