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Mit welchen Kosten musst du bei Solarthermie rechnen?

Lisa Becker
20.03.2020 09:00:00

Solarthermie Kosten: Mit welchen Ausgaben musst du rechnen?

Wenn du die Ausgaben deiner Betriebskosten reduzieren möchtest, kannst du mit einer Solarthermieanlage langfristig viel Geld einsparen. Die Anschaffungskosten für die Solarthermie erscheinen zwar recht hoch, jedoch haben sich die Ausgaben für eine Anlage aufgrund der Einsparung der Betriebskosten schon nach wenigen Jahren amortisiert. Außerdem kannst du einen großen Beitrag für die Umwelt leisten, indem du die CO2-Emmission senkst. Nachfolgend erklären wir dir anhand von mehreren Rechenbeispielen, wie hoch die Kosten für Solarthermie tatsächlich sind und inwiefern sich so eine Solaranlage rechnet.

 

Was macht Solarthermie so besonders?

Solarthermie wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Nicht nur zum Schutz der Umwelt, sondern hauptsächlich zur Reduzierung der eigenen Betriebskosten, weil sich mit einer Anlage die Ausgaben für Warmwasser und/oder Heizung reduzieren lassen.

Im Gegensatz zu einer Photovoltaikanlage, mit der du mithilfe von Sonnenenergie deinen eigenen Strom produzieren und in einen Batteriespeicher oder das öffentliche Stromnetz einspeisen kannst, wird eine Solarthermieanlage entweder zur Warmwasserbereitung oder kombiniert zur Heizungsunterstützung verwendet. Jährlich lassen sich somit über 65 Prozent der Kosten einsparen, auch wenn sich die zunächst anfallenden Kosten für die Solarthermie recht hoch anhören.

Eine Solarthermieanlage lohnt sich übrigens nicht nur in Neubauten. Besitzer von älteren Gebäuden können ebenso von der Solarthermie profitieren – vor allem, wenn sie bislang ausschließlich mit Öl oder Gas geheizt haben.

Durch staatliche Förderungen kannst du die Anschaffungskosten für eine Anlage erheblich reduzieren, sodass sich der Einbau einer Solarthermie schon nach wenigen Jahren rechnet.

 

Wovon hängen die Kosten für die Solarthermie ab?

Grundsätzlich gilt: Die Kosten für die Solarthermie belaufen sich pro Jahr auf circa 1,5 Prozent der Anschaffungskosten. Hierbei solltest du beachten, dass die Ausgaben für eine Anlage grundsätzlich von einigen Faktoren abhängig sind:

  1. Von der Größe und dem Einsatzbereich der Anlage: Solarthermieanlagen für Warmwasser und Heizung sind grundsätzlich größer als reine Warmwasseranlagen. Der Einsatzbereich der Anlage wirkt sich beispielsweise auch auf den benötigten Speicher aus.
  2. Von der Qualität der Anlage: Ein wesentlicher Faktor ist hier der Wirkungsgrad der Solarzellen.
  3. Von der Art der Kollektoren: Kommen Röhren- oder Flachkollektoren bei der Solaranlage zum Einsatz?

 

Wie hoch sind die Betriebskosten für eine Solarthermieanlage?

Im Gegensatz zu einer Öl- oder Gasheizung fallen die laufenden Betriebskosten für diese Solaranlage äußerst gering aus. Du musst lediglich die Kosten für die elektrische Steuerung und die Pumpen bezahlen. Diese machen jedoch pro Jahr circa 20 bis 30 Euro aus.

 

Wie hoch sind die Wartungskosten einer Solarthermieanlage?

Damit eine Solarthermieanlage ordnungsgemäß funktioniert und für eine einwandfreie Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung sorgt, solltest du sie alle 2 Jahre warten lassen. Die Kosten für eine Wartung sind mit 50 bis 80 Euro zwar sehr gering – trotzdem solltest du sie aber in der Berechnung berücksichtigen.

 

Wie hoch ist die Förderung einer Solarthermieanlage?

Förderung durch das BAFA

Seit 2020 bezuschusst das BAFA die Solarthermie mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Entscheidest du dich für eine Hybridanlage, liegt die Förderhöhe bei bis zu 35 Prozent. Und tauschst du auch noch deine alte Ölheizung, sind sogar bis zu 45 Prozent möglich.
Die genauen Voraussetzungen, Kombinations- und Fördermöglichkeiten findest du auf der BAFA-Website.

Förderung durch die KfW-Bank

Die KfW-Bank gibt für die Solarthermie nach Antrag ausgesprochen günstige Kredite mit niedrigen Zinsen heraus, die beispielsweise erst ab dem 3. Jahr getilgt werden müssen. Derzeit sind bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit möglich, wobei die KfW-Bank bei besonders energieeffizienten Häusern einen Tilgungszuschuss gewährt.

 

Amortisierung: Wann rechnen sich die Kosten für die Solarthermie?

Grundsätzlich hängt die Amortisierung einer Solaranlage von mehreren Faktoren ab, beispielsweise von

  • dem Alter und der Wärmedämmung des Hauses,
  • dem persönlichen Heizverhalten,
  • dem Wasserverbrauch,
  • der Lage des Hauses (Anzahl der Sonnenstunden),
  • der Ausrichtung der Kollektoren (am besten ist eine südlich ausgerichtete Kollektorfläche) und
  • von der Höhe der Förderung.

Abhängig von diesen Faktoren kannst du durchschnittlich mit einer jährlichen Kostenersparnis von circa 600 Euro rechnen, das entspricht etwa einem 4-Personen-Haushalt. Die Solarthermieanlage wäre demzufolge nach etwa 15 Jahren amortisiert, wobei die Lebensdauer so einer Solaranlage etwa 20 bis 25 Jahre beträgt.

 

Wie hoch sind die Investitionskosten für eine Solarthermie?

Dies ist ein Beispiel für die Anschaffung einer Anlage für ein 3 Jahre altes Einfamilienhaus für 4 Personen. In beiden Rechnungen sind die möglichen Förderungen nicht inbegriffen. Beachte zudem, dass es sich bei den Preisen um durchschnittliche Werte handelt, die je nach Hersteller, Material etc. variieren können.

1. Kosten für eine Solarthermie für Warmwasser

  • 6 m² Kollektorfläche (Flachkollektoren): 1.600 Euro
  • Speicher (Solarspeicher, 300 Liter Fassungsvermögen): 1.200 Euro
  • Montage: 1.600 Euro
  • Gesamt: circa 4.400 Euro

2. Kosten für eine kombinierte Solarthermieanlage (Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung)

So setzen sich die Kosten für Warmwasser und Heizung für ein 4-köpfiges-Familienhaus mit Flachkollektoren zusammen:

  • 16 m² Flachkollektoren: 5.000 Euro
  • Speicher (900-Liter-Kombispeicher): 2.500 Euro
  • Montage: 2.000 Euro
  • Gesamt: circa 9.500 Euro

Wie lassen sich die Solarthermie Kosten noch weiter reduzieren?

Selbst mit der Installation einer Solarthermieanlage in einem älteren 4-Familien-Haus kannst du eine Menge Geld einsparen. Noch günstiger werden die Anschaffungskosten, wenn du gerade im Neubau eines Einfamilienhauses bist und diesen mit einer Solarthermieanlage planst.

Dies hat den Vorteil, dass deine Anlage gleich zu Beginn richtig dimensioniert ist und du die Rohre und Leitungen nicht im Nachhinein umständlich verlegen musst. Zwar fällt die Aussicht auf Förderungen bei einer neuen Solaranlage etwas geringer aus, jedoch lohnt sich die Anschaffung in jedem Fall.

Nutze die Solarwärme für dein Heim

Eine Solarthermieanlage lohnt sich – vor allem, wenn du die Anlage nachträglich installieren lässt und mit einer weiteren modernen Energiequelle oder einer zusätzlichen Wärmedämmung kombinierst. Auch wenn du dich selbst beim Neubau deines Hauses für eine Solarthermie entscheidest, lassen sich die jährlichen Betriebskosten um ein Vielfaches reduzieren.

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