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Förderungen für das Dach

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

20.December 2021

Letztes Update

20.12.2021

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Förderung für dein neues Dach in der Schweiz

Die Gebäude-Energieeffizienz ist ein wichtiges Thema. Alles Wissenswerte zu den Förderbeiträgen für die Dachsanierung in der Schweiz haben wir hier für dich zusammengefasst.

Inhalt des Blogartikels

Das Dach muss Teil der energetischen Betrachtung eines Hauses sein

Viele Hausbesitzer achten nicht weiter darauf, wie es um ihr Dach bestellt ist, schliesslich ist es im Alltag ausserhalb der Sichtweite. Solange keine offensichtlichen Schäden auftreten, erfüllt es seinen Zweck. Erst wenn es innerhalb des Gebäudes bei Regen zu tropfen anfängt oder sich bei starkem Wind die Dachziegel lösen, schlagen viele Menschen Alarm und das Dach rückt in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Wichtig ist bei der Betrachtung des Daches aber nicht nur sein Schutz gegen die Einflüsse von aussen. Das Dach reguliert auch zu einem wesentlichen Bestandteil die Energiebilanz eines Hauses. Mit einer durchdachten und angepassten Dämmung kannst du bis zu 30 Prozent an Energie einsparen und den Abzug von Wärme aus deinem Haus durch die oberste Aussenhülle gezielt verhindern. Dieser Wert ist abhängig vom Alter, der Beschaffenheit und der Bauweise des Daches. Bei einer Senkung des Heizwärmebedarfs profitierst du nicht nur von tieferen Energiekosten und dadurch reduziertem Ausstoss an klimaschädlichem CO2, auch der Wohnkomfort steigt durch die Wärmedämmung, da die Wärme besser im Haus bleibt und der Estrich an heißen Sommertagen nicht so stark überhitzt.

Für viele Massnahmen der energetischen Sanierung gibt es beinahe schweizweit Förderbeiträge von den Kantonen. Sie unterstützen neben Dämm-Massnahmen an der Gebäudehülle oder dem Fensterersatz auch die Nutzung von erneuerbaren Energien wie Wärmepumpen oder Holzheizungen. Ebenso gibt es in vielen Kantonen einen Zuschuss für die Installation von Photovoltaik oder Solarthermieanlagen auf dem Dach.

 

Kosten für eine Dachsanierung

Dacharbeiten sind in der Regel mit hohen Kosten verbunden. Deswegen scheuen viele Hausbesitzer diese von Zeit zu Zeit notwendige Investition an ihrer Immobilie. So schlägt die Dacheindeckung für ein typisches Einfamilienhaus mit einem Betrag von rund 20.000 CHF zu Buche. Noch wesentlich teurer ist die aufwendige Erneuerung eines Dachstuhls. Hier liegen die Kosten – abhängig vom Standort, den baulichen Gegebenheiten und dem notwendigen Aufwand – bei bis zu 50.000 CHF.

Wesentlich günstiger ist die Dämmung des Daches, die bei einem intakten Dachstuhl und intakter Dachdeckung auch ohne umfangreiche Dacherneuerung angebracht werden kann. Diese energetische Dachsanierung lässt sich sowohl aussen als Aufsparrendämmung, zwischen den Sparren oder als Untersparrendämmung installieren. Für Letztere liegen die Kosten bei etwa 40 bis 80 CHF pro Quadratmeter inklusive der begleitenden Arbeiten.

Allerdings gibt es in vielen Fällen Förderbeiträge für die energetische Sanierung durch den Bund respektive durch die Kantone, wodurch du deine Ausgaben erheblich senken kannst.

 

Welche Förderung gibt es für das Dach?

Das Gebäudeprogramm mit dem Harmonisierten Fördermodell der Kantone (HFM) ist das wichtigste Förderinstrument für die energetische Aufwertung von Altbauten in der Schweiz. Dieses Förderprogramm von Bund und Kantonen hat die Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudeparks in der Schweiz zum Ziel. Das Gebäudeprogramm bezuschusst daher direkt und gezielt die Verbesserung der Gebäude-Aussenhülle an bestehenden Häusern sowie das Erreichen von besonders hohen Energiestandards durch die Altbausanierung, zum Beispiel nach Minergie-Baustandards.

Die grundlegendste Förderung für die Dämmung eines Daches nach dem HFM ist die Massnahme M-01 «Wärmedämmung Fassade, Dach, Wand und Boden gegen Erdreich». Sie fördert in vielen Kantonen Bauherren bei der Installation einer Dämmung.

 

Voraussetzungen für eine Förderung des Daches

Um die Förderung beantragen zu können, musst du die Förderbeitragsbedingungen nebst grundsätzlichen Voraussetzungen erfüllen. Zu den wichtigsten Bedingungen für die Förderberechtigung zählen laut Gebäudeprogramm, dass das Baubewilligungsjahr des Gebäudes vor 2000 und der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) nach der Dämmung unter 0,20 Watt pro Quadratmeter und Kelvin liegt (Ausnahmen sind für geschützte Gebäude möglich). Die U-Wert-Verbesserung der geförderten Bauteile muss mindestens 0,07 Watt pro Quadratmeter und Kelvin betragen. Übersteigt der Zuschuss 10.000 CHF, ist ein GEAK Plus (Gebäudeenergieausweis der Kantone) oder eine Grobanalyse mit Vorgehensempfehlung gemäss Pflichtenheft des Bundesamts für Energie notwendig. Neue Auf- oder Anbauten und rein kosmetische Arbeiten einschliesslich der Neueindeckung des Daches oder Dachstuhlerneuerung sind nicht förderberechtigt.

Wichtig: Die Kantone können die Förderbeitragsbedingungen ergänzen und eigene Förderbedingungen festlegen. Deswegen empfehlen wir: Hole dir so früh wie möglich und unbedingt vor Beginn der Arbeiten genauere Informationen bei deiner Kantonsverwaltung ein oder lass eine Energieberatung durchführen.

 

Welche Förderbeiträge sieht das Harmonisierte Fördermodell vor?

Wie hoch die Förderung im konkreten Fall ausfällt, hängt davon ab, in welchem Kanton sich die Liegenschaft befindet. Nach aktuellem Stand fördern folgende Kantone die Dachdämmung gemäss Massnahme M-01 des HFM:

AG, AI, AR, BL, BS, FR, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, VS, ZG und ZH.

Die Höhe des Förderbeitrags wird von den Kantonen selbst bestimmt, liegt aber immer bei einem Zuschuss von 40 CHF und mehr pro Quadratmeter Dämmungsfläche. Die Webseite des Gebäudeprogramms bringt dich nach Anklicken des jeweiligen Kantons direkt zur Informationsseite des Kantons. Dort findest du alle Informationen zum HFM und den notwendigen Dokumenten, die du zum Einreichen des Fördergesuchs benötigst.

Unser Praxistipp: Welche Förderprogramme am Standort deiner Immobilie verfügbar sind, kannst du am besten auf dieser Webseite herausfinden. Nach der Eingabe deines Wohnorts erhältst du einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Förderungen von Bund, Kantonen, Gemeinden und weiteren Institutionen wie Energieunternehmen. Links und Informationen zu den relevanten Ansprechpartnern helfen dir dabei, alle verfügbaren Förderbeiträge für deine energetische Dachsanierung zu nutzen.

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