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Österreichs Elektroauto-Prämien

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

15.June 2021

Letztes Update

17.01.2022

Förderungen für Elektroautos in Österreich: Die Elektroauto-Prämie

Die Neuanschaffung von E-Autos wird von der Bundesregierung und den Autoimporteuren mit 5.000 Euro gefördert. Für die private Ladeinfrastruktur locken zusätzliche Fördermöglichkeiten von bis zu 1.800 Euro.

Inhalt des Blogartikels

Elektroauto-Förderung in Österreich – Bundesregierung setzt auch heuer auf Förderungsaktion

Elektroautos sind aktuell die klimafreundlichste und praxistauglichste Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Allerdings sind die Anschaffungskosten für Fahrzeuge mit E-Antrieb, trotz Wegfalls der NoVA (Normverbrauchsabgabe), im Vergleich zu Verbrennern noch wesentlich höher. Je nach Hersteller sind bei vergleichbaren Modellen Preisunterschiede von 10.000 Euro und mehr üblich. Zwar sinken die Neuwagenpreise stetig, trotzdem würden E-Fahrzeuge ohne die staatliche Förderungspolitik wohl noch auf lange Zeit ein teures Nischenprodukt bleiben. In diesem Blogbeitrag erfährst du, welche Förderungsangebote für Elektroautos existieren, was du bei der Fahrzeugwahl beachten musst, wie du deine Wallbox bezuschusst bekommst und wie die Antragstellung funktioniert.

 

E-Mobilitätsoffensive schafft finanzielle Anreize zum Umstieg auf E-Mobilität

Der Individualverkehr trägt durch seinen Ausstoß an klimaschädlichem CO₂ zur Erderwärmung bei und sorgt durch die ausgestoßenen Stickoxide, die bei der Verbrennung von fossilen Kraftstoffen entstehen, für negative gesundheitliche Auswirkungen. Langfristig gesehen führt kein Weg daran vorbei, das individuelle Mobilitätsverhalten neu zu gestalten. Im Rahmen der seit Jahren erfolgreichen E-Mobilitätsoffensive hat die Bundesregierung auch für 2021 Fördergelder von bis zu 5.000 Euro beim Kauf von klimafreundlichen E-Fahrzeugen für Privatpersonen ausgeschrieben.

Durch diese Förderungsangebote soll der Umstieg auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb durch finanzielle Anreize erleichtert werden. Das ist auch dringend notwendig: Nach aktuellen Zahlen der Statistik Austria (Stand 30.4.2021) verfügt erst 1 Prozent aller derzeit in Österreich zugelassenen Pkws über einen Elektroantrieb. In absoluten Zahlen sind dies etwa 53.000 Fahrzeuge bei einem Gesamtbestand von über 5,1 Millionen Pkws.

Die E-Auto-Förderung ist dabei ein essenzieller Bestandteil der Mobilitätsstrategie der österreichischen Bundesregierung. Sie hat sich das sportliche Ziel gesetzt, ab 2030 ausschließlich Autos mit emissionsfreiem Antrieb zuzulassen.

 

Bis zu 5.000 Euro beim Kauf eines Elektroautos – diese Richtlinien gelten 2021

Die bereits aus den vergangenen Jahren bekannten Ankaufsförderungen für Privatpersonen wurden auch zum 1. Jänner 2021 wieder neu ausgeschrieben. Sie gelten bis zum 31. März 2022, das Budget ist dabei auf 46 Mio. Euro limitiert. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nicht bis zum letzten Stichtag zuwarten.

Bei Pkws unterscheidet sich die Förderung nach der Antriebsart:

  • Für Elektroautos mit reinem Elektroantrieb oder Brennstoffzellen beträgt die Förderung 5.000 Euro.
  • Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid oder Range Extender (ohne Diesel) werden mit 2.500 Euro gefördert.

Um die Förderung zu erhalten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Der maximale Brutto-Listenpreis muss in der Basisausstattung (Sonderausstattung zählt nicht dazu) unter 60.000 Euro liegen.
  • Die elektrische Reichweite muss mindestens 50 Kilometer betragen.
  • Es muss sich um einen Neuwagen, Vorführwagen oder eine Tageszulassung handeln, für die noch keine Förderung durch das BMK bezogen wurde.
  • 50 Prozent der Fördersumme werden von den Automobilimporteuren getragen. Dieser Betrag muss in der Rechnung als „E-Mobilitätsbonus samt Betrag“ ausgewiesen sein.
  • Das Rechnungsdatum darf nicht länger als 6 Monate zurückliegen.
  • Die Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen bzw. Ökostrom gemäß E-Control muss nachgewiesen werden.

Die Fördersummen teilen sich dabei jeweils zur Hälfte das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und die Automobilimporteure. Übrigens: Auch für E-Zweiräder, E-Lastenräder oder E-Leichtfahrzeuge gibt es Förderungsangebote.

Eine exakte Übersicht über alle Voraussetzungen, Förderungsmöglichkeiten und zu vielen praktischen Fragen hat der Klima- und Energiefonds zusammengestellt.

Unser Tipp: Je nach Bundesland gibt es vereinzelt auch noch weitere Fördermöglichkeiten. Diese betreffen zwar in der Regel keine Elektroautos, ein kurzer Check lohnt sich aber trotzdem, da sich die Ausschreibungen häufig ändern. Einen aktuellen Überblick darüber findest du direkt auf den Seiten des ÖAMTC.

 

Förderungen für die private Ladeinfrastruktur schaffen zusätzliche Anreize

Der Anreiz, beim Kauf eines E-Autos durch die staatliche Förderung 5.000 Euro zu sparen, ist ein sehr gutes Angebot, um die höheren Preise für Elektroautos abzufedern. Langfristig gesehen sparen E-Auto-Fahrer obendrein Betriebskosten, da E-Fahrzeuge in der Regel wartungsärmer sind und einige Autoversicherungen auch spezielle Umweltboni bieten.

Ein wichtiges Kapitel für alle E-Auto-Fahrer ist das Laden. Elektroautos benötigen entweder eine private Ladestation (z.B. eine Wallbox) oder müssen an einer der rund 5.000 öffentlichen Ladestation regelmäßig aufgeladen werden.

Um die Errichtung der privaten Ladeinfrastruktur für Einzelpersonen attraktiver zu gestalten und Anreize zum Umstieg auf E-Mobilität zu schaffen, gibt es für die Errichtung von Ladeinfrastruktur zusätzliche Boni. Unabhängig vom Fahrzeugkauf fördert der Bund eine private Wallbox oder ein intelligentes Ladekabel mit 600 bis 900 Euro. Heimladestationen als Bestandteil einer Gemeinschaftsanlage in Mehrparteienhäusern werden sogar mit 1.800 Euro bezuschusst.

 

Vom Antrag bis zur Auszahlung: So kommst du mit 2 Schritten an die Förderung

Die Beantragung der Förderung wirkt auf den ersten Blick herausfordernd, ist mit ein bisschen Vorbereitung aber schnell erledigt. Wichtig dabei ist, dass du alle geforderten Dokumente sammelst und ihre Vollständigkeit prüfst. Für die Antragsbearbeitung und Auszahlung ist die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) zuständig, die ihr Online-Verfahren in 2 Schritte aufgeteilt hat.

  1. Registrierung
  2. Die Antragstellung

Bei der Registrierung werden deine persönlichen Daten erfasst. Anschließend wird ein Platz im Gesamtbudget für deinen Antrag reserviert, bis der Kauf und die Zulassung des E-Autos bzw. die Installation der privaten Ladestation abgeschlossen sind.

Innerhalb von 24 Wochen nach der Registrierung musst du sämtliche Unterlagen zur Prüfung übermitteln. Bis zur Auszahlung der Förderung auf dein Konto können dann je nach aktuellem Antragsaufkommen einige Monate vergehen.

Übrigens: Auch der Antrag für E-Ladeinfrastruktur läuft über die KPC. Du kannst ihn separat (also auch ohne den Kauf eines E-Autos) oder gleichzeitig mit dem Antrag zur Förderung eines E-Autos einreichen. Beide Anträge können nur online gestellt werden.

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