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Die Photovoltaik-Preise im Jahr 2021

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

19.03.2021

Letztes Update

01.12.2021

Wo liegen die Photovoltaik-Preise im Jahr 2021?

Du möchtest eine Solaranlage kaufen. Dann lautet eine der wichtigsten Fragen: Wie hoch sind die Preise für Photovoltaik? Hier erfährst du mehr.

Inhalt des Blogartikels

Photovoltaik-Preise: Eine kleine Übersicht

Aufgrund des technologischen Fortschritts und des zunehmenden Angebots sind die Photovoltaik-Preise seit 2008 im Durchschnitt pro Jahr etwa 12 Prozent und insgesamt um 75 Prozent gesunken. Die jährlichen Betriebskosten sind mit circa 1 Prozent der Investitionskosten nach wie vor vergleichsweise niedrig. Gleiches gilt übrigens für die Finanzierung einer Solaranlage. Der Preis der Photovoltaikmodule von Anlagen mit 10 bis 100 Kilowatt Peak Leistung macht knapp die Hälfte der Anschaffungskosten aus.

Wir haben die wichtigsten Fragen rund um das Thema Photovoltaik-Preise 2021 für dich gesammelt und im Folgenden kurz beantwortet.

Wie setzen sich 2021 die Photovoltaik-Preise zusammen?

Wenn du eine Photovoltaikanlage kaufst, möchtest du natürlich wissen, woraus sich eine komplette, schlüsselfertige Anlage zusammensetzt. Bei einem Photovoltaik-Komplettpaket ist das einfach, denn die Preise sind fix.

Um abschätzen zu können, was bei der individuellen Zusammenstellung einer PV-Anlage auf dich zukommt, helfen dir die nachfolgende Auflistung und Informationen. Das bekommst du für dein Geld:

  • Planung der Anlage
  • Solarmodule
  • Wechselrichter
  • optional Solarstromspeicher
  • Unterkonstruktion beziehungsweise Montagesystem
  • Verkabelung
  • Montage und Installation
  • Zweirichtungszähler
  • Inbetriebnahme

Wie hoch sind die Photovoltaik-Preise 2021 in Abhängigkeit von der Anlagengröße?

Für eine durchschnittliche schlüsselfertige Photovoltaikanlage kannst du von 1.200 bis 1.500 Euro pro kWp (Kilowatt Peak) ausgehen. Der Durchschnittspreis bewegt sich um die 1.300 Euro je Kilowatt Peak. Falls du dir einen passenden Stromspeicher mit circa 6 Kilowatt Peak gönnst, erhöht sich der durchschnittliche Preis der Photovoltaikanlage auf etwa 15.000 Euro – die Preisspanne liegt inklusive Montage und Mehrwertsteuer zwischen 12.000 und 18.000 Euro.

Wir haben für dich hier zum Einstieg die durchschnittlichen Photovoltaik-Preise je nach Anlagengröße inklusive Mehrwertsteuer und Montage sowie exklusive Stromspeicher aufgelistet:

  • 3,3 kWp entspricht circa 6.500 Euro (Preisspanne 6.000 bis 7.000 Euro)
  • 5 kWp entspricht circa 8.000 Euro (Preisspanne: 7.000 bis 9.000 Euro)
  • 6 kWp entspricht circa 10.000 Euro (Preisspanne: 9.000 bis 11.000 Euro)
  • 8 kWp entspricht circa 11.000 Euro (Preisspanne: 10.000 bis 12.000 Euro)
  • 10 kWp entspricht circa 13.000 Euro (Preisspanne: 12.000 bis14.000 Euro)
  • 12 kWp entspricht circa 17.000 Euro (Preisspanne: 16.000 bis18.000 Euro)

Wie hoch sind die Photovoltaik-Preise 2021 für ein Eigenheim?

Du siehst: Die gesamten Kosten für die Anschaffung einer durchschnittlichen Photovoltaikanlage mit 3,3 kWp betragen weniger als 8.000 Euro. Zuschüsse wie Förderungen und Einspeisevergütung sind dabei noch nicht berücksichtigt. Hier findest du einen kleinen Überblick über wichtige PV-Komponenten und deren Kosten:

Solarmodule

Wenngleich die Großhandelspreise für Solarmodule zu Beginn 2021 gestiegen sind, ist bei den Endverbraucherpreisen davon noch nichts zu spüren. Die Preise von Solarmodulen variieren jedoch generell stark und richten sich nach der Qualität der PV-Module, dem Herstellungsland und den jeweiligen Gegebenheiten.

Die Solarmodule beeinflussen die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage wesentlich, da sie immerhin (wie zuvor geschildert) rund 50 Prozent des Gesamtpreises ausmachen. Allerdings haben sich die Anlagenpreise seit 2018 kaum bewegt. Ein günstiges PV-Modul mit einer Leistung von 300 bis 350 Watt hat aktuell einen Preis von rund 130 bis 375 Euro beziehungsweise um die 470 Euro für ultraleichte monokristalline Module mit nur 8,1 Kilogramm Gewicht.

Wechselrichter

Die Preise für einen Wechselrichter sind vor allem von der Leistungsgröße abhängig. Pro Kilowatt Wechselrichterleistung solltest du mit etwa 200 Euro netto rechnen. Ein 5-Kilowatt-Wechselrichter kostet demnach derzeit „nur“ rund 1.000 Euro.

Übrigens: Je geringer die Leistung des Wechselrichters ist, desto höher ist relativ gesehen der Preis. Zudem sind Produkte namhafter Hersteller immer etwas teurer. Doch gerade beim Wechselrichter solltest du nicht den Rotstift ansetzen, denn er nimmt entscheidenden Einfluss auf deinen Solarertrag. Beträgt der Verlust bei der Umwandlung von Solarstrom in Wechselstrom nur 1 Prozent, können bei einer Anlage mit 10 Kilowatt Peak Leistung Ertragsverluste von 100 Kilowattstunden pro Jahr entstehen.

Die Lebenserwartung eines Wechselrichters liegt zwischen 10 und 12 Jahren. Da die Anschaffungskosten etwa 10 bis 20 Prozent der gesamten Kosten deiner Photovoltaikanlage ausmachen, solltest du zur Sicherheit eine entsprechende Summe zurücklegen.

Verkabelung

Der Preis für die Verkabelung pro Meter Solarkabel liegt unverändert zwischen 1 bis 5 Euro und ist von der Abnahmemenge, dem Querschnitt und dem Leitungsmaterial abhängig.

Montagesystem

Die genauen Kosten hängen von mehreren Faktoren ab (Größe der Anlage, Schienensystem, Gegebenheiten vor Ort, Höhe der Schneelast etc.).

Durchschnittlich kostet ein Montagesystem etwa 100 bis 150 Euro pro kWp. Zusätzlich musst du mit Montagekosten für die Unterkonstruktion rechnen, das entspricht etwa 100 Euro pro kWp.

Das kostet der Netzanschluss einer Photovoltaikanlage

Die Kosten für den Netzanschluss inklusive Abnahme und Zähler belaufen sich auf 500 bis 1.000 Euro. Alternativ ist auch eine jährliche Miete in Höhe von 30 Euro möglich.

Diesen Kostenanteil haben die wichtigsten Photovoltaik-Komponenten an den Gesamtkosten

  • PV-Module inklusive Dachmontage: etwa 50 Prozent
  • Wechselrichter: circa 10 bis 20 Prozent
  • Kabel, Unterkonstruktion und Dachhaken: um die 10 bis 15 Prozent
  • Montage, elektrische Installation und Gerüst: 15 bis 20 Prozent

Optional können noch die Kosten für den Photovoltaik-Speicher mit einem Durchschnittspreis von 1.100 Euro pro Kilowattstunde dazukommen.

Stromspeicher Kosten

Die Speicherkosten betragen für ein Einfamilienhaus mit 5 bis 8 Kilowattstunden Speicherkapazität etwa 5.500 bis 9.000 Euro. Photovoltaik-Stromspeicher werden staatlich und auch in einzelnen Bundesländern gefördert. Nachfragen lohnt sich daher in jedem Fall.

 

Welche Betriebskosten entstehen bei einer Photovoltaikanlage?

Die laufenden Betriebskosten einer Photovoltaikanlage sind in den ersten Jahren sehr gering. Wie in der Einleitung bereits erwähnt, rechnet man hier mit 1 bis 2 Prozent des Anlagenwertes pro Jahr. Doch mit der Zeit können – wie bei allen technischen Anlagen – Wartungen oder auch kleine Reparaturen bei der Solaranlage anfallen. Bezüglich der Wartungsarbeiten solltest du damit rechnen, diese je nach Anlage nach einigen Jahren im 2- bis 3-Jahresrhythmus durchführen zu müssen. Sie kosten dann jeweils um die 150 bis 250 Euro.

Generell umfassen die Betriebskosten einer Photovoltaikanlage die Wartung, Reparaturen, Rücklagen für einen neuen Wechselrichter sowie eventuell die Versicherungs- und Reinigungskosten.

Für die Versicherungskosten lässt sich kein pauschaler Wert nennen, denn diese hängen davon ab, wie genau du deine Photovoltaikanlage versicherst. Solltest du aber eine spezielle Versicherung für deine PV-Anlage abschließen, dann kannst du mit zusätzlichen Kosten von ungefähr 50 bis 100 Euro pro Jahr rechnen. Detaillierte Informationen zum Betrieb und zu den Betriebskosten einer Photovoltaikanlage findest du in unserem Photovoltaik-Guide.

Wie hoch sind die Preise für die Reinigung der PV-Anlage?

Leichter Schmutz (beispielsweise Blütenstaub) auf den Photovoltaikanlagen wird auf natürliche Weise von Regen und Wind beseitigt. Jedoch sollten hartnäckige, haftende Verschmutzungen (zum Beispiel festklebendes Laub oder Vogelkot) gezielt entfernt werden, da diese zu Verschattungen und somit zu Leistungseinbußen der Solaranlage führen können.

Verschmutzungen können zu einer Ertragsminderung von 10 bis 20 Prozent führen. Mit regelmäßigen Reinigungen kannst du dem entgegenwirken. Die Reinigung solltest du dann aber einem Fachmann überlassen. Über die Häufigkeit der Reinigungen lässt sich keine allgemeine Aussage treffen. Generell solltest du stets ein Auge auf deine Photovoltaikanlage werfen.

Die Kosten einer Reinigung durch einen Fachmann betragen pro Quadratmeter 1 bis 3 Euro. Prinzipiell sind sie abhängig von der Region, in der du wohnst, und dem jeweiligen Anbieter.

 

Entwicklung der Photovoltaik-Preise in 2021

Vor allem die Kosten für PV-Module sind in den letzten Jahren stark gesunken. Dass hier die Kosten weiter spürbar sinken, ist eher unwahrscheinlich. Die Anschaffung auf die lange Bank zu schieben, um eventuelle Senkungen bei den Photovoltaik-Preisen noch mitnehmen zu können, lohnt sich daher nicht.

Stromspeicher hingegen werden sicherlich in den kommenden Jahren noch um einiges günstiger. Aktuell kannst du sie noch eher selten wirtschaftlich betreiben. Allerdings wird sich das bald ändern. Zudem erhöhst du deine Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen um bis zu 80 Prozent, was wiederum der Umwelt zugutekommt.

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