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Stromspeicher für dein Haus

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

07.02.2022

Letztes Update

14.02.2022

Hier erfährst du folgende Inhalte zum Stromspeicher für dein Haus:

Lohnt sich ein Stromspeicher auch für dein Haus?

Grundsätzlich bietet ein Stromspeicher im Haus die Möglichkeit, selbst erzeugten Strom jederzeit zu nutzen – von der Photovoltaik auf dem Balkon bis zur Kleinwindkraftanlage auf dem eigenen Grundstück. Die Auswahl an Stromspeichern ist vielfältig. Allerdings sind einige Aspekte zu beachten, damit sich die Anschaffung eines Speichers rentiert. Welche das sind, zeigen wir dir in diesem Artikel.

 

Stromspeicher im Haus kurz erklärt

Der Stromspeicher – auch Batteriespeicher genannt – ist ein separates Gerät, das über Kabel mit deiner stromerzeugenden Anlage verbunden ist. Der Standort sollte eine möglichst gleichbleibende Raumtemperatur zwischen 10 und maximal 20 Grad Celsius aufweisen. Der Keller oder Hauswirtschaftsraum bietet sich für den Speicher an.

Prinzipiell ist die Funktionsweise eines Stromspeichers mit einer Autobatterie oder dem Akku eines Smartphones vergleichbar. Beim Ladevorgang eines Akkus wird elektrische in speicherbare chemische Energie umgewandelt. Bei Bedarf wird diese Energie dann wieder als elektrischer Strom abgegeben.

 

Bei diesen Anlagen lohnt sich der Energiespeicher im Haus

Viele Haushalte beziehen ihren Strom ausschließlich von einem Anbieter ihrer Wahl. Das einzige Einsparpotenzial besteht darin, den Verbrauch zu senken. Auch den Anteil an grünem Strom kannst du in diesem Fall kaum beeinflussen.

Mit selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien kannst du jedoch deinen Haushalt je nach Art und Größe der Anlage allein versorgen. Oder aber zumindest einen Teil des Stromverbrauchs abdecken.

Wichtig zu wissen: Je mehr Strom du verbrauchst, desto höher sollte die Speicherkapazität deiner Batterie sein. So wird der Strom aus dem Batteriespeicher umso günstiger.

Am effektivsten geht das mit:

Kleinwindkraftanlagen

Noch wenig verbreitet sind private Kleinwindkraftanlagen. Für Einfamilienhäuser sind zumeist Mikrowindanlagen mit einer Leistung von bis zu 5 Kilowatt (kW) im Einsatz. In der Regel sind sie mit einer Anlage für Solarstrom verbunden, um deren Schwächen im Winter auszugleichen.

Wie hoch die Anlage sein darf, ist im Baurecht der einzelnen Bundesländer geregelt. Bis zu 10 Meter sind genehmigungsfrei.

Durch die Drehbewegung der Rotorblätter wird ein Generator angetrieben. Dieser produziert den Strom. Die elektrische Energie entsteht also durch die Umwandlung der kinetischen Energie des Luftstroms.

Photovoltaikanlagen

Wesentlich weiter verbreitet hingegen sind mittlerweile Photovoltaikanlagen. Der Begriff Photovoltaik beschreibt die direkte Umwandlung der Energie des Sonnenlichts in elektrische Energie durch Solarzellen. Wird eine Anlage für Solarstrom mit einem Stromspeicher gekoppelt, kannst du eine Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz von mindestens 50 Prozent erreichen.

Zum Vergleich: Ohne Batteriespeicher schaffst du mit der Photovoltaik nur circa 30 Prozent Autarkie.

 

Die Vorteile deines hauseigenen Stromspeichers

Je weniger du für die Einspeisung deines ungenutzten Stroms in das allgemeine Netz erhältst, desto mehr profitierst du vom Speichern des Stroms für dein Einfamilienhaus.

In der Praxis heißt das: Sobald die Einspeisevergütung unterhalb des aktuellen Strompreises liegt, gewinnst du. Und du hast Gewissheit, dass dein selbst produzierter Strom auch wirklich zu 100 Prozent genutzt wird.

Besonders wichtig ist das bei einer sogenannten Inselanlage, bei der du völlig unabhängig vom Stromnetz und somit ein Selbstversorger in Sachen Energie bist. Allerdings müssen hierfür deine Photovoltaik- oder Windkraftanlage sowie der Stromspeicher entsprechend leistungsstark sein.

Denn ein 4-Personen-Haushalt verbraucht durchschnittlich 4.000 bis 5.000 Kilowattstunden (kWh) an Strom im Jahr .

Verbrauchst du mehr, als deine Anlage an Strom produziert, hast du auch die Möglichkeit, einen netzgekoppelten Energiespeicher zu nutzen. In diesem Fall wird dein Hausnetz erst dann mit Strom aus dem allgemeinen Netz versorgt, wenn dein gespeicherter Strom nicht ausreicht.

Das Umschalten auf Speicher- oder Netzstrom erfolgt bei beiden Nutzungsarten automatisch. Deine ständigen Verbraucher wie Heizungsanlage oder Kühltruhe werden zuverlässig versorgt.

 

Die Wahl des passenden Stromspeichers für das Einfamilienhaus

Bei der Auswahl des optimalen Batteriespeichers gibt es einige Kriterien zu beachten, die jeweils zueinander in Beziehung stehen:

  • Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden
  • Verbrauchsverhalten nach Tageszeit
  • Anlagengröße/Modulausrichtung
  • Nennkapazität des Speichers
  • Entladetiefe/Nutzkapazität
  • Wirkungsgrad (Energieverlust durch Speichervorgang)
  • Zyklenanzahl und Lebensdauer
  • gewünschter Autarkiegrad/Eigennutzungsanteil
  • Netzdienlichkeit/Schnittstellen

Für die Beratung zur passenden Größe deines Stromspeichers, seiner benötigten Leistung in Kilowattstunden und Installation stehen Fachbetriebe zur Verfügung.

Als Faustregel kann man aber schon im Vorfeld sagen, dass pro 1.000 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr 1 Kilowatt Leistung der Anlage für Solarstrom und knapp 1 Kilowattstunde Speicherkapazität der Batterie gegeben sein sollten.

So wird der Batteriespeicher in dein Haus integriert

Das Angebot an Batteriespeichern ist vielfältig, die Technik weit fortgeschritten und die Preise zeigen eine abnehmende Tendenz. Übrigens ist auch ein Nachrüsten von Windkraft- oder Photovoltaikanlagen möglich.

Grundsätzlich gibt es 2 Haupttypen von Stromspeichern:

Kostengünstiger und weniger kompliziert ist die AC-Variante.

Anmeldung bei der Bundesnetzagentur

Jede Anlage zur Stromerzeugung und jeder Stromspeicher müssen in das Marktstammdatenregister aufgenommen, also bei der Bundesnetzagentur angemeldet, werden.

Die Anmeldung kannst du direkt online auf der Homepage der Bundesnetzagentur durchführen. Ein ausführlicher Leitfaden erleichtert den Vorgang. Je nach Netzbetreiber benötigst du möglicherweise eine Identifikationsnummer, die dir schriftlich mitgeteilt wird.

 

Was passiert eigentlich, wenn zu viel Strom produziert wird?

Es kann passieren, dass du weniger Strom brauchst, als deine Anlage generiert: wenn du vielleicht im Urlaub bist, im Sommer den Wäschetrockner nicht benötigst, die Helligkeit des langen Tages nutzt oder Ähnliches.

Produziert deine Anlage mehr Strom als die im Hausnetz angeschlossenen Verbraucher benötigen, entsteht ein Überangebot. Jede Form der Überproduktion ist ungenutzter Strom, der einfach so verpufft. Im schlimmsten Fall – vor allem bei Kleinwindkraftanlagen – kann es allerdings auch passieren, dass der Wechselrichter einen Schaden nimmt.

Um das sicher zu verhindern, hast du 3 Möglichkeiten:

  1. Die Anlage wird automatisch abgeregelt.
  2. Der ungenutzte Strom wird in das allgemeine Stromnetz eingespeist.
  3. Überproduzierter Strom wird gespeichert und bei Bedarf wieder an das Hausnetz abgegeben.
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