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Den Heizungsregler manuell einstellen - Tipps und Tricks

Über diesen Artikel

Lesezeit

4 Minuten

Veröffentlichung

16.March 2021

Letztes Update

08.12.2021

Manuelle Heizungsregler: Funktion, Einstellungen, Tipps

Nahezu alle Heizkörper in Deutschland sind heute mit Thermostaten ausgestattet. Allerdings musst du viele Heizungsregler immer noch manuell einstellen.

Inhalt des Blogartikel

Darum solltest du das Thermostat richtig einstellen

Ein Heizungsregler sorgt dafür, dass deine Heizung nicht immer auf voller Leistung läuft. Sie ist nur solange aktiv, bis die voreingestellte Temperatur erreicht wird. Das ist nicht nur komfortabel, sondern sorgt auch für niedrigere Heizkosten und eine geringere Umweltbelastung. Es gibt verschiedene Optionen für die Heizungsregelung:

  • ungeregelte Heizungsregler (kaum noch zu finden; bei Neubauten schon lange verboten)
  • Heizungsregler mit manueller Steuerung (übliches Heizkörperthermostat, am Heizkörper montiert)
  • Wandthermostat (steuert per Funkübertragung oder WiFi-Anbindung oft mehrere Heizkörper auf einmal, eventuell mit Klimaanlage gekoppelt)
  • programmierbarer Heizungsregler (Thermostat mit elektronischen Programmfunktionen)
  • Smartes Heizkörperthermostat (programmierbarer Heizungsregler, der über eine Smart Home-Funktion verfügt und den du ggf. per App oder mit dem Tablet steuern kannst)

Wie funktioniert ein manueller Heizungsregler?

Das regulierende Element des manuellen Heizungsreglers ist direkt am Thermostatventil angebracht und kann dieses durch Einwirken auf den Übertragungsstift bzw. Ventilstift öffnen oder schließen. Am oberen Teil befindet sich der Thermostatkopf, der über einen Raumtemperaturfühler verfügt. Der Thermostatkopf ermittelt die Temperatur mehr oder weniger präzise. Je nach Einstellungsstufe wirkt der Regler bei Erreichen der gewünschten Temperatur auf das Ventil ein. So regelt das Ventil den Durchfluss des warmen Wassers in Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur.

 

Welche Bedeutung haben die Stufen des Heizungsreglers?

Steuerst du deinen Heizungsregler manuell, ist dir sicher schon der Einstellring aufgefallen. Hier findest du in der Regel bestimmte Symbole und Stufen, aber keine konkreten Temperaturangaben. Da die exakte Temperatureinstellung von der Art der Heizung, der Größe und Position der Heizkörper sowie der Raumgröße abhängt, wäre die Temperaturangabe auf dem Einstellring nicht präzise. Allerdings hat sich folgende Skalierung bei den meisten Herstellern durchgesetzt: 

  • Stufe 1: 12 Grad Celsius
  • Stufe 2: 16 Grad Celsius
  • Stufe 3: 20 Grad Celsius
  • Stufe 4: 24 Grad Celsius
  • Stufe 5: 28 Grad Celsius

Darüber hinaus gibt es weitere Symbole, deren Bedeutung du kennen solltest:

  • Halbmond (meist zwischen Stufe 1 und 2 zu finden): für die Nachtabsenkung der Raumtemperatur auf bis zu 14 Grad Celsius
  • Schneeflocke: Frostschutzeinstellung, verhindert das Einfrieren des Heizkörpers, indem er die Raumtemperatur auf mindestens 6 Grad Celsius regelt
  • Sonnen-Symbol (meist bei Stufe 3 zu finden): hält die Raumtemperatur auf 20 Grad Celsius, ideal für Räume, die du tagsüber nutzt

So stellst du deinen manuellen Heizungsregler richtig ein

Die optimale Einstellung des Heizungsreglers ist genauso wichtig wie das richtige Heizen. Dennoch gibt es zu diesem Thema viele Irrtümer. Mit diesen Tipps ersparst du dir zusätzliche Kosten und sorgst für ein angenehmes Raumklima.

1. Schneeflockensymbol mit Vorsicht nutzen

Das Schneeflockensymbol verhindert das Einfrieren von Heizkörpern bei Frost, aber nicht zwangsläufig auch das Einfrieren der gesamten Rohrleitungen. Das ist beispielsweise für Einfamilienhäuser wichtig, weniger für Mietwohnungen. Eventuell musst du höhere Temperaturen wählen, um die Rohrleitungen insgesamt vor Frost zu schützen.

2. Die Stufen richtig deuten und einstellen

Die Heizung wird nicht schneller warm, wenn du eine höhere Stufe am Heizungsthermostat einstellst. Viele Bewohner glauben, dass sich ein abgekühlter Raum schneller erwärmt, wenn das Thermostat auf der Stufe 5 steht. Damit beeinflusst du aber nur die Höhe der Temperatur, nicht die Geschwindigkeit, mit der diese erreicht wird. Eine höhere Stufe bedeutet nur, dass das Thermostatventil so lange geöffnet bleibt, bis der Heizkörper die entsprechende Temperatur erreicht. Das treibt also unter Umständen deine Heizkosten nach oben.

3. Austausch manueller Heizungsregler durch moderne Thermostate

Der Austausch defekter Heizungsregler oder die Aufrüstung auf moderne Systeme ist einfach. Auch Mieter dürfen Thermostate austauschen. Dadurch kannst du Energie sparen und die Heizkosten reduzieren.

4. Passende Montage

Externe Temperaturfühler, die bei vielen Funkthermostaten verwendet werden, solltest du immer an einer geeigneten Stelle im Raum montieren. Insbesondere bei großen Räumen oder bei Flächenheizungen (z. B. Fußbodenheizung) lässt sich die Temperatur so wesentlich genauer einstellen.

 

Vorteile und Nachteile manueller Heizungsregler

Manuelle Heizungsthermostate sind günstig in der Anschaffung und besitzen eine Lebensdauer von rund 15 Jahren. Was den Komfort angeht, haben sie aber auch Nachteile.

So solltest du beim Verlassen der Wohnung (insbesondere bei längerer Abwesenheit) die Temperatur der Heizung herunterregeln. Achte aber darauf, dass sie in ungenutzten Räumen nie zu stark abfällt. Zum einen bilden ausgekühlte Räume Wärmebrücken, zum anderen erhöht sich dadurch das Risiko für Schimmelbildung. Hier spielen automatische oder programmierbare Heizungsthermostate ihre Vorteile aus.

Smarte Heizungsregler können sogar erkennen, ob sich Bewohner im Haus aufhalten und die Temperaturen entsprechend vorausschauend regeln. Außerdem musst du nicht für jeden Raum die Heizungsregler manuell einstellen. So kannst du umweltfreundlich heizen.

 

Wann sollte ich manuelle Heizungsregler austauschen?

Nicht immer bedeutet ein Defekt, dass der Heizungsregler nicht mehr funktioniert und der Raum kalt bleibt (was im Winter schnell auffällt). Vielleicht merkst du es auch gar nicht, wenn die Regelung nicht richtig arbeitet. Dann vergeudest du unter Umständen viel mehr Energie und hast mit höheren Heizkosten zu rechnen.

Solche Defekte bleiben – je nach Ausprägung – oft unentdeckt, weil Schwankungen von wenigen Grad Celsius zunächst nicht auffallen. Auf der Heizkostenabrechnung machen sie sich allerdings bemerkbar. Es macht daher Sinn, die Raumtemperatur mit einem Thermometer regelmäßig zu überprüfen. Stellst du immer wieder Abweichungen fest, ist es vielleicht an der Zeit, den manuellen Heizungsregler zu tauschen.

 

Kosten für manuelle Heizungsregler

Wie teuer ein Thermostat ist, hängt von seiner Bauart und dem Funktionsumfang ab. Einfache manuelle Heizungsregler bekommst du schon zwischen 8 und 20 Euro pro Stück. Programmierbare Modelle gibt es ab ca. 15 Euro und Funkthermostate ab ca. 25 Euro, wobei die Preise je nach Funktionsumfang auch höher liegen können. Smarte Thermostate erhältst du oft in Sets ab ca. 45 Euro.

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