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Eine Photovoltaikanlage kaufen im Jahr 2019

Lisa Becker
07.06.2019 07:19:00

Eine Photovoltaikanlage kaufen im Jahr 2019: Diese To-Dos müssen Sie vorab erledigen

Bevor Sie eine Photovoltaikanlage kaufen, sollten Sie beachten, dass eine umfassende Recherche, Beratung und Vorbereitung sinnvoll und notwendig sind, damit Ihre Anlage am Ende auch so Energieeffizient wie möglich ist. Unser Tipp: Setzen Sie sich hin, recherchieren und notieren Sie sich die wichtigsten Fragen und To-Dos rund um das Thema „Photovoltaikanlage kaufen“ und lassen Sie sich im Idealfall von einem Fachmann beraten, damit Ihre Photovoltaikanlage zu Ihren individuellen Gegebenheiten passt. Wir haben für Sie einige dieser To-Dos bereits aufgelistet:

 

Verfügbare Dachfläche prüfen,
bevor Sie eine Photovoltaikanlage kaufen

Neben dem Dachtyp – Schrägdach, Flachdach, Pultdach etc. – spielt die verfügbare Dachfläche eine entscheidende Rolle für das Anbringen einer Photovoltaikanlage. Hier ist zu beachten, dass man Verschattungen durch zum Beispiel Schornsteine oder Bäume möglichst vermeiden sollte,
da diese zu hohen Energieeinbußen führen. Zudem ist bezüglich der genutzten Dachfläche die Qualität der Solarmodule relevant:
Es gibt polykristalline und monokristalline Module sowie Dünnschichtmodule.
Der Wirkungsgrad bei polykristallinen Modulen ist kleiner als bei monokristallinen Modulen und sie sind etwas günstiger – daher geeignet für große Dachflächen. Sollte Ihre Dachfläche nicht besonders groß sein, sind monokristalline Module aufgrund des hohen Wirkungsgrades jedoch die bessere Wahl. Der Wirkungsgrad von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen ist deutlich niedriger als bei monokristallinen und polykristallinen Modulen. Ihr Vorteil ist aber, dass sie bei schwachem Licht auch immer noch gute und konstante Solarstromerträge erzielen und Verschattungen bei ihnen weniger ins Gewicht fallen.

 

Dachstatik vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage prüfen lassen

Als (zukünftiger) Betreiber einer PV-Anlage sind Sie dazu verpflichtet,
die Dachstatik Ihres Hauses durch einen Statiker oder Architekten prüfen zu lassen, bevor Sie eine Photovoltaikanlage kaufen und installieren.
Ist Ihr Dach fähig, das Gewicht der Photovoltaikanlage sowie Wind- und Schneelast zu tragen? Sind vorher noch Reparaturen notwendig?
Bei einer Statikprüfung sollten auch die regionalen Besonderheiten beachtet werden, wie zum Beispiel starker Schneefall in einigen Gebieten.
Für eine Statikprüfung benötigen Sie die Baupläne des Gebäudes,
auf dem die Anlage installiert werden soll, sowie die anfangs erstellten Statikunterlagen.

 

Den jährlichen Stromverbrauch berechnen

Um zu entscheiden, welche Anlagengröße die richtige ist, sollten Sie vorab Ihren durchschnittlichen Stromverbrauch pro Jahr berechnen.
Um diesen zu tun, ermitteln Sie am besten einfach einen Durchschnittswert aus Ihren letzten Stromrechnungen.
Wie Sie anschließend den höchstmöglichen Stromertrag anhand von Sonneneinstrahlung, Dachfläche, Dachausrichtung und Anlagengröße berechnen, finden Sie hier.

 

Den idealen Ort für den Wechselrichter ausfindig machen

Ein Wechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom in netztauglichen Wechselstrom um. Nur wo genau installiert man nun diese wichtige Komponente? Hier gibt es einige Faktoren zu berücksichtigen, wie zum Beispiel die Raumtemperatur, die entstehende Geräuschkulisse sowie die Entfernung zu den Photovoltaikmodulen und zum Einspeisezähler.
Da der Wechselrichter bei der Transformation von Gleichstrom in Wechselstrom Wärme abgibt, sollte er an einem kühlen und trockenen Ort installiert sein – hier bietet sich der Keller oder die Garage an.
Da ein Wechselrichter zudem Geräusche von sich gibt, die sich teilweise im hochfrequenten Bereich befinden, sollte sich dieser nicht zu nah an Schlaf- und Wohnräumen befinden. Sollten die Photovoltaikmodule in Reihe geschaltet sein, sollte der Wechselrichter zudem nahe des Einspeisezählers montiert sein, um Verluste gering zu halten.

 

Überlegen Sie, bevor Sie eine Photovoltaikanlage kaufen: Brauche ich einen Solarspeicher?

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage kaufen und zudem mit einem Stromspeicher kombinieren, erzielen Sie einen Eigenverbrauchsanteil von 60-80%. Ein Solarspeicher speichert den nicht direkt selbst verbrauchten Solarstrom und stellt ihn genau dann zur Verfügung, wenn die Anlage weniger Strom produziert als für den Eigenbedarf nötig ist.  Ein Speicher ist bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen nicht unbedingt notwendig,
aber trotz allem von Vorteil. Da die Einspeisevergütungen tendenziell sinken, ist es auf Dauer sparsamer, den Solarstrom zwischen zu speichern und selbst zu nutzen. Zudem eignet sich ein Speicher zum Auffangen von Leistungsspitzen: Anlagenbetreiber dient das zur Versorgungssicherheit und Netzbetreibern der Sicherheit, dass das öffentliche Netz nicht überlastet wird.

 

Denken Sie vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage an die Zukunft:
Fahre ich ein Elektroauto oder plane ich den Kauf eines Elektroautos?

Es ist möglich, Elektroautos per Photovoltaikstrom aufzuladen – das dankt Ihnen nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Geld. Ein Beispiel: Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5 kWp jährlich liefert bis zu 5000 Kilowattstunden Strom. Liegt der Energieverbrauch Ihres Elektroautos bei 17 kWh/100 km, fahren Sie fast 2.500 km im Monat emissionsfrei. Wenn Sie bereits ein Elektroauto besitzen, sollten Sie also prüfen, wie viel des erzeugten Photovoltaikstroms Sie zum Laden benötigen würden, bevor Sie eine Photovoltaikanlage kaufen. Sollten Sie noch kein Elektroauto besitzen, aber darüber nachdenken, dann setzen Sie direkt alle Faktoren zueinander in Beziehung: Benötigter Strom für Elektroauto, benötigte Leistung der Photovoltaikanlage sowie beides in Kombination mit dem Energiespeicher. Da das Auto selten vor der Tür stehen wird, wenn die Photovoltaikanlage den meisten Strom produziert, nämlich tagsüber, ist hier ein Stromspeicher auf jeden Fall sinnvoll, um das Auto abends oder nachts laden zu können.

 

Prüfen Sie die unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten, bevor Sie eine Photovoltaikanlage kaufen

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage kaufen und installieren lassen, fallen am Anfang hohe Kosten an. Zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung. Zu nennen sind hier natürlich die Einspeisevergütung, bei der dem Anlagenbetreiber über einen Zeitraum von 20 Jahren eine feste Vergütung für jede Kilowattstunde des eingespeisten Stromes ausgezahlt wird, oder auch Förderprogramme und Kredite durch die KfW. Sie sollten sich unter anderem zu den folgenden Fragen informieren: Wer kann eine Photovoltaikanlage finanzieren (Manche Angebote sind nur für bestimmte Personengruppen)? Welche Anlagen kann man finanzieren (zum Beispiel sind Inselanlagen oft ausgeschlossen)? Welche Konditionen umfasst das Kreditangebot? Welche Sicherheiten werden verlangt? Beratungsstellen sind unter anderem die KfW, Ihre Hausbank oder Ihr zuständiges Stadtwerk. Detaillierte Informationen zu den Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten erhalten Sie auch hier.  

 

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