plug-in-hybrid-hybridauto-header-net4energy

So funktionieren Plug-in-Hybrid-Autos im Detail

Über diesen Artikel

Lesezeit

5 Minuten

Veröffentlichung

16.March 2021

Letztes Update

17.01.2022

 

Plug-in-Hybridautos: Was steckt dahinter?

Plug-in-Hybridautos verfügen über einen separaten Elektro- und Verbrennungsmotor. Diese Kombination wirkt sich positiv auf Reichweite, Systemleistung und Kraftstoffverbrauch aus.

Inhalt des Blogartikels

Ist ein Plug-in-Hybridauto eine gute Option für dich?

Plug-in-Hybridautos (abgekürzt PHEV für Plug-in Hybrid Electric Vehicle) haben mit einer Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor eine viel größere Reichweite als reine Elektroautos und lassen sich auch direkt am Netz aufladen. Zwar sind die Kosten für dieses Umweltplus leider immer noch recht hoch – dafür wird die Anschaffung dieser interessanten Technologie staatlich gefördert. Die Einzelheiten zu Plug-in-Hybriden und ihren Vor- sowie Nachteilen erläutern wir dir hier genauer.

 

Was ist ein Hybridauto?

Ein Hybridauto verfügt grundsätzlich über einen Elektromotor und einen Verbrennungsmotor, sodass die leisen, umweltfreundlichen Aspekte eines E-Autos auf die Leistung und Zugänglichkeit eines Benziners bzw. Diesels treffen. Beide Antriebsarten arbeiten effizient zusammen, sodass bei jeder Fahrt ganz nach Bedarf der jeweils besser geeignete Motor zum Einsatz kommt. Es gibt darüber hinaus auch Modelle, bei denen Elektro- und Verbrennungsmotor zeitgleich zusammenarbeiten.

Streng genommen fallen auch Erdgasautos in die Kategorie der Hybridfahrzeuge, da sie sowohl über einen Gas- als auch einen Benzintank verfügen. Allerdings bezieht sich der Ausdruck des Hybridautos im allgemeinen Sprachgebrauch auf Fahrzeuge mit einem zusätzlichen Elektromotor. Daher ist im Folgenden auch von solchen Modellen die Rede.

 

Darum solltest du einen Plug-in-Hybrid kaufen

Der Antrieb besitzt einen hohen Wirkungsgrad, einen geringeren CO2-Ausstoß und eine verminderte Schadstoffbelastung. Dazu verfügt ein solcher Wagen auch noch über Vorteile in den eigenen Reihen der Hybridfahrzeuge. Denn während ein Vollhybrid über einen kleineren Akku verfügt, der lediglich über die Rekuperation aufgeladen wird, kann die Batterie eines Plug-in-Hybridautos auch direkt an das Stromnetz angeschlossen werden. Dadurch musst du dich nicht ausschließlich auf den autoeigenen Generator verlassen, wenn du elektrisch fahren möchtest.

 

So funktionieren Plug-in-Hybrid im Detail

Wie geschildert, kann der Akku eines Plug-in-Hybriden neben dem Energiewandler auch durch das Anschließen an das Stromnetz, also durch ein Plug-in, geladen werden. In Frage kommen dafür sowohl öffentliche Ladesäulen als auch private Wallboxen. Einmal voll aufgeladen kannst du nicht nur länger rein elektrisch fahren als bei anderen Hybriden, sondern auch deinen Kraftstoffverbrauch senken. Das liegt daran, dass der Elektroantrieb unabhängig vom Verbrenner arbeitet. Sollte dir trotzdem einmal der Strom ausgehen, dann kannst du zuversichtlich auf das Zuschalten des zweiten Motors setzen.

 

Die Technologie von Plug-in-Hybridautos

Ein Hybridfahrzeug ist für jegliche Alltagsszenarien ideal geeignet. Es glänzt zum einen in der Stadt, da Elektromotoren bereits bei niedrigen Drehzahlen einen hohen Wirkungsgrad erzielen können. Bei hohen Drehzahlen wie z.B. auf der Autobahn sind Verbrennungsmotoren hingegen besser. Da ein Plug-in-Hybrid automatisch zwischen den beiden Antrieben hin- und herschalten kann, holt er stets die beste Leistung aus sich heraus. In manchen Fällen laufen auch Elektro- und Verbrennungsmotor gleichzeitig, sofern das situationsbedingt am effizientesten ist.

Die letztendliche Systemleistung eines Plug-in-Hybriden setzt sich aus der Leistung des Elektro- sowie des Ottomotors zusammen. Beide Werte können aber nicht einfach addiert werden, da die verschiedenen Antriebe des Fahrzeugs über unterschiedliche Leistungskurven verfügen. Das liegt unter anderem an der Maximalleistung der Traktionsbatterie.

Demnach hat ein Audi A3 in der Verbrenner-Ausführung 40 TFSI eine Leistung von 190 PS. Die Ausführung als PHEV mit dem Namen 40 TFSI e verfügt hingegen über einen Verbrennungsmotor, der eine Leistung von 150 PS erreicht. Zusätzlich dazu kommt aber noch der Elektromotor, welcher abermals 109 PS Höchstleistung erbringen kann. In diesem Fall kommt so eine Systemleistung von 204 PS zustande.

 

Wo ist die Abgrenzung zu anderen Antriebsarten eines Hybridautos?

Im Gegensatz zu einem Plug-in-Hybrid wird ein autarker Hybrid nur über den inneren Generator geladen. Ein direktes Aufladen des Akkus ist also nicht möglich. Ein sogenannter Mild-Hybrid verfügt über eine Start-Stopp-Automatik - das umfasst eine Aufladung der Akkus durch Bremsenergierückgewinnung und eine Verwendung des Elektromotors beim Anfahren und bei hoher Beschleunigung.

Unter einem Vollhybriden versteht man wiederum einen Wagen, der für längere Strecken nur elektrisch betrieben werden kann, dessen Akku aber ausschließlich über den integrierten Generator geladen wird.

 

Die aktuellen Reichweiten eines Plug-in-Hybridautos

Für wie viele Kilometer reicht die Batterie, bevor der Verbrennungsmotor anspringen muss? Angaben dazu können nur einen ungefähren Eindruck vermitteln, da die Reichweite sehr stark von der Fahrweise abhängt. Grundsätzlich kannst du aber davon ausgehen, dass ein PHEV eine Reichweite von 50 bis 60 Kilometern mit dem reinen Elektroantrieb bewältigen kann. Tatsächlich muss das Fahrzeug ohnehin eine Reichweite von mindestens 40 Kilometern erzielen können, um ein E-Kennzeichen zu erhalten. Genaueres verrät das standardisierte Prüfverfahren WLTP.

 

Was ist der Teststandard WLTP?

Dabei handelt es sich um ein am 1. September 2017 eingeführtes Testverfahren zur Ermittlung des Verbrauchs und der Einhaltung der Abgasgrenzwerte bei leichten Fahrzeugen. Das „Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure“ (kurz WLTP) ist das Nachfolgeverfahren des NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Der Grund für die Weiterentwicklung ist unter anderem eine abweichende Bemessung des letztendlichen Kraftstoffverbrauchs.

Daher können die Resultate des WLTP nicht mit früher ermittelten, sondern nur mit anderen WLTP-Ergebnissen verglichen werden. Zum Beispiel ging hervor, dass der genannte Audi A3 als PHEV mit seiner Batteriekapazität von 13 kwh eine rein elektrische Strecke von 63 Kilometern zurücklegen kann. Doch auch diese Angaben sind für dich als Fahrer mit Vorsicht zu genießen. Denn trotz allem besteht eine starke Abhängigkeit von der Fahrweise. Das zeigt sich schon darin, ob du in der Stadt oder doch auf dem Land wohnst.

 

Ein hybrides Fahrzeug ist nur so sparsam wie sein Fahrer gewissenhaft ist

Die Effizienz des Hybridfahrzeugs hängt ganz davon ab, wie regelmäßig du die Batterie auflädst. Das gilt ebenfalls, wenn du hohe Drehzahlen mit dem Verbrennungsmotor fährst. Denn auch dann kann der Elektromotor einsetzen und dich bei der Beschleunigung unterstützen. Ist der Akku für gewöhnlich aber nur schwach geladen, dann fällt zugleich der besagte Effekt geringer aus.

Wer hingegen gar nicht bzw. nur sehr selten auf den elektrischen Antrieb zurückgreift, der erhöht sogar seine Emissionen und auch seinen Kraftstoffverbrauch. Denn ohne ihre aktive Nutzung stellen Batterie und Elektromotor nur ein Zusatzgewicht dar, welches einen vergrößerten Anspruch an die Systemleistung stellt. Dieser Umstand ist leider keine Seltenheit. Denn über 50 Prozent der Plug-in-Hybride fallen als Dienstwagen aus, obwohl viele Fahrer über keine Wallbox verfügen. Eine Ladestation auf dem Fuhrpark ist ebenfalls nicht immer gegeben. Unter anderem stehen die Niederlanden dem Umweltbonus für Hybridfahrzeuge daher noch skeptisch gegenüber.

 

Vor- und Nachteile des Plug-in-Hybridautos

Das externe Aufladen des Akkus ist einer der größten Vorteile des Plug-in-Hybrids, da du weniger auf den Verbrennungsmotor zurückgreifen musst. Der Durchschnittsdeutsche könnte an den meisten Tagen des Jahres sogar gänzlich auf diesen verzichten. Denn im Schnitt wird das Auto für Kurzstrecken genutzt, die sich täglich auf eine Reichweite von weniger als 40 Kilometer belaufen. Die kwh der gängigen Batterien sind dazu gut geeignet.  Sollte das Ladesäulennetz in deiner Umgebung oder auf deinen regelmäßigen Routen gegenwärtig jedoch noch nicht gut ausgebaut sein, kann sich das unter Umständen aber auch als ein Nachteil erweisen.

Davon hängt also auch ab, wie groß der Schutzfaktor für die Umwelt ausfällt. Wer mehr elektrisch fährt, der stößt weniger Emissionen aus und gleicht so schrittweise den CO2-Anteil aus, der während der Produktion entstanden ist. Ökologisch gesprochen ist der Kauf eines jungen Gebrauchtwagen daher umso sinnvoller. Unter den richtigen Bedingungen kannst du auch hier mit einem Umweltbonus rechnen.

plug-in-hybrid-autos-hybridauto-e-book-guide-net4energy
Du möchtest mehr über das Hybrid-Auto erfahren? Lade dir jetzt unseren ultimativen Guide herunter!
jetzt kaufen