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Was ist ein Smart-Home-Türschloss?

Über diesen Artikel

Lesezeit

6 Minuten

Veröffentlichung

16.March 2021

Letztes Update

11.02.2022

Securando - Smart Home Onlineshop

 

Automatische Türöffnung mit dem Smart-Home-Türschloss

Mit einem Smart-Home-Türschloss kannst du getrost auf deine Schlüssel verzichten. Denn deine Haustür öffnet und verschließt sich dank Smartlock vollautomatisch.

Inhalt des Blogartikels

Unkomplizierter Zutritt ganz ohne Schlüssel

Der Verlust eines Schlüssels oder das versehentliche Aussperren sind Phänomene des Alltags, auf die man gut verzichten kann. Mit einem smarten Türschloss, auch Smartlock, Smart-Lock oder smarter Schließzylinder genannt, können sich diese Probleme erübrigen. Um was es sich bei einem Smart-Home-Türschloss genau handelt, wie es funktioniert, welche Vorteile es mit sich bringt und wie es dabei mit der Sicherheit aussieht, verraten wir dir in diesem Artikel.

 

Wie funktioniert ein smartes Türschloss?

Ein Smart-Home-Türschloss hält, was sein Name verspricht: Es ist ein elektronisches Türschloss, das du zum Beispiel per App auf dem Smartphone öffnen kannst. Das geht auch aus der Ferne, um zum Beispiel die Reinigungskraft vom Büro aus ins Haus zu lassen. Damit dieser Fernzugriff gelingt, bedarf es einer Bridge, die mit dem Internetrouter verbunden ist. Diese übersetzt die Kommunikation zwischen Schloss, Router und Smartphone. Ein Smartlock ist mit anderen Smart-Home-Lösungen vernetzbar und erlaubt somit praktische Szenarien für den Alltag. Zum Beispiel kannst du programmieren, dass die Lichter im Flur angehen, sobald sich die Tür öffnet. Elektronische Türschlösser funktionieren kabellos und sind meistens batteriebetrieben. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel Nuki, Danalock oder KeyMatic.

 

Wie lassen sich Smart-Home-Türschlösser steuern?

Smarte Locks lassen sich per App, Fingerabdruck, Zahlencode, Funk-Handsender, Sprachbefehl oder auch weiterhin mit dem normalen Schlüssel entriegeln.

  • Über eine App kannst du verschiedene Nutzer und Zugangsberechtigungen einstellen, um die Tür per Klick zu öffnen.
  • Für den Fingerabdruck musst du einen Nutzer anmelden und dessen Abdruck abspeichern, um das smarte Türschloss mit einem Fingertipp öffnen zu können.
  • Alternativ kannst du auch ein Codeschloss anbringen: So gelangt jeder in das Haus, der den entsprechenden Code in ein Keypad neben der Tür eingibt. Dabei kannst du unterschiedliche Codes an verschiedene Nutzer für eine individuelle Zeitspanne vergeben.
  • Bei dem Funk-Handsender erfolgt die Türöffnung per Knopfdruck über eine Art Fernbedienung. Hierbei wird die Verbindung in der Regel über Bluetooth aufgebaut.
  • Zuletzt ist es auch möglich, die Tür per Sprachbefehl oder nach wie vor mit einem regulären Schlüssel zu öffnen.

Wenn du es noch einfacher möchtest, kannst du auf die automatische Entriegelung setzen. Dabei liest die App die GPS-Daten deines Smartphones oder deiner Smartwatch aus und die Tür öffnet sich, sobald du dich deinem Zuhause näherst – und schließt sich, wenn du dich wieder davon entfernst.

 

Welche Vorteile bringt ein elektronisches Türschloss mit sich?

Die vorteilhaften Szenarien durch ein smartes Türschloss sind – je nach gewählter Variante – zahlreich: angefangen damit, keinen Schlüssel mehr in den Taschen suchen zu müssen, die Einkäufe ohne Unterbrechung ins Haus tragen zu können und der geringeren Gefahr, sich auszusperren. Es besteht zudem kein Risiko mehr, ein Schloss aufwendig austauschen zu müssen, falls du den Schlüssel verloren hast. Durch die Fernsteuerung kannst du deinen Kindern, dem Paketlieferanten oder auch der Reinigungskraft von unterwegs die Tür öffnen – oder aber diese erhalten einen temporären Zugangscode.

Für das alles musst du nicht mehr zu Hause anzutreffen sein. Das ist vor allem für Besitzer von Ferienwohnungen von Vorteil. Bei vielen smarten Lock-Modellen lässt sich zudem per App einsehen, wer zuletzt das Haus betreten oder verlassen hat – ideal, um auf die Kleinsten der Familie aufzupassen.

Nutzer haben eine große Auswahlmöglichkeit bezüglich der Smartlock-Steuerung und den Automationen in Verbindung mit Smart-Home-Systemen, was den Alltag komfortabler und effizienter macht. Einrichtung und Nachrüstung eines elektronischen Türschlosses sind in der Regel einfach und ohne Techniker umsetzbar. Ein weiteres Plus: Auf Einbrecher wirken elektronische Schließzylinder abschreckend, da dies auf eine Alarmanlage im Haus hinweisen könnte.

 

Welche Kriterien sind beim Kauf eines Smart-Home-Türschlosses wichtig?

Besonders relevant bei der Anschaffung eines elektronischen Türschlosses sind

  • der Funktionsbereich,
  • die Steuerung,
  • die Smart-Home-Tauglichkeit und
  • der Preis.

Im ersten Schritt solltest du dich fragen, wie das elektronische Türschloss zum Einsatz kommen soll und wie du es steuern möchtest: Geht es vor allem um die Kinder, die problemlos ins Haus gelangen sollen? Bist du oft abwesend und möchtest trotzdem alle Handwerkertermine wahrnehmen können? Und möchtest du das Schloss mit der Klingel, einer Kamera, Bewegungsmeldern oder einer Gegensprechanlage verbinden? Gehe deine Optionen durch und überlege, welche Szenarien auf dich zutreffen.

Das Gleiche gilt für die Smart-Home-Tauglichkeit. Wenn du bereits ein Smart-Home-System besitzt oder eines aufbauen möchtest, dann überlege, in welchen Routinen das elektronische Schloss eingebunden sein soll und achte bei der Anschaffung auf die Kompatibilität der Produkte.

Beim Preis eines elektronischen Türschlosses kommt es auf den Funktionsumfang sowie auf die Sicherheitsanforderungen an. Grundsätzlich solltest du ein Schloss zuerst nach diesen Kriterien auswählen und nicht nur nach den Kosten. Die Preisspanne bei elektronischen Türschlössern bewegt sich zwischen 100 und 550 Euro.

 

Wie installierst du ein Smart-Home-Türschloss?

Eine allgemeine Anleitung zur Installation eines elektronischen Türschlosses gibt es nicht, da dies von Modell zu Modell unterschiedlich abläuft. Aber für gewöhnlich erfolgt die Installation von elektronischen Türschlössern an der Innenseite der Tür. Das Smartlock wird aufgeschraubt, aufgeklebt oder angeklemmt. Bei der Installation über den vorhandenen Schließzylinder setzt du das Lock auf den steckenden Schlüssel. Wenn sich die Tür dann automatisch öffnet, dreht das Smartlock den Schlüssel per integriertem Türschlossantrieb. Hier solltest du vorher prüfen, ob sich die Tür von außen noch öffnen lässt, wenn innen der Schlüssel im Schließzylinder steckt. Diese Not- und Gefahrenfunktion ist wichtig, aber nicht bei allen Schließzylindern vorhanden. Schlüsseldienste oder Hersteller von smarten Locks können dazu Auskunft geben und bei Bedarf auch darüber informieren, ob der bestehende Schließzylinder bleiben kann oder vor der Lock-Installation ausgetauscht werden muss.

Denn es gibt auch weitere Systeme, bei denen die Installation einige zusätzliche Schritte erfordert. Diese Smartlocks benötigen keinen zusätzlichen Türschlossantrieb; dafür ersetzt du deine alten Türgriffe mit neuen, smarten Türklinken beziehungsweise Türknäufen. Auch diese sind solange verriegelt, bis du dich ihnen näherst und sie dein Signal über App, Fernbedienung oder Bluetooth empfangen. Alternativ kannst du auch hier ein Codeschloss oder einen Fingerabdruckscanner anbringen. Nach der Identifikation ist es dir möglich, die Türgriffe mit der Hand zu betätigen. Dabei gibt es gewisse Unterschiede in der Anwendung. Denn eine smarte Türklinke ist auch weiterhin mit einem traditionellen Schlüssel zu öffnen, während ein smarter Türknauf ausschließlich auf einen Transponder beziehungsweise das Smartphone reagiert. Im Gegensatz zu den motorisierten Türschlössern ist dieses Prinzip besser für Türen im Innenraum geeignet. Es ist daher vor allem in öffentlichen Gebäuden wie Hotels oder Krankenhäusern zu finden, um bestimmte Räume vor unbefugten Zutritten zu schützen.

Was gibt es bezüglich der Batterien zu beachten?

Für gewöhnlich ist es notwendig, einmal im Jahr neue Batterien in das elektronische Türschloss einzulegen. Das gilt auch für die dazugehörigen Code- und Fingerscangeräte. Je nach Lock-Modell erhältst du bei niedrigem Akkustand eine rechtzeitige Warnung per App oder LED-Signal. Es empfiehlt sich aber trotzdem, mehr als eine Möglichkeit zum Öffnen der Tür zu haben.

Einige Smartlocks sind zugleich Teil einer ganzen smarten Tür. Hierbei ist ein zusätzlicher Stromanschluss in der Zarge verbaut, welcher die Tür mit Energie versorgt. In diesem Fall benötigt das Smart-Home-Türschloss keine zusätzlichen Batterien.

 

Wie sicher ist ein Smart-Home-Türschloss?

Das Thema Sicherheit spielt bei der Haustür eine besonders große Rolle. Schließlich möchtest du mit dem smarten Schloss die Sicherheit erhöhen und keine unnötigen Risiken eingehen. Für gewöhnlich ist die Funkverbindung zwischen dem elektronischen Türschloss und dem Steuerungsgerät Ende-zu-Ende verschlüsselt, auch wenn das Schloss via Bridge mit dem Internet verbunden ist. Das bedeutet, dass die Senderdaten verschlüsselt und auf Empfängerseite wieder entschlüsselt werden. Ein Hackerangriff dazwischen ist nicht möglich.

Lock-Systeme, die per Scan des Fingerabdrucks funktionieren, weisen eine besonders hohe Sicherheit auf. Zu erwähnen ist aber, dass keine Funkverbindung und kein Schloss zu 100 Prozent vor Missbrauch geschützt sind. Eine notwendige Entschlüsselung sollte aber trotz allem eine größere Hürde für Einbrecher darstellen als ein gewöhnliches Schloss.

Für eine größtmögliche Sicherheit empfehlen sich weitere folgende Maßnahmen:

  • Wenn der Zugang per Smartphone erfolgt, dann sichere auch dein Handy mit einem Code vor dem Nutzen Fremder.
  • Lagere einen Notfallschlüssel bei einem Freund, falls dein Handyakku leer oder die Funkverbindung abbrechen sollte.
  • Prüfe nach der Nutzung von temporären Zugangsberechtigungen, ob diese auch tatsächlich deaktiviert sind.
  • Zudem solltest du regelmäßig die Batterien austauschen, um zu verhindern, dass du plötzlich nicht mehr in dein Haus gelangst.

Da du dein Smart-Home-Türschloss weiterhin über die Drehung des vorhandenen Schlüssels öffnest, hat dies in der Regel keinen Einfluss auf den Versicherungsschutz. Stattdessen bieten einige Versicherer sogar Kooperationen mit Anbietern von Smartlocks an. Dadurch stehen dir diverse Rabatte zur Verfügung. Es empfiehlt sich daher, vorher deine Versicherung zu kontaktieren und bezüglich des Schutzes nachzufragen, wenn du über ein smartes Schloss nachdenkst.

Was passiert, wenn du dein Smartphone verlierst?

Mit einem Smart-Home-Türschloss rückt dein Smartphone an die Stelle deines bisherigen Schlüssels. In manchen Fällen tut dies auch ein Transponder, wie zum Beispiel ein Bluetooth-Schlüsselanhänger. Doch was passiert, wenn dir diese Geräte verloren gehen oder gar gestohlen werden?

In einer solchen Situation musst du keine Sorge haben, dass eine fremde Person Zutritt in deine 4 Wände erhält. Denn mithilfe eines weiteren Smartphones, das ebenfalls mit dem Smart-Home-Türschloss verbunden ist, kannst du dem verlorenen Gerät in nur wenigen Minuten die Zutrittsberechtigung entziehen.

Sollte das nicht möglich sein, dann genügt eine kurze Kontaktaufnahme mit dem Anbieter des Lock-Systems. Einige Hersteller bieten sogar eine dafür vorgesehene Funktion auf ihrer Webseite an, sodass du das Problem kurzerhand selbst lösen kannst.

 

Ein entspanntes Ankommen im Eigenheim

Smart-Home-Türschlösser machen das Leben einfacher, ob von zu Hause oder von unterwegs. Vor allem in Verbindung mit Smart-Home-Komponenten wie Licht, Heizung oder Musik versprechen sie ein komfortables Ankommen. Anwender haben eine große Auswahl an Steueroptionen, von der App bis zum Fingerscan.

Um die Sicherheit zu gewährleisten und Sicherheitslücken zu vermeiden, solltest du dich an bestimmte Maßnahmen halten und zum Beispiel das Handy per Code sperren, sollte die Lock-Steuerung darüber erfolgen. Die Montage eines Smartlocks ist simpel und zumeist ohne Fachmann möglich.

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