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Der Wasserverbrauch der Waschmaschine

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

1.December 2021

Letztes Update

10.12.2021

Wasserverbrauch der Waschmaschine bestimmen und reduzieren

Erfahre, wie hoch der Wasserverbrauch der Waschmaschine ist und wie du ihn reduzierst. So schonst du die natürliche Ressource Wasser und senkst deine Kosten.

Inhalt des Blogartikels

Wie hoch ist der durchschnittliche Wasserverbrauch einer Waschmaschine?

Der Wasserverbrauch hängt davon ab, wie viele Personen in deinem Haushalt leben, wie alt deine Waschmaschine ist, um welches Modell es sich handelt und welches Fassungsvermögen sie hat. Außerdem spielt es eine Rolle, welches Waschprogramm du gewählt und mit wie viel Wäsche du das Gerät befüllt hast. Eins aber ist sicher: Alte Waschmaschinen haben nicht nur einen sehr hohen Stromverbrauch, sie gehen auch äußerst großzügig mit Wasser um.

Übrigens: Nach der Körperpflege (36 Prozent) und Toilettenspülung (27 Prozent) nimmt das Wäschewaschen mit 12 Prozent Platz 3 am gesamten Wasserverbrauch in einem Haushalt ein.

 

Alte Waschmaschinen verbrauchen viel Wasser

In den 1990er Jahren war es durchaus normal, dass ein Gerät mit einer Waschladung bis zu 200 Liter Wasser verbraucht hat. Wenn deine 15 Jahre alte Waschmaschine nach wie vor zuverlässig arbeitet, kannst du von einem Wasserverbrauch von etwa 110 Litern pro Waschgang ausgehen. Selbst Geräte, die du erst vor 5 Jahren gekauft hast, benötigen noch rund 70 Liter.

Moderne Waschmaschinen sind weitaus genügsamer. Sie kommen im Schnitt mit rund 45 bis 50 Litern pro Waschgang aus. Hast du beispielsweise eine Familie mit Kleinkindern, dann läuft die Waschmaschine sicher täglich. Somit benötigst du im Jahr etwa 16.400 bis 18.300 Liter zum Wäschewaschen.

Der durchschnittliche Wasserverbrauch einer Waschmaschine beträgt bei 220 Waschvorgängen und mit der höchsten Kennzeichnung auf dem Energielabel bei 9.270 Liter pro Jahr. Die jährlichen Kosten für das verbrauchte Wasser bewegen sich bei modernen Waschmaschinen zwischen 32 und 39 Euro.

Übrigens: Nach dem neuen Energielabel ist aktuell A die beste Energieeffizienzklasse bei Waschmaschinen, wobei die Skala bis G reicht.

 

Kann ich den Verbrauch berechnen?

Es gibt ein Onlinetool, mit dem du kostenlos den genauen Wasserverbrauch berechnest. Dazu musst du das Alter deines Gerätes eingeben und wie häufig du bei welchen Temperaturen pro Woche wäschst. Statt der durchschnittlichen Strom- und Wasserkosten kannst du auch deine tatsächlichen Verbrauchskosten eintragen.

 

So senkst du den Wasserverbrauch deiner Waschmaschine

Mit folgenden Tipps reduzierst du den Wasserverbrauch der Waschmaschine:

Prüfe beim Kauf das Energielabel

Achte beim Neukauf auf die Angabe zum Wasserverbrauch. Diesen findest du auf dem Energielabel. Er ist in Liter für 220 Waschvorgänge angegeben und wird auf Basis von Standard-Waschzyklen für Baumwollprogramme bei 40 und 60 Grad Celsius sowie für Voll- und Teil-Befüllung errechnet. Auch die maximale Füllmenge in Kilogramm findest du auf dem Label. Dies sind lediglich Richtwerte. Wie viel Wasser du letztlich verbrauchst, hängt ganz von deinem individuellen Verhalten ab.

Wähle die richtige Trommelgröße

Wähle ein Modell mit passender Trommelgröße. Achte daher darauf, für welche Wäschemengen du die Waschmaschine benötigst. Um Wasser zu sparen, solltest du sie größtenteils gut befüllen können.

Wie groß das Fassungsvermögen sein sollte, hängt davon ab, wie groß dein Haushalt ist und wie häufig du deine Waschmaschine nutzt. Als Faustregel gilt für 1- und 2-Personenhaushalte 5 bis 7 Kilogramm, für 3- und 4- Personenhaushalte 7 bis 9 Kilogramm und für Großfamilien mindestens 9 Kilogramm.

Es ist nicht unbedingt vorteilhaft, eine Waschmaschine anzuschaffen, die etwas kleiner ist und somit weniger Wasser verbraucht. Wenn das Gerät nicht zur Haushaltsgröße passt, musst du die kleinere Waschmaschine öfter nutzen und verbrauchst dadurch mehr Wasser und Strom als nötig.

Fassungsvermögen voll ausnutzen

Nutze bei der Beladung das Fassungsvermögen voll aus, lasse aber etwas Platz für Wasser. Belädst du deine Waschmaschine nur zur Hälfte oder zu drei Viertel, wäscht die Waschmaschine trotzdem einen vollen Gang, wodurch du unnötig viel Wasser verbrauchst.

Die Füllmenge der Wäscheart anpassen

Grundsätzlich ist es richtig, das Fassungsvermögen der Waschmaschine voll auszuschöpfen. Das gilt allerdings nur für pflegeleichte Kleidungsstücke. Bei Feinwäsche hingegen solltest du die Trommel nur zur Hälfte befüllen, damit sich die Kleidungsstücke bei diesem Waschgang nicht zu stark aneinander reiben. Zudem verhinderst du so faltige und zerknitterte Wäscheteile.

Das richtige Programm einstellen

Allein durch die Programmwahl kannst du entscheiden, wie hoch der Wasserverbrauch deiner Waschmaschine ist. So verbraucht das praktische Kurzprogramm meist mehr Wasser als ein Eco-Waschprogramm. Letzteres ist dafür ausgelegt, mit einem Minimum an Wasser- und Stromverbrauch zu waschen. Allerdings kann es 3 bis 5 Stunden dauern bis der Waschvorgang beendet ist. Die Maschine wäscht dabei mit einer Temperatur von 40 Grad Celsius. Der Wasserverbrauch liegt im Schnitt bei 19 Litern. Das Kurzprogramm, das eigentlich für leicht verschmutzte Wäsche gedacht ist, läuft in der Regel 15 Minuten und verbraucht in dieser Zeit etwa 20 Liter. Buntwäsche benötigt durchschnittlich 45 Liter und Kochwäsche um die 65 Liter.

Moderne Waschmaschinen sind teilweise mit 10 und mehr Programmen ausgestattet. Wenn dich die zahlreichen unterschiedlichen Waschkategorien nicht verwirren, steht einem absolut perfekten Waschergebnis nichts im Weg.

Praktisch sind automatische Reinigungsprogramme, die einige Baureihen inzwischen anbieten. Ist beispielsweise eine Mengenautomatik vorhanden, passt die Waschmaschine über Sensoren Wassermenge und Spüldauer optimal der Wäschemenge an. Mit dieser Funktion kannst du Wasser und Energie sparen.

Auch wenn es eigentlich inzwischen Standard ist, vergewissere dich, dass zumindest folgende Waschprogramme vorhanden sind:

  • Buntwäsche
  • Feinwäsche
  • Kochwäsche
  • Wollprogramm
  • eventuell Fleckenautomatik
  • Eco-Programm
  • Kurzprogramm

Auf die Vorwäsche verzichten

Verzichte weitestgehend auf die Vorwäsche. Sie macht nur Sinn, wenn deine Wäsche sehr stark verschmutzt ist. Doch selbst bei hartnäckigen Flecken kannst du sie umgehen, indem du das Kleidungsstück vor dem Waschen mit Fleckenlöser einweichst.

Regenwasser nutzen

Falls du die Möglichkeit hast, Regenwasser zum Wäschewaschen einzusetzen, solltest du das unbedingt machen. Du schonst damit nicht nur die Trinkwasserreserven, sondern auch die Umwelt. Regenwasser ist weicher als das Wasser aus der Leitung. Aus diesem Grund benötigst du lediglich ein Drittel der üblichen Waschmittelmenge. Zudem ist Regenwasser ein guter Schutz gegen Verkalkung, wodurch sich die Lebensdauer der Waschmaschine erhöht.

 

Darum solltest du generell Wasser sparen

Der Klimawandel hat langfristig Auswirkungen auf den Trinkwasserpreis. Um während Hitzewellen die Wasserversorgung zu gewährleisten oder bei Starkregen die Wassermassen sicher über das Abwassernetz ablaufen zu lassen, müssen Versorgungsunternehmen in die Infrastruktur investieren. Die Kosten dafür werden dann auf den Trinkwasserpreis aufgeschlagen. Wassersparen ist daher nicht nur bei der Waschmaschine sinnvoll.

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