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Mit energiesparenden Lampen zur Energiewende in der Schweiz beitragen

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

16.March 2021

Letztes Update

10.12.2021

Mit energiesparenden Lampen zur Energiewende beitragen

Wir brauchen Licht zum Sehen. Licht beeinflusst unsere Stimmung. Ohne geht es also nicht. Aber was darf es kosten? Und wie kannst du die Kosten reduzieren? Erfahre hier mehr dazu.

Inhalt des Blogartikels

Mit diesen energiesparenden Lampen werde es Licht

Glühbirnen machten weit über 100 Jahre lang die Welt heller. Und Licht hat in unserem Leben eine große Bedeutung. Vor allem in der dunklen Jahreszeit, in der Tageslicht nur begrenzt zur Verfügung steht, wird eine künstliche Beleuchtung umso wichtiger. Die altbekannte Glühbirne hat allerdings abgedankt. Seit dem 1. September 2009 wurde in der EU schrittweise der Verkauf von Glühbirnen verboten. Seit dem 1. September 2012 dürfen Glühlampen weder hergestellt noch verkauft werden. Wenn du noch funktionstüchtige Glühbirnen hast, darfst du sie natürlich weiterverwenden.

Heutzutage gibt es andere Leuchtmittel in den Regalen und in den Onlineshops: Halogenlampen, Energiesparlampen und LEDs. Alle Lampen verfolgen das Ziel, Energie zu sparen. Zwar entstehen nur rund 9 Prozent der gesamten Stromkosten im Haushalt bei der Beleuchtung – trotzdem ist ein Blick auf diese energiesparenden Lampen sinnvoll. Im folgenden Blog erhältst du eine Übersicht zu den unterschiedlichen Leuchtmitteln und deren Beitrag zur Energiewende.

Verbot weiterer Leuchtmittel noch im Jahr 2021

Nach der Glühbirne werden ab September 2021 weitere Leuchtmittel verboten, die zu viel Strom verbrauchen und die dann die von der neuen Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2020 (Lichtquellen und separate Betriebsgeräte) geforderten Mindesteffizienzgrenzwerte nicht mehr erreichen. Dazu zählen auch Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät (Energiesparlampen). 

Ab Herbst 2023 dürfen dann lineare T8-Leuchtstofflampen (diese kommen bevorzugt in öffentlichen Gebäuden und Büros zum Einsatz) und die meisten Typen der heute noch erlaubten Halogenlampen ebenfalls nicht mehr auf den Markt gebracht werden. Vom Verbot ausgenommen sind beispielsweise Kompaktleuchtstofflampen ohne Vorschaltgerät und Hochvolt-Halogenlampen mit dem Sockel R7s und T5-Leuchtstofflampen.

 

Stromkosten und Ersparnis der verschiedenen Leuchtmittel

Für den Vergleich haben wir 10.000 Betriebsstunden sowie einen Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde angenommen. Die angegebene Wattleistung entspricht jeweils der Leuchtkraft einer 60-Watt-Glühbirne.

  • Glühbirne 60 Watt: Stromkosten 180 Euro
  • Halogenlampe 45 Watt: Stromkosten 135 Euro; Ersparnis 45 Euro
  • Energiesparlampe 35 Watt: Stromkosten 105 Euro; Ersparnis 75 Euro
  • LED-Lampe 7 Watt: Stromkosten 21 Euro; Ersparnis 159 Euro

1. Halogenlampen

Die Halogenlampe zählt zu den Glühlampen beziehungsweise Glühbirnen und funktioniert grundsätzlich genauso. Bei beiden wird durch Stromfluss eine Wolframwendel zum Glühen gebracht. Die Halogenlampe besitzt aber einen kleinen Quarzkolben, der nur wenig Wärme an die Umgebung abgibt. Durch ihn wird die Halogenlampe um einige Hundert Grad Celsius höher erhitzt als eine Glühbirne. Dadurch leuchtet sie wesentlich heller. Im Glaskolben befindet sich Halogen-Gas, das dafür sorgt, dass der dünne Glühdraht langsamer verbraucht wird als der einer Glühlampe und so die Lebensdauer verlängert. Ihr Gebrauch ist in der Nähe brennbarer Materialien verboten, weil sie rund 250 Grad Celsius heiß werden.

Halogenlampen sorgen zuverlässig für Helligkeit und im Vergleich zur Glühlampe verbrauchen sie 30 Prozent weniger Energie. Allerdings gilt die Halogenlampe beim Energieverbrauch im Vergleich zu Energie- und LED-Leuchtmitteln nicht gerade als Vorreiter. Ebenso bei der Lebensdauer (circa 3.000 Stunden) kann die Halogenlampe mit Energiesparlampen und LEDs nicht mithalten. Das ist auch der Grund, warum Halogenlampen über kurz oder lang das Schicksal der Glühbirne teilen und vom Markt verschwinden werden.

2. Energiesparlampen

Energiesparlampen haben eine Lebensdauer von durchschnittlich 10.000 Stunden. Durch das eingebaute Vorschaltgerät in den Leuchten benötigen diese Lampen mehr Strom beim Starten. Sind sie aber erst einmal am Glühen, verbrauchen die Energiesparlampen etwa 70 Prozent weniger Strom als Glühbirnen. Wie oben bereits erwähnt, sind diese ab Herbst 2021 verboten. Es gibt auch Energiesparlampen ohne Vorschaltgerät. Diese besitzen allerdings keinen Schraubsockel und sind deswegen als Glühbirnenersatz für deine Lampen ungeeignet.

Die Herstellung erfordert einen höheren Energieaufwand. Zudem enthalten Energiesparlampen Edelgase und Quecksilber und sind dadurch Sondermüll. Das hat zur Folge, dass Energiesparlampen im Vergleich zu LED-Lampen weniger umweltfreundlich sind.

3. LEDs

LEDs (kurz für light-emitting diodes) sind die energiesparendsten Lampen, um Räume in helles Licht zu tauchen. Dabei ist das Spektrum an Lichtfarben breit gefächert: von warmweiß über neutralweiß bis zu tageslichtweiß.

  • Warmweißes Licht erzeugt eine gemütliche Wohnzimmerstimmung. Die Farbtemperatur solcher Lampen liegt bei circa 2.700 Kelvin.
  • LEDs mit neutralweißem Licht haben einen Wert von etwa 4.000 Kelvin und werden in der Küche oder an Arbeitsplätzen genutzt.
  • Ab 5.300 Kelvin werden tageslichtweiße LED-Lampen in Werkstätten und Arbeitsbereichen eingesetzt.

Mit einer Lebensdauer von etwa 25.000 Stunden liegt die LED-Lampe weit vorn. Im Vergleich zur Glühbirne benötigt sie bis zu 90 Prozent weniger Energie – eindeutig der Gewinner unter den energiesparenden Lampen. Zudem kannst du LEDs miteinander vernetzen und über das Internet beziehungsweise mittels App über dein Smartphone steuern. Sie lassen sich auch gut in ein Smart-Home-System integrieren.

 

Kaputte Lampen richtig entsorgen

Glühbirnen und Halogenlampen kannst du über den Hausmüll entsorgen. Energiesparlampen und LEDs sind Sondermüll. Du musst sie daher an den vorgesehenen Rücknahme- oder Problemstoffsammelstellen entsorgen.

Hast du es mit einer zerbrochenen Energiesparlampe zu tun, sei ganz besonders vorsichtig, denn es kann giftiges Quecksilber austreten.

 

Energiesparende Lampen bewusst nutzen

Beim Thema energiesparende Lampen geht der Trend eindeutig hin zu LEDs. Diese können in vielen Bereichen zum Einsatz kommen. In Innenräumen eignen sich LEDs als Arbeitsbeleuchtung oder können einfach eine angenehme Atmosphäre schaffen. Für den Außenbereich sind diese Leuchtmittel auch sehr gefragt, sei es zur Beleuchtung des Weges oder in Form von Lichterketten.

Tipp: Eine LED-Beleuchtung im Freien und im Garten ist besonders effizient in Kombination mit Solarzellen.

Wenn du außerdem noch folgende kleine Tipps befolgst, kannst du die energiesparenden Lampen in vollem Maße ausnutzen:

  • Vergiss nicht, die Leuchtmittel von Zeit zu Zeit abzustauben. Denn schon der kleinste Staubfilm kostet Leuchtkraft.
  • Wähle in Räumen mit geringem Tageslicht helle Farben. Diese reflektieren das Licht am meisten.
  • Auch Dimmen hilft, Energie zu sparen.
  • Schalte beim Verlassen eines Raumes oder Gebäudes das Licht aus. So sparst du nochmals Strom und kannst ganz einfach einen wichtigen persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten.
  • Achte beim Kauf neben der in Watt angegebenen Leistung vor allem auf die Angabe der Helligkeit (Lumen) und der Lichtfarbe (Kelvin).
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