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Wallbox-Förderungen in Österreich

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

15.July 2021

Letztes Update

17.01.2022

Wallbox-Förderung in Österreich: Mit diesen Zuschüssen kannst du rechnen

Auch 2021 setzt die österreichische Bundesregierung auf die Förderung von E-Ladestationen. Die Förderungsaktion E-Mobilität für Private unterstützt den Einbau einer privaten Wallbox mit bis zu 1.800 Euro.

Inhalt des Blogartikels

Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine private Wallbox mit Förderung

Elektroautos und Plug-in-Hybride sind im Vergleich zu Verbrennern nach wie vor teurer. Um die Neuwagenpreise für E-Autos abzufedern und mehr Menschen zum Umstieg auf klimafreundliche Alternativen zu bewegen, gibt es im Rahmen der Umweltförderung attraktive Prämien aus dem Klima- und Energiefonds.

Allerdings schrecken viele Interessierten noch vor einer Hürde zurück: Wie kann der neue E-Pkw sicher, schnell und kostengünstig Zuhause aufgeladen werden? Um auch bei diesem bekannten Problem weitere Anreize für den Umstieg auf die E-Mobilität zu schaffen, gibt es vonseiten des Bundes attraktive Prämien für private Ladestationen direkt in den Haushalten. Die Höhe der Fördergelder unterscheidet sich je nach Art des Hauses und der Möglichkeiten vor Ort.

Wir haben für dich recherchiert und die wichtigsten Informationen zu den Förderungsaktionen für private Ladeinfrastruktur in Österreich zusammengestellt. In diesem Beitrag erfährst du, mit welchen Fördersummen du rechnen kannst und wie die Beantragung sowie Auszahlung funktioniert. Wir klären auch die Frage, ob du auch dann für die staatlichen Subventionen qualifiziert bist, wenn du deine Wege bereits mit einem Elektroauto zurücklegst.

 

Diese Arten von Ladeinfrastruktur fördert der Bund

Damit du an die staatlichen Fördergelder kommen kannst, musst du ein paar grundsätzliche Regelungen beachten. Diese sind allerdings so breit gefächert, dass du unabhängig davon, ob du Bewohner eines Mehrparteienhauses bist oder in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus lebst, fast immer Anspruch auf die Fördergelder hast.

Gefördert werden im Rahmen der Umweltförderung diese 3 Arten an privater Ladeinfrastruktur:

Welches Modell konkret am besten zu deiner Situation passt, hängt davon ab, in welcher Art von Haus du lebst und welche Anschlussmöglichkeiten bestehen. Am besten wendest du dich an den Elektroinstallateur deines Vertrauens, der im Idealfall auch bereits Erfahrung mit der Installation von Wallboxen hat. Er kann vor allem in Bestandsgebäuden am einfachsten klären, wie sich der nachträgliche Einbau einer Ladestation sicher und kostengünstigsten realisieren lässt. Attraktiv ist das Angebot auch für Wohnungsbesitzer oder Mieter in Mehrparteienhäusern. Hier kannst du entweder eine private Wallbox für deinen Abstellplatz oder zusammen mit anderen Hausparteien eine Gemeinschaftsanlage einrichten lassen und dir Fördergelder von bis zu 1.800 Euro sichern. Für Gemeinschaftsanlagen wendest du dich am besten zusammen mit anderen Hausbewohnern an deine Hausverwaltung.

Unser Tipp: Am besten holst du mehrere Angebote bei verschiedenen Elektroinstallateuren ein!

 

Diese Förderpauschalen erhältst du für den Einbau einer Wallbox

Im Rahmen der Förderungsaktion E-Mobilität für Private 2020-2021 stellt das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) von Jänner 2021 bis März 2022 ein Budget von 46 Mio. Euro aus dem Klima- und Energiefonds zur Verfügung. Aber Achtung: Sollte das Budget bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgebraucht sein, stehen keine Fördermittel mehr zur Verfügung. Warte also besser nicht bis zum letzten Stichtag, um deinen Förderungsantrag einzureichen.

Konkret zahlt der Bund folgende Zuschüsse im Rahmen der Förderungsaktion E-Mobilität für Private:

  • 600 Euro für ein intelligentes Ladekabel
  • 600 Euro für eine Wallbox im Ein- oder Zweifamilienhaus
  • 900 Euro für eine intelligente OCPP-fähige Wallbox im Mehrparteienhaus als Einzelanlage
  • 1800 Euro für eine intelligente OCPP-fähige Wallbox im Mehrparteienhaus als Gemeinschaftsanlage

Welche Ladekabel konkret förderfähig sind und welche Mindeststandards eine Wallbox erfüllen muss, findest du übersichtlich auf diesem Infoblatt der Umweltförderung. Bei Gemeinschaftsanlagen sind auch die Material- und Montagekosten förderfähig.

Übrigens: OCPP ist die Abkürzung für Open Charge Point Protocol. Dieses Kommunikationsprotokoll regelt die Kommunikation zwischen der Ladestation und diversen Systemen, unter anderem zur Abrechnung des Stromverbrauchs.

 

Deswegen fördert Österreich die private Ladeinfrastruktur

Viele Konsumenten finden es umständlich, permanent auf das Netz an öffentlichen Ladesäulen zurückgreifen zu müssen. Daher zögern sie beim Umstieg von einem Verbrenner auf E-Fahrzeuge. Schließlich dauert das Laden über reguläre Schuko-Steckdosen in der Regel viele Stunden, obendrein sind derartige Anschlüsse nicht für eine hohe Dauerbelastung ausgelegt. Mit einer Heimladestation entfallen diese Sorgen, da effizient und sicher geladen werden kann. Neu dabei ist, dass die Förderung für eine Wallbox oder ein intelligentes Ladekabel nicht mehr vom Kauf eines E-Autos abhängig ist. Das bedeutet konkret: Auch wenn du bereits einen E-Pkw fährst, häufig Besucher mit E-Autos hast oder einfach für die Zukunft vorsorgen möchtest, kannst du die Förderung beantragen. Dadurch erhofft sich das BMK eine Verstetigung des Trends zur E-Mobilität.

 

Diese Richtlinien musst du beachten

Die gute Nachricht: Um die Fördergelder zu erhalten, sind nur relative niedrige Hürden zu überwinden. Auf jeden Fall muss deine persönliche Ladestation von einem Elektrofachbetrieb eingebaut werden. Zusätzlich musst du einen Nachweis darüber erbringen, dass der Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird, zum Beispiel mit einem Ökostrom-Tarif. Für den Nachweis reicht entweder eine Kopie des Stromliefervertrags oder das vom Energieversorger unterzeichnete Formular „Bestätigung des Strombezugs aus erneuerbaren Energieträgern (EET)“. Du kannst es direkt auf den Seiten der Umweltförderung herunterladen und bei deinem Stromversorger einreichen.

 

Der Antragsablauf – so kommst du an die Wallbox-Förderungen

Zuständig für die Antragsbearbeitung und die Auszahlung der Förderungen ist die Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Sie ist dein Ansprechpartner und agiert im Auftrag des BMK.

Der Verfahrensablauf ist dabei in zwei Schritte unterteilt:

  1. Registrierung
  2. Antragstellung

In diesem Prozess gibst du alle notwendigen Daten zu deiner Person an. Anschließend erhältst du einen Aktivierungslink: Dein Anteil des Gesamtbudgets wird 24 Wochen für dich reserviert.

Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, musst du folgende Unterlagen bei der KPC einreichen:

  • Rechnung des Elektroinstallateurs bzw. für das intelligente Ladekabel
  • Formular Förderungsabrechnung
  • Bestätigung über den Einsatz von 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern
  • einen Nachweis darüber, wenn es sich um ein Mehrparteienhaus oder eine Gemeinschaftsanlage handelt, zum Beispiel durch einen Grundbuchauszug

Anschließend prüft die KPC die eingereichten Unterlagen und überweist den Förderungsbetrag direkt auf dein Bankkonto.

Eine detaillierte Übersicht zum Ablauf des Verfahrens findest du im Leitfaden E-Mobilität für Private des Klima- und Energiefonds.

Unser Tipp: Wenn du selbst Strom produzierst (zum Beispiel mit einer Photovoltaik-Anlage) und deine Anlage min. 2.500 kWh pro Jahr leistet, gilt dies als Strom aus erneuerbaren Energieträgern. Als Nachweis eignet sich zum Beispiel die Rechnung für die Anlage.

 

Weitere Wallbox Förderungen durch die Bundesländer

In einigen Bundesländern gibt es zusätzlich zur Förderungsaktion des Bundes noch weitere Fördermöglichkeiten zu sehr unterschiedlichen Konditionen.

Burgenland:

Das Burgenland gewährt für Wallboxen oder Standsäulen bis 3,7 KW/230 V zusätzlich 300 Euro an Fördergeldern. Anlagen über 3,7 KW/400 V werden mit 500 Euro gefördert. Maximal werden in beiden Fällen 30 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst.

Tirol:

Das Land Tirol fördert zwar keine Ladestationen im eigentlichen Sinn, gewährt aber im Rahmen der Wohnbausanierungsrichtlinie Zuschüsse zur baulichen Vorbereitung der Ladeinfrastruktur, wie z. B. Leerverrohrungen.

Steiermark:

Die Steiermark fördert dynamische Lastmanagementsysteme in Häusern ab 4 Wohnungen bzw. ab 10 Abstellplätzen. Auch Wallboxen und Ladekabel werden unter gewissen Konditionen zusätzlich gefördert.

Welche Voraussetzungen für die jeweiligen Landesförderungen gelten, hat der ÖAMTC übersichtlich zusammengestellt. Auch wenn du in einem anderen Bundesland lebst, lohnt sich eine kurze Nachfrage bei deiner Landesregierung, deiner Gemeinde oder den Energieversorgern, da sich die Förderlandschaft schnell ändern kann. So sicherst du dir die maximale Förderung.

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