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Stromspeicher selber bauen: Eine gute Idee?

Giuliano Fuchs
10.09.2020 15:45:00

Stromspeicher selber bauen: Eine gute Idee?

Wenn du Kosten sowie Strom sparen und deinen ökologischen Fußabdruck verbessern willst, ist Solarenergie die beste Lösung. Um auch an Tagen mit wenig Sonnenstunden mit Strom versorgt zu sein, kommst du um einen Photovoltaik-Speicher nicht herum. Du möchtest Geld sparen und den Stromspeicher selber bauen? Warum das keine gute Idee und am Ende auch nicht viel günstiger als der Kauf eines neuen Speichers ist, erklären wir dir in folgendem Beitrag.

 

Was ist ein Stromspeicher?

Der Stromspeicher dient dazu, den über die Photovoltaikanlage gewonnenen Solarstrom für die spätere Nutzung zu erhalten. Wenn die Sonne nicht scheint und keine Energie erzeugt wird, kannst du auf den bereits produzierten Solarstrom aus deinem Solarstromspeicher zurückgreifen.

Die Kosten für einen entsprechenden Batteriespeicher für Solarenergie liegen je nach Größe (Speicherkapazität) zwischen circa 5.000 Euro und circa 30.000 Euro. Bei der Wahl des richtigen Stromspeichers sind auch die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde wichtig. Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass du pro Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität zwischen 1.000 Euro und 1.800 Euro zahlen musst.

 

Die Bauteile eines Solarstromspeichers

Du kannst nicht einfach eine Batterie als Batteriespeicher für Solarenergie nutzen. Für die einzelnen Module des Stromspeichers brauchst du eine ganze Reihe an Bauteilen. Eine funktionale Batterie mit ausreichend Speicherkapazität und Sicherheit benötigt zum Beispiel:

  • Fehlerstrom-Schutzschalter für die Absicherung gegen Fehlerströme
  • Installationsschutz zur manuellen Ein- und Ausschaltung des Solarstromspeichers
  • Phasenstromerkennung, um eine zu hohe Kapazität pro Phase auszuschließen
  • DC-Fehlerstrommodul (DC steht für Gleichstrom), um Wechselstrom in Gleichstrom umzuwandeln
  • Energiezähler zur Effizienzerkennung im Energieverbrauch
  • Notfallkondensator
  • Electric Vehicle Charge Controller (kurz EVCC) als Schnittstelle zwischen der Phasenstromerkennung und dem DC-Modul

Mit der Energiespeicherung sparst du Energie und Kosten. Um möglichst effizient zu wirtschaften und einige Kilowattstunden (kWh) Solarenergie ohne direkte Sonneneinstrahlung „in Reserve“ zu haben, ist ein Solarstromspeicher eine sinnvolle und praktische Lösung. In der Solaranlage selbst kannst du keine Energie speichern, sodass ein Akku mit dieser Funktion notwendig ist. Die Marke Eigenbau funktioniert in den seltensten Fällen und bringt weitaus mehr Nachteile als Chancen mit sich. Daher wird dir jeder Fachmann davon abraten, den Stromspeicher selber zu bauen.

 

Darum solltest du den Stromspeicher nicht selber bauen

Du solltest allein schon aus Sicherheitsgründen keinen Batteriespeicher selber bauen und ihn in deinem Photovoltaik-Netz installieren. Auch wenn es um Akkus mit geringer Kapazität in kWh geht, brauchst du Fachkenntnisse in der Elektrotechnik. Kleinste Fehler im Bau und in der Installation wirken dem energieeffizienten Betrieb entgegen und bringen das Risiko eines Brandschadens mit sich. stromspeicher-selber-bauen-guide-ebook-net4energy

Unterschätze auch nicht den Installationsaufwand für Akkus, die Solarstrom speichern. Schon die Planung erfordert Fachwissen und muss alle Aspekte der Absicherung beinhalten. Durch eine unsachgemäße Montage ist die Erhöhung des Verbrauchs in kWh noch das geringste Problem. Schon die Frage, ob Bleiakkus oder Lithium-Ionen-Akkus besser sind, ist für Laien schwer zu beantworten. Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Materialien in Bezug auf die Speicherkapazität der Solaranlage. Um aus Blei oder Lithium-Ionen Speicherbatterien zu bauen und einen funktionalen und sicheren Energiespeicher zu entwickeln, brauchst du einige Fähigkeiten in puncto Elektrotechnik und Physik.

Tipp: Um die Kosten für die Anschaffung der Solaranlage inklusive leistungsstarker Zellen als Speicher zu senken, muss du den Stromspeicher nicht selber bauen. Denn für die Umrüstung auf Solarenergie mit Photovoltaik gibt es attraktive Förderungen, mit denen du die Anschaffungskosten deutlich senken kannst.

 

Das sind die günstigen Alternativen

Professionalität und Qualität zahlen sich im Verbrauch in kWh aus. Anstatt es in Erwägung zu ziehen, den Stromspeicher selber zu bauen, solltest du nach einem erfahrenen Handwerker Ausschau halten. Überlasse den Anschluss und die Inbetriebnahme einem Experten. Du hast folgende Optionen:

  • Bausatz nutzen: Wenn du dich für einen Bausatz entschieden und die Batterie selbst montiert hast, sind Fehler in der Montage im Regelfall ausgeschlossen. Das wird dir auch der Installateur vor Ort bestätigen, der nach dem Anschluss einen Funktionstest durchführt.
  • Neuen Speicher im Ganzen kaufen: Noch einfacher ist es, gleich einen fertigen Solarstromspeicher zu kaufen und diesen vom Fachhandwerker montieren zu lassen.
  • Speicher nachrüsten: Du nutzt bereits Photovoltaik und willst jetzt Solarmodule oder einen passenden Energiespeicher nachrüsten? Das übernimmt ein Fachmann für dich und ist sehr profitabel, da du dir eine Förderung für den Solarstromspeicher sichern kannst.
  • Elektroauto als Stromspeicher: Wenn du ein Elektroauto fährst, kannst du auch den Akku deines Fahrzeugs als Energiespeicher nutzen. Das ist gar nicht so unüblich und garantiert eine gute Speicherkapazität sowie langlebige Batterien.
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