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Hybrid-Autos: Förderung in Österreich

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

15.November 2021

Letztes Update

17.01.2022

 

So sieht die Förderung von hybriden Fahrzeugen in Österreich aus

Wer sich ein neues Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid in Österreich kauft, profitiert von bis zu 5.000 Euro Förderung. Hier erfährst du alles Wissenswerte dazu.

Inhalt des Blogartikels

Hybrid-Autos sind ein wesentlicher Bestandteil der klimafreundlichen Mobilität

Hybrid-Autos boomen! Sie haben viele Vorteile und im Vergleich zu einem reinen Elektroauto ein besonderes Plus: Hybride sind besonders flexibel im täglichen Einsatz auf der Straße. Da sie auf 2 verschiedene Antriebsarten setzen, steigen Reichweite und Unabhängigkeit. Allerdings kannst du in Österreich nicht für alle hybriden Fahrzeuge eine Förderung erhalten. Deshalb ist es wichtig, genauer hinzuschauen.

Plug-in-Hybride verfügen über einen Akku und Elektromotor. Sie schalten erst dann auf einen Verbrennungsmotor um, sobald der elektrische Strom aus der Batterie aufgebraucht ist. Für dieses Hybrid-Auto gibt es in Österreich vom Bund eine Förderung in Form eines einmaligen Zuschusses.

 

Die Gründe für die Förderung von Plug-in-Hybrid-Autos

Das Ziel der österreichischen Bundesregierung ist klar: In absehbarer Zeit soll der Verkehrssektor dekarbonisiert werden. Was kompliziert klingt, ist einfach erklärt. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) verfolgt bis 2030 das Ziel, Fahrzeuge mit ineffizienten Verbrennungsmotoren von den österreichischen Straßen zu verdrängen und durch hocheffiziente Antriebe, wie zum Beispiel den Elektroantrieb, zu ersetzen. Zusätzlich gibt es vom Bund Förderungen für Investitionen in die Ladeinfrastruktur wie Wallboxen oder intelligente Ladekabel. Dies trägt wesentlich zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor bei und ist ein elementarer Beitrag zum Klimaschutz.

Um den Umstieg auf moderne und klimafreundliche Antriebe für Privatpersonen in die Wege zu leiten und die hohen Neuwagenpreise von Elektroautos oder Hybriden etwas zu senken, gibt es in Österreich von Seiten des Bundes in Kooperation mit den Autoimporteuren eine Förderung.

Aktuelles Update (Stand 10/2021): Die Förderung für Elektroautos ist sehr gefragt. Das anfangs für 2021 geplante Budget von 46 Millionen Euro wurde zur Jahresmitte um weitere 55 Millionen Euro aufgestockt. Dadurch sollen auch weiterhin ausreichende Finanzmittel für die E-Mobilitätsoffensive verfügbar sein. Den aktuellen Stand des Förderbudgets kannst du auf der Website der Kommunalkredit Public Consulting abrufen.

 

Hybrid-Förderung in Österreich: Das sind die detaillierten Förderbedingungen

Für den Kauf eines neuen Plug-in-Hybrids (PHEV) beziehungsweise eines der wenigen auf dem Markt verfügbaren Fahrzeuge mit Range Extender/Reichweitenverlängerer (REX, REEV) erhältst du in Österreich eine Förderung von insgesamt 2.500 Euro.

Die finanzielle Unterstützung für dich als Käufer besteht dabei aus 2 Anteilen: Eine Hälfte übernimmt das BMK im Rahmen der Umweltförderung, die zweite Hälfte tragen die Automobilimporteure (der sogenannte Importeursanteil).

Damit du die Plug-in-Hybrid-Förderung nutzen kannst, müssen einige Bedingungen erfüllt werden. So muss die vollelektrische Reichweite (also jener Anteil, den du komplett mit Energie aus der Batterie zurücklegen kannst) mindestens 50 Kilometer nach dem WLTP-Testverfahren (WLTP: Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) betragen. Um die Förderung von Luxuskarossen zu vermeiden, gibt es eine Begrenzung des Listenpreises. Dieser darf 60.000 Euro für das Basismodell ohne Sonderausstattung nicht überschreiten. Es gibt für maximal 50 Prozent der umweltrelevanten Investitionskosten einen Zuschuss.

Fahrzeuge mit einem Dieselmotor sind grundsätzlich von der Förderung ausgenommen. Du möchtest mit deinem neuen Plug-in-Hybrid auch eine Heimladestation, zum Beispiel eine Wallbox in deiner Garage, nutzen? Dann musst du den Nachweis erbringen, dass ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien, zum Beispiel Öko- oder Photovoltaikstrom, durch die Leitungen fließt.

Eine Liste der aktuell förderfähigen Fahrzeuge und weitere Informationen findest du auf den Seiten der Umweltförderung.

Tageszulassungen und Vorführfahrzeuge erhalten unter folgenden Voraussetzungen ebenso eine Förderung: Sie waren nicht länger als 1 Jahr zugelassen, es wurde noch keine Förderung des BMK bezogen und die Zulassung erfolgte ausschließlich auf den Autohändler.

Übrigens: Für ein reines Elektroauto ohne Verbrennungsmotor verdoppelt sich der Umweltbonus auf bis zu 5.000 Euro. Plug-in-Hybride sind wie Elektroautos durch ihren geringen CO2-Ausstoß in der Regel von der NoVA (Normverbrauchsabgabe) befreit.

 

So beantragst du die Hybrid-Auto-Förderung

Zuständig für die Abwicklung der Umweltförderung ist in Österreich die KPC (Kommunalkredit Public Consulting). Sie ist dein Ansprechpartner zur E-Mobilitätsförderung.

In einem 2-stufigen Prozess musst du dich im ersten Schritt registrieren. Dann sind die Fördermittel des Bundes für dich reserviert und du erhältst per E-Mail eine Bestätigung. Die letzte Registrierung ist nach aktuellem Stand (10/2021) am 31. März 2022 möglich. Direkt mit der Registrierung beginnt der Ablauf einer 24-wöchigen Frist. In dieser Zeit muss das Auto geliefert, die Rechnung beglichen und das Auto zugelassen werden.

Unser Tipp: Lass dir von deinem Autohändler Informationen zu den Lieferfristen geben, damit du deinen Anspruch auf die Förderung des Hybrid-Autos wegen der Wartezeit nicht verlierst.

Nach dem Kauf kannst du im zweiten Schritt den Antrag stellen. Dazu benötigst du folgende Unterlagen:

  • Rechnung
  • bei Leasing: Leasingvertrag inklusive Depotzahlung
  • das ausgefüllte und unterschriebene Formular „Förderungsabrechnung“
  • Zulassungsbescheinigung
  • Nachweis über Strom aus erneuerbaren Energien

Bitte beachte: Auf der Rechnung muss verpflichtend der E-Mobilitätsbonus, also jener Anteil der Förderung, den die Automobilimporteure übernehmen, einschließlich eines Informationstextes ausgewiesen sein.

 

Die Förderungsaktion E-Mobilität gilt auch für Investitionen in die Ladeinfrastruktur

Wenn du mit einem Elektroauto oder Plug-in-Hybrid deine Wege zurücklegst, bist du besonders auf eine gute Ladeinfrastruktur angewiesen. Am bequemsten ist dabei eine Ladestation direkt an deinem Wohnort, zum Beispiel in deiner Garage.

Für die private Ladeinfrastruktur, wie eine Wallbox oder ein intelligentes Ladekabel, gibt es ebenso Fördergelder durch die E-Mobilitätsoffensive. Der pauschale Förderbetrag beträgt 600 Euro im Ein-/Zweifamilienhaus und steigt auf bis zu 1.800 Euro in Mehrparteienhäusern. Diese Förderungsaktion ist nicht mehr an die Anschaffung eines Pkw gekoppelt.

 

Die Plug-in-Hybrid-Förderung in Österreich ist umstritten, aber sie wirkt

Plug-in-Hybride werden, da sie weiterhin auf den fossilen Brennstoff Benzin setzen und nur kurze Strecken mit Strom zurücklegen können, langfristig gesehen wahrscheinlich nicht die Zukunft der individuellen Mobilität auf den Straßen sein. Für den Moment sind sie aber eine ideale Alternative für viele Fahrer, die den Kauf eines Elektroautos noch nicht wagen möchten.

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