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Photovoltaik-Speicher

Lisa Becker
29.11.2019 08:30:00

Photovoltaik-Speicher: Worauf Sie achten sollten!

Wer unabhängig vom öffentlichen Stromnetz handeln und seinen erzeugten Photovoltaikstrom jederzeit und so flexibel wie möglich nutzen möchte, sollte über die Anschaffung eines Stromspeichers nachdenken. Diese liegen übrigens im Trend – was nicht nur an den durch sie gesenkten Stromkosten liegt. Wie ein Photovoltaikspeicher funktioniert, welche Vorteile er mitbringt und was man beim Kauf beachten sollte, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

Wie funktionieren Photovoltaik-Speicher?

Eine Photovoltaikanlage produziert je nach Tageszeit, Jahreszeit und Sonnenstunden mehr Energie als aktuell im Haushalt gebraucht wird. Aktive Stromverbraucher wie Kühltruhen, Kühlschränke oder andere Haushaltsgeräte werden zuerst mit dem erzeugten PV-Strom versorgt. Doch wohin mit überschüssigem Strom? Anlagenbesitzer haben nun die Wahl, diesen Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen, oder aber sie lassen ihn in einen Photovoltaikspeicher fließen, wo er aufgehoben wird, bis der Bedarf dafür im Haushalt besteht. In den Abend- oder Nachtstunden, wenn die Sonne nicht scheint, können Sie dann auf den gespeicherten Strom zurückgreifen. Aber auch über den Tag verteilt, greift Ihr Haushalt auf den Strom im Speicher zurück, sollte die Photovoltaikanlage an grauen Tagen nicht genug Strom produzieren. Erst sobald die PV-Anlage nicht genug Energie erzeugt und auch keine mehr im Speicher vorhanden ist, wird auf das öffentliche Netz zurückgegriffen.


Welche Vorteile bringt die Kombination aus PV-Anlage und Speicher?

Da der Stromverbrauch in den meisten Haushalten abends, wenn alle zuhause sind, ansteigt, ist die zeitversetzte Nutzung des über den Tag produzierten Solarstroms von großem Vorteil. Durch die Nutzung eines Photovoltaikspeichers minimieren Sie Ihre Stromkosten, agieren unabhängig vom Energieversorger und tun gleichzeitig etwas für Klima und Umwelt . Aktuell ist es für Anlagenbesitzer außerdem günstiger, den Strom selbst zu verbrauchen als in das öffentliche Netz einzuspeisen. Solastromspeicher überzeugen darüber hinaus durch eine ausgereifte Technologie sowie durch eine lange Lebensdauer.


Welche Faktoren sind für den Photovoltaik-Speicher wichtig?

Im ersten Schritt sollten Sie sich entscheiden, ob Sie eine Lithium-Ionen- oder Blei-Batterie möchten. Danach sollten Sie den Fokus auf die Faktoren Speicherkapazität, Eigenstrombedarf, Entladetiefe, Wirkungsgrad und Lebensdauer legen.

Die Speichergröße sollten Sie am Strombedarf ausrichten. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 4.500 Kilowattstunden (kWh) reicht eine Größe von 4 bis 6 kWh zumeist aus. Der Speicher sollte in keinem Fall zu klein oder zu groß sein: Im ersten Fall können Sie nicht genug PV-Strom speichern und müssen Strom aus dem Netz hinzukaufen. Im zweiten Fall wird überschüssiger Strom dauerhaft gespeichert und die potenzielle Vergütung durch die Einspeisung geht verloren. Um den genauen Eigenstrombedarf zu ermitteln, sollten Sie sich die Jahresstromverbräuche Ihres Haushalts der letzten fünf Jahre ansehen oder Sie lassen sich bei der Ermittlung von einem Fachmann helfen.

Die Entladetiefe zeigt an, wie viel Prozent der gespeicherten Energie aus dem Photovoltaik-Speicher entnommen werden kann. Wichtig: Die vom Hersteller angegebene Entladetiefe eines Stromspeichers sollte nie unterschritten werden, da sich dadurch die Lebensdauer der Batterie reduziert.

Der Gesamtwirkungsgrad gibt an, wie viel der gespeicherten Energie tatsächlich auch genutzt werden kann. Hier schwanken die Werte zwischen 70 und 95 Prozent. Bei den restlichen Prozent handelt es sich um Umwandlungsverluste, die dadurch entstehen, dass ein Teil des Stroms zum Beispiel in Wärme umgewandelt wird.

Je nach Modell und Hersteller beträgt die Lebensdauer eines Photovoltaik-Speichers fünf bis 15 Jahre.

 

Was kostet ein Photovoltaik-Speicher?

Der Preis für einen Photovoltaik-Speicher hängt von seiner Kapazität, von der Art des Speichers (Lithium-Ionen- oder Blei-Batterien) und von den verbauten Komponenten ab. Bei der heutigen Masse an Stromspeichern von vielen verschiedenen Herstellern ist es empfehlenswert, sich die technischen Daten und wichtigen Kennzahlen des Speichers vor dem Kauf genau anzusehen – und sich zu überlegen, was einem dabei besonders wichtig ist. Die Kosten für einen PV-Speicher bewegen sich zwischen 5.000 und 30.000 €.

 

Gibt es Fördermöglichkeiten für Photovoltaik-Speicher?

Ja, die gibt es. Informieren Sie sich dafür unter anderem über Förderprogramme durch Ihr Bundesland, Ihre Kommune, Ihren Energieversorger oder durch Ihr Stadtwerk. Eine weitere Option ist die KfW-Bank, die zeitlich beschränkt diverse Fördermöglichkeiten anbietet. Wenn Sie ein Förderprogramm in Anspruch nehmen, erhöhen Sie in jedem Fall die Wirtschaftlichkeit Ihres Photovoltaik-Speichers.

 

Wie erfolgt die Montage eines Photovoltaik-Speichers?

Vor der Montage eines Stromspeichers sollten Sie genaue Abmessungen durchführen. Der Speicher benötigt viel Platz – der meist im Keller vorhanden ist – und bringt eine Menge Gewicht mit, das getragen werden muss. Der Installationsaufwand (Planung, Transport, Montage, eventuell Austausch des Wechselrichters etc.) ist zumeist hoch und sollte durch einen Fachmann geplant und durchgeführt werden.

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