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Wie sieht die optimale Raumtemperatur aus?

Eleni Tsoukanta
12.08.2020 09:15:00

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Auf der Suche nach der optimalen Raumtemperatur

Zu starkes Heizen ist nicht gut, weder für den Geldbeutel noch für die Umwelt. Aber auch das körperliche Wohlbefinden hängt stark von der optimalen Raumtemperatur ab. Es gibt also gute Gründe, nicht stärker zu heizen als unbedingt nötig. Trotzdem sind in vielen deutschen Haushalten die Heizungen deutlich zu hoch eingestellt, während an anderer Stelle Räume völlig auskühlen, weil sie gar nicht geheizt werden. Damit vergeudest du aber nicht nur Energie (und somit bares Geld), sondern schadest unter Umständen der Bausubstanz. Richtiges Heizen will gelernt sein und erfordert zudem eine einwandfrei funktionierende, gut eingestellte Heizungsanlage. Wir erklären dir daher hier unter anderem, warum es sinnvoll ist, die perfekte Raumtemperatur zu kennen und dauerhaft zu halten.

 

Wo liegt die optimale Raumtemperatur?

Mach doch einmal eine Umfrage im eigenen Umfeld, wie hoch die Leute die ideale Raumtemperatur ansetzen. Im Durchschnitt werden die meisten Menschen Temperaturen von über 20 Grad Celsius nennen. Für Wohnräume ist das durchaus in Ordnung, aber bereits im Schlafzimmer oder in der Küche geht es auch anders. Überhaupt ist es natürlich eine subjektive Empfindung, was die persönliche Wohlfühltemperatur betrifft. Allerdings gibt es gute Gründe, eine objektiv optimale Raumtemperatur einzuhalten. Das Umweltbundesamt empfiehlt folgende Richtwerte:

  • Wohnbereich: 20 bis 22 Grad Celsius
  • Küche: um die 18 Grad Celsius
  • Schlafzimmer: 17 bis 18 Grad Celsius
  • Badezimmer: um die 20 Grad Celsius

Tipp: In der Nacht kannst du die Heizung in Wohn- und Arbeitsräumen etwas herunterdrehen (circa 4 bis 5 Grad Celsius weniger).

Was ist mit der gefühlten optimalen Raumtemperatur?

Der Einspruch an dieser Stelle ist klar: Jeder Mensch hat eine andere körperliche Wahrnehmung und wird nicht jede empfohlene Temperatur die ganze Zeit als behaglich empfinden. Ältere Menschen haben da oft andere Vorstellungen als jüngere und selbst zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede beim Temperaturempfinden.

Hinzu kommt, dass Temperaturschwankungen unsere kognitiven Fähigkeiten beeinflussen können. So wirkt sich große Hitze beim Autofahren beispielsweise ähnlich aus wie das Fahren unter Alkoholeinfluss. Das psychische Wohlbefinden hängt also direkt mit der perfekten Raumtemperatur zusammen – ob diese nun im individuellen Fall höher oder niedriger ausfällt als im Durchschnitt, bleibt dahingestellt. Wichtig ist, die Bedürfnisse aller betroffenen Menschen im Haus zu berücksichtigen. optimale-raumtemperatur-heizungssteuerung-guide-ebook-net4energy

Tipp: Wusstest du, dass jedes Grad Heiztemperatur die Heizkosten direkt beeinflusst? Teste am besten aus, ob du die Temperatur in bestimmten Räumen um 1 oder 2 Grad Celsius absenken kannst, ohne dich unbehaglich zu fühlen. Außerdem werden Fußbodenheizungen oft als Fußheizung missverstanden und gelten erst dann als angenehm eingestellt, wenn die Füße warm werden. Überhaupt sind gerade Fußbodenheizungen sehr träge bei der Einstellung. Ein ständiges Auf und Ab bei der Raumtemperatur ist also nicht zielführend.

 

Die ideale Raumtemperatur richtig einregeln

Es ist eine Sache, die gewünschte angenehme Raumtemperatur zu kennen und eine andere, diese auch tatsächlich im Alltag zu erreichen und zu halten. Die korrekte Heizungsregelung ist dafür eine Grundvoraussetzung. Die meisten Heizungen verfügen heutzutage über Thermostatventile, an denen du die Temperatur einstellen kannst. Wie präzise das gelingt, hängt jedoch von vielen Faktoren ab, wie etwa

  • der Größe eines Heizkörpers,
  • der Größe des Raums und Position des Radiators sowie
  • von der Genauigkeit des Thermostats.

Das richtige Heizen kannst du aber lernen. Problematisch wird es meist dann, wenn du Räume wenig oder nur zeitweise nutzt. Es ist schließlich nicht sinnvoll, im Winter einen unbenutzten Raum ebenso aufzuheizen wie ein Zimmer, in dem sich aktuell Leute aufhalten. Die manuelle Absenkung der Raumtemperatur ist allerdings nervig, weil du ständig an der Heizung herumregeln musst. Moderne Heizungsanlagen gestalten das Aufrechterhalten der optimalen Temperatur in den Räumen über Tag- und Nachtprogramme bereits deutlich effizienter und bequemer.

Beim Absenken der Raumtemperatur nicht übertreiben

Besonders sparsame Menschen stellen gern die Heizung in unbenutzten Räumen komplett ab. Das ist allerdings nicht zielführend, da sich dann interne Wärmebrücken bilden und die Heizung in den angrenzenden Räumen mehr leisten muss, um die gewünschte Temperatur zu halten.

Überhaupt ist es effizienter, eine bestimmte Zimmertemperatur permanent zu halten als bei Bedarf immer wieder von vorn die Heizung aufdrehen zu müssen. Außerdem begünstigt eine zu starke Absenkung der Temperatur die Schimmelbildung und könnte im Extremfall zu Schäden an der Bausubstanz oder an Möbeln führen. Daher sind sowohl Mieter als auch Vermieter zur Einhaltung gewisser Mindesttemperaturen während der Heizperiode verpflichtet.

 

Oft vergessen: Das Raumklima

Beim Heizen wird das Raumklima oft vernachlässigt. Ebenso wichtig wie die optimale Raumtemperatur ist nämlich die ideale Luftfeuchtigkeit. Du kennst das vielleicht aus dem Sommer: Ist es schwül, kommt uns die Hitze unerträglich vor, obwohl es vielleicht noch nicht einmal 30 Grad Celsius draußen hat. Bei trockener Wärme können wir hingegen noch höhere Werte problemlos wegstecken. Im Mikroklima deiner Wohnung ist das nicht anders. Gerade im Winter trocknet die Luft aus, was in der Folge zu gesundheitlichen Problemen (trockene Atemwege rufen Erkältungskrankheiten, Stauballergien etc. hervor) führen kann oder bestehende Krankheiten verschlimmern könnte.

Hinzu kommt, dass der menschliche Körper nur innerhalb einer bestimmten Temperaturspanne wirklich gut funktioniert. Da eine Körpertemperatur von rund 37 Grad Celsius bei jeder Außentemperatur eingehalten werden muss, versetzen zu hohe Temperaturen den Körper ebenso in Regulationsstress wie zu niedrige. Die Hauttemperatur beträgt im Normalfall zwischen 27 und 32 Grad Celsius. Die eigene Thermoregulation des Körpers nehmen wir zum Beispiel als Schwitzen, Zittern oder gegebenenfalls als Fieber wahr. Das sollte jedoch nicht der Normalzustand sein. Wenn du also nicht akut erkrankt bist und in der Wohnung stark schwitzt oder zitterst, solltest du dringend an deiner aktuellen Raumtemperatur arbeiten.

Pflanzen helfen dem Raumklima bei korrekter Raumtemperatur

Pflanzen können das Raumklima deutlich verbessern. Umgekehrt danken Pflanzen es dir, wenn die Raumtemperatur ihren Bedürfnissen entspricht. Zum idealen Raumklima gehört natürlich auch das regelmäßige und richtige Lüften – denn der Austausch der Luft ist wichtig, um zu viel Feuchtigkeit abzutransportieren. Kurzes Stoßlüften ist dabei die ideale Variante, während das längere Kippen von Fenstern nicht zum Durchlüften geeignet ist und vielmehr die Heizkosten unnötig erhöht.

Für Hausbesitzer gibt es weitere Möglichkeiten, die Zimmertemperatur auf idealen Werten zu halten und Energie zu sparen. So sollte die Wärmedämmung des Hauses auf dem neuesten Stand und intakt sein. Über ungedämmte Dachböden geht beispielsweise sehr viel Wärme verloren. Gleiches gilt für undichte Fenster und Türen. Hinzu kommt, dass nur eine gut gewartete Heizungsanlage verlässliche Werte liefern und einhalten kann.

 

Die optimale Raumtemperatur ist mehr als nur ein Wohlfühlfaktor

Die perfekte Raumtemperatur mag jeder Bewohner anders definieren. Doch über das subjektive Empfinden hinaus gibt es gute Gründe, sich um eine Heizungssteuerung zu kümmern. Letztlich kommt dies eben nicht nur dem eigenen Wohlbefinden zugute, sondern auch der Umwelt und dem Geldbeutel, weil die effizientere Nutzung geringere Heizkosten bedeutet.

Der Komfortzuwachs ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, denn es ist wesentlich angenehmer, eine einmal gefundene, ideale Raumtemperatur zu halten als ständig an den Thermostaten herumdrehen zu müssen. Es kann je nach Wohnsituation und persönlichen Vorlieben eine Weile dauern, bis du die idealen Temperaturen gefunden hast.

Bei dieser Gelegenheit kannst du zudem über eine Modernisierung der Heizung nachdenken. Die Installation eines neuen Brennwertkessels oder einer Wärmepumpe spart viel Energie. Zudem sind moderne Systeme viel präziser zu steuern und können in intelligente Steuerungssysteme eingebunden werden. Immer wichtiger werden hierbei auch die Möglichkeiten des Smart Homes und der intelligenten Heizungssteuerung. Eine zentrale, Heizungssteuerung, die sich für ein Smart Home eignet, ermöglicht es dir nicht nur, die aktuellen Zimmertemperaturen zu jeder Zeit und an jedem Ort abzurufen und anzupassen; vielmehr können moderne Systeme die Abwesenheit von Bewohnern erkennen und die Raumtemperatur entsprechend absenken. Das ist nicht nur besonders komfortabel, sondern eben auch kostensparend und energieeffizient.

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Wusstest du schon?

Optimale Raumtemperatur: Wieviel Grad sind in welchem Zimmer ideal?

Die optimale Raumtemperatur ist abhängig von der Nutzung des Zimmers: Wohnzimmer 22 bis 22 Grad Celsius, Schlafzimmer 17 bis 18 Grad Celsius, Küche 18 Grad Celsius, Badezimmer 20 Grad Celsius. Im Wohnzimmer kannst du die Temperatur nachts reduzieren.

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