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So hoch ist der Verbrauch von Hybrid-Autos - Das solltest du wissen

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

16.March 2021

Letztes Update

17.01.2022

 

Verbrauch beim Hybrid-Auto: Alles, was du wissen musst

Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch und wird immer beliebter – nicht nur aus Gründen der Umweltfreundlichkeit, sondern auch im Hinblick auf den Verbrauch und die hohen Kraftstoffkosten. Autos mit Hybridantrieb sind ein guter Kompromiss aus Verbrenner und Elektroauto. Doch wie sieht es eigentlich mit dem Verbrauch eines Hybrid-Autos aus? Kannst du mit einem Hybridantrieb tatsächlich Geld sparen?

Inhalt des Blogartikel

 

Was ist überhaupt ein Hybrid-Auto?

Ein Hybrid-Auto kombiniert den klassischen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb. Dabei wird jedoch zwischen mehreren Formen der Hybridisierung unterschieden, die auch den Verbrauch beeinflussen:

  • Beim parallelen Hybridantrieb treiben Verbrenner und Elektromotor das Auto an. Ein Beispiel für diesen Antrieb ist der Plug-in-Hybrid, auch PHEV genannt.
  • Beim seriellen Hybrid erzeugt der Verbrennungsmotor lediglich den Strom für den elektrischen Antrieb.

 

Wie viel verbrauchen Hybrid-Autos?

Wie viel Kraftstoff ein Hybridfahrzeug verbraucht, ist vor allem von deinem Einsatzgebiet abhängig. Auf der Langstrecke, also beispielsweise der Autobahn, kann der Hybridantrieb seine Vorteile durch den Elektromotor nur bedingt ausspielen.

Stattdessen fühlt er sich im Stadtgebiet besonders wohl. Du kannst den Plug-in-Hybrid zu Hause an einer Wallbox laden und auf der Kurzstrecke rein elektrisch fahren. Der Kraftstoffverbrauch wäre mit einem PHEV gleich null.

Aus diesem Grund wird zum besseren Vergleich meist davon ausgegangen, dass die Fahrzeuge nicht an der Steckdose geladen werden. Die Energie für den Elektroantrieb sammelst du dabei also ausschließlich beim Fahren, zum Beispiel durch die Rekuperation beim Bremsvorgang.
Die Hersteller geben den Normverbrauch nach gültigen Standards, wie den NEFZ (Neuen Europäischen Fahrzyklus) oder das WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure), an. Wird der Hybrid nicht geladen, scheinen sich dessen Verbräuche von einem klassischen Fahrzeug nicht zu unterscheiden.

Kein Wunder also, dass die Hersteller mit einem kombinierten Verbrauch aus Kraftstoff und Strom werben. Ein Plug-in-Hybrid hat einen Durchschnittsverbrauch von rund zwei Litern . Lädst du das Hybrid-Auto bei dir zu Hause auf, kostet das allerdings auch Strom – und die Energiepreise steigen seit Jahren.

Von welchen Faktoren hängt der Kraftstoffverbrauch ab?

Im Wesentlichem gibt es beim Kraftstoffverbrauch zwischen einem klassischen Verbrenner und einem Hybridfahrzeug nur wenige Unterschiede. Grundsätzlich gilt: Je höher die Geschwindigkeit, desto mehr Kraftstoff wird benötigt. Vorausschauendes Fahren sowie eine entspannte Fahrweise helfen beim Sparen.

Dennoch gibt es Unterschiede, die den Verbrauch eines Hybrid-Autos beeinflussen: Während das Bremsen beim klassischen Verbrenner einer Energievernichtung gleichkommt, dient es beim Hybridfahrzeug zur Energierückgewinnung, also zum Laden der Batterie.

Welchen Unterschied macht die Systemstruktur?

Auch die unterschiedliche Systemstruktur der verschiedenen Hybridformen spielt im Hinblick auf den Hybrid-Auto-Verbrauch eine entscheidende Rolle.

Der Vollhybrid, dessen Weiterentwicklung der Plug-in-Hybrid ist, ermöglicht auch das rein elektrische Fahren. Wie bereits erwähnt, kannst du den Kraftstoffverbrauch auf null reduzieren. Kurze Strecken, beispielsweise die Fahrt zur Arbeit, sind allein mit der Kraft des Elektromotors zu bewältigen. Die elektrische Energie entsteht durch Rekuperation, also die Rückgewinnung von Energie – zum Beispiel beim Bremsen oder Rollen. Der Akku kann in manchen Fällen auch Strom durch den Verbrennungsmotor erhalten.

Je nach Fahrzeug sind Reichweiten von etwa 50 Kilometern möglich. Den Kraftstoffverbrauch im Stadtverkehr kannst du um bis zu 50 Prozent reduzieren , wobei dir auf der Autobahn eventuell sogar Nachteile entstehen. Hybridfahrzeuge sind aufgrund zusätzlicher Bauteile, wie Elektromotor oder Batterie, sehr schwer. Das steigert den Verbrauch deines Hybrid-Autos.

Beim seriellen Hybrid ist der Verbrennungsmotor immer erforderlich, um die Batterie zu laden beziehungsweise den Elektromotor anzutreiben. Der Kraftstoffverbrauch kann bei dieser Hybridart zwar nicht entfallen, allerdings wird die Verbrennungsmaschine mit einem sehr guten Wirkungsgrad betrieben. Das wiederum senkt den Verbrauch.

 

Berechnung: Was verbraucht das Hybrid-Auto wirklich?

Jeder Kunde, der sich ein neues Hybrid-Auto kaufen möchte, informiert sich vorher über den Spritverbrauch. Die Hersteller heben beim Kraftstoffverbrauch von einem Plug-in-Hybrid natürlich den Vorteil des Elektromotors hervor.

Ein Hybrid-Auto-Verbrauch von etwa 2 Litern (nach WLTP, Werte sind ab Dezember 2020 Pflicht ) klingt verlockend. Doch wie sieht der Realverbrauch aus? Was verbraucht das Fahrzeug ohne den zusätzlichen Strom aus der Steckdose? Das kannst du mithilfe einer einfachen Berechnung ermitteln. Dabei ist es wichtig, dass du die rein elektrische Reichweite kennst, um den sogenannten Utility Factor festzulegen.

Ein Fahrzeug, das mehrere 100 Kilometer allein mit dem Elektromotor zurücklegen könnte, würde meist elektrisch fahren. Der Utility Factor tendiert dementsprechend gegen 1.

Moderne Fahrzeuge mit Hybridantrieb haben eine elektrische Reichweite von etwa 50 bis 60 Kilometern, sodass sich ein Utility Factor von etwa 0,75 ergibt. Dieser Wert lässt sich aus einem entsprechenden Diagramm ermitteln.

Um den Kraftstoffverbrauch ohne Laden zu berechnen, teilst du den angegebenen Normverbrauch durch 1 abzüglich des Utility Factors. Bei einem kombinierten Verbrauch ergibt sich somit ein Realverbrauch von etwa 8 Litern, wenn du das Hybridfahrzeug nicht mit zusätzlichem Strom aus der Steckdose lädst.

 

5 Tipps: So hältst du den Kraftstoffverbrauch deines Hybrid-Autos gering

  1. Ballast ausladen: Jedes zusätzliche Gewicht erhöht den Kraftstoffverbrauch.
  2. Reifendruck anpassen: Mit dem richtigen Luftdruck kannst du den Rollwiderstand minimieren.
  3. Angepasste Fahrweise: Wir empfehlen dir, dein Hybrid-Auto mit Gang rollen zu lassen und die Schubabschaltung zu nutzen.
  4. Vorausschauendes Fahren: Wer rücksichtsvoll fährt, senkt den Benzinverbrauch.
  5. Regelmäßige Wartung: Ein jährlicher Check mit Ölwechsel spart Kraftstoff.

Fazit: Augen auf beim Autokauf

Der Kraftstoffverbrauch von einem Hybrid-Auto unterscheidet sich, abgesehen von der Stromzugabe, kaum vom klassischen Verbrenner mit reinem Benzin- oder Dieselantrieb. Beim Kauf eines Hybrid-Autos solltest du dich nicht nur auf den vom Hersteller angegebenen Kraftstoffverbrauch verlassen. Denn der Stromverbrauch kann beim Plug-in-Hybrid in Anbetracht der steigenden Strompreise teuer werden. Außerdem kannst du das Hybrid-Auto wahrscheinlich nicht regelmäßig laden – nicht überall stehen Steckdosen zur Verfügung.
Mit einer sparsamen Fahrweise, regelmäßigem Laden an der Steckdose und häufigem Betrieb im Stadtverkehr, profitierst du bei einem Hybrid-Auto dennoch in Sachen Kraftstoffverbrauch.

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