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Photovoltaik-Speicher: Darauf solltest du achten

Giuliano Fuchs
29.11.2019 08:30:00

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Photovoltaik-Speicher: Darauf solltest du achten

Wer unabhängig vom öffentlichen Stromnetz handeln und seinen aus der Photovoltaikanlage erzeugten Strom jederzeit und so flexibel wie möglich nutzen möchte, sollte über die Anschaffung eines Stromspeichers nachdenken. Diese liegen übrigens im Trend – was nicht nur an den durch sie gesenkten Stromkosten liegt. Dieser Artikel informiert dich darüber, wie ein Photovoltaikspeicher funktioniert, welche Vorteile er für deinen Eigenverbrauch bringt und was du beim Kauf beachten solltest.

 

Wie funktionieren Photovoltaik-Speicher?

Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) kann je nach Tageszeit, Jahreszeit und Sonnenstunden mehr Energie produzieren, als der Haushalt aktuell braucht. Aktive Stromverbraucher wie Kühltruhen, Kühlschränke oder andere Haushaltsgeräte werden zuerst mit dem erzeugten PV-Strom versorgt. Doch wohin mit dem überschüssigen Strom der Anlage? Anlagenbesitzer haben nun die Wahl, diesen Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen oder aber sie lassen ihn in einen Photovoltaikspeicher fließen, wo er aufgehoben wird, bis der Bedarf dafür im Haushalt besteht. In den Abend- oder Nachtstunden, wenn die Sonne nicht scheint, kannst du dann auf den gespeicherten Solarstrom für deinen Eigenverbrauch zurückgreifen. Aber auch über den Tag verteilt greift dein Haushalt auf den Strom im Speicher zurück, sollte die Photovoltaikanlage an grauen Tagen nicht genug Strom produzieren. Erst wenn die PV-Anlage nicht genug Energie erzeugt und auch keine mehr im Speicher vorhanden ist, wird auf das öffentliche Netz zurückgegriffen.

 

Welche Vorteile bringt die Kombination aus PV-Anlage und Speicher?

Da der Stromverbrauch in den meisten Haushalten abends, wenn alle zu Hause sind, ansteigt, ist die zeitversetzte Nutzung des über den Tag produzierten Solarstroms von großem Vorteil. Durch die Nutzung eines Photovoltaikspeichers minimierst du deine Stromkosten, agierst unabhängig vom Energieversorger und tust gleichzeitig etwas für Klima und Umwelt. Aktuell ist es für Besitzer einer Solaranlage außerdem günstiger, den Strom selbst zu verbrauchen, als in das öffentliche Netz einzuspeisen. Solastromspeicher überzeugen darüber hinaus durch eine ausgereifte Technologie sowie durch eine lange Lebensdauer.

 

Welche Faktoren sind für den Photovoltaik-Speicher wichtig?

Im ersten Schritt solltest du dich für die Art der Batterie (zum Beispiel Lithium-Ionen- oder Bleibatterie) entscheiden. Danach solltest du den Fokus auf die Faktoren Speicherkapazität, Eigenstrombedarf, Entladetiefe, Wirkungsgrad und Lebensdauer legen.

Die Speichergröße solltest du am Strombedarf ausrichten. Gehen wir vonphotovoltaik-speicher-guide-ebook-net4energy einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt aus, der einen jährlichen Stromverbrauch von 4.500 kWh (= Kilowattstunden) aufweist, genügt zumeist eine Größe von 4 bis 6 kWh. Der Speicher sollte in keinem Fall zu klein oder groß sein: Im ersten Fall kannst du nicht genug PV-Strom speichern und musst Strom aus dem Netz hinzukaufen. Im zweiten Fall wird überschüssiger Solarstrom dauerhaft gespeichert und die potenzielle Vergütung durch die Einspeisung geht verloren. Um den genauen Eigenstrombedarf zu ermitteln, solltest du dir die Jahresstromverbräuche deines Haushalts der letzten 5 Jahre ansehen oder du lässt dir bei der Ermittlung von einem Fachmann helfen.

Die Entladetiefe zeigt an, wie viel Prozent der gespeicherten Energie aus dem Photovoltaik-Speicher entnommen werden kann. Wichtig: Es sollte bei einem Stromspeicher darauf geachtet werden, die Entladetiefe, die der Hersteller angibt, nie zu unterschreiten. Dadurch verringert sich die Lebensdauer der Batterie.

Der Gesamtwirkungsgrad gibt an, wie viel der gespeicherten Energie tatsächlich auch genutzt werden kann. Hier schwanken die Werte zwischen 70 und 95 Prozent. Bei den restlichen Prozent handelt es sich um Umwandlungsverluste, die dadurch entstehen, dass ein Teil des Stroms zum Beispiel in Wärme umgewandelt wird.

Je nach Modell und Hersteller beträgt die Lebensdauer eines Photovoltaik-Speichers 5 bis 15 Jahre.

 

Wie erfolgt die Montage eines Photovoltaik-Speichers?

Vor der Montage eines Stromspeichers solltest du genaue Abmessungen durchführen. Der Speicher benötigt viel Platz – der meist im Keller vorhanden ist – und bringt eine Menge Gewicht mit, das getragen werden muss. Der Installationsaufwand (Planung, Transport, Montage, eventuell Austausch des Wechselrichters etc.) ist zumeist hoch und sollte durch einen Fachmann geplant und durchgeführt werden.

 

H2: Was kostet ein Photovoltaik-Speicher?

Der Preis für einen Photovoltaik-Speicher hängt von seiner Kapazität, der Art des Stromspeichers und den verbauten Komponenten ab. Bei der heutigen Masse an Stromspeichern von vielen verschiedenen Herstellern ist es empfehlenswert, sich die technischen Daten und wichtigen Kennzahlen des Speichers vor dem Kauf genau anzusehen – und sich zu überlegen, was einem dabei besonders wichtig ist. Die Kosten für einen PV-Speicher bewegen sich zwischen 5.000 und 20.000 Euro.

 

Gibt es Fördermöglichkeiten für Photovoltaik-Speicher?

Ja, die gibt es. Informiere dich dafür unter anderem über Förderprogramme durch dein Bundesland, deine Kommune, deinen Energieversorger oder dein Stadtwerk. Eine weitere Option ist die KfW-Bank, die zeitlich beschränkt diverse Fördermöglichkeiten anbietet. Wenn du ein Förderprogramm in Anspruch nimmst, erhöhst du in jedem Fall die Wirtschaftlichkeit deines Photovoltaik-Speichers.

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Wusstest du schon?

Was kostet ein Photovoltaik-Speicher?

Ein Photovoltaik-Speicher kostet zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Die Kosten hängen von Kapazität, Art des Speichers und enthaltenen Komponenten ab. Die Kosten für die Anschaffung kannst du reduzieren, indem du eine Förderung beanspruchst.

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