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Klasse Kombi für das Klima: Photovoltaik + Elektroauto

Lisa Becker
09.08.2019 08:02:00

Klasse Kombi für das Klima

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem heimischen Dach leisten Sie bereits einen großen Beitrag für die Umwelt. Ihre positive Ökobilanz lässt sich jedoch noch einmal verbessern, wenn Sie auf ein Elektrofahrzeug umsteigen – und dies mit Ihrer Photovoltaikanlage kombinieren. Wie das genau funktioniert, was Sie dafür benötigen und wie es um Photovoltaik und Elektromobilität in Deutschland bestellt ist, haben wir für Sie in unserem aktuellen Blogbeitrag zusammengefasst.


Photovoltaikanlagen: Nach wie vor lohnend und attraktiv

Laut Fraunhofer Institut wurden im Jahr 2018 in Deutschland Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Nennleistung von 2,81 GW installiert im Gegensatz zu „nur“ 1,66 GW im Vorjahr. Fakt ist: Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage ist selbst mit sinkenden Einspeisevergütungen lukrativ, unter anderem durch die immer günstiger werdenden PV-Module und die langfristigen Ersparnisse. Mal abgesehen davon, dass die Umwandlung von Sonnenstrahlen in elektrischen Strom eine der nachhaltigsten Methoden zur Stromerzeugung überhaupt ist. Letzteres ist für viele ein Hauptargument für Photovoltaik in der heutigen Zeit, in der jeder aufgerufen ist, etwas für den Klimaschutz zu tun. Für Anlagenbesitzer gibt es generell die Möglichkeit, den erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen oder aber selbst zu nutzen für sämtliche Haushaltsgeräte – oder eben zum „Auftanken“ eines Elektroautos.

 

Trend Elektromobilität: Deutschland pusht das klimafreundliche Fahren

Das Thema Elektromobilität gewinnt im Rahmen von Klimadebatten und Nachhaltigkeitsbestreben immer mehr an Bedeutung. Die deutsche Automobilindustrie treibt die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zunehmend voran und Deutschlands Ziel ist es, Vorreiter im Bereich Elektromobilität zu sein. Schließlich sind Elektrofahrzeuge – so auch die Meinung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie – eine wichtige Säule der Energiewende. Auf dem bisher recht kleinen, aber dynamischen Markt zeigen sich auch schon Erfolge: Laut Verband der Automobilindustrie (VDA) stiegen die Neuzulassungen 2018 um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei stünden Interessenten eine Vielfalt an Fahrzeugen zur Auswahl wie sonst in keinem anderen Land: Um genau zu sein allein 26 Modelle von deutschen Automobilherstellern – die ausländischen Modelle sind hier noch nicht eingerechnet.

 

Nachhaltig unterwegs: Vorteile eines Elektroautos

Ganz klar, wer mit einem Elektroauto unterwegs ist, schont die Umwelt: Für ihren Antrieb benötigen Elektrofahrzeuge im Gegensatz zu normalen PKWs kein Erdöl in Form von Benzin oder Diesel, stoßen also während der Fahrt kein schädliches CO2 aus. Vor allem die Verbindung mit einer Photovoltaikanlage hat nochmals positive Effekte auf die CO2-Bilanz. E-Autos, die mit einer PV-Anlage kombiniert sind und zudem über einen Energiespeicher verfügen, gleichen des Weiteren wolkige Tage aus: Die Kraft der Sonne in Form von Solarstrom hebt man dabei einfach für die nächste Fahrt auf und ist somit noch effizienter. Doch es sprechen noch mehr Vorteile für die Anschaffung eines Elektroautos. Die Betriebskosten sind gering (und gleichen so den Kaufpreis aus), das Fahren ist geräuscharm und es winken Steuervergünstigungen für Besitzer. Darüber hinaus sind Elektrofahrzeuge weitestgehend wartungsfrei – was sich unter anderem dadurch erklären lässt, dass viele Bauteile, die im gewöhnlichen PKW einen Schaden nehmen können, schlichtweg fehlen.

Elektroauto und Photovoltaik: Was braucht man für die Kombi?

Wer sein Elektroauto mit Photovoltaikstrom aufladen möchte, sollte sich eine sogenannte Wallbox anschaffen. Eine Wallbox ist eine kleine, an der Wand angebrachte Ladestation für die Heimnutzung, die das Elektroauto mit dem Stromnetz verbindet. Sie kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich montiert sein und dient als Schnittstelle zwischen dem häuslichen Stromnetz und dem Ladekabelstecker. Eine Wallbox sorgt für eine sichere und reibungslose Kommunikation zwischen Strominfrastruktur, Ladekabel und Ladelektronik des Elektroautos. Die maximale Ladeleistung für ein Elektroauto mit Solarstrom ist unter anderem abhängig von der Größe der Photovoltaikanlage und dem Stromverbrauch durch andere Geräte im Haushalt. Je größer die Photovoltaikanlage und je kleiner der Verbrauch durch Ihre Haushaltgeräte, desto größer ist die mit PV-Strom maximal zur Verfügung stehende Ladeleistung für Ihr Elektrofahrzeug. Theoretisch ließe sich ein Elektroauto auch über eine haushaltsübliche Steckdose mit 230 Volt aufladen. Allerdings dauert das Laden dann durch die geringe Leistung, die übertragen werden kann, sehr lange. Und noch viel kritischer: Nicht jedes Stromnetz oder jede Steckdose ist derart belastbar!

Was man beim Laden mit Photovoltaikstrom beachten sollte: Wenn Sie keinen Stromspeicher besitzen, sind die Ladezeiten genau zu planen. Nutzen Sie die Sonnenstunden und timen Sie entsprechend Ihren Laderhythmus. Es gibt mittlerweile auch intelligente Lademanagement-Systeme, mit denen man den Ladeprozess einfach und bequem regulieren und überwachen kann.

 

Wie wird Elektromobilität gefördert?

Zu den Fördermaßnahmen für die Elektromobilität zählen unter anderem der sogenannte Umweltbonus und der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Das Fördervolumen für den Umweltbonus beträgt 1,2 Milliarden Euro und wird zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den Automobilherstellern getragen. Die ursprüngliche Frist bis Juni 2019 wurde bis Ende 2020 verlängert. Durch das Programm werden reine Elektroautos mit 4.000 Euro und Plug-in-Hybride mit 3.000 Euro gefördert. Dabei darf der Netto-Basis-Listenpreis des Fahrzeugs die 60.000-Euro-Marke nicht überschreiten. Die Bedingungen für den Erhalt des Umweltbonus sind, dass das Fahrzeug in der BAFA-Liste der förderfähigen Elektroautos enthalten ist und der Erwerb sowie die Erstzulassung ab dem 18. Mai 2016 erfolgt sind.

Der Bund zum Ausbau der Ladeinfrastruktur fokussiert sich bisher auf öffentlich zugängliche Ladestationen, gemäß der Ladesäulenverordnung. Was die Förderung von Wallboxen angeht: Es gibt einzelne Kommunen, die Wallboxen fördern sowie kommunale und regionale Förderungsmöglichkeiten durch Energieversorger oder auch Förderangebote durch die KfW. Wenn Sie ein Elektroauto besitzen und über die Anschaffung einer Wallbox nachdenken, sollten Sie in jedem Fall Privatinitiative zeigen und bei Ihrer Kommune oder Ihrem Energieversorgungsunternehmen nachfragen, ob es Fördermöglichkeiten für Sie gibt.

 

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