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Wallbox und Photovoltaikanlage – das Klima-Traumpaar

Giuliano Fuchs
27.01.2020 09:15:00

Wallbox und Photovoltaikanlage – das Klima-Traumpaar

Das Elektroauto zu Hause zu „betanken“, kostet natürlich Geld. Wer sich jedoch von vornherein für eine clevere Kombination entscheidet, kann am Ende sogar ein Plus auf seinem Konto verzeichnen. Denn sein E-Auto mit Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage zu laden, ist nicht nur praktisch, sondern auch noch richtig sparsam – und ökologisch eine saubere Sache! Wie Sie das Dreamteam Wallbox und Photovoltaikanlage am besten für sich nutzen können, verraten wir Ihnen hier.

Wallbox und Photovoltaikanlage bieten eine intelligente Ladelösung

Die Kombination von Wallbox und Photovoltaikanlage bietet zunächst natürlich den Vorteil, dass das Elektroauto umweltfreundlich betrieben wird. Ein weiterer Pluspunkt liegt aber auch im gestiegenen Eigenverbrauch am Solarstrom. Denn dadurch steigt die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage.

So genügen in der Regel schon ungefähr 4 kWp Leistung der PV-Anlage, um jährlich rund 20.000 Kilometer fahren zu können (kWp = Kilowatt peak, die Leistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Bedingungen). Umgerechnet heißt das, dass durch die Kombination Wallbox – PV-Anlage 100 Kilometer Fahrleistung circa 2,50 Euro Solarstrom kosten.

 

Diese Leistung sollte die Photovoltaikanlage haben

Mit einer modernen Photovoltaikanlage lässt sich Solarstrom schon ab 10 Cent je Kilowattstunde selbst erzeugen. Wer Wallbox und Photovoltaikanlage wirklich sinnvoll miteinander kombinieren möchte, sollte jedoch darauf achten, dass alle Geräte und Komponenten zueinander passen. Die Ladestation per Photovoltaik zu betreiben, bedingt zum Beispiel einerseits eine Photovoltaikanlage, die genügend Leistung bringt. Andererseits auch einen Stromspeicher, der auch dann noch Energie an die Wallbox liefert, wenn die Sonne gerade mal nicht so kräftig scheint. Er sorgt dafür, dass der tagsüber produzierte Strom gespeichert wird, um damit zum Beispiel abends oder nachts das Elektrofahrzeug aufzuladen.

Darum sollte unbedingt darauf geachtet werden, die Photovoltaikanlage und den Stromspeicher nicht zu schwach auszulegen.

 

Folgende Werte dienen zur Orientierung für die Leistung von Stromspeicher, Wallbox und Photovoltaikanlage:

  • Die PV-Anlage sollte mehr Strom produzieren, als der eigentliche Haushalt verbraucht. Eine Mindestleistung von 1 kWp pro 1.000 kWh (Kilowattstunde) Stromverbrauch im Jahr für Haushalt plus E-Auto ist sinnvoll.
  • Für rund 10.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr sollte die Photovoltaikanlage eine Leistung von mindestens 1,7 kWp bringen.
  • Moderne Photovoltaikanlagen benötigen hierfür eine Dachfläche von etwa 10 Quadratmetern.
  • Der Stromspeicher sollte bis zu 1 Kilowattstunde Speicherkapazität pro 1.000 kWh Stromverbrauch leisten können.
  • Diese Leistung sollte sich auf bis zu 1,5 kWh pro 1.000 Kilowattstunden erhöhen, wenn das Elektro-Auto hauptsächlich abends oder nachts geladen wird.

 

Auch tagsüber haben Wallbox und Photovoltaikanlage Vorteile

Nicht immer soll das Elektromobil nur nachts aufgeladen werden. Erzeugt die Photovoltaikanlage am Tag Überschüsse, die nicht im Haushalt gebraucht werden, überwacht eine geeignete Wallbox automatisch die Stromerzeugung durch die PV-Anlage und den Haushaltsverbrauch.

An der Ladestation für Photovoltaik lässt eine PV-Überschussleistung im Voraus einstellen. Steht diese Überschussleistung dann tagsüber zur Verfügung, startet die Wallbox selbsttätig den Ladevorgang für das Elektrofahrzeug.

Die Leistung wird während der Ladung automatisch der zur Verfügung stehenden Überschussmenge angeglichen. Fällt die Überschussleistung der Photovoltaikanlage unter den eingestellten Wert, unterbricht die Wallbox den Ladevorgang, bis die Grenze nach oben wieder erreicht wird.

Weiterer Vorteil von Wallbox und Photovoltaikanlage als intelligentem System: Bestehen nach dem Volltanken des E-Autos noch Überschüsse, fließen diese automatisch in das öffentliche Stromnetz.

Tipp: Eine mehrphasige Wallbox ist grundsätzlich leistungsfähiger und ermöglicht eine schnellere Ladung über Solarstrom. Aber Achtung: Der Anteil des Solarstroms verringert sich bei einer schnelleren Ladung.

Fazit: Wallbox und Photovoltaikanlage lohnen sich!

Die Bezugskosten für Strom sind höher als die Einspeisevergütung für die Überschüsse, die ins öffentliche Stromnetz gespeist werden. Dadurch lohnt es sich, einen hohen Eigenstromverbrauch anzustreben. Wird nun also die Ladestation per Photovoltaik betrieben, steigt der Anteil des selbst genutzten Stroms auf ungefähr 40 bis 50%. Ein stationärer Speicher garantiert zusätzlich, dass Wallbox und Photovoltaikanlage auch nachts dafür sorgen, dass das Elektroauto geladen werden kann. Der wirtschaftlich sinnvolle Eigenstrombedarf kann dadurch je nach Nutzung auf über 70% gesteigert werden.

 

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