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Förderungen für die Dachsanierung

Über diesen Artikel

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlichung

20.December 2021

Letztes Update

20.12.2021

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Diese Förderung gibt es für die Dachsanierung in Österreich

Die Dachsanierung, der Ausbau des Dachgeschosses und eine energiesparende Dachdämmung kosten viel Geld. Mit Förderungsaktionen kannst du die Kosten reduzieren.

Inhalt des Blogartikels

Welche Förderungsaktionen gibt es in Österreich für die Dachsanierung und Dachdämmung?

Wie bei vielen Förderungen rund um die Themenbereiche Wohnen, energetische Gebäudesanierung und Steigerung der Energieeffizienz gibt es auch bei der Sanierung des Daches bis zu 3 Ebenen, die als Fördermittelgeber infrage kommen – die Bundes-, Landes- und Gemeindeebene.

In den letzten Jahren sind die Nachfrage nach energetischen Sanierungen genauso wie das Interesse an nachhaltigen Systemen zur Gebäudeerwärmung (wie Erdwärmepumpen oder Solarthermieanlagen) und autarken Stromproduktion (zum Beispiel Photovoltaik) konstant gestiegen. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken zum eigenen Handeln im Zusammenhang mit dem Klimaschutz, spüren die Auswirkungen des Klimawandels, leiden unter steigenden Preisen für fossile Brennstoffe oder werden durch staatliche Regelungen zur Nutzung von erneuerbaren Energien motiviert. Österreich hat den Entschluss gefasst, bis 2040 klimaneutral zu sein. Um dieses Ziel auch beim Wohnen zu erreichen, sind energetische Maßnahmen in vielen Bereichen notwendig – auch bei der Dachsanierung.

 

Warum ist eine Sanierung des Daches so sinnvoll?

Viele Hausbesitzer haben ihr Dach nicht auf ihrer To-Do-Liste. Im Gegensatz zu undichten Fenstern oder kalten Mauern fallen die Nachteile eines schlecht instandgehaltenen oder nicht gedämmten Daches im Alltag nicht auf. Erst wenn Dachziegel herunterfallenden oder Regenwasser durch die oberste Geschoßdecke eindringt, sehen viele Hausbesitzer, dass eine Investition dringend ansteht.

Ein ungedämmtes Dach sorgt für hohe Wärmeverluste, da die Heizwärme ungenutzt durch die dünne Außenhülle in die Umwelt verpufft. Je nach Alter, Instandhaltungszustand und Bauweise kannst du durch eine Dachsanierung samt Wärmedämmung etwa 20 bis 30 Prozent an Energie einsparen. Das freut das Klima und – trotz der eher hohen Investitionskosten bei Dacharbeiten – langfristig auch deinen Geldbeutel.

 

Die Bundesförderung: So kannst du mit dem Sanierungsscheck profitieren

Das wichtigste Instrument zur Förderung einer energetischen Dachsanierung in Österreich ist der bereits gutbewährte Sanierungsscheck, der vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Rahmen der Umweltförderung vergeben wird.

Um diesen Scheck für die thermische Dachsanierung in Anspruch nehmen zu können, gelten einige Regeln. Das Gebäude (Einfamilien-, Zweifamilien- oder Reihenhaus) muss mindestens 20 Jahre alt sein. Es können nur Gebäude im Inland gefördert werden. Allerdings muss der Antragsteller seinen Hauptwohnsitz nicht am Ort der geförderten Immobilie haben. Zudem brauchst du einen gültigen Energieausweis (nicht älter als 10 Jahre) oder ein Energieberatungsprotokoll des jeweiligen Bundeslandes bzw. ein Gesamtsanierungskonzept. Den Antrag für die Förderung musst du bis zum 31. Dezember 2022 einreichen. Allerdings gilt die Regel, dass Förderanträge nur so lange bearbeitet werden können, wie ausreichend Budgetmittel vorhanden sind. Es ist also möglich, dass die Förderungsaktion bereits früher endet.

Bei der Dämmung des Daches handelt es sich nach den Förderrichtlinien um eine Einzelbaumaßnahme. Die Dämmung muss eine Mindeststärke von 24 Zentimeter aufweisen bzw. einen maximalen U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizienten) von 0,15 Watt pro Quadratmeter und Kelvin erreichen. Diese Werte müssen in der Rechnung der Fachfirma aufscheinen.

Die Förderung beträgt für eine Einzelmaßnahme wie die Dämmung der Dachfläche oder der obersten Geschoßdecke maximal 2.000 Euro. Einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 50 Prozent gibt es für die Verwendung von Dämmmaterial, das aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Es werden maximal 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten bezuschusst. Die Dacheindeckung und Dachstuhlkonstruktion sind nicht förderbar.

Übrigens: Die Förderung umfasst nicht nur die Kosten für die Dachdämmung allein. Sie unterstützt auch viele Arbeiten, die beim Sanieren notwendig sind. Zu den förderungsfähigen Investitionskosten zählen laut der Umweltförderung unter anderem auch Lattungen, Sparrenaufdopplungen für die Wärmedämmung, Schalungen, Dachpappe oder Spenglerarbeiten für Fassadenanschlüsse.

Für die Antragsbearbeitung, Berechnung und Auszahlung der Förderung hat das BMK die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) beauftragt. Sie prüft deine Unterlagen auf formale und inhaltliche Vollständigkeit und zahlt nach Vorliegen der korrekten Rechnungen die Förderung auf dein Konto aus. An zusätzlichen Unterlagen benötigst du auch deinen Meldezettel.

Den direkten Link zum Onlineantrag, alle förderfähigen Kosten und weitere Informationen sowie die Daten zum Kontakt mit dem Serviceteam Sanierungsscheck findest du auf der Seite der Umweltförderung.

Gut zu wissen: Für Mehrparteienhäuser gibt es den Sanierungsscheck ebenso. In diesem Fall gelten andere Beträge und Anforderungen.

 

Unterschiedliche Förderungen der Landesregierungen

Weniger einheitlich als die Bundesförderung sind die verschiedenen Förderungsaktionen der Bundesländer, die im Rahmen der Wohnbauförderung bzw. Wohnhaussanierung eigene Förderungsaktionen ausschreiben.

Im Prinzip funktionieren die Förderprogramme der Landesregierungen ähnlich wie die Förderung durch den Bund. Es gelten ebenso Mindestanforderungen, eine Deckelung der Förderung und ähnliche Verfahrensabläufe. Allerdings subventionieren viele Bundesländer das Sanieren nicht nur mit einem einmaligen Direktzuschuss, sondern auch mit Annuitätenzuschüssen auf Darlehen. Häufig gibt es auch einen Zuschuss für eine Energieberatung, die bereits frühzeitig den Bedarf einer Dachsanierung und -dämmung klären kann.

In der Praxis empfehlen wir dir, so frühzeitig wie möglich und unbedingt vor der Auftragserteilung, den Kontakt mit der Energieberatungsstelle deines Bundeslandes zu suchen bzw. deine Landesregierung nach Fördermöglichkeiten der Wohnbauförderung zu fragen. Informiere dich am besten auch darüber, ob du die Landesgelder mit der Förderung des Bundes kombinieren kannst.

Ähnlich sieht die Lage bei den Förderungen der Gemeinden aus. Sie unterstützen gegebenenfalls die Dachsanierung, aber mit eigenen Förderungsaktionen. So fördert zum Beispiel die Stadt Innsbruck unter gewissen Voraussetzungen eine Dachdämmung mit 5 bis 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Am besten fragst du direkt bei deinem Gemeindeamt oder Magistrat nach, ob eine allfällige Förderung für dein Dach-Sanierungsprojekt möglich ist.

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