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Reicht die Photovoltaik-Folie zur Stromerzeugung?

Giuliano Fuchs
15.11.2019 08:00:00

Photovoltaik-Folie: Eine passende Alternative zur Stromerzeugung?

Wer zum Thema Photovoltaik (PV) recherchiert, wird dabei zumeist auf die klassischen Photovoltaikmodule treffen. Von diesen gibt es unterschiedliche Typen, die auf dem Dach oder an der Fassade angebracht werden können. Was aber, wenn du noch andere Flächen am Gebäude nutzen möchtest oder dein Dach nicht stark genug ist, um das Gewicht der Module zu tragen? Dann hast du noch eine ganz andere Möglichkeit, Strom durch Sonnenlicht zu erzeugen: durch eine sogenannte Photovoltaik-Folie. Der folgende Beitrag erklärt dir unter anderem, was diese Folie genau ausmacht, worin ihre Vorzüge bestehen und wie hoch ihr Wirkungsgrad ist.

 

Was ist eine Photovoltaik-Folie?

Bei einer PV-Folie handelt es sich um eine Folie, mit der man aus Sonnenlicht elektrischen Strom erzeugen kann. Die Basis für eine Photovoltaik-Folie ist ein dünnes und flexibles Trägermaterial, auf dem eine wenige Mikrometer dicke Schicht aus Solarzellen haftet. Die leistungsfähigsten Folien haben eine Dicke von gerade einmal 0,4 mm. Es handelt sich hier um die wohl dünnsten Solarzellen der Welt, die sämtliche – glatte und auch unebene – Flächen zu kleinen Kraftwerken verwandeln. Photovoltaik-Folien sind sehr leicht und zudem äußerst flexibel einsetzbar. Dadurch ergeben sich zahlreiche Montagemöglichkeiten, unabhängig von Dach und Hausfassade.

 

Wie wird eine PV-Folie hergestellt?

Um eine Photovoltaik-Folie herzustellen, wird das Trägermaterial mit einem Halbleiterstoff, zum Beispiel Silizium, bedampft. Die Herstellung von Solarfolien ist besonders energie- und materialsparend, da man vorab keine Siliziumwafer aufwendig bearbeiten muss, wie es bei Photovoltaikmodulen der Fall ist. Das macht die Produktion von Solarfolien sehr kostengünstig. Die PV-Folien lassen sich in verschiedenen Farben, aber auch farblos herstellen. Bei der Produktion kommen zudem keine giftigen Materialien oder Schwermetalle zum Einsatz.

 

Welche Vorteile bringt eine Photovoltaik-Folie?

Flexibel einsetzbarphotovoltaik-folie-guide-ebook-net4energy

Der größte Vorteil von Solarfolien ist deren flexible Einsetzbarkeit. Die Folie wird als Rollware produziert und lässt sich auf jeden glatten und fettfreien Untergrund, aber auch auf gebogenen Oberflächen aufkleben. So bieten sich sämtliche Glasfronten, große Fassaden (zum Beispiel an Fabriken und Lagerhallen), Silos, Sonnenschutzdächer, Autodächer, Boote oder auch Dächer mit geringer Tragkraft als Montageort an.

Leichte Montage

Die Anbringung der PV-Folie erfolgt besonders einfach und schnell. Die aufwendigen Vorarbeiten, wie eine Statikprüfung des Daches oder eine Montage mit Untergestell, entfallen. Solarfolien sind entweder selbstklebend oder man bringt sie mit speziellem doppelseitigem Klebeband an.

Weniger Gewicht

Solarfolien wiegen viel weniger als traditionelle Solarmodule und belasten kaum die Statik des Gebäudes.

 

Welchen Wirkungsgrad erreicht eine Solarfolie?

Eine Photovoltaik-Folie erreicht heute im Durchschnitt einen Wirkungsgrad von 6 bis 10 Prozent. Teilweise erzielte die Forschung auch schon höhere Wirkungsgrade. Die konventionellen PV-Module erreichen, je nach Typ, einen Wirkungsgrad von bis zu 20 Prozent. Hierbei solltest du die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Photovoltaik-Anwendungen vergleichen:

  • PV-Folien haben zwar einen geringeren Wirkungsgrad, sind aber flexibler einsetzbar und bedeuten weniger Herstellungs- sowie Installationsaufwand. Zudem verlieren sie im Gegensatz zu den Modulen nicht an Leistung, wenn sie sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind.
  • Photovoltaikmodule bedürfen einer detaillierteren Planung in Bezug auf Dachstatik und Montage, sind aufwendiger in der Herstellung und nur begrenzt am Gebäude einsetzbar. Dafür punkten sie aber durch den höheren Wirkungsgrad.

 

Gibt es Garantien auf Photovoltaik-Folien?

Bei PV-Folien solltest du im Hinterkopf behalten, dass sie empfindlicher gegenüber Sonnen- und UV-Strahlung sowie Witterungseinflüssen sind. Außerdem spielt bei Photovoltaik-Folien die Degradation eine Rolle, wodurch die Leistungsfähigkeit der Folie mit der Zeit nach und nach abnimmt. Trotz allem geben Hersteller Garantien auf die hochwertigsten Solarfolien von 10 bis 25 Jahren.

 

Was kostet eine PV-Folie?

Berücksichtige beim Kauf einer Photovoltaik-Folie die Bezugsgröße Preis pro Watt. Du findest auf dem Markt PV-Folien in einem Bereich zwischen 1,50 und 2 Euro pro Watt. Entscheidend für den Preis ist unter anderem der Wirkungsgrad, denn mit jedem Prozent mehr an Wirkung steigt der Verkaufspreis im Durchschnitt um 10 Prozent.

 

Einsatz von Photovoltaik-Folien individuell abwägen

Photovoltaik-Folien sind eine gute Möglichkeit, um viele verschiedene Flächen als „Kraftwerk“ zu nutzen. So lassen sich am Privathaus große Glasflächen oder auch lange bzw. breite Fassaden an Hallen oder Fabriken in Stromgeneratoren verwandeln. Am Ende kommt es wieder auf die Frage an, wie viel Strom du selbst erzeugen willst bzw. wie viel Strombedarf du hast und durch Photovoltaik abdecken möchtest. Überlege, was dir wichtig ist, vergleiche die Vor- und Nachteile deiner Optionen und rechne diese durch. Dabei kann dich ein Fachmann, zum Beispiel dein Stadtwerk, unterstützen.

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Wusstest du schon?

Was ist eine Photovoltaik-Folie?

Eine Photovoltaik-Folie kann Strom durch Sonnenlicht erzeugen. Sie besteht aus einem dünnen, flexiblen Trägermaterial, auf dem sich eine dünne Schicht aus Solarzellen befindet. Die Folie ist nur 0,4 Millimeter dick und sehr leicht. Sie ist flexibel einsetzbar.

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