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Verbrauch im Blick: Wallbox mit Stromzähler

Ricardo Izzi
07.04.2020 11:30:00

Wer braucht eine Wallbox mit Stromzähler?

Dass die Ladestation, mit der du dein Elektroauto auflädst, Strom verbraucht, ist klar. Nicht immer ist es nötig, den Energieverbrauch dabei bis ins kleinste Detail zu messen und zu kontrollieren. Manchmal ist es aber durchaus sinnvoll, den verbrauchten Strom und die damit aufkommenden Kosten genau im Auge zu behalten. Dann kann eine Wallbox mit Stromzähler eine absolut sinnvolle Anschaffung sein. Für wen eine solche spezielle Ladeneinrichtung wirklich geeignet ist und welche Alternativen es gibt, erfährst du hier.

 

Was ist überhaupt eine Wallbox?

Eine Wallbox ist eine private Ladestation für Elektrofahrzeuge. Es handelt sich also um eine E-Tankstelle, die zum Beispiel zu Hause in der Garage, unter dem Carport oder auch auf einem Firmenparkplatz installiert wird.

Als Schnittstelle zwischen Haushaltsstrom und Ladekabel des Elektroautos verhindert sie, dass das Stromnetz überlastet wird, wenn beispielsweise der Ladevorgang über die normale Steckdose des Haushaltes erfolgt. Auch Gefahren wie etwa einem Kabelbrand wird mit der Wallbox vorgebeugt.

Es gibt sie in verschiedenen Typen und Ausführungen. Wichtig ist zu beachten, welchen Bedarf du mit der Wallbox decken willst:

  • Reicht eine Wallbox mit bis zu 11 kW Ladeleistung?
  • Soll es eine stärkere Variante mit bis zu 22 kW Ladeleistung sein?
  • Welches Elektrofahrzeug soll damit geladen werden?
  • Soll die Ladestation vom Smartphone aus zu bedienen sein?
  • Bezieht sie ihren Strom von einer Photovoltaikanlage?
  • Sollen mehrere Nutzer ihr Elektroauto damit laden können?

Diesen Nutzen bringt eine Wallbox mit Stromzähler

Es gibt mehrere Szenarien, wann eine Wallbox mit Stromzähler einer anderen Ladestation vorzuziehen ist. Wichtig ist dabei jedoch, dass es sich je nach Bedarf um einen geeichten Stromzähler handelt, der die Verbrauchsmenge genau registriert. Der lokale Netzbetreiber (Messstellenbetreiber) stellt den separaten Stromzähler zur Verfügung und rechnet die anfallenden Kosten dafür auch ab. Für rund 150 Euro kann der Elektriker das Gerät installieren.

  • Fallbeispiel 1: Du bist Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus
    Hat die Eigentümergemeinschaft der Installation einer Wallbox in der gemeinsam genutzten Garage zugestimmt, ist der erste Schritt schon einmal getan. Aber natürlich wollen die anderen nicht, dass der Strom, den du beim Aufladen deines Elektrofahrzeugs jedes Mal verbrauchst, auf die Allgemeinheit umgelegt wird. Was hier hilft, ist ein separater Stromzähler. Ist er geeicht, registriert er ganz genau, wie viel Energie du bei jedem Ladevorgang tatsächlich benötigt hast.
  • Fallbeispiel 2: Du lädst das Firmenfahrzeug zu Hause auf
    Hast du einen netten Chef, wird er dir die Kosten dafür ersetzen. Dafür ist es aber nötig, diese auch genau ermitteln zu können. Und wieder unterstützt dich dabei ein geeichter Stromzähler, der nur für die Wallbox zuständig ist.
  • Fallbeispiel 3: Du vermietest deine Wallbox an Nachbarn oder Freunde
    Dann rechnest du natürlich mit jedem Einzelnen dessen Stromverbrauch ab. Für solch ein Wallbox-Sharing-Projekt benötigst du zum einen eine Wallbox mit Zugang über Codekarte oder -schlüssel und zum anderen auch wieder einen separaten Zähler.

So wird der Strom für die Wallbox abgerechnet

Strom wird in verbrauchten Kilowattstunden (kWh) berechnet. Wie viel davon verbraucht wurde und was die Kilowattstunde kostet, steht auf der Stromabrechnung des Netzbetreibers beziehungsweise des Stromanbieters.

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Ist die Rechnung nun ins Haus geflattert, kannst du sie im Fallbeispiel 1 ganz einfach bezahlen und die Sache ist vom Tisch.

Im Fallbeispiel 2 kannst du das Geld dann von deinem Chef zurückfordern. Das einzige, was du jetzt noch beachten solltest, ist das Finanzamt. Das sieht nämlich nicht nur den Firmenwagen, sondern auch die Zahlung des Stromes als „geldwerten Vorteil“, für den es Steuern kassiert.

 

Auch das gibt es: Die Wallbox mit integriertem Stromzähler

Kommt es für dich nicht infrage, einen separaten Stromzähler installieren zu lassen, hast du die Möglichkeit, eine Wallbox mit integriertem Stromzähler zu kaufen.

Doch Achtung: Nicht jedes Gerät erfüllt die eichrechtlichen Anforderungen.
Einige Ladestationen für zu Hause jedoch erfüllen die Messgeräterichtlinien des Europäischen Parlaments und tragen die Zertifizierung MID (Measuring Instruments Directive). Sie können auch zur genauen Abrechnung etwa mit dem Arbeitgeber herangezogen werden.

 

Ganz schön praktisch, so eine Wallbox mit Stromzähler

In den meisten Fällen genügt für das Elektroauto bis heute die Installation einer einfachen Wallbox in der heimischen Garage. Wie unsere Fallbeispiele gezeigt haben, kann es aber auch sinnvoll sein, schon jetzt (noch mehr) an die Zukunft zu denken. Denn einige Modelle wie Wallbox-Sharing oder das Laden von Elektrofahrzeugen zu Hause werden in Zukunft ganz sicher noch eine viel größere Rolle spielen.
Zwar sind die Anschaffungspreise zunächst höher als bei einer Ladestation ohne Kontrollfunktion. Die Mehrinvestition kann sich am Ende aber lohnen.

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