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Mit der Photovoltaik Inselanlage das E-Auto laden

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

29.06.2021

Letztes Update

06.12.2021

Mit der Photovoltaik Inselanlage nachhaltigen Strom für dein Elektroauto produzieren

Nachhaltigkeit gewinnt mit der Klimaerwärmung zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Haushalte in Deutschland besitzen daher entweder bereits ein Elektroauto oder überlegen sich eines anzuschaffen. Doch wie nachhaltig ist ein Elektroauto, wenn der Strom, mit dem es geladen wird, durch Gas oder Atomkraft erzeugt wird? Ein E-Auto ist nur dann wirklich nachhaltig, wenn der Strom ebenfalls nachhaltig erzeugt wird - und dies funktioniert am besten mit Solarstrom

Wer bereits eine Photovoltaik Anlage zu Hause hat, könne diese eventuell erweitern, um genug zusätzlichen Strom für das Auto erzeugen zu können. Für diejenigen, die noch über eine herkömmliche Stromversorgung verfügen, ist eine Photovoltaik-Inselanlage die perfekte Abhilfe für das E-Auto. 

 

Inhalt des Blogartikels

Was ist eine Photovoltaik Inselanlage?

Eine Photovoltaik Inselanlage ermöglicht es dir komplett autark zu leben. Generell wird eine Photovoltaik Anlagen dazu genutzt Solarstrom zu gewinnen. Es handelt sich daher um 100 % nachhaltige Energie. Wer eine Photovoltaikanlage für das ganze Haus haben möchte, braucht oft trotzdem noch Strom aus dem Netz zur Unterstützung. Das ist bei der Photovoltaik Inselanlage für das Auto anders. Es trägt den Namen Inselanlage, da es ohne Strom von außen funktioniert und außer der Sonnenenergie keine weitere Stromquelle braucht. Somit kann sich der benötigte Strom für das Auto komplett aus der Sonne gewinnen lassen und ist unabhängig von dem konventionellen Strom aus dem Netz. 

 

Solar Inselanlage für das E-Auto: Aufbau

Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Aufbauten an Photovoltaik Inselanlagen für das E-Auto. Neben den stationären Modellen gibt es sogar mobile Ladestationen. Hier gibt es zum Beispiel Anhänger, welche ganz einfach überallhin transportiert werden können. 

Doch was braucht es eigentlich für eine Inselanlage?

Wir haben einen speziellen Blogbeitrag über PV-Inselanlagen. Dort findest du noch mehr Informationen und Anwendungsbereiche. Hier jedoch ein kleiner Überblick über die nötigen Bestandteile der PV-Inselanlage speziell für das E-Auto. 

  • Solargenerator: Dieser setzt sich aus mehreren Solarmodulen zusammen und wird im besten Fall auf dem Garagendach angebracht. Alternativ können sie eine eigenständige Einheit über einem offenen Stellplatz darstellen (Carport).
  • Wechselrichter: Um auch 230-Volt Geräte laden zu können, steuert der Wechselrichter die Ausgangsspannung zwischen 12 und 24 Volt.
  • Generatoranschlusskasten: Hier geht der erzeugte Strom in eine Gleichstromhauptleitung über. Zusätzlich wird hier eine Überspannung verhindert.
  • Laderegler: Um die Batterie nicht zu überladen, wird hier die Steuerung zwischen Laden und Entladen übernommen.
  • Photovoltaik-Speicher: Dieser speichert den überflüssigen Strom für Zeiten, wenn die Sonne weniger stark strahlt. Das Elektroauto kann als Speicher genutzt werden. Wie das funktioniert, kannst du in unserem Blog-Beitrag zu diesem Thema lesen.

Vorteile der Solaranlage für das Elektroauto

Wer sich ein E-Auto anschafft, setzt bereits ein Zeichen für die Klimawende. Mehr Informationen dazu kannst du in unserem Guide zu Elektromobilität finden. 

Viele machen sich jedoch zusätzlich Gedanken über die Herkunft des Stromes. Immerhin ist Strom in den letzten Jahren nicht nur zunehmend teurer geworden, sondern die Erzeugung auch immer fragwürdiger. Wer auf ein E-Auto mit Solaranlage umsteigt, trägt somit nicht nur zur Nachhaltigkeit bei, sondern wird auch unabhängiger von Sprit- und Strompreisen, da er seinen eigenen nachhaltigen Solarstrom produziert. 

Da die Inselanlage komplett autark vom Stromnetz funktioniert, kann sie wirklich überall montiert werden. Sie kann entweder direkt an der Garage montiert werden, an einem Carport oder auf einem Dach. Selbst als Mieter hast du gute Chancen eine solche Inselanlage zu bekommen. In unserem Guide zur privaten Wallbox erhältst du alle nötigen Informationen. 

 

Nachteile der PV-Anlage für das E-Auto

Momentan gibt es für die Inselanlage keine staatliche Förderung. Daher müssen die Kosten komplett selbst getragen werden. Zusätzlich kann es bei steigendem Strombedarf zu einer Versorgungslücke führen. Gibt es zum Beispiel plötzlich zwei E-Autos, muss die Anlage eventuell vergrößert werden.  

 

Kosten der Photovoltaik Inselanlage E-Auto

Der teuerste Anteil der Anlage sind die Solarmodule und die Akkumulatoren, welchen gemeinsam rund zwei Drittel der Kosten entsprechen. Die Montage und alle anderen Komponenten runden die Kosten letztendlich ab. Eine kleine Solaranlage auf dem Dach der Garage beginnt bei rund 3.500 Euro. Diese kann jedoch je nach Größe und Ladeleistung auch etwas teurer werden. Wer einen kompletten Carport bauen will, muss mit etwas mehr Kosten rechnen. In unserem Artikel über das Photovoltaik-Carport findest du alle weiteren wichtigen Informationen.

Betriebskosten

Natürlich fallen für die Solaranlage auch diverse Betriebskosten an. Umgerechnet auf 100 km liegen diese bei rund 2,50 Euro. Wer an öffentlichen Ladestationen auflädt, kann hier wesentlich mehr zahlen. Hier fallen gut und gerne einmal 8 Euro pro 100 Kilometer an. Während die Anschaffungskosten nicht gerade billig sind, sind die Betriebskosten für eine Inselanlage überschaubar.

 

Ausblick

Wer mit seinem Auto regelmäßig nur begrenzte Distanzen zur Arbeit fährt oder diverse Besorgungen erledigt, wird an einem E-Auto große Freude haben. Die Anzahl der Anmeldungen von Elektrofahrzeugen hat über die letzten Jahre bereits stets zugenommen. Dasselbe gilt für die verfügbaren öffentlichen Ladestationen. 

Mit einer eigenen Ladestation bist du in Zukunft nicht mehr von steigenden Strompreisen abhängig, der dünnen Infrastruktur von öffentlichen Ladestationen und du trägst etwas zur Nachhaltigkeit bei. Egal, ob du dich für eine Wallbox oder eine Photovoltaik Inselanlage für das Laden deines E-Autos entscheidest: Ein Umstieg lohnt sich sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen. 

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