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Mit dem Elektroauto innovativ und umweltfreundlich unterwegs - Ein praktischer Guide

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ElektromobilitÀt in eine saubere Zukunft

Als die Vereinten Nationen 2015 zur 21. Klimakonferenz in Paris zusammenfanden, hatten sie vor allem ein Ziel: Eine gemeinsame Strategie festlegen, um die globale ErwĂ€rmung und den Klimawandel aufzuhalten. Am Ende stand das Übereinkommen. In dieser Vereinbarung beschlossen die unterzeichnenden Staaten unter anderem, die ErderwĂ€rmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind gute Absichten allein nicht genug. Umfassende Maßnahmen sollen dafĂŒr sorgen, dass weniger CO2 – die Hauptursache fĂŒr die weltweit steigenden Temperaturen – ausgestoßen wird. Aber wie können diese Maßnahmen aussehen? Darauf hat jedes Land seine eigene Antwort. Schließlich spielen dabei Faktoren eine Rolle, die von Staat zu Staat unterschiedlich sind; beispielsweise der individuelle CO2-Ausstoß oder die nationale Industriestruktur. In einem Punkt ist sich ein großer Teil der Welt jedoch einig: Wir brauchen eine Energiewende, weg von klimaschĂ€dlichen fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien.

Als besonders heikles Thema gilt dabei die Nutzung von Autos. Denn wir sind in vieler Hinsicht darauf angewiesen, von A nach B kommen zu können. Gleichzeitig hat der Großteil aller Fahrzeuge jedoch nach wie vor einen reinen Verbrennungsmotor, der mit dem fossilen EnergietrĂ€ger Öl befeuert wird. So tragen Verkehr und Transport maßgeblich zum CO2-Ausstoß bei.

Es braucht also nicht nur eine Energie-, sondern auch eine MobilitĂ€tswende. Das bedeutet, unsere Vorstellung von Fortbewegung zu ĂŒberdenken und Fortbewegungsmittel zu hinterfragen – und, dass wir zukunftsfĂ€hige MobilitĂ€tskonzepte benötigen.

Zum Beispiel die ElektromobilitĂ€t. Wir haben fĂŒr dich zusammengefasst, was sich hinter diesem Begriff verbirgt: Auf den nĂ€chsten Seiten erfĂ€hrst du, warum die Grundidee von ElektromobilitĂ€t so wichtig ist, wie ein Elektroauto funktioniert und welche Entwicklungen die Zukunft noch bereithĂ€lt.

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ElektromobilitÀt einfach erklÀrt

Die Definition von ElektromobilitĂ€t (auch E-MobilitĂ€t genannt) ist so simpel wie unkonkret: Erst einmal ist damit jedes Fortbewegungsmittel mit elektrischem Antrieb gemeint. Das ist zum Beispiel im Bahnverkehr schon ziemlich gĂ€ngig, die Dieselloks werden zunehmend von elektrischen Modellen abgelöst. Auch E-Bikes, also FahrrĂ€der mit einer elektronischen FahrunterstĂŒtzung, sind lĂ€ngst keine Neuheit mehr.

Ist heutzutage von ElektromobilitÀt und Energiewende die Rede, geht es meist um Elektroautos, kurz E-Autos. Das sind Kraftfahrzeuge, die teilweise oder vollstÀndig durch elektrischen Strom betrieben werden. Herkömmlichen Autos dagegen funktionieren durch die Verbrennung von Kraftstoff wie Benzin.

ElektromobilitĂ€t ist mehr als eine technologische Umstellung. Im Fokus der Überlegungen steht ein grundlegend neues VerstĂ€ndnis von Verkehr, Transport und Fortbewegung. Und die Frage, wie wir Autos in Zukunft nutzen können und wollen. Denn auch wenn du keinen eigenen Wagen besitzt, bist du in irgendeiner Form auf Fahrzeuge angewiesen: zum Beispiel fĂŒr den Weg zur Arbeit sowie extern durch die Postlieferung oder damit dein Supermarkt volle Regale hat. Gerade weil das Thema jeden von uns betrifft, macht es Sinn, hier anzusetzen, wenn wir etwas grundlegend verĂ€ndern möchten.

Wissenswertes

Einerseits gibt es die sogenannten „Battery Electric Vehicles“ (batterieelektrische Autos, kurz BEV). Diese werden rein elektrisch angetrieben. Andere Fahrzeuge kombinieren Elektro- und Verbrennungsmotor: „Range Extender“ (REEV) verfĂŒgen ĂŒber einen zusĂ€tzlichen Verbrennungsmotor mit Generator. Dieser liefert dem Elektromotor Energie, wenn der Batteriestrom nicht mehr ausreicht. Ähnlich funktionieren Hybridfahrzeuge (HEV) und Plug-In-Hybriden (PHEV). Anders als beim REEV treibt der Verbrennungsmotor das Fahrzeug direkt an und kann auch unabhĂ€ngig vom Elektromotor genutzt werden.

Die Geschichte der ElektromobilitÀt

Verkehrsmittel wie Bahnen und ZĂŒge werden schon seit Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend durch elektrische Energie betrieben, beispielsweise ĂŒber Stromschienen oder Oberleitungen. Doch auch im Falle von Kraftfahrzeugen ist das Prinzip ElektromobilitĂ€t nicht neu – im Gegenteil.

Der erste Wagen mit Elektroantrieb entstand schon 1881: Der französische Ingenieur Gustav TrouvĂ© baute in ein dreirĂ€driges Fahrrad einen Elektromotor ein. Das GefĂ€hrt erreichte maximal 12 Stundenkilometer und schaffte Strecken von bis zu 26 Kilometern. Erst 5 Jahre spĂ€ter, also 1886, stellte Carl Benz sein Motordreirad „Benz Patent-Motorwagen Nummer 1“ vor. Der Wagen mit Verbrennungsmotor gilt heute als erstes Automobil ĂŒberhaupt und legte den Grundstein fĂŒr den langjĂ€hrigen Erfolg des kraftstoffbasierten Fahrens.

Dabei galten Elektro- und Kraftstoffantrieb in den ersten Jahren als durchaus gleichwertige Technologien. Erst um 1910 herum setzte sich der Verbrennungsmotor eindeutig durch. Der Grund: Benziner wurden jetzt nicht mehr umstĂ€ndlich per Kurbel gestartet, sondern ĂŒber den weitaus bequemeren Anlasser. Die immer gĂŒnstigeren Ölpreise taten ihr Übriges. Und schon in den 1920ern waren Elektroautos fast vollstĂ€ndig von den Straßen dieser Welt verschwunden.

Allerdings nicht aus dem wissenschaftlichen und technologischen Diskurs. Immer wieder betonten Experten die möglichen Vorteile von ElektromobilitĂ€t fĂŒr Wirtschaft und Gesellschaft. Auf das öffentliche Bewusstsein hatte diese Diskussion derweil keinen Einfluss: Selbst wĂ€hrend der Ölpreiskrise der 1970er Jahre hielten Politik, Industrie und Gesellschaft am Konzept des Verbrennungsmotors fest.

Es brauchte erst eine weitere Ölkrise, diesmal hervorgerufen durch den zweiten Golfkrieg zu Beginn der 1990er Jahre. Langsam erkannte auch die breite Öffentlichkeit, dass eine Alternative zum kraftstoffbasierten Fahren dringend nötig wurde. Gleichzeitig erstarkte in den folgenden Jahren auch das allgemeine Umweltbewusstsein immer weiter. Etwa seit Mitte der 2000er nehmen die kommerziellen Bestrebungen zu, markt- und gesellschaftsfĂ€hige Elektrolösungen anzubieten. Heutes feiert die ElektromobilitĂ€t ihren zweiten FrĂŒhling mit einem bestĂ€ndig wachsenden Markt und immer neuen Innovationen.

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Mit der MobilitÀtswende die Energiewende vorantreiben

Ein Grund dafĂŒr, dass ElektromobilitĂ€t aktuell gefragt ist wie nie: Im Vergleich zu Autos mit konventionellen Verbrennungsmotoren sind Elektrofahrzeuge eindeutig klima- und umweltfreundlicher. Sie stoßen keine direkten Abgase aus, wodurch ihre CO2-Bilanz deutlich niedriger ausfĂ€llt. Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist ElektromobilitĂ€t daher ein wichtiger Baustein, um Kohlenstoffdioxid einzusparen und ein klimaneutrales Verkehrs- und Transportwesen zu ermöglichen.

Allerdings sind Elektroautos an sich nur die halbe Miete. Sie sollen in Sachen KlimavertrĂ€glichkeit besser abschneiden als Benziner und Dieselwagen. Darum ist die Frage nach der verwendeten Energiequelle mindestens genauso wichtig. Oder einfach gesagt: Woher kommt der Strom? Mit diesem Punkt hat sich auch die Initiative „Agora Verkehrswende“ (ein Think Tank der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation) beschĂ€ftigt. In einer Studie aus dem FrĂŒhjahr 2019 kommt sie zu dem Schluss, dass sich durch E-MobilitĂ€t allein 50 Prozent aller Treibhausgase einsparen lassen. Dazu muss der Strom fĂŒr den Fahrzeugantrieb allerdings ausschließlich aus regenerativen Quellen stammen. Ein Mix aus Öko- und „normalem“ Strom hilft, lediglich 3 Prozent einzusparen.

Wissenswertes

Nicht zu vergessen: Zur vorbildlichen Umweltbilanz von ElektromobilitĂ€t trĂ€gt auch diegeringere LĂ€rm- und Geruchsbelastung bei. Besonders in StĂ€dten und auf viel befahrenen Straßen bedeuten mehr Elektroautos auch mehr LebensqualitĂ€t.

Und wie sieht es aktuell mit E-MobilitÀt aus?

Hinsichtlich des Klimawandels ist schnelles Handeln geboten. Somit kaum verwunderlich: Immer mehr LĂ€nder legen konkrete PlĂ€ne fĂŒr mehr Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr vor. Vorreiter ist Norwegen. Im Jahr 2017 waren bereits 37 Prozent aller Autos Elektro- oder Hybridfahrzeuge. Und ab 2025 möchte das skandinavische Land keine weiteren Autos mit Verbrennungsmotor neuzulassen. Inspiriert vom nordischen Nachbarn wollen auch Schweden und DĂ€nemark dieses Vorhaben bis 2030 durchsetzen – genau wie Irland, Israel, Nepal, die Niederlande und Slowenien.

Und Deutschland? Der einstige Plan lautete, 1 Million E-Fahrzeuge bis zum Jahr 2020 auf die Straßen zu bringen. Dieses Ziel haben wir verfehlt: Anfang 2019 betrug die Gesamtzahl reiner Elektroautos 83.175. Die Anzahl der Hybridfahrzeuge lag bei 341.411. Zwar sind diese absoluten Zahlen vergleichsweise niedrig. Trotzdem bedeuten sie einen Zuwachs von 54,4 Prozent (BEVs) bzw. 44,2 Prozent (HEVs und PHEVs). Und so ist die Bundesregierung weiterhin optimistisch. SchĂ€tzungen gehehn davon aus, dass Elektroautos hierzulande bis 2030 etwa 15 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge ausmachen werden. Das wĂ€ren ca. 7 bis 10 Millionen teils oder vollstĂ€ndig elektrisch angetriebene Autos.

Herausforderungen der E-MobilitÀt zu Chancen machen

Die Umstellung auf ElektromobilitĂ€t ist auch eine Herausforderung fĂŒr die Auto- und Exportnation Deutschland. Fahrzeughersteller nehmen diese Chancen jedoch wahr und passen ihre Produktion an. So bietet der Markt neben diversen auslĂ€ndischen E-Autos auch mehrere Dutzend Modelle deutscher Automobilhersteller an.

Eher zögerlich hingegen sind die Verbraucher. Kennst du auch das GefĂŒhl, abwarten zu wollen, um zu schauen, wie sich alles entwickelt? Dann geht es dir wie vielen Deutschen. Denn gerade beim Autokauf verlassen wir uns gerne auf persönliche Empfehlungen und Erfahrungen anderer – und die fehlen hĂ€ufig noch. Auf den Straßen sehen wir kaum Elektrofahrzeuge. Und im eigenen Bekanntenkreis gibt es auch nur selten jemanden, der den Schritt in Richtung ElektromobilitĂ€t bereits gewagt hat. Aber du kannst helfen, das zu Ă€ndern!

Exkurs: Als E-Mobilist vom Treibhausgas-Quotenhandel profitieren

Zur Senkung der CO2-Belastung beitragen soll ebenfalls die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) – oder „Energetische Biokraftstoffquote“, wie sie bei ihrer EinfĂŒhrung 2007 noch hieß. Dabei handelt es sich um eine gesetzliche Vorschrift, welche Industrie, Mineralölwirtschaft und seit kurzem auch Privatpersonen zum verstĂ€rkten Einsatz erneuerbarer Energien bewegen soll. Ziel ist, den Anteil alternativer und nachhaltigerer Kraftstoffe zu erhöhen und so die Treibhausgas-Bilanz des kompletten Kraftstoffangebots zu verbessern. Die Quote steigt kontinuierlich und schreibt Mineralölkonzernen vor, um wie viel Prozent sie ihre Treibhausgasemissionen verringern mĂŒssen: FĂŒr 2022 sind beispielsweise 7 Prozent angepeilt, fĂŒr 2030 liegt die THG-Quote mit 22 Prozent schon deutlich höher. Das Nichteinhalten der Quote wird mit Strafzahlungen pro ausgestoßener Tonne Kohlenstoffdioxid geahndet.

Es gibt fĂŒr quotenpflichtige Unternehmen allerdings eine Möglichkeit, Sanktionen zu umgehen: den THG-Quotenhandel. Im Rahmen des Quotenhandels werden Emissionszertifikate von Privatpersonen oder anderen Unternehmen mit ĂŒberdurchschnittlicher Bilanz erworben, um das eigene Unterschreiten der Quotenziele auszugleichen. Davon profitieren besonders E-Mobilisten, Unternehmen mit Elektro-Fuhrpark und LadesĂ€ulenbetreiber. Denn: Emissionseinsparungen durch Elektrofahrzeuge werden dreifach auf die THG-Quote angerechnet und die Treibhausgasreduzierung kann bereits ab der ersten Kilowattstunde verkauft werden. So können zum Beispiel Privatpersonen jĂ€hrlich mehrere hundert Euro durch den Quotenhandel erhalten. Betreiber von LadesĂ€ulen verdienen sich gut 35 Cent pro Kilowattstunde dazu. Gehandelt werden die Zertifikate ĂŒber das Bundesumweltamt oder spezielle Emissions-HĂ€ndler.

Das Elektroauto als Zugpferd der ElektromobilitÀt

E-Autos sind das AushĂ€ngeschild der ElektromobilitĂ€t und Symbol eines neuen Umweltbewusstseins. Trotzdem ist ihr großer Siegeszug in Deutschland bisher ausgeblieben – noch! Denn vor der Revolution kommt erst einmal die Information. 

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Wie viel kostet es, ein Elektroauto zu laden?

Ein Grund fĂŒr die ZurĂŒckhaltung der Deutschen in Sachen E-Auto ist sicher die Frage nach den Ladekosten. Die meisten Fahrer von Autos mit Verbrenner haben die aktuellen Benzinpreise im Kopf und wissen, wie viel sie etwa fĂŒr eine TankfĂŒllung bezahlen. Aber wie viel Strom benötigt ein E-Fahrzeug fĂŒr welche Strecke? Was kostet eine einzelne Einheit elektrischer Energie ĂŒberhaupt? Und wie verhalten sich die Kosten im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen?

Hast auch du dir diese Fragen schon mal gestellt? Eine pauschale Antwort gibt es – wie so hĂ€ufig – nicht. Denn bei den Energiekosten kommt es darauf an, wo du dein E-Auto „tankst“:

  • LĂ€dst du die Autobatterie zu Hause auf, zahlst du pro Kilowattstunde den normalen Preis deines Stromtarifs. Manche Energielieferanten bieten auch spezielle Sondertarife fĂŒr E-MobilitĂ€t an. Diese sind in der Regel gĂŒnstiger, so dass es sich lohnt, die Augen und Ohren offenzuhalten. Übrigens: Möchtest du dein Elektrofahrzeug zu Hause aufladen, ist die Anschaffung einer Wallbox dringend zu empfehlen. Das ist eine Ladestation, ĂŒber die das Laden deutlich sicherer und effizienter ist als ĂŒber die haushaltsĂŒblichen 230-Volt-Steckdosen.
  • Viele Arbeitgeber fördern die ElektromobilitĂ€t ihrer Belegschaft und stellen eigene Ladestationen am Unternehmensparkplatz zur VerfĂŒgung. Mitarbeitende können hier ihre E-Autos zu gĂŒnstigen Preisen oder sogar komplett kostenfrei aufladen. Hierbei solltest du allerdings bedenken, dass du die Nutzung gegebenenfalls als geldwerten Vorteil versteuern musst.
  • Das Angebot an öffentlichen LadesĂ€ulen wĂ€chst stetig. Vor allem in lĂ€ndlichen Gegenden ist es zwar noch stark ausbaufĂ€hig, doch die allgemein zugĂ€nglichen Ladestationen machen einen wichtigen Teil der Ladeinfrastruktur hierzulande aus. Betrieben werden sie unter anderem von Stromlieferanten, Roaming-Providern, E-MobilitĂ€ts-Unternehmen, Automobilclubs und Autoherstellern sowie von Tochterfirmen der Ölkonzerne. So unterschiedlich diese Anbieter sind, so divers sind auch die vertretenen Abrechnungsmodi, Preismodelle und Tarife. Am gĂ€ngigsten ist die Abrechnung nach Kilowattstunde. Manche Ladestationen rechnen aber auch nach Ladezeit oder nach einer Kombination aus Ladedauer und -leistung ab. Je nach Anbieter kommt eventuell auch noch eine monatliche GrundgebĂŒhr oder eine ParkgebĂŒhr hinzu. Letztere verhindert, dass die Ladestation als Parkplatz missbraucht werden.

LadesĂ€ulen arbeiten entweder mit Wechselstrom (AC-SĂ€ule) oder mit Gleichstrom (DC-SĂ€ule). Das Laden per AC-SĂ€ule dauert lĂ€nger und bietet nur eine begrenzte LadekapazitĂ€t von maximal 43 Kilowatt. DC-SĂ€ulen liefern dagegen bis zu 350 Kilowatt, so dass du dein Auto in einer halben Stunde bis zu 80 Prozent aufladen kannst. DafĂŒr kostet die Kilowattstunde an DC-SĂ€ulen auch gerne einmal 10 bis 20 Cent mehr als an AC-SĂ€ulen.

Umsonst ist das Laden deines E-Autos natĂŒrlich nicht. Doch im Vergleich zum Verbrennungsmotor ist der „Treibstoff“ bei der ElektromobilitĂ€t deutlich gĂŒnstiger. Denn beim Verbrenner werden nur 40 Prozent der Energie aus Benzin und Diesel in Bewegungsenergie umgesetzt. Die restlichen 60 Prozent gehen – salopp ausgedrĂŒckt – verloren. Beim Elektroantrieb werden wiederum ganze 90 Prozent umgesetzt.

Ein Beispiel: Ein Liter Diesel besitzt einen Energiegehalt von knapp 10 Kilowattstunden. Auf 100 Kilometern benötigen moderne Dieselfahrzeuge etwa 5 Liter Kraftstoff, was einen Energieverbrauch von 50 Kilowattstunde bedeutet. Liegt der Dieselpreis beispielsweise bei 1,24 Euro pro Liter, fallen fĂŒr die Strecke Spritkosten von 6,20 Euro an. Ein sparsames Elektroauto benötigt fĂŒr dieselbe Strecke nur ein FĂŒnftel der Energie, also 10 Kilowattstunden auf 100 Kilometern. Bei einem Ladestrompreis von 0,39 Euro liegen die Kosten bei nur 3,90 Euro – ganze 37 Prozent weniger als beim Dieselauto.

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Aufbau eines Elektroautos

Dass Elektroautos ressourcenschonend sind, weißt du nun. Aber wieso ist das eigentlich so? Lass uns dazu kurz einen Blick auf den Aufbau und die wichtigsten Elemente eines E-Autos werfen. Denn um ihre Vorteile zu begreifen, ist es wichtig, die Fahrzeuge selbst zu verstehen.

Batterie: Die Energiequelle der E-MobilitÀt

Die Batterie ist das HerzstĂŒck des E-Autos. Sie bringt das „Elektro“ ins Elektroauto. Sie speichert elektrische Energie und gibt sie an den Motor ab, wenn das Auto in Betrieb ist. Je mehr Energie die Batterie speichern kann, desto weiter kannst du mit deinem E-Auto fahren. Jedes Elektroauto verfĂŒgt ĂŒber ein Batteriemanagementsystem. Es kontrolliert die Akkuzellen und sorgt dafĂŒr, dass die Batterie keinen Schaden nimmt (beispielsweise durch zu hohe Temperaturen, Spannungsschwankungen oder Überlastung), So kannst du dich langfristig auf deine Batterie verlassen.

Wissenswertes

Die Batterie ist wiederaufladbar. Darum handelt es sich genau genommen um einen Akkumulator, also einen Akku. Umgangssprachlich können beide Begriffe synonym verwendet werden.

Elektromotor: Der Antrieb des E-Autos

Ihre Energie speist die Batterie in den Motor. Wie der Verbrennungsmotor sorgt auch der Elektromotor dafĂŒr, dass das Fahrzeug sich fortbewegt. Allerdings geschieht dies im Falle eines E-Autos mithilfe zweier Elektromagneten, die verschiedene Magnetfelder erzeugen. Vereinfacht gesagt, stoßen sich die Magnete ab und ziehen sich wieder an. Das Resultat ist eine Drehbewegung. Diese ĂŒbertrĂ€gt sich auf die Achsen und schließlich die RĂ€der. 

Leistungselektronik: Die Zentrale des Elektroautos

Aber woher weiß die Batterie, wie viel Energie der Motor benötigt? Darum kĂŒmmert sich die sogenannte Leistungselektronik: Sie wandelt den Strom der Batterie so um, dass der Motor sie nutzen kann. Außerdem versorgt die Leistungselektronik auch alle anderen elektrischen Komponenten im Auto mit Energie. Und sie regelt die Verbindung zwischen Batterie und Stromquelle wĂ€hrend des Ladens.

Ladeanschluss. Die Verbindung zur Energiewende

Wo bei herkömmlichen Autos die Tankklappe sitzt, befindet sich im Falle eines Elektrofahrzeugs der Ladeanschluss. Über diesen verbindest du die Batterie deines E-Autos mit dem Stromnetzwerk. Die Energieversorgung ist in dem Sinne ĂŒbrigens keine Einbahnstraße: Viele Elektrofahrzeuge können ĂŒber den Ladeanschluss auch Energie abgeben. So kannst du dein E-Auto als Stromquelle fĂŒr externe GerĂ€te nutzen.

Karosserie: Der Look von Nachhaltigkeit

Die Karosserie elektrischer Fahrzeuge unterscheidet sich grundsĂ€tzlich erst einmal nicht von jener von konventionellen Autos. Allerdings macht die Karosserie zumindest Ă€ußerlich die Optik des Fahrzeugs aus. Seit der Erfindung des Kraftfahrzeugs haben deswegen immer wieder frische Ideen und Trends das Aussehen von Karosserien beeinflusst und neue Fahrzeugdesigns hervorgebracht. Dass viele E-Autos beziehungsweise ihre Karosserien auffallend sportlich gestaltet sind, hat aber nicht nur mit einem modernen Look zu tun: Durch ihr aerodynamisches Design wird der Luftwiderstand beim Fahren reduziert und so Energie eingespart.

Getriebe: Das Vorankommen durch Einfachheit

So vertraut E-Autos von außen erscheinen, so verwundert bist du vermutlich nach einem ersten Blick ins Innere. Denn eine Gangschaltung wirst du dort in den meisten FĂ€llen vergeblich suchen. Das liegt daran, dass der Elektromotor im Gegensatz zum Verbrennungsmotor ein sehr hohes Drehmoment hat und ein Getriebe mit mehreren GĂ€ngen ĂŒberflĂŒssig macht. Das Getriebe eines E-Autos verfĂŒgt nur ĂŒber eine feststehende Übersetzung und ist generell sehr viel einfacher und kostengĂŒnstiger aufgebaut als das eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Außerdem wiegt es vergleichsweise wenig, was das Gewicht der Hochvoltbatterie zumindest ein wenig wieder wettmacht – und durch den so gesenkten Verbrauch die Reichweite des Elektrofahrzeugs vergrĂ¶ĂŸert.

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Exkurs: Gehören Getriebe fĂŒr E-Autos bald der Vergangenheit an?

Vielleicht fragst du dich jetzt: Wieso benötigen Elektrofahrzeuge ĂŒberhaupt noch ein Getriebe? Eine berechtigte Frage, die sich auch die Elektromobilindustrie zunehmend stellt.

Entscheidend ist die Drehzahl

Bei Benzin- und Dieselmotoren hilft ein Getriebe, Energie möglichst effektiv zu nutzen. Verbrenner entfalten das Gros ihrer Kraft in einem recht schmalen Drehzahlbereich. Die Übersetzung durch das Getriebe sorgt dann dafĂŒr, dass die Motordrehzahl sich in einem konstanten Bereich passend zum Fahrzustand bewegt.
Der Elektromotor wiederum bringt in einem sehr breiten Drehzahlbereich Leistung. Ganz gleich, ob niedrige oder hohe Drehzahl: Das Drehmoment im Elektroauto Ă€ndert sich nur marginal. Ein herkömmliches Getriebe ist fĂŒr E-Fahrzeuge deshalb ebenso sinn- wie zwecklos. Dass Elektromotoren ĂŒberhaupt noch mit Untersetzungsgetrieben kombiniert werden, verbessert inzwischen lediglich die alltĂ€gliche Handhabung. Prinzipiell wĂŒrde ein E-Auto auch mit einer simplen starren Verbindung zwischen Antriebswelle und Motor funktionieren

Das Getriebe eines Elektrofahrzeugs

Was bei E-Autos als Getriebe bezeichnet wird, hat deshalb nur bedingt etwas mit den klassischen Getrieben von Verbrennern zu tun. Das Getriebe von Elektrofahrzeugen ist grundlegend anders konzipiert – schließlich muss es im Gegensatz zu seinen konventionellen Pendants weder eine bessere Leistungsentfaltung noch eine herausragende Steigerung des Fahrkomforts und Reduktion des Verbrauchs sicherstellen.
Im Falle eines Untersetzungsgetriebes dient es lediglich dazu, die Antriebskraft vom Elektromotor auf die RĂ€der zu verteilen und die Motordrehzahl dabei um einen fixen Faktor zu senken. Alternativ dazu gibt es auch E-Autos mit Radnabenmotoren. Diese verzichten komplett auf ein Getriebe, denn jedes Rad verfĂŒgt ĂŒber einen eigenen Elektromotor.

Wissenswertes

Eine Außnahme stellen selbstredend Hybridfahrzeuge dar. Weil diese Elektroantrieb und Verbrennungsmotor kombinieren, ist in ihnen auch ein Getriebe verbaut.

Wann E-Autos Getriebe nutzen

Doch wie so oft gibt es auch Ausnahmen von der Regel: Manche Elektroautos nutzen Getriebe mit mehreren GĂ€ngen – wenn auch in den meisten FĂ€llen nur zwei. Dabei handelt es sich hĂ€ufig um Hochleistungs-Fahrzeuge und Sportwagen. Wegen des zunehmenden Luftwiderstands bei Geschwindigkeiten ĂŒber 140 Kilometer die Stunde kann ein mehrgĂ€ngiges Getriebe dabei helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren. Dringend notwendig ist das Getriebe aber auch hier nicht.

Da der Entwicklungsaufwand und die damit einhergehenden Kosten fĂŒr diese komplexen Systeme zu hoch ist, verzichten die meisten Hersteller auf das Getriebe. FĂŒr dich als (potenziellen) Kunden ist das von Vorteil. Denn mit Getriebe wĂŒrden die meisten E-Autos deutlich mehr kosten.

VorzĂŒge des Elektroauto-Getriebes

Apropos Vorteil: Sollte dein Elektrofahrzeug trotzdem ĂŒber ein Getriebe verfĂŒgen, profitierst du von vergleichsweise niedrigen Wartungs- und Reparaturkosten. Denn die Getriebe von E-Autos enthalten kaum bewegliche Teile, so dass der Verschleiß Ă€ußerst gering ausfĂ€llt. Beispielsweise gibt es keine Kupplungsscheiben, die sich abnutzen und so zu Reibungsverlusten fĂŒhren. ZusĂ€tzlich entfallen Wartungsarbeiten wie der frĂŒher ĂŒbliche Getriebeölwechsel.

Wenn ĂŒberhaupt, werden Probleme mit dem Getriebe durch Störungen der Software oder Elektrik verursacht. Allerdings sind Getriebedefekte bei Elektrofahrzeugen extrem selten und unwahrscheinlich. Falls es dennoch einmal dazu kommt, fĂŒhrt jedoch kein Weg an einem Besuch in der Werkstatt deines Vertrauens vorbei: Um sie selbst reparieren, sind moderne E-Autos zu komplex und technisch zu anspruchsvoll.

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Die Vorteile eines Elektroautos

Technik hin oder her – was zĂ€hlt, sind die praktischen Vorteile von Elektrofahrzeugen. Und das sind nicht wenige!

E-Autos sind...

  • 
nachhaltiger!

    Wir können es nicht genug betonen: E-Autos produzieren deutlich weniger Kohlenstoffdioxid als herkömmliche Wagen mit Verbrennungsmotor. Sie geben keine giftigen Emissionen ab. Daher sind sie vor allem in Kombination mit einer Ökostromquelle ein echtes Plus fĂŒr die KlimaneutralitĂ€t.

  • 
effizienter!

    Elektromotoren können Energie um einiges effektiver umsetzen als Verbrennungsmotoren. Das bedeutet, dass Elektroautos fĂŒr dieselbe Leistung insgesamt weniger Energie benötigen als ein Benzin- oder Dieselwagen- Sie sind somit eindeutig ressourcenschonender. In Zahlen: Der Wirkungsgrad (also das VerhĂ€ltnis zwischen Energie, die ein Motor erhĂ€lt, und Energie, die er umsetzt) liegt bei Elektromotoren bei gut 90 Prozent. Bei Verbrennungsmotoren sind es lediglich 20 Prozent.

  • 
gĂŒnstiger!

    Durch diese Effizienz sind die Energiekosten eines E-Autos viel niedriger als bei konventionellen Fahrzeugen. Gerade einmal 4 Euro fallen durchschnittlich auf 100 Kilometer Fahrt an. Vielerorts kannst du dein Auto sogar kostenlos aufladen. Auch was die sonstigen Haltungskosten angeht, können die elektrischen GefĂ€hrte punkten: Die ersten 10 Jahre entfĂ€llt die Kfz-Steuer und viele Versicherungen bieten Rabatte und maßgeschneiderte Tarife an.

  • 
langlebiger!

    Durch die Bank sind Elektroautos weniger anfĂ€llig fĂŒr Wartungen. Es gibt Autoteile, die schnell verschleißen und regelmĂ€ĂŸig repariert oder ersetzt werden mĂŒssen (beispielsweise Getriebe, Keil- und Zahnriemen, Lichtmaschine und Schaltgetriebe). In E-Fahrzeugen sind diese Teile gar nicht erst verbaut. Außerdem liegt es in der Natur der Sache, dass weder Ölwechsel noch Abgasuntersuchung anfallen.

  • 
unabhĂ€ngiger!

    Dieselautos werden zunehmend aus bestimmten Zonen und InnenstĂ€dten verbannt. Elektrofahrzeugen droht dieses Schicksal nicht – auch nicht auf lange Sicht. Hinzu kommt, dass du mit einem E-Auto nicht mehr auf Öl angewiesen bist. Das ist nicht nur wegen der empfindlichen und hĂ€ufig schwankenden Benzinpreise von Vorteil. Du schonst auch die immer knapperen Erdölreserven.

  • 
komfortabler!

    Verbraucher auf eine alternative Technologie einzustimmen, ist eine große Herausforderung. Autohersteller wissen das. Daher legen sie bei Elektrofahrzeugen ein ganz besonderes Augenmerk auf Faktoren wie Bequemlichkeit und PraktikabilitĂ€t. DarĂŒber hinaus haben E-Autos keine Abgase. Das macht sie so gut wie geruchsneutral und deutlich leiser – eindeutige Pluspunkte fĂŒr den Fahrkomfort.

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Die Nachteile eines Elektroautos

Wir wollen fair sein und auch ĂŒber die Nachteile von ElektromobilitĂ€t sprechen. Das Problem: Wirkliche Nachteile gibt es nicht – eher Vorurteile, die einer genauen ÜberprĂŒfung jedoch nicht standhalten.

Vorurteile

  • Vorurteil 1: Elektroautos sind nicht erschwinglich!

    Zugegeben, lange Zeit waren Elektroautos teuer in der Anschaffung. Doch wie bei jeder neuen Technik, fallen die Preise mit zunehmender Nachfrage. Heute gibt es viele Modelle, die preislich mit der kraftstoffbasierten Konkurrenz mithalten können. So bekommst du fĂŒr rund 21.000 Euro bereits ein Elektroauto mit bis zu 260 Kilometer Reichweite.

  • Vorurteil 2: Elektroautos schaffen nur kurze Strecken!

    Das erste Elektrofahrzeug von 1881 hatte 26 Kilometer Reichweite. Diese Entfernung ĂŒberbieten heutige E-Autos um ein Vielfaches: Mit einer Batterieladung kommst du bis zu 500 Kilometer weit. Außerdem arbeitet die Forschung stĂ€ndig daran, die Leistung von Akkus zu verbessern. FĂŒr die Zukunft ist deshalb damit zu rechnen, dass immer grĂ¶ĂŸere Strecken möglich werden.

  • Vorurteil 3: Elektroautos können nirgendwo aufgeladen werden!

    Du planst einen lĂ€ngeren Ausflug ins GrĂŒne? Dann solltest du dich vorab informieren, ob es unterwegs Gelegenheiten zum Aufladen gibt. In Ballungs- und Stadtgebieten existiert dagegen bereits eine stabile Infrastruktur: 6.600 öffentlich zugĂ€ngliche Ladestationen und etwa 13.500 LadesĂ€ulen gab es laut Bundesregierung Ende 2018 in Deutschland – Tendenz steigend. Und RaststĂ€tten, Tankstellen und sogar SupermĂ€rkte bieten immer hĂ€ufiger Möglichkeiten an, um E-Autos aufzuladen.

Wissenswertes

Mit am hĂ€ufigsten wirst du dein Elektroauto vermutlich zu Hause aufladen. Damit das problemlos gelingt, gibt es leistungsstarke Ladelösungen: Eine sogenannte Wallbox oder Wandladestation montierst du einfach an die Wand. Du verbindest sie mit deinem heimischen Stromnetz und schließt dein Auto ĂŒber das integrierte Ladekabel an. Schon kannst du den sicheren Ladevorgang starten.

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Von Förderung bis Wallbox: 14 Tipps fĂŒr den Kauf deines Elektroautos

Du bist vom Konzept ElektromobilitĂ€t ĂŒberzeugt, möchtest zur Energiewende beitragen und dir dein eigenes Elektroauto zulegen? Dann solltest du folgende Punkte beachten:

Profitiere von Steuererleichterungen fĂŒr Elektroautos!

Um ElektromobilitĂ€t attraktiver zu machen, hat die Bundesregierung eine Reihe von Fördermaßnahmen auf den Weg gebracht. Eine davon: Der Erlass der Kfz-Steuer (ĂŒber einen Zeitraum von 10 Jahren) fĂŒr alle Elektroautos, die bis zum 31.12.2020 neuzugelassen werden. Diesen Steuervorteil kannst du ĂŒbrigens auch nutzen, wenn du dein altes Auto zwischen dem 18. Mai 2016 und dem 31. Dezember 2020 zu einem reinen Elektrofahrzeug umgerĂŒstet hast.

Verdiene zusÀtzliches Geld mit dem Handel der THG-Quote!

Wie bereits erwĂ€hnt können auch Privatpersonen am Handel rund um die Treibhausgasquote teilnehmen. Als Halter eines E-Autos werden dir jĂ€hrlich pauschal 2.000 Kilowattstunden Energie sowie die Differenz zu den CO₂-Emissionen eines Verbrennungsmotors angerechnet. Diese Einsparung kannst du ĂŒber spezielle HĂ€ndler fĂŒr die THG-Quote an Mineralölkonzerne verkaufen und so pro Jahr gut 200 bis 300 Euro dazuverdienen. Wie hoch dein Gewinn genau ausfĂ€llt, ist abhĂ€ngig von der Marktlage – also von Angebot und Nachfrage. Anbieter fĂŒr den Handel mit der THG-Quote, die mit hohen Tageswerten werben, können dieses Versprechen daher oft nicht ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume aufrechterhalten. GrundsĂ€tzlich solltest du mehrere HĂ€ndler miteinander vergleichen: Die meisten Anbieter fĂŒr den Quotenhandel unterscheiden sich nĂ€mlich in ihren Leistungen. Manche von ihnen bieten beispielsweise Garantiezahlungen an. Diese sind zwar sicher, du profitierst jedoch nicht von einer positiven Marktentwicklung. Bei Angeboten mit Flex-Optionen dagegen verdienst du mehr, wenn die Werte im Quotenhandel steigen – allerdings auch weniger, wenn sie fallen.

Streiche die staatliche PrĂ€mie fĂŒr Elektroautos ein!

Eine weitere Maßnahme zur Förderung von Elektroautos ist der sogenannte Umweltbonus. Dieser hat ein Fördervolumen von 1,2 Milliarden Euro. Diesen Betrag stellt zu einer HĂ€lfte der Bund. Die andere HĂ€lfte ĂŒbernehmen die Automobilhersteller. FĂŒr dich als potenziellen KĂ€ufer bedeutet das: Liegt der Listenpreis unter 40.000 Euro, wird der Kauf eines reinen Elektroautos mit 6.000 Euro, der Kauf eines Plug-In-Hybrids mit 4.500 Euro bezuschusst. Kostet das Fahrzeug mehr (aber maximal 65.000 Euro), gibt es Förderungen in Höhe von 5.000 Euro (reine E-Autos) bzw. 3.750 Euro (Plug-In-Hybrid). Das Angebot gilt auch fĂŒr junge Gebrauchtwagen. Voraussetzung ist, dass die Erstzulassung des Autos nach dem 18. Mai 2016 stattfand. Nachdem die Bundesregierung die ursprĂŒngliche Frist (Juni 2019) des Programms verlĂ€ngert hat, kannst du die Förderung noch bis Ende 2025 in Anspruch nehmen.

Versteuere dein E-Auto als Dienstfahrzeug gĂŒnstiger!

Wenn du einen Dienstwagen nutzt, wird dieser als sogenannter geldwerter Vorteil in deinen Steuern berĂŒcksichtigt. Das Finanzamt rechnet dann einen Teil des Fahrzeugpreises zu deinem Einkommen hinzu. In der Folge erhöhen sich deine Steuerabgaben. Bei Autos mit Verbrennungsmotor wird 1 Prozent des Bruttolistenpreises (zum Zeitpunkt des Kaufes) angesetzt. Anders bei Elektroautos: Hier zĂ€hlt gerade einmal die HĂ€lfte, also 0,5 Prozent des Listenpreises. Und wenn der Fahrzeugpreis unter 40.000 Euro liegt, halbiert sich die Bemessungsgrundlage erneut. Dann sind nur 0,25 Prozent des Listenpreises steuerlich relevant.

Informiere dich ĂŒber weitere Förderungsmöglichkeiten fĂŒr E-MobilitĂ€t!

Nicht nur von staatlicher Seite kannst du mit einer PrĂ€mie fĂŒr dein Elektroauto rechnen. Auch einzelne Kommunen, Energieversorger und Stadtwerke in Deutschland bieten Förderungen an. Diese reichen von Gutschriften in den Jahresstromrechnungen ĂŒber Bezuschussungen beim Fahrzeugkauf bis hin zu speziellen VergĂŒnstigungen. Mach dich am besten direkt bei deinen regionalen Ansprechpartnern und Anbietern schlau.

Überlege, ob ein Kredit fĂŒr E-Auto und Ladestation Sinn macht!

Hindert dich nur der (noch) zu hohe Fahrzeugpreis am E-Auto-Kauf? Wenn du Unternehmer oder Freiberufler bist, kann dir die KfW  (Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau) unter die Arme greifen: Die staatliche Förderbank gewĂ€hrt aktuell gĂŒnstige Darlehen zur Finanzierung von E-Autos und Ladestationen.

Mach dein Zuhause fit fĂŒr ElektromobilitĂ€t!

Optimalerweise kannst du dein Elektrofahrzeug zu Hause aufladen (ĂŒber eine Steckdose in der Garage, im Carport oder an der Außenwand des Hauses). Dann brauchst du eine Wallbox. So dauert es nicht ewig, bis dein Auto aufgeladen ist. Außerdem ist der Anschluss ans Stromnetz so zusĂ€tzlich gesichert. Viele Kommunen, Stromanbieter und Stadtwerke fördern auch den Kauf dieser Wandladestation. Dadurch sollte die AufrĂŒstung deines Heimladeplatzes nicht allzu sehr im Geldbeutel schmerzen.

Nimm dir Zeit, um dein Elektroauto kennenzulernen!

FĂŒr die meisten Autofahrer ist ElektromobilitĂ€t Neuland. Zwar unterscheidet sich die Grundfunktion – also das Fahren – nicht sonderlich von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Aber mit bestimmten Details gilt es erst einmal vertraut zu werden. Beispielsweise kann das Herausziehen des Ladekabels fĂŒr Elektro-Neulinge eine kleine Herausforderung darstellen. Denn das Kabel verriegelt sich beim Laden automatisch, um zu verhindern, dass unbefugte Personen es entfernen. Gewalt und heftiges Ziehen helfen hier nicht, sondern fĂŒhren im schlimmsten Fall zu SchĂ€den. Stattdessen kannst du das Kabel ĂŒber einen Knopf auf dem AutoschlĂŒssel entriegeln.

Sammle deine eigenen Erfahrungswerte!

Die Herstellerangaben zu Ladedauer und Reichweite deines Elektroautos können deutlich von der Praxis abweichen. Das liegt nicht daran, dass die Autoproduzenten hier mutwillig schummeln: TatsĂ€chlich sind sowohl die Reichweite als auch die Ladedauer von vielen individuellen Faktoren abhĂ€ngig. Beispielsweise beeinflussen Fahrstil, Gesamtgewicht und Akkustand die mögliche Reichweite massiv. Wie lange dein Auto zum Laden braucht, hĂ€ngt wiederum zum Beispiel von der Ladetechnik und der Außentemperatur ab. Die Hersteller können sich deshalb nur auf Durchschnittswerte berufen. Mit der Zeit wirst du dein E-Auto jedoch immer besser einschĂ€tzen können und ein GefĂŒhl dafĂŒr entwickeln, wie weit du kommst bzw. wie lange das Laden dauert.

Nimm gebrauchte Elektroautos genau unter die Lupe!

Einen elektrischen Gebrauchtwagen zu kaufen, kann eine gĂŒnstige Alternative zu einem Neuwagen sein. Anders als bei Gebrauchten mit Verbrennungsmotoren ist es wichtig, dass du dir die Batterie genau anschaust. Denn der Akku „altert“, sprich: Er verliert mit der Zeit an LadekapazitĂ€t. Nach 8 bis 10 Jahren kann die Batterie 30 Prozent ihres Fassungsvermögens einbĂŒĂŸen – je nach Fahrstil des Vorbesitzers, der Art und Weise sowie HĂ€ufigkeit der Aufladungen und Außenfaktoren (beispielsweise der Umgebungstemperatur).

Such dir eine Werkstatt, die sich mit E-Autos auskennt!

E-Autos sind Ă€ußerst verschleißarm und deutlich weniger wartungsanfĂ€llig als ihre kraftstoffbetriebenen Kollegen. Trotzdem kann es vorkommen, dass Reparaturen anfallen. Du solltest dein Elektrofahrzeug dann nicht einfach in die nĂ€chstbeste Werkstatt bringen. Denn um elektrische Autos fachgerecht reparieren zu können, sind eine gesonderte Ausbildung, Expertenwissen und spezielle Vorrichtungen notwendig. Informiere dich am besten frĂŒhzeitig ĂŒber WerkstĂ€tten in deiner Umgebung.

Beantrage ein Kennzeichen fĂŒr Elektroautos!

Als Halter eines E-Fahrzeugs kannst du ein spezielles Kennzeichen erhalten. Dieses ist erkennbar an dem zusĂ€tzlichen „E“ auf dem Nummernschild. Das Kennzeichen ist nicht verpflichtend, bringt dir jedoch einige Vorteile. So gibt es in vielen StĂ€dten und Kommunen kostenfreie Ladestationen und eigene ParkplĂ€tze fĂŒr entsprechend gekennzeichnete Elektroautos. Auch sind elektrisch betriebene Wagen teils von Durchfahrtsverboten sowie ZufahrtsbeschrĂ€nkungen ausgenommen. Vielerorts können sie außerdem die Busspur mitbenutzen.

Passe gegebenenfalls deinen Fahrstil an dein E-Auto an!

Die schnelle Beschleunigung von Elektroautos kann zum „Heizen“ verlocken. Allerdings verbrauchst du dadurch auch mehr Strom und die mögliche Reichweite leidet. Gerade bei lĂ€ngeren Strecken ist deshalb ratsam: GemĂ€ĂŸigt beschleunigen und einen ausgeglichenen Fahrstil pflegen.

Lease dein Elektroauto und spare dir die Anschaffungskosten!

Eine weitere Möglichkeit, dein E-Auto zu finanzieren, ist Leasing. Dabei kaufst du das Elektrofahrzeug nicht, kannst aber trotzdem einen Neuwagen fahren. Galt das Leasen eines Autos lange Zeit eher als interessant fĂŒr GeschĂ€ftsleute, ist der Vorgang heutzutage auch bei Privatpersonen gĂ€ngig. Das Leasing eines elektrischen Autos lĂ€uft dabei genauso ab wie bei einem Benziner oder Diesel: Du zahlst eine monatliche Leasingrate, Ă€hnlich wie bei einem Kauf auf Raten. Anders als beim Ratenkauf erwirbst du jedoch kein Eigentum an dem Fahrzeug. Ist die Laufzeit deines Leasingvertrags vorbei, gibst du das Auto zurĂŒck. Je nach Vertragsmodell deckt die Leasingrate auch die Kosten fĂŒr Versicherung und Wartung ab. Ein E-Auto zu leasen hat zwei große Vorteile: Zum einen entwickelt sich ElektromobilitĂ€t sehr rasant weiter – dank Leasing kannst du alle paar Jahre ein neues Auto fahren, das dem Stand der aktuellen Technik entspricht. Zum anderen profitierst du als Privatperson von staatlichen Fördermaßnahmen, so dass du dein E-Auto besonders gĂŒnstig leasen kannst. Denn auch beim Leasing eines Elektrofahrzeugs kannst du den Umweltbonus nutzen. Du musst dafĂŒr zwar beim Leasinganbieter eine vergleichsweise hohe Vorauszahlung leisten (entsprechendem dem Betrag der zu erwartenden Förderung), bekommst dieses Geld jedoch vom BAFA im Rahmen der FörderprĂ€mie erstattet.

Entsorge die Batterien deines E-Autos fachgerecht!

Die Akkus von Elektrofahrzeugen sind ein hĂ€ufiger Kritikpunkt – und das nicht ganz ohne Grund: Die Entsorgung der Batterien wirft fĂŒr viele an ElektromobilitĂ€t Interessierte noch Fragen auf. Denn wie normale Haushaltsbatterien darfst du auch den Akku deines E-Autos nicht einfach in den RestmĂŒll schmeißen. Die Batterien von E-Autos enthalten nĂ€mlich – neben jeder Menge Aluminium, Stahl und Kunststoff – wertvolle und teils endliche Rohstoffe wie Lithium, Mangan, Kobalt, Nickel und Grafit. Damit der weltweite Bestand an Lithium und Kobalt nicht im Jahr 2050 komplett erschöpft ist, mĂŒssen E-Auto-Akkus recycelt werden. Anders als Haushaltsbatterien kannst du die Batterie deines Elektrofahrzeugs jedoch nicht im nĂ€chstbesten Drogeriemarkt abgeben. TatsĂ€chlich ist die Sammel-Infrastruktur in Deutschland noch stark ausbaufĂ€hig. Denn der Recycling-Prozess ist aufwĂ€ndig – in mehreren Schritten wird die Batterie per Hand in ihre Einzelteile zerlegt, geschreddert und geschmolzen sowie fĂŒr die weitere Verwertung der Rohstoffe vorbereitet – und daher aus finanzieller Sicht nicht lohnenswert. Allerdings haben viele Unternehmen bereits kreative Lösungen entwickelt und bauen zum Beispiel Stromspeicher aus benutzten E-Auto-Akkus. Denn auch wenn die ausgemusterten Batterien sich nicht mehr fĂŒr den Betrieb des Fahrzeugs eignen, haben sie noch eine gewisse Restenergie. Und die lĂ€sst sich noch gut zehn bis zwölf Jahre fĂŒr andere Zwecke nutzen.

Wissenswertes

Die Batterie fĂŒr E-Autos hĂ€lt in der Regel zwischen acht und zehn Jahre, bevor sie entsorgt oder recycelt werden muss.
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Exkurs: Lass uns ĂŒber ElektromobilitĂ€t und Batterien sprechen

Wie bereits erwĂ€hnt, ist der Akku eines der wichtigsten Elemente im Elektroauto. Seine KapazitĂ€t entscheidet darĂŒber, wie weit du mit deinem Fahrzeug kommst. Denn noch ist die Ladeinfrastruktur in Deutschland nicht flĂ€chendeckend ausgebaut. In lĂ€ndlichen Gegenden ist ElektromobilitĂ€t ĂŒber weite Strecken deshalb nur mit ausreichend Akkupower möglich. Aber nicht nur das Fassungsvermögen der Batterie ist ein Knackpunkt fĂŒr Autoentwickler: Der Akku ist zusĂ€tzlich sehr schwer und massiv. Dadurch macht er bei E-Autos einen signifikanten Anteil des Gesamtgewichts aus. Und das wiederum beeinflusst den Energieverbrauch.

Ziel der aktuellen Forschung ist es daher, einerseits die LadekapazitÀt von E-Autobatterien zu erweitern: Der Akku soll mehr Energie speichern können, so dass du dein Elektrofahrzeug nicht so hÀufig aufladen musst. Andererseits soll auch die Energiedichte zunehmen. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass die Batterie weniger wiegt, obwohl sie mehr Strom speichert.

Das Erfolgs- wird zum Auslaufmodell der E-MobilitÀt

Allerdings stĂ¶ĂŸt die Wissenschaft mit dem momentan am meisten verwendeten Batterietyp an gewisse Grenzen. Der Lithium-Ionen-Akku galt lange als technische Speerspitze. GegenĂŒber anderen Arten von Batterien kann er eine hohe Energiedichte, eine große LeistungsfĂ€higkeit und ein geringes Gewicht vorweisen.

Auch die relativ gute TemperaturbestĂ€ndigkeit und eine vorzeigbare UmweltvertrĂ€glichkeit (Lithium-Ionen-Akkus enthalten keine giftigen Substanzen wie Blei, Quecksilber oder Cadmium) sprachen fĂŒr diesen Batterietyp. Doch schon vor Jahren prophezeiten Experten, dass der Lithium-Ionen-Akku um 2020 herum seinen technischen Höchststand erreichen wĂŒrde. Denn irgendwann ist rein physikalisch nicht mehr möglich.

Feststoffbatterien als technische Revolution in E-Autos

Als Lösung hat sich in den letzten Jahren vor allem ein Konzept herauskristallisiert: Die Feststoffbatterie. Diese heißt so, weil der Minus- und der Pluspol der Batterie durch einen Feststoff statt eine FlĂŒssigkeit (wie beim Lithium-Ionen-Akku) verbunden sind. Dadurch wird der Akku kleiner und leichter. Gleichzeitig haben Feststoffbatterien eine grĂ¶ĂŸere Energiedicht, sind weniger hitzeempfindlich und noch dazu gĂŒnstiger.

Das einzige Problem stellt das nach wie vor verwendete Lithium dar. Die Nachfrage nach diesem Rohstoff steigt auf dem Weltmarkt stetig. Das Recycling alter Akkus hilft dabei nur im Ansatz. Außerdem hat das Material einen entscheidenden Nachteil: Wird es in Akkus verwendet, können sich elektrochemische Metallablagerungen an den Elektroden bilden. Die wiederum fĂŒhren im schlimmsten Fall zu KurzschlĂŒssen. Doch das ist kein Grund, die Feststoffbatterie aufzugeben – im Gegenteil: Denn im FrĂŒhjahr 2020 stellte ein großes koreanisches Technikunternehmen eine Feststoffbatterie vor, die ohne Lithium auskommt. Stattdessen bestehen die Elektroden aus Silber und Karbon. Diese Materialkombination verhindert Ablagerungen und erhöht die KapazitĂ€t noch einmal deutlich. So sollen vollgeladene Elektroautos Strecken von bis zu 800 Kilometer am StĂŒck zurĂŒcklegen können.

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Diese Elektroautos eignen sich als Familienmobil

Falls du denkst, du musst deine Erwartungen und AnsprĂŒche bei der Auswahl deines E-Fahrzeugs fĂŒr Familien deutlich herunterschrauben, können wir dir Entwarnung geben: Das Angebot auf dem Markt fĂŒr ElektromobilitĂ€t ist inzwischen Ă€hnlich divers wie bei Benzinern und Diesel-Autos. Das ist vor allem dann wichtig, wenn du Kinder hast: Dann sollte dein E-Auto genĂŒgend Platz fĂŒr alle bieten, Stauraum fĂŒr GepĂ€ck oder GroßeinkĂ€ufe haben und auch lĂ€ngere Strecken meistern können – zum Beispiel, wenn es in den Familienurlaub oder WochenendausflĂŒge geht. Gleichzeitig darf der Wagen auch nicht zu viel kosten. In den folgenden drei Kategorien findest du bestimmt ein Familienauto, das all diese Punkte erfĂŒllt.

Elektro-Van: verlÀsslich und gerÀumig

Vans sind in der Version mit Verbrenner der Klassiker unter den Familienkutschen. Dementsprechend findest du auf dem E-Auto-Markt auch eine Reihe an elektrisch betriebenen Vans. Diese verfĂŒgen in der Regel ĂŒber fĂŒnf bis sieben SitzplĂ€tze und jede Menge Laderaum fĂŒr Koffer und Co. Hier stellen wir dir zwei familienfreundliche Modelle vor:

  • Den Proace Verso Electric Team von Toyota kannst du selbst konfigurieren und so auf die BedĂŒrfnisse deiner Familie anpassen. Der Van hat eine Leistung von 120 bis 177 PS, die KapazitĂ€t der Batterie liegt bei 25,3 bis 26,6 Kilowattstunden. Je nach GrĂ¶ĂŸe der Batterie variiert die Reichweite und betrĂ€gt mit der grĂ¶ĂŸeren Batterie ca. 330 Kilometern. Ab 59.385 Euro ist dieser Van fĂŒr die ganze Familie erwerbbar. An einer 11 Kilowatt-Wallbox lĂ€sst sich der Van mit der kleineren Batterie-Variante innerhalb 4 Stunden und 45 Minuten aufladen, bei der Version mit der grĂ¶ĂŸeren Batterie dauert das Vollladen in etwa 7 Stunden.
  • Der Peugeot E-Traveller ist mit 51.890 in der Standard-Business-Variante Euro ein gĂŒnstiges E-Van-Modell. Das E-Auto hat eine Leistung von 136 PS. An der Wallbox braucht der E-Traveller ca. 5 bis 7,5 Stunden, bis es vollstĂ€ndig geladen ist. Die Reichweite mit einer Batterie von 50 Kilowattstunden betrĂ€gt bis zu 225 Kilometer. Der E-Traveller ist in verschiedenen Varianten verfĂŒgbar. Wenn du etwas mehr Geld ausgibst, profitierst du zum Beispiel von einer gesteigerten Batterieleistung und einer höheren Reichweite – insgesamt ist der E-Traveller ein familienfreundliches und kostengĂŒnstiges Modell, das dich und deine Liebsten sicher ans Ziel bringt.

Elektro-Luxus-Van: maximal komfortabel

Du hast eine große Familie oder ihr reist hĂ€ufig mit ĂŒberdurchschnittlich viel GepĂ€ck? Dann könnte ein Elektro-Luxus-Van die passende elektrische Lösung fĂŒr dich und deine Familie sein. Luxuriös ist an dieser Van-Variante der besonders großzĂŒgige Stauraum und hĂ€ufig auch eine optimierte Ausstattung. Ein gefragtes Modell ist der Mercedes Benz EQV 300. Zu Buche schlĂ€gt der Luxus-Van mit etwa 71.388,1 Euro. Das Modell bietet Platz fĂŒr bis zu acht Personen und zusĂ€tzlich Laderaum mit einem Volumen von 1.410 Liter. Der E-Luxus-Van ĂŒberzeugt mit 204 PS sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern. Zwar liegt die Reichweite des Elektrofahrzeugs „nur“ bei 418 Kilometern, dafĂŒr kannst du den Akku im Schnelllademodus in gerade einmal einer Dreiviertelstunde von 10 auf 80 Prozent laden.

Elektro-SUV: leistungsstarker Allrounder

SUVs stehen nicht nur stÀndig in der Kritik, sondern auch ganz oben auf den Listen der beliebtesten Autos und Neuzulassungen. Allerdings nicht nur in der viel gescholtenen Variante mit Verbrennungsmotor. Hier stellen wir dir drei Modelle von verschiedenen Herstellern vor, die derzeit besonders beliebt sind:

  • Der Elektro-SUV Ć koda Enyaq bietet deiner Familie viel Platz und ist zwischen 34.600 und 47.000 Euro erwerbbar. Außerdem ist das Modell mit drei unterschiedlich großen Batterien kĂ€uflich: 52, 58 oder 77 Kilowattstunden. Die Variante mit der grĂ¶ĂŸten Batterie bringt eure Familie ungefĂ€hr 395 Kilometer weit, bevor ihr den SUV an eine Wallbox anschließen mĂŒsst.
  • Auch Opel kann aktuell mit dem kostengĂŒnstigen Opel Mokka-e ĂŒberzeugen. Der sportliche Wagen ist ab 34.110 Euro erhĂ€ltlich. Mit einer Motorleistung von 136 PS bringt er es auf eine Höchstleistung von 150 Kilometer per Stunde. Das Volltanken des Opel-SUVs dauert an der Wallbox ungefĂ€hr 5 Stunden. Die Reichweite liegt mit etwa 270 Kilometer etwas unter den Alternativen der Konkurrenz.
  • Die Kompaktklasse Kia E-Niro eignet sich perfekt fĂŒr Familien. Ab 38.290 Euro kannst du das Auto fĂŒr dich und deine Liebsten erwerben und von einer Motorleistung bis zu 204 PS profitieren. Auch dieses Modell kannst du mit unterschiedlichen Batterien und variabler Ausstattung erwerben; mit der 64 Kilowatt-Batterie könnt ihr ungefĂ€hr 455 Kilometer zurĂŒcklegen.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Modellen fĂŒr die ganze Familie auf dem Markt. Falls bisher noch nicht das richtige E-Auto fĂŒr dich dabei war, lohnt sich Geduld: Derzeit arbeiten die meisten Autohersteller an neuen Modellen im Bereich der E-MobilitĂ€t und du kannst sicher sein, dass nach und nach immer mehr familienfreundliche E-Autos die Branche erobern.

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Elektroautos können mehr

ElektromobilitÀt bedeutet zu einem gewissen Teil, das Auto an sich neuzudenken. Damit ist aber mehr gemeint, als Bauteile anzupassen und nach leistungsstÀrkerer Hardware zu forschen. Vielmehr nutzen Hersteller und Entwickler diese Gelegenheit, um nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch das Fahrerlebnis an sich zu optimieren.

Connected Car

Ein Konzept, das im Zuge dieses Vorhabens immer stĂ€rker in den Fokus rĂŒckt, ist das „Connected Car“ (vernetztes Auto). Ganz im Sinne des „Internet of Things“ handelt es sich dabei um Autos, die zum Beispiel per WLAN mit dem Internet verbunden sind. Die Idee existierte schon vor der aktuellen Diskussion um ElektromobilitĂ€t. Doch das digital vernetzte und das elektrisch betriebene Auto ergĂ€nzen sich optimal. So kannst du hier in den nĂ€chsten Jahren mit vielen spannenden Innovationen rechnen.
Denn die Perspektiven, die das Prinzip Connected Car eröffnet, sind ziemlich umfangreich: Beispielsweise kann das Auto mit anderen Fahrzeugen kommunizieren und Informationen zu deren Geschwindigkeit und Position sammeln. Das hilft, UnfĂ€lle zu vermeiden und sorgt fĂŒr Sicherheit. Theoretisch ist es sogar denkbar, die Vernetzung auf alle Arten von Fahrzeugen und Teile der Infrastruktur auszuweiten – von der Autobahn ĂŒber ZĂŒge bis hin zu Flugzeugen. Die Grundfunktionen von vernetzten Autos (zum Beispiel, dass dein Fahrzeug dich ĂŒber den Zustand einzelner Komponenten informiert und wichtige Daten in einer Cloud speichert) wirken im Vergleich zu den Möglichkeiten der nahen Zukunft schon fast unspektakulĂ€r.

Wissenswertes

Das „Internet of Things“ (Internet der Dinge, kurz IoT) ist der Techniktrend des vergangenen Jahrzehnts – und vermutlich auch noch der nĂ€chsten Jahre. Gemeint ist damit, dass AlltagsgegenstĂ€nde „smart“ gemacht, also mit einem virtuellen Netzwerk verbunden werden. So kannst du beispielsweise smarte Zimmerlampen ĂŒber dein Smartphone an- und ausschalten oder mit deinem Smart-TV Inhalte aus dem Internet abrufen.

Apps und Tools

Wie fĂŒr nahezu jeden Lebensbereich, hĂ€lt die Welt der Apps auch zum Thema ElektromobilitĂ€t eine große FĂŒlle praktischer Tools parat. So gibt es beispielsweise Anwendungen zum:

  • Ladestationen finden: Auf sogenannten Ladekarten werden dir Ladestationen und -sĂ€ulen in deiner NĂ€he angezeigt. Die Auswahl ist hier groß. Denn viele Anbieter, aber auch Stadtwerke und Kommunen, haben ihre eigene App. Manche davon empfehlen dir sogar, wie du dir in der Umgebung die Zeit vertreiben kannst, wĂ€hrend dein Auto sich auflĂ€dt.
  • Erstellen eines digitalen Fahrtenbuchs: Ob fĂŒr die SteuererklĂ€rung oder fĂŒr private Zwecke – ein Fahrtenbuch verschafft dir einen guten Überblick ĂŒber zurĂŒckgelegte Strecken und deine Fahrtkosten. Mit der entsprechenden App brauchst du selbst gar nichts dafĂŒr tun: Du verbindest die Anwendung einfach mit deinem Elektroauto und schon wird das Fahrtenbuch automatisch gefĂŒhrt.
  • Bargeldlos bezahlen: Nicht nur im Rahmen von ElektromobilitĂ€t wird das Konzept von Bargeld aktuell stark hinterfragt. Mit dem Smartphone zu bezahlen, ist in Deutschland trotzdem noch relativ unĂŒblich. Allerdings gibt es schon viele Apps, mit denen du deine Rechnung beim Parken oder an Ladestationen per Smartphone begleichen kannst.
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Fördermöglichkeiten fĂŒr deine ElektromobilitĂ€t

Im Jahr 2030 soll mehr als ein Drittel der Autos auf den Straßen hierzulande elektrisch sein. Ganze 15 Millionen E-Autos hat sich die aktuelle Regierung zum Ziel gesetzt. Um diese Zahl zu erreichen, wird nicht nur der Kauf von E-Autos gefördert: Auch das Leasing und der Erwerb gebrauchter Elektrofahrzeuge wird bezuschusst. ZusĂ€tzlich kannst du als E-Auto-Fahrer von steuerlichen BegĂŒnstigungen, regionalen Förderprogrammen und vielem mehr profitieren. Hier findest du einige gute Möglichkeiten:

Umweltbonus und InnovationsprÀmie

Der 2016 eingefĂŒhrte Umweltbonus ist eine direkte Förderung durch den Staat. Er wurde 2020 durch die InnovationsprĂ€mie ergĂ€nzt. Dadurch stieg der mögliche Zuschuss von 6.000 auf 9.000 Euro. Zwei Drittel der Kosten trĂ€gt der Bund, das dritte Drittel steuern die Automobilhersteller bei. Ausgezahlt werden die Fördergelder durch das Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Wie hoch deine Förderung letztlich ausfĂ€llt, ist vom individuellen Listenpreis deines E-Autos abhĂ€ngig. Die staatliche Förderung kannst du ĂŒbrigens auch fĂŒr Plug-in-Hybrider nutzen. Allerdings musst du ab dem 1. August 2022 nachweisen, dass dein Auto eine elektrische Mindestreichweite von 80 Kilometern hat – und du diese auch aktiv beanspruchst.

Fördermaßnahmen in deiner Region

Nicht nur von staatlicher Seite kannst du mit einer PrĂ€mie fĂŒr dein Elektroauto rechnen. Auch einzelne Kommunen, Energieversorger und Stadtwerke in Deutschland bieten Förderungen an. Diese reichen von Gutschriften in den Jahresstromrechnungen ĂŒber Bezuschussungen beim Fahrzeugkauf bis hin zu speziellen VergĂŒnstigungen. Vielerorts ist auch die Förderung von heimischen Ladestationen möglich. FĂŒr Kauf und Installation einer Wallbox kannst du zum Beispiel auf zinsgĂŒnstige Darlehen und ZuschĂŒsse der KfW zurĂŒckgreifen. Oder du nutzt Angebote und PrĂ€mien regionaler Energielieferanten. Mach dich am besten direkt bei deinen regionalen Ansprechpartnern und Anbietern schlau.

Indirekte Förderung ĂŒber Steuervorteile

Die anfĂ€llige Kfz-Steuer fĂŒr Verbrenner richtet sich nach dem Hubraum sowie dem CO2-Ausstoß der Fahrzeuge. Bei Elektrofahrzeugen dagegen wird die Steuer auf Basis ihres zulĂ€ssigen Gesamtgewichts (zGG) berechnet. Dadurch ergeben sich drei Kategorien, bei denen pro angefangenen 200 Kilogramm jeweils höhere Steuern anfallen:

  • FĂŒr ein Elektrofahrzeug mit maximal 2.000 Kilo zGG betragen die Steuern 5,625 Euro je 200 Kilo.
  • Wiegt das E-Auto bis zu 3.000 Kilogramm fallen 6,01 Euro Steuern je 200 Kilogramm an.
  • Ein Wagen mit einem Gewicht bis 3.500 Kilogramm kostet dich 6,39 Euro je 200 Kilogramm.

Im Endeffekt zahlst du mit einem E-Auto nur etwa halb so viel an Kfz-Steuern wie mit einem Benziner oder Diesel – wenn du ĂŒberhaupt zahlst. Denn: Ein Elektroauto, das du vor dem Jahr 2025 erwirbst, ist zehn Jahre lang komplett von der Kfz-Steuer befreit. Als weiterer Steuervorteil kommt hinzu, dass ein elektrisch betriebener Dienstwagen nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil besteuert wird (beziehungsweise 0,5 Prozent, wenn der Bruttolistenpreis mehr als 60.000 Euro betrĂ€gt).

Gebrauchtes E-Auto fördern lassen

Umweltbonus und InnovationsprĂ€mie greifen nicht nur beim Kauf von Neuwagen. Auch der Erwerb eines gebrauchten Elektrofahrzeugs wird bezuschusst – zumindest unter gewissen Voraussetzungen. Wie bei elektrischen Neuwagen lĂ€uft die Förderung voraussichtlich noch bis Ende 2025. Damit du diese nutzen kannst, muss dein Gebrauchter in einem sehr genau definierten Zeitraum zugelassen worden sein:

  • Der Umweltbonus kommt fĂŒr alle Elektroautos infrage, die ab dem 5. November 2019 erstmalig zugelassen wurden.
  • Die InnovationsprĂ€mie gilt fĂŒr (gebrauchte) E-Autos, deren Erstzulassung nach dem 4. November 2019 stattfand.
  • Ebenfalls gĂŒltig ist die InnovationsprĂ€mie fĂŒr Fahrzeuge, deren Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 und vor dem 31. Dezember 2021 erfolgte. Eine VerlĂ€ngerung des Zeitraums bis 2025 ist sehr wahrscheinlich.

Die Förderungen kannst du auch rĂŒckwirkend beantragen. Wichtig beim Gebrauchtwagenkauf ist, dass die Erstzulassung höchstens ein Jahr umfasst und dass das Auto nach dem Kauf mindestens sechs Monat auf dich gemeldet ist. ZusĂ€tzlich benötigst du einen Nachweis ĂŒber den Neuwagen-Listenpreis des Fahrzeugs sowie eine beglaubigte BestĂ€tigung des Kilometerstands (dieser darf zum Zeitpunkt des Kaufs maximal 15.000 Kilometer betragen).

Wie bei Neuwagen richtet sich die Höhe der Förderung nach dem Listenpreis des Autos. Da es sich um ein gebrauchtes Fahrzeug mit gewissem Wertverlust handelt, zĂ€hlen nur 80 Prozent des Listenpreises. PreisnachlĂ€sse werden in die Berechnung nicht mit einbezogen – im Gegensatz zu Sonderausstattung. AbzĂŒglich des Bruttoherstelleranteils ergibt sich der zulĂ€ssige Höchstpreis fĂŒr eine Förderung. Ein Beispiel:

  • Das Basismodell eines Elektroautos kostet 35.000 Euro.
  • Durch Sonderausstattung im Wert von 12.000 Euro ergibt sich der Bruttogesamtfahrzeugpreis von 47.000 Euro.
  • 80 Prozent von diesem sind 37.600 Euro.
  • Ziehst du den Bruttoherstelleranteil von 2.975 Euro (entspricht 2.500 Euro netto) ab, kommst du auf den Schwellenwert: 34.625 Euro.
  • Den staatlichen Zuschuss erhĂ€ltst du somit nur, wenn du nicht mehr als 34.625 Euro gezahlt hast.

ZusĂ€tzlich kannst du dir außerdem noch einen staatlichen Zuschuss von 100 Euro fĂŒr ein Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) holen. Ein AVAS ist seit dem 1. Juli 2021 verpflichtend fĂŒr alle Elektrofahrzeuge. Allerdings wird die Förderung pro Fahrzeug nur einmal gewĂ€hrt. Hat der Vorbesitzer also bereits entsprechende Fördergelder erhalten, kannst du sie nicht mehr nutzen.

Der Kauf eines elektrischen Gebrauchtwagens hat ĂŒbrigens verschiedene Vorteile: Einerseits hilfst du durch die Schonung von Ressourcen der Umwelt. Andererseits sorgen aktuelle LieferengpĂ€sse und der Mangel an dringend benötigten Chips aktuell fĂŒr lange Wartezeiten. Je nach Modell und Marke kann es passieren, dass du bis zu einem Jahr auf einen Neuwagen warten musst.

Förderung fĂŒrs Leasen von Elektroautos

Um dein E-Auto fördern zu lassen, ist es weder notwendig einen Neuwagen zu kaufen, noch musst du den Wagen selbst erwerben. Denn auch das Leasing von E-Autos ist förderfĂ€hig. Im Grunde gelten hier die gleichen Kriterien wie beim Kauf neuer und gebrauchter Elektroautos: Ausschlaggebend fĂŒr die Höhe der Fördersumme ist in erster Linie der Listenpreis. Bei geleasten E-Fahrzeugen fließt allerdings noch die Leasingdauer als zusĂ€tzlicher Faktor in die Berechnung mit ein. Konkret bedeutet das:

  • E-Autos mit einer Leasingdauer zwischen sechs und zwölf Monaten sowie einem Listenpreis bis 40.000 Euro erhalten eine Förderung von insgesamt 2.250 Euro.
  • Bei derselben Leasingdauer und einem Listenpreis von 40.000 bis 65.000 Euro kannst du mit einem Gesamtzuschuss von 1.875 Euro rechnen.
  • Least du ein Elektroauto mit einem Listenpreis unter 40.000 Euro fĂŒr zwölf bis 23 Monate, bezuschussen dich Bund und Autohersteller mit insgesamt 4.500 Euro.
  • Ein Auto, dessen Listenpreis zwischen 40.000 und 65.000 Euro liegt und das du ebenfalls zwölf bis 23 Monate im Leasingmodell nutzt, wird mit 3.750 Euro gefördert.
  • FĂŒr Autos mit einer Leasingdauer ĂŒber mehr als zwei Jahre sowie einem maximalen Listenpreis von 40.000 Euro gibt es den per Umweltbonus und InnovationsprĂ€mie möglichen Höchstbetrag: 9.000 Euro.
  • LĂ€nger als zwei Jahre geleaste E-Autos mit einem Listenpreis bis 65.000 Euro ermöglichen dir 7.500 Euro an ZuschĂŒssen.

Eine Voraussetzung fĂŒr die Inanspruchnahme der Förderungen ist auch bei Leasing-Autos der Zulassungszeitraum von 3. Juni 2020 bis zum 31. Dezember 2025.

Umweltbonus und InnovationsprÀmie beantragen

Welche Fahrzeugmodelle zuschussberechtigt sind, kannst du der vollstĂ€ndigen Liste des BAFA entnehmen. Auf deren Internetseite beantragst du auch die Förderung. Bei der Antragstellung erfĂ€hrst du, welche Unterlagen du elektronisch einreichen musst – dies ist abhĂ€ngig davon, ob du ein E-Auto geleast oder gekauft hast. Bitte bedenke: Weil das Zulassungsdatum ausschlaggebend fĂŒr die Bewilligung der Förderung ist, kannst du Umweltbonus und InnovationsprĂ€mie auch erst nach der Zulassung beantragen.

Förderungen fĂŒr Elektroautos kombinieren

Der Umweltbonus ist kombinierbar mit ministerialen und regionalen Förderprogrammen wie zum Beispiel:

  • Sofortprogramm Saubere Luft vom Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
  • Flottenaustauschprogramm Sozial und Mobil vom BMU
  • Förderrichtlinie ElektromobilitĂ€t vom Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
  • Förderrichtlinie Markthochlauf NIP2 vom BMVI
  • Klimaschutzoffensive fĂŒr den Mittelstand von der KfW
  • Wirtschaftsnahe ElektromobilitĂ€t (WELMO) vom Land Berlin
  • Klimaschutzförderrichtlinie Unternehmen vom Land Mecklenburg-Vorpommern
  • BW-e-Gutschein vom Land Baden-WĂŒrttemberg
  • Förderprogramm Inklusionstaxi Berlin vom Land Berlin
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Mit Elektroauto und THG-Quote Geld verdienen

Eine weitere indirekte Form der Förderung ist die PrĂ€mie, die du ĂŒber den Handel mit der THG-Quote erwerben kannst. Noch einmal zur Auffrischung: Die Treibhausgasminderungsquote nimmt Hersteller von Kraftstoffen in die Pflicht und schreibt ihnen vor, ihre Treibhausgasemissionen auszugleichen. Dadurch sollen die Unternehmen dazu motiviert werden, industrielle Prozesse klimafreundlicher zu gestalten und vermehrt auf nachhaltigere Antriebe zu setzen. Als Fahrer eines E-Autos sparst du bereits Emissionen ein. Auf Quotenhandel spezialisierte HĂ€ndler ermöglichen dir, diese Ersparnis in Form von Zertifikaten an quotenpflichtige Unternehmen zu verkaufen. DafĂŒr musst du kaum etwas tun. In der Regel erhĂ€ltst du beispielsweise in nur fĂŒnf Schritten deine PrĂ€mie:

  1. Wenn dein Auto komplett elektrisch betrieben wird, ist es automatisch qualifiziert.
  2. Du lÀdst deinen Fahrzeugschein als Foto oder Scan hoch.
  3. Nach PrĂŒfung gehen die Unterlagen an das BMU, das anschließend die THG-Zertifikate ausstellt.
  4. Du erhĂ€ltst anschließend eine PrĂ€mie fĂŒr jedes Elektroauto, das auf dich gemeldet ist.

Der Ablauf und die Höhe der PrĂ€mie können sich von HĂ€ndler zu HĂ€ndler natĂŒrlich unterscheiden. GrundsĂ€tzlich kannst du aber jedes Jahr mit einer netten Summe rechnen, die zur Amortisierung deines E-Autos beitrĂ€gt.

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ZukĂŒnftige Innovationen der ElektromobilitĂ€t

Die ElektromobilitĂ€t ist noch lange nicht an ihrem Höhepunkt angekommen. Die kommenden Jahre und Jahrzehnte werden einige Innovationen bereithalten; darunter spannende Entwicklungen und technische Überraschungen, die wir jetzt noch nicht erahnen können. Neue, technisch immer bessere Modelle werden den Markt erobern, so dass es vom Kleinwagen bis zum SUV bald alles in einer „elektrischen Variante“ geben wird.

Doch auch abseits der Fahrzeuge selbst forschen Hersteller nach neuen Optimierungsmöglichkeiten im Zuge der ElektromobilitĂ€t– vor allem beim Thema Energieversorgung. Zwei besonders interessante AnsĂ€tze möchten wir dir hier vorstellen:

Induktives Laden

Das induktive Laden kennst du vielleicht schon vom Smartphone oder von elektrischen ZahnbĂŒrsten. Das Besondere an dieser Art des Ladens ist, dass du dafĂŒr kein Kabel benötigst. Stattdessen erfolgt der Ladevorgang mithilfe elektromagnetischer Induktion – also ĂŒber ein elektromagnetisches Feld.

FĂŒr die ElektromobilitĂ€t wĂ€re induktives Laden eine Revolution. Denn als Argument gegen das E-Auto nennen viele das vergleichsweise umstĂ€ndliche Laden der Batterie. Zwar gibt es in dieser Hinsicht auch anderweitig rasante Entwicklungen (neue Akkus mit mehr LadekapazitĂ€t, verkĂŒrzte Ladezeiten durch Schnellladestationen und vieles mehr). Doch induktives Laden wĂŒrde bedeuten, dass du nicht einmal mehr auf Ladestationen und Steckdosen angewiesen wĂ€rst.

Stattdessen wĂŒrdest du sogenannte Induktionsschleifen nutzen, die beispielsweise vor Ampeln installiert werden. Dein Auto wĂŒrde sich dann automatisch aufladen, wenn du an einer roten Ampel wartest. Noch ist die Technologie Zukunftsmusik. Aber sobald eine gewisse Serienreife erreicht ist, wird induktives Laden höchstwahrscheinlich flĂ€chendeckend möglich sein.

Smart-Grid-Technologie

Noch etwas grĂ¶ĂŸer gedacht ist die Smart-Grid-Technologie. Ein „Smart Grid“ ist ein intelligentes Stromnetz. Stromerzeuger, Verbraucher, Energiespeicher und die sogenannten Netzbetriebsmittel (dazu gehören Leitungen, Schaltanlagen, Netzstationen und Schutztechnik) sind dabei so verbunden, dass sie direkt miteinander kommunizieren können. Dadurch wird es möglich, die Energieversorgung noch effizienter, stabiler und zuverlĂ€ssiger zu machen. Eine zentrale Steuerung sorgt dafĂŒr, dass alle Netzkomponenten aufeinander abgestimmt sind und gleicht eventuelle Leistungsschwankungen aus. Außerdem transportiert das Smart Grid nicht nur Energie, sondern auch Daten. Dadurch bekommt der Netzbetreiber einen umfassenden Überblick ĂŒber Energieproduktion, -verbrauch und -nachfrage.

Aber was hat das mit Elektroautos zu tun? Die Smart-Grid-Technologie kann helfen, auch Energie aus erneuerbaren Quellen effektiv ins bestehende Stromnetz zu integrieren. Denn erneuerbare Quellen liefern hĂ€ufig ungleichmĂ€ĂŸige Mengen an Energie, schließlich lĂ€sst sich die Natur nicht so einfach kontrollieren. Daher kann es vorkommen, dass beispielsweise ein Windpark an einem Tag weniger Strom produziert, als benötigt wird. An einem anderen wiederum entsteht ein Überschuss an Energie.

Elektrofahrzeuge – bzw. deren Batterien – können helfen, diese ĂŒberschĂŒssige Energie vorĂŒbergehend zu speichern. Der nicht benötigte Strom wird sozusagen im Akku deines E-Autos zwischengelagert und bei Bedarf wieder ins Stromnetz abgegeben. Diesen Vorgang nennen Experten „bidirektionales Laden“, das Konzept dahinter heißt „Vehicle to Grid“ (vom Fahrzeug zum Netz). Bislang steckt auch diese Technologie noch in den Kinderschuhen. Aber Deutschland möchte die Stromversorgung bis 2050 komplett auf erneuerbare Energien umstellen. Und Vehicle to Grid kann dabei eine wichtige Komponente sein.

Aufladen per Solarzellen

Solarenergie ist ein wichtiger Treiber und zentraler Faktor der Energiewende – und fĂŒr die MobilitĂ€tswende spielt die Energie der Sonne ebenfalls eine große Rolle: Mithilfe von Solarzellen könnte sich ein Elektroauto ganz alleine und im besten Fall auch wĂ€hrend der Fahrt aufladen. Das Problem, eine Ladestation zu finden, und die Sorge vor zu geringer Reichweite wĂ€ren damit passĂ©. So könnten bestimmt einige Skeptiker zum Umstieg auf ElektromobilitĂ€t ĂŒberzeugt werden – zumindest in der Theorie. Denn die umfassende Umsetzung dieser Idee scheitert aktuell noch am Wirkungsgrad der heutigen Solarzellen. Dieser liegt nur bei 20 bis 25 Prozent. Ein durchschnittliches E-Auto bietet etwa 4 Quadratmeter FlĂ€che fĂŒr Solarzellen. Bei fĂŒnf Sonnenstunden wĂŒrde das Fahrzeug mit 4 Kilowattstunden beliefert, die gerade einmal fĂŒr eine Reichweite von 30 Kilometern genĂŒgen.

Zwar gibt es schon Elektroautos mit Solarzellen, diese haben jedoch meist nur eine unterstĂŒtzende Funktion (beispielsweise zum Betrieb von Multimedia und Klimaanlage). Manche Hersteller haben bereits E-Autos entwickelt, die Platz fĂŒr mehr Solarzellen bieten oder bei denen die Zellen großflĂ€chig ĂŒber das Fahrzeug verteilt sind. Allerdings ist durch den niedrigen Wirkungsgrad weiterhin nur eine vergleichsweise kurze Strecke von ein paar Dutzend Kilometern möglich. Außerdem können einige Modelle nicht wĂ€hrend der Fahrt, sondern lediglich im Stand beladen werden. Hinzu kommt eine grundsĂ€tzliche Problematik beim Einsatz von Solarenergie: Diese ist logischerweise nur in vollem Umfang verfĂŒgbar, wenn die Sonne scheint. An bewölkten und sonnenarmen Tagen sowie im Winter steht einem solarbetriebenen E-Auto deutlich weniger Energie zur VerfĂŒgung. Die Reichweite wĂŒrde sich damit noch einmal radikal verringern. Was beim Aufladen per Solarzellen dagegen steigen wĂŒrde, wĂ€re der Pflegeaufwand. Denn nur saubere Solarzellen erfĂŒllen ihren Zweck wirklich in vollem Maße.

Doch trotz all dieser aktuellen HĂŒrden solltest du das Thema optimistisch betrachten. Wie auch bei anderen Aspekten rund ums E-Auto gilt: Die Entwicklung steht in vielerlei Hinsicht noch am Anfang. In den kommenden Jahren kannst du viele tolle Innovationen erwarten. Per Solarenergie betriebene Elektrofahrzeuge dĂŒrften mit Sicherheit dazu gehören – und werden den ElektromobilitĂ€tsmarkt frĂŒher oder spĂ€ter noch einmal ordentlich umkrempeln.

Verbrenner in Elektroauto umbauen

„Umkrempeln“ kannst du gewissermaßen auch dein Auto mit Verbrennungsmotor. Bereits jetzt ist es nĂ€mlich möglich, beinahe jedes mit Benzin oder Diesel betriebene Auto zu einem Elektroauto umzubauen. Selbst einen Oldtimer kannst du mit der fĂŒr ElektromobilitĂ€t notwendigen Technik ausstatten. Zwar wĂŒrde ein Oldtimer dann seine Einstufung als solcher sowie das vorteilhafte „H“-Kennzeichen verlieren – Voraussetzung fĂŒr den Status als Oldtimer ist, dass in dem Wagen nur bei seiner Erstzulassung bereits verfĂŒgbare Komponenten verbaut sind –, dafĂŒr profitierst du jedoch von den Vorteilen der ElektromobilitĂ€t – und das sind neben Nachhaltigkeit auch immense Steuerersparnisse.

Ob ein Umbau aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Die Kosten dafĂŒr sind relativ hoch, so dass du in manchen FĂ€llen mit dem Kauf eines gebrauchten E-Autos besser beraten bist. Besonders bei neueren Fahrzeugen ist der Umbau ĂŒberdurchschnittlich aufwĂ€ndig, da mehr Teile ausgetauscht oder entfernt werden mĂŒssen. Die Kosten der Modifizierung stehen dann in keinem VerhĂ€ltnis zum noch hohen Fahrzeugwert. Auch wiegen viele neumodische Automodelle mit Verbrennungsmotor mehr als die Fahrzeuge vergangener Tage. Das erhöhte Gewicht wirkt sich negativ auf die Reichweite aus.

Der Umbau von Verbrenner zu E-Fahrzeug lohnt sich vor allem, wenn du eine emotionale Bindung zu deinem Auto hast oder der Wagen sonst irgendwie erhaltenswert ist. MĂŒsste ein Auto zum Beispiel wegen eines Motorschadens komplett entsorgt werden, wĂ€re die AufrĂŒstung mit Elektromotor & Co. eine nachhaltige Alternative. Denn jedes neu gebaute Auto geht mit einem riesigen Aufwand an Energie und Ressourcen einher, die du bei einem Umbau einzusparen hilfst.

Stichwort sparen: Neben den notwendigen Komponenten machen auch die Werkstattkosten das Ganze so teuer. Mit entsprechenden UmrĂŒstungssets kannst du den Umbau selbststĂ€ndig erledigen. Das ist allerdings nur zu empfehlen, wenn du ein gewisses Vorwissen und handwerkliches Geschick besitzt. Wenn sich der Umbau zu Elektroautos zunehmend etabliert, kannst du auch in diesem Bereich zukĂŒnftig VerĂ€nderungen wie sinkende Preise erwarten. Gleichzeitig gilt es zu hoffen, dass die beim Umbau installierten Komponenten effektiver werden. Zurzeit schaffen viele umgebaute E-Autos weniger als 100 Kilometer am StĂŒck. Das reicht zwar fĂŒr kĂŒrzere Strecken und den Alltagsgebrauch des Fahrzeugs, macht den Umbau von Verbrennern jedoch nicht zur massentauglichen Lösung.

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Brennstoffzellenfahrzeuge als Zukunftsweiser?

Eine weitere Lösung sind Brennstoffzellenfahrzeuge, die mit Wasserstoff betankt werden. Brennstoffzellenfahrzeuge oder FCEV (engl.: Fuel Cell Electric Vehicle) sind E-Autos, die emissionsfrei funktionieren. Der Strom wird bei diesen Fahrzeugen durch die Brennstoffzelle erzeugt. Du fragst dich, wie das funktioniert?

Im Prinzip wird dabei das Prinzip der Elektrolyse angewandt – nur eben umgekehrt: Wasserstoff reagiert mit dem Sauerstoff in der umherschwebenden Luft. Dadurch wird reines Wasser erzeugt. In diesem Prozess fallen Nebenprodukte in der Brennstoffzelle an: WĂ€rme und elektrische Energie. Ganz schön praktisch, denn der entstandene Strom kann dadurch den Elektroantrieb des E-Autos versorgen – oder aber lĂ€uft in den Zwischenspeicher der Pufferbatterie. Folglich ist ist die Brennstoffzelle ein Erzeuger von Energie, allerdings kein Speicher fĂŒr diese.

Ein Brennstoffzellenfahrzeug kann entweder mit Wasserstoff oder mit flĂŒssigem Methanol betrieben werden. Außerdem benötigst du zusĂ€tzlich Oxidationsmittel. Das ist leicht zu finden, da es als Luftsauerstoff zur VerfĂŒgung steht.

Betankt wird das Brennstoffzellenfahrzeug meist ĂŒber Tankkupplungen, die normalen Zapfpistolen Ă€hnlich sehen. Der Tankvorgang mit Wasserstoff lĂ€uft automatisch ab und dauert nur wenige Minuten. Dabei ist die Gefahr nicht höher als bei herkömmlichen Verbrenner-Fahrzeugen. Großes Plus: Hat der Tank des Brennstoffzellenfahrzeug ein Leck, schadest du der Umwelt nicht – denn dieses Fahrzeug kommt ganz ohne Emissionen aus.

Zwar hat ein mit Brennstoffzelle betriebenes Fahrzeug weniger Reichweite als ein Auto mit Verbrennermotor. Allerdings lĂ€sst sich das Brennstoffzellenfahrzeug innerhalb kĂŒrzester Zeit laden und ist E-Autos damit eine NasenlĂ€nge voraus. In der Regel kommst du – je nach Fahrzeug – 500 bis 600 Kilometer weit mit deinem Brennstoffzellenauto.

Insgesamt sind Brennstoffzellenfahrzeuge eine umweltschonende Alternative zu batteriebetriebenen E-Autos. Allerdings hĂ€ngt die KlimaneutralitĂ€t davon ab, wie der gewonnene Strom erzeugt wird: Mit Ökostrom bleibt das Brennstoffzellenfahrzeug eine gute Alternative; stammt der Strom jedoch aus einem Kohlekraftwerk, so sinkt die Umweltfreundlichkeit. Auch beim Wasserstoff solltest du auf eine grĂŒne Quelle achten.

Ein Nachteil bei der Anschaffung eines Brennstoffzellenfahrzeuges ist, dass in Deutschland bisher ein ausgereiftes Netzwerk fĂŒr Wasserstofftankstellen fehlt. Auch grĂŒn erzeugter Wasserstoff ist noch rar zu finden. Außerdem ist das Tanken mit Wasserstoff derzeit verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig teuer. Der Preis liegt etwa 40 Prozent ĂŒber den Kosten eines Benziners und ist doppelt so hoch wie bei einem Dieselfahrzeug. AbhĂ€ngig von Schwankungen in den Ölpreisen kann sich dies jedoch jederzeit Ă€ndern. Auch die Anschaffungskosten fĂŒr Brennstoffzellenfahrzeuge sind derzeit noch relativ hoch. Einen Neuwagen erhĂ€ltst du erst ab ca. 65.000 Euro. Durch die Inanspruchnahme der UmweltprĂ€mie kannst du die Kosten jedoch wieder etwas senken. Außerdem bist du bei der Nutzung eines solchen Fahrzeugs ein Jahrzehnt lang von der Kfz-Steuer befreit.

Nichtsdestotrotz ist bei Brennstofffahrzeugen noch viel Luft nach oben; es liegt großes Potenzial fĂŒr die Zukunft vor, das hoffentlich bald weiter ausgeschöpft wird.

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Die aktuellen Chancen von ElektromobilitÀt

Auch wenn der „Hype“ gerade groß ist: ElektromobilitĂ€t ist mehr als ein Trend. In den letzten Jahren wurden aber erst die Grundsteine fĂŒr viele dringend notwendige VerĂ€nderungen gelegt.

ElektromobilitÀt ist Teil der Energiewende

Es wird Zeit, dass wir uns von fossilen EnergietrĂ€gern verabschieden. Und zwar aus drei einfachen GrĂŒnden:

  1. Werden fossile EnergietrĂ€ger wie Öl, Gas oder Kohle verbrannt, entstehen WĂ€rme und Schadstoffe- Diese belasten die Luft. Dadurch ist nicht nur das Risiko fĂŒr uns Menschen höher, Atemwegserkrankungen zu erleiden: So entsteht auch der viel besprochene Treibhauseffekt, der wiederum die Hauptursache fĂŒr die globale ErwĂ€rmung ist.
  2. Der Abbau von fossilen Brennstoffen belastet die Natur ungemein. Zum einen werden durch die bloßen Maßnahmen Flora und Fauna ge- oder sogar zerstört. Zum anderen bringt der Abbau auch immer Risiken mit sich: Beispielsweise kann es bei Bohrungen zu Lecks kommen. Dann tritt Öl unkontrolliert aus und verunreinigt Wasser und Böden.
  3. Fossile EnergietrĂ€ger stammen aus der Vorzeit und sind viele Millionen Jahre alt. Das heißt, sie können nicht „auf die Schnelle“ hergestellt werden und sind somit endlich. Aktuell sind zwar noch Reserven vorhanden, doch die reichen nach SchĂ€tzungen fĂŒr maximal 43 (Erdöl) bzw. 66 (Erdgas) bzw. 170 (Kohle) Jahre.

Ein wichtiger Schritt ist deshalb die flĂ€chendeckende Umstellung auf erneuerbare Energien. Das vielleicht bekannteste Beispiel dafĂŒr ist die Photovoltaik, also die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom durch Solarzellen. Diese Methode ist besonders nachhaltig und wird immer weiter ausgebaut: Erreichten deutsche Photovoltaik-Kraftwerke im Jahr 2017 eine Leistung von „nur“ 1,66 Gigawatt, waren es im Jahr 2018 schon 2,81 Gigawatt.

Und auch fĂŒr Privatpersonen sind die gĂŒnstiger werdenden Solarzellen interessant. Denn du kannst die erzeugte Energie ins öffentliche Stromnetz einspeisen, fĂŒr die GerĂ€te in deinem Haushalt nutzen oder dein Elektroauto mittels Photovoltaik auftanken.

Wissenswertes

Möchtest du dein E-Auto mit Solarstrom aufladen, solltest du dir eine Wallbox zulegen. So ist die Verbindung zwischen Photovoltaik-Anlage, Stromnetz und Fahrzeug zuverlÀssig gesichert und der Ladevorgang am effektivsten.

ElektromobilitÀt treibt die MobilitÀtswende voran

Wenn ĂŒber die Kehrseiten der Autonutzung gesprochen wird, geht es dabei meist um Abgase und CO₂-Ausstoß. Das ist verstĂ€ndlich, schließlich sind dies vor dem Hintergrund des Klimawandels die dringendsten Themen. Doch es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt: Die Belastung der InnenstĂ€dte.

Dadurch, dass sie leiser und sauberer sind, tragen Elektroautos schon viel zur Steigerung der LebensqualitĂ€t bei. Trotzdem bleibt die Frage bestehen, ob Autos wirklich so viel Platz in unseren StĂ€dten und auf unseren Straßen einnehmen sollten. Besonders die junge Generation beschĂ€ftigt sich mit diesem Anliegen. FĂŒr sie ist das eigene Auto als Statussymbol nicht mehr wichtig. Stattdessen nutzt sie öfter das Fahrrad oder den öffentlichen Personennahverkehr. Letzterer setzt deshalb auch zunehmend auf umweltfreundliche Elektrofahrzeuge.

Außerdem etablieren sich ganz neue MobilitĂ€tslösungen wie Carsharing: Das ist eine Art der unkomplizierten Autovermietung, bei der du Fahrzeuge auch fĂŒr kurze ZeitrĂ€ume und besonders flexibel ausleihen kannst. Du schließt einfach einen Rahmenvertrag mit dem Anbieter deiner Wahl ab und kannst danach jederzeit auf dessen Fahrzeuge zugreifen. Am Ende bezahlst du nur die Zeit und Strecke, fĂŒr die du das Auto genutzt hast. Elektrofahrzeuge ergĂ€nzen dieses Konzept optimal. Denn ihr Unterhalt ist gĂŒnstig und benötigen kaum Wartung. Dadurch können E-Autos beim Carsharing zu niedrigeren Preisen angeboten werden als Wagen mit Verbrennungsmotor.

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So geht es weiter mit der ElektromobilitÀt

Du hast nun erfahren, wie E-Autos funktionieren, wo die Vor- und Nachteile von ElektromobilitĂ€t liegen und welche Chancen die Technologie mit sich bringt. Ob ein Fahrzeug mit elektrischem Antrieb das Richtige fĂŒr dich ist? Das kannst nur du entscheiden. Denn deine persönlichen Vorlieben beim Fahren, deine Wohnsituation und auch deine individuelle Erwartungshaltung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Fest steht, dass Kosten und Ladeschwierigkeiten lĂ€ngst keine tragfĂ€higen Argumente mehr sind: In der wachsenden Auswahl an Modellen finden sich auch viele vergleichsweise gĂŒnstige Fahrzeuge. Und die Ladeinfrastruktur wird immer weiter ausgebaut und verdichtet. Parallel dazu kommt die Forschung und Entwicklung in Sachen ElektromobilitĂ€t gerade erst so richtig in Gang: Die vielen Apps und Extras, die schon jetzt fĂŒr ein ganz neues Fahrerlebnis sorgen, sind vermutlich erst der Anfang.

Allerdings ist der Kauf eines neuen Autos – ganz gleich, ob mit Elektro- oder Verbrennungsmotor immer ein großer Schritt. Die meisten Menschen verlassen sich dabei gerne auf Tipps und Empfehlungen anderer. Aber was, wenn du niemanden kennst, der bereits Erfahrungen mit ElektromobilitĂ€t gemacht hat? Vielleicht hilft dir dann eine Testfahrt weiter. Oder du informierst dich in einer der vielen Auto-Communitys im Internet.

Umgekehrt kannst du natĂŒrlich auch dein Wissen weitergeben und deine Erfahrungen in deinem Freundes- und Bekanntenkreis oder den sozialen Medien teilen. Und so auch andere mit auf die Reise nehmen in Richtung der Energiewende und einer sauberen Zukunft.

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