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Stromverbrauch von Trocknern

Lisa Becker
12.10.2020 08:45:00

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Inhalt des Blogartikel

Wie steht es um den Stromverbrauch deines Trockners?

Im Sommer wird gerne mal die Wäsche im Garten oder auf dem Balkon zum Trocknen aufgehängt. Doch in der kalten Jahreszeit ist der Wäschetrockner wieder regelmäßig im Einsatz. Über den Energieverbrauch der Geräte machen sich allerdings die wenigsten Gedanken. Wer denkt auch schon bei kuschelig weicher und nach Frühling duftender Wäsche an den Stromverbrauch? Sollte man, denn der kann recht hoch sein. Wir zeigen dir, worauf du beim Neukauf achten solltest.

 

Voll im Trend: Wäschetrockner

Auf der Leine trocknet Wäsche schnell, schonend und es kostet nichts, von der Zeit zum Aufhängen und Abnehmen mal abgesehen. Doch die meisten haben weder Garten noch Balkon, um ihre Wäsche zu trocknen. Wer aber seine Wäsche nicht in der Wohnung aufhängen möchte, für den ist der Trockner eine gute Alternative. Das bestätigen auch die statistischen Zahlen. Im Jahr 2019 stand in rund 42,6 Prozent der deutschen Haushalte ein Wäschetrockner. Circa 1,15 Millionen Geräte wurden 2018 verkauft. Ein durchschnittliches Gerät verbraucht fast 3-mal so viel Strom wie eine Waschmaschine. Zusammen bringen es beide auf rund 13 Prozent des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt. Wobei der Trockner mit 10 Prozent den größten Energiehunger hat. Mit der Anschaffung eines neuen Trockners sparst du Kosten für Strom und zudem CO2. Selbst der Austausch eines funktionstüchtigen Altgerätes rechnet sich in vielen Fällen.

 

Wäschetrockner nachhaltig und umweltbewusst auswählen

Das Angebot ist vielfältig, sowohl hinsichtlich Kosten und Energieverbrauch als auch Technik. Nachfolgend stellen wir dir die gängigsten Trocknervarianten vor:

  • Ablufttrockner
  • Kondensationstrockner
  • Wärmepumpentrockner
  • gasbeheizte Trockner
  • Waschtrockner

Ablufttrockner

Er zählt zur ersten Generation von Wäschetrocknern und wird heute kaum noch nachgefragt. Hier befindet sich die Wäsche in einer Trommel. Während die Trommel rotiert, wird die Wäsche von Warmluft durchströmt. Die durch den Trocknungsprozess entstehende warmfeuchte Luft wird über einen Schlauch durch ein Fenster oder eine Wandöffnung nach draußen abgeführt. Die Energiebilanz von Ablufttrocknern ist allerdings sehr schlecht.

Kondensationstrockner

stromverbrauch-trockner-energie-sparen-guide-ebook-net4energyHierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Ablufttrockners. Er funktioniert grundsätzlich genauso, allerdings wird die warmfeuchte Luft nicht mehr ins Freie abgeleitet. Ein Kondensator (Wärmetauscher) kühlt die feuchtwarme Luft. Das dabei entstehende Kondenswasser wird entweder mit einer Pumpe in einen Kondensbehälter befördert oder fließt durch einen Schlauch in den Abfluss. Der Kondensbehälter sollte nach Ablauf des Programms entleert werden. Zur Sicherheit ist der Trockner mit einem Überlaufschutz ausgestattet. Ist der Behälter voll, schaltet sich das Gerät automatisch ab. Kondensationstrockner verfügen über eine mittlere Energiebilanz.

Wärmepumpentrockner

Nach dem Schleudern bläst der Wärmepumpentrockner erwärmte Luft durch die Wäsche. Anschließend strömt die feuchtwarme Luft in den Verdampfer, wo sie abgekühlt wird und zu Wasser kondensiert. Wie beim Kondenstrockner wird das Kondenswasser in einem Behälter aufgefangen. Du musst es aber nicht entleeren, weil das Wasser Teil des geschlossenen Kreislaufs ist. Die freigewordene Wärme wird zum Kältemittel der Wärmepumpe geleitet. Dadurch verdampft das Kältemittel. Nun wird es vom Kompressor verdichtet, wodurch sehr hohe Temperaturen entstehen. Im Verflüssiger wird die Wärme wieder an die Luft in der Trommel abgegeben, wo sie erneut Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dieser Kreisprozess wiederholt sich solange, bis die Wäsche trocken ist. Wärmepumpentrockner sind im Vergleich zu klassischen Trocknern mit bis zu 60 Prozent weniger Stromverbrauch sehr energieeffizient.

Erdgas-Wärmetrockner

Mit Erdgas-Wärmetrockner kannst bis zu 50 Prozent der Energiekosten eines vergleichbaren Trockners einsparen. Trotz ihrer hohen Energieersparnis sind sie in Deutschland allerdings nicht sehr verbreitet. Der Trockner wird mit einem flexiblen Schlauch an die Gasleitung angeschlossen. Ganz ohne Strom geht es jedoch nicht, der wird für die Zündung, die Lüftung und die Überwachungselektronik benötigt. Die Restluft wird über einen Abluftschlauch nach außen transportiert.

Waschtrockner

Hier befinden sich mehrere Funktionen in einem Gerät: Waschen, Schleudern und Trocknen. Waschvollautomaten sind ideal, wenn wenig Platz vorhanden ist. Sie arbeiten nach dem Kondensationsprinzip. Es gibt Geräte mit luftgekühltem Kondenstrockner, mit wassergekühltem Kondenstrockner und mit Wärmepumpe.

 

Wie viel Energieeffizienz darf es denn sein?

Bevor du dich für einen Wäschetrocknertyp entscheidest, solltest du erst einen Blick auf das Energieeffizienzlabel werfen. Es gibt Energieeffizienzklassen von A+++ bis D. Wobei A+++ die beste und D die schlechteste Energieeffizienzklasse darstellt. Hinsichtlich der Stromkosten liegen zwischen den verschieden Wäschetrocknerklassen Welten. So liegen laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Stromkosten für Wäschetrockner mit einer Füllmenge von 7 Kilogramm bei einem Ablufttrockner der Klasse C bei 130 Euro im Jahr, bei einem Kondensationstrockner der Klasse B bei 100 Euro und bei einem Wärmepumpentrockner der Klasse A+++ bei 40 Euro im Jahr.

 

Diese Trockenprogramme helfen dir beim Stromsparen

Das Eco-Programm ist besonders stromsparend und energieeffizient. Hier ist die Temperatur niedriger, allerdings dauert es länger. Beim Automatik-Programm wird die Feuchte der Wäsche ständig von Sensoren überprüft. Ferner endet das Programm automatisch, damit nach Programmende nicht unnötig Strom verbraucht wird. Das Schonprogramm für empfindliche Textilien reduziert die Lufttemperatur und die Anzahl der Trommelumdrehungen. Ebenfalls stromsparend ist das Kurzprogramm, das für nur leicht feuchte Textilien ideal ist und meist nicht länger als 20 Minuten laufen muss.

So kannst du den Stromverbrauch berechnen

Auf dem Energieeffizienzlabel des Wäschetrockners steht der Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden (kWh). Damit kannst du die durchschnittlichen Stromkosten berechnen. Du multiplizierst den Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden mit dem aktuellen Strompreis.

Beispiel: Ein Wäschetrockner der Energieeffizienzklasse A++ mit 7 Kilogramm Fassungsvermögen hat laut EU-Energielabel bei 160 Trocknungsvorgänge einen Jahresstromverbrauch von 220 kWh. Der Strompreis beträgt im Juli 2020 durchschnittlich 30,91 Cent/kWh:

220 kWh x 0,3091 Euro = 68 Euro

Um Energie zu sparen, solltest du den Trockner nicht zu voll, aber auch nicht nur halb voll mit Wäsche füllen, das passende Programm wählen und nasse Wäsche möglichst mit höchster Umdrehungszahl – zum Beispiel 1.600 Umdrehungen pro Minute –schleudern.

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Wusstest du schon?

Wie hoch ist der Stromverbrauch eines Trockners im Jahr?

Das kommt auf die Geräteart und das Fassungsvermögen an. Diese Zahlen stehen jedoch auf dem Energieeffizienzlabel. Bei 7 kg Füllvermögen sind es ca. 40 bis 120 Euro.

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