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Wie kann man Wasser sparen?

Lisa Becker
29.06.2020 08:45:00

Die besten Tipps zum Wassersparen

Laut Umweltbundesamt verbraucht jede Person in Deutschland durchschnittlich 123 Liter Wasser täglich. Damit ist der Verbrauch an Trinkwasser gemeint. Dabei werden aber nur 4 Prozent wirklich zum Trinken und für die Essenszubereitung genutzt. Für Baden bzw. Duschen wird mit 36 Prozent das meiste Wasser verbraucht, gefolgt von 27 Prozent für die Toilettenspülung. Zwar sinkt der Wasserverbrauch in Deutschland seit Jahren leicht, es könnte aber viel mehr Trinkwasser eingespart werden. Wasser im Haushalt zu sparen, bringt dir gleich mehrere Vorteile. Du schonst die Umwelt durch den geringeren Wasserverbrauch. Gleichzeitig zahlst du weniger an Wasser- und Abwassergebühren. Da ein großer Teil des Wassers als warmes Wasser genutzt wird, sparst du Energie zur Erwärmung ein. Auch das schont die Umwelt und deinen Geldbeutel. Dieser Ratgeber wird dir wertvolle Tipps zur Frage: „Wie kann man Wasser sparen?“ liefern.

 

Warum solltest du Wasser sparen?

Durch den Klimawandel wird es auch in Nordeuropa immer trockener. Das ist nicht nur schlecht für die Landwirtschaft und gefährlich für die Wälder, es lässt zudem die Wasserreserven schrumpfen. Wir müssen also durchaus damit rechnen, schon bald im Sommer nicht mehr beliebig viel Wasser verbrauchen zu können. Hinzu kommt die zunehmende Verschmutzung des Grundwassers, beispielsweise durch Gülle aus der Landwirtschaft. Das muss dann bei der Trinkwasserbereitung aufwendig gefiltert werden. Dadurch steigt der Preis für das Trinkwasser. Es lohnt sich also auf jeden Fall, sich über das Wassersparen im Haushalt Gedanken zu machen. Welche konkreten Möglichkeiten zum Wassersparen du hast, hängt nur zum Teil davon ab, ob du Mieter, Hauseigentümer oder Gartenbesitzer bist.

 

12 Tipps zum Wassersparen, die alle umsetzen können

  1. Duschen statt baden: Eine Badewanne fasst bis zu 200 Liter Wasser, beim Duschen verbrauchst du zwischen 60 und 80 Liter. Das macht schon einen großen Unterschied.
  2. Den richtigen Duschkopf verwenden: Du senkst deinen Wasserverbrauch beim Duschen weiter, wenn du einen Spar-Duschkopf verwendest. Er bläst Luft zwischen die Wassertropfen. Damit bekommt dieselbe Menge Wasser ein wesentlich größeres Volumen. Du sparst Wasser und der Wasserstrahl ist außerdem weicher. So ein Duschkopf ist wirklich nicht teuer.
  3. Beim Zähneputzen und Einseifen Wasser abstellen: Wenn du während des Zähneputzens und des Einseifens beim Händewaschen das Wasser abstellst, kannst du bis zu 2 Liter Wasser sparen.
  4. Tropfende Wasserhähne reparieren: Durch einen tropfenden Wasserhahn verschwendest du im Laufe eines Tages ziemlich viel Wasser. Außerdem nervt das Tropfgeräusch. Wenn du den Wasserhahn reparierst bzw. reparieren lässt, schonst du also nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Nerven.
  5. Fließendes Wasser in der Küche vermeiden: Wasche Obst, Gemüse und Salat nicht unter laufendem Wasser, sondern in einer Schüssel. Dasselbe gilt für Geschirr, falls du keinen Geschirrspüler hast.
  6. Wasser weiterverwenden: Du hast Wasser für Tee aufgesetzt, aber nicht alles verbraucht? Oder du hast Eier in einem Topf gekocht? Dieses Wasser solltest du nicht wegschütten, sondern beispielsweise zum Blumengießen weiterverwenden.
  7. Kaltes Wasser nicht weglaufen lassen: Die Bereitung von Warmwasser dauert manchmal ein bisschen. Bis dahin läuft mehr oder weniger kaltes Wasser aus dem Wasserhahn. Das kannst du auffangen und zum Teekochen oder Blumengießen nutzen.
  8. Die Toilettenspülung modernisieren: Wie eingangs geschildert, wird eine Menge Wasser für die Toilettenspülung verwendet. wasser-sparen-energie-sparen-guide-ebook-net4energy Das liegt zum Teil an alten, zu groß bemessenen Spülkästen. Alte Spülkästen fassen ca. 9 Liter, die auch bei jedem Spülgang verbraucht werden. Moderne Spülkästen haben eine kleine und eine große Taste, durch die entweder ca. 3 Liter oder ca. 6 Liter freigegeben werden. Alte Spülkästen lassen sich relativ einfach mit einer Stopptaste nachrüsten. Alternativ kannst du auch einen Backstein in den Spülkasten legen, dann passt entsprechend weniger Wasser rein. Die beste Lösung ist natürlich, im Baumarkt einen modernen Spülkasten zu holen.
  9. Beim Kauf von Geräten für den Haushalt auf den Wasserbrauch achten: Du hast dir sicher mittlerweile angewöhnt, beim Kauf von Haushaltsgeräten den Stromverbrauch zu vergleichen. Das ist eine gute Idee. Aber du solltest auch den Wasserverbrauch im Auge behalten. Da gibt es von Gerät zu Gerät durchaus interessante Unterschiede. Eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler mit einem geringeren Wasserverbrauch ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch günstiger in Bezug auf die laufenden Betriebskosten.
  10. Sparprogramme nutzen: Viele Waschmaschinen haben ein Sparprogramm, bei dem weniger Wasser und Energie verbraucht wird. Das eignet sich, wenn die Wäsche nicht sehr verschmutzt ist, was bei alltäglicher Kleidung häufig der Fall ist.
  11. Waschmaschine gut füllen: Die Waschmaschine nimmt bei den normalen Programmen immer dieselbe Menge Wasser auf, unabhängig davon, ob du 2 Teile oder eine ganze Maschinenladung wäschst. Das gilt auch für die Spülmaschine. Sammle daher die Wäsche bzw. das Geschirr und befülle die Maschine gut.
  12. Balkonkästen mit Wasserspeicher: Hast du einen Balkon? Dann kannst du die Blumen in Balkonkästen mit Wasserspeicher pflanzen. Aus diesen Speichern läuft nur so viel Wasser in die Kästen, wie die Blumen benötigen. An einem Wasserstandsanzeiger siehst du, wann du den Speicher wieder auffüllen musst. Damit brauchst du für deine Balkonblumen weniger Wasser.

Als Eigenheimbesitzer noch mehr Wasser sparen

Als Eigenheimbesitzer hast du beispielsweise die Möglichkeit, Regenwasser für die Toilettenspülung zu verwenden. Schließlich ist für diesen Zweck nicht wirklich Trinkwasser erforderlich. Um das Regenwasser nutzen zu können, brauchst du eine Sammelanlage auf dem Dach, einen Tank und die zugehörigen Rohrleitungen. So eine Regenwasseranlage kostet je nach Größe zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Die möglichen finanziellen Einsparungen sind von der Haushaltsgröße und den örtlichen Wassergebühren abhängig. In der Regel amortisiert sich eine Regenwasseranlage erst nach 10 Jahren. Nutzt du das Regenwasser auch zum Wäschewaschen, kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Du benötigst ungefähr 20 Prozent weniger Waschpulver, da das Regenwasser weicher ist als das Trinkwasser.

Als Gartenbesitzer Wasser sparen

Als Gartenbesitzer lohnt es sich auf jeden Fall, Regenwasser zu nutzen. Dazu musst du nur eine oder mehrere Regenwassertonnen aufstellen. Das verursacht keine großen Kosten. Im Garten nutzt du das Regenwasser zum Bewässern der Pflanzen und des Rasens, im Haus zum Geschirrspülen und zum Putzen.

Wenn du das Gießen in die Morgen- oder Abendstunden verlegst, sparst du zusätzlich Wasser. Gießt du in der Mittagshitze, verdunstet das Wasser sehr schnell und du musst es eventuell abends noch einmal wiederholen. Auch das Auflockern der Erde hilft, Wasser zu sparen, weil es dann besser in den Boden einsickern kann. Wenn du den Boden rund um die Pflanzen mit Mulch bedeckst, verdunstet das Wasser nicht so schnell. Du musst daher weniger gießen.

Tipp: Den Rasen solltest du sowieso nur bei anhaltender Trockenheit gießen.

Statt Regenwassertonnen kannst du auch im Garten eine Zisterne installieren. Oberirdische Zisternen sind schnell eingebaut. Sie fassen bis zu 3 m3 (Kubikmeter) Wasser. Teurer sind unterirdische Zisternen. Sie fassen bis zu 5 m3 und halten das Wasser länger frisch und frei von Algen.

 

Wassersparen lohnt sich!

Mit ein bisschen Überlegung kann jeder Wasser sparen, ohne dafür investieren zu müssen. Das lohnt sich, nicht nur der Umwelt zuliebe. Du sparst damit auch Wasser- und Abwassergebühren sowie meist noch Kosten für Energie und Strom. Schon kleine Investitionen können eine messbare zusätzliche Wirkung haben. Die besten Möglichkeiten, um Wasser zu sparen, hast du als Eigenheimbesitzer mit Garten. Speziell im Garten solltest du auf jeden Fall das Regenwasser nutzen.

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