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Energiewende im kleinen Stil mit Mini-Photovoltaikanlage

Giuliano Fuchs
20.09.2019 08:05:00

Wie funktioniert eine Mini-Photovoltaikanlage?

Wer im kleinen Rahmen etwas für die Energiewende tun möchte, kann dies seit 2017 mithilfe von Mini-Photovoltaikanlagen tun: Seitdem sind die steckerfertigen Photovoltaikanlagen in Deutschland erlaubt und ideal für den Balkon mit Steckdose oder auch als Inselanlage an Orten, wo keine Stromversorgung durch das öffentliche Netz möglich ist, zum Beispiel beim Zelten. Im folgenden Beitrag beschreiben wir, was eine Mini-Photovoltaikanlage ist, wie sie funktioniert, welche Erträge die Solarmodule liefern und was es bei deren Nutzung zu beachten gilt.

Mini-Solaranlagen funktionieren per Plug & Play – Photovoltaik (PV) per Steckdose sozusagen. Das bedeutet, sie werden ganz einfach über einen Stecker an eine Steckdose angeschlossen. Sie bestehen, wie jede Photovoltaikanlage, aus Solarmodulen bzw. Solarzellen, die die Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandeln. Im Gegensatz zu den großen PV-Anlagen auf dem Dach sind die Wechselrichter direkt an die Module angeschlossen. Zumeist wird der durch die Mini-Photovoltaikanlage erzeugte Strom direkt verbraucht – also zuerst genutzt, bevor der Strom aus dem öffentlichen Netz zum Einsatz kommt. Wer über seine Mini-Solaranlage mehr Strom produziert, als er aktuell benötigt, hat die Möglichkeit, die überschüssige Energie in einer Batterie für die spätere Nutzung zu speichern. Wird die Mini-Solaranlage als Inselanlage genutzt, erfolgt keine Verbindung über eine Steckdose mit dem Stromnetz, sondern die Energie wird in einem Generator gespeichert, den man immer mitnehmen kann, wo auch immer der selbst erzeugte Solarstrom eingesetzt werden soll.

 

Wo installiert man eine Mini-Photovoltaikanlage?

Die möglichen Einsatzorte von Mini-PV-Anlagen sind zahlreich. Die mini-photovoltaikanlage-guide-ebook-net4energySolaranlagen lassen sich an der Fassade, auf Balkon oder Terrasse, auf dem Dach oder zum Beispiel im Garten anbringen bzw. aufstellen. Für einen optimalen Ertrag ist der richtige Neigungswinkel relevant: Dieser beträgt 30 Grad mit Ausrichtung gen Süden. Zudem solltest du auf die sichere Halterung bzw. Befestigung achten, damit die Anlage auch Naturkräften wie Wind und Sturm standhält. Reparaturen an der Mini-Solaranlage solltest du übrigens dem Fachmann überlassen. Viele Hersteller schließen eine mehrjährige Garantie in ihr Produkt ein, die gewöhnliche Schäden abdeckt.

 

Welche technischen Voraussetzungen muss man bei einer Mini-Photovoltaikanlage erfüllen?

Wenn du eine Mini-PV-Anlage anschließen möchtest, dann nur über eine besondere Energiesteckvorrichtung, die DIN VDE V 0100-551 und DIN VDE V 0100-551-1 berücksichtigt – und nicht über eine haushaltsübliche Schutzkontaktsteckdose. Ein Fachmann muss vorab beurteilen, ob der Stromkreis des Hauses auf die Nutzung einer Mini-Photovoltaikanlage ausgelegt ist oder ob Anpassungen notwendig sind. Zum Beispiel könnte es notwendig sein, Sicherungen auszutauschen, um Überlastungen weiterhin zu vermeiden. Der Austausch der üblichen Haushaltsteckdose gegen die entsprechende Energiesteckdose übernimmt ebenfalls der Fachmann. Ein weiterer wichtiger technischer Aspekt ist der richtige Stromzähler: Wenn aktuell kein Gerät an die Mini-PV-Anlage angeschlossen ist, um den Strom zu verbrauchen, wird dieser ins öffentliche Netz eingespeist. Dies würde dazu führen, dass der Stromzähler rückwärtsläuft, was in Deutschland nicht zulässig ist. Aus diesem Grund sollte dein Stromzähler mit einer Rücklaufsperre ausgestattet sein bzw. musst du im Fall einer Mini-Photovoltaikanlage einen Zweirichtungszähler installieren, da du die in das öffentliche Stromnetz eingespeiste Energiemenge erfassen musst.

 

Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen muss man bei einer Mini-Photovoltaikanlage beachten?

Seitdem die sogenannte DIN-Norm VDE 0100-551 in Kraft getreten ist, sind Mini-Solaranlagen in Häusern und Wohnungen erlaubt. Generell müssen Anlagenbetreiber bei der Nutzung einer Mini-PV-Anlage immer das VDE-Vorschriftenwerk berücksichtigen. Eine Genehmigung deines Strombetreibers benötigst du nicht. Jedoch musst du deine Mini-Solaranlage bei der Bundesnetzagentur sowie bei deinem Netzbetreiber anmelden – nur dann ist auch eine Einspeisung in das öffentliche Netz zulässig. Falls du eine Mini-Photovoltaikanlage an der Hausfassade oder auf dem Dach anbringen möchtest, solltest du zudem deinen Vermieter vorher um Erlaubnis bitten.

 

Wie viel Strom erzeugt eine Mini-Photovoltaikanlage und was kostet diese?

Generell kommt es beim Ertrag einer Mini-Photovoltaikanlage auf den Standort der Solaranlage sowie auf die geografische Lage an. Eine kleine PV-Anlage auf dem Balkon, der Richtung Süden zeigt, erzeugt mehr Energie als eine im Garten gen Norden, die von zeitweisen Verschattungen eingeschränkt wird. Generell gilt als Richtwert, dass eine Mini-Photovoltaikanlage mit 100 Watt Peak um die 90 Kilowattstunden pro Jahr erzeugt. Es gibt Mini-PV-Anlagen in einem Leistungsbereich zwischen 100 und 600 Watt Peak. Die Preisspanne für Mini-Solaranlagen ist recht groß und bewegt sich zwischen 300 und 1.000 Euro.

Wenn du mehr zu Photovoltaikanlagen, Solarmodulen und Wechselrichtern erfahren möchtest, dann lese doch unseren umfassenden Photovoltaik-Guide.

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Wusstest du schon?

Wie funktioniert eine Mini-Photovoltaikanlage?

Mini-Photovoltaikanlagen gibt es als Plug-and-Play-Variante zum Anschluss an das Hausnetz und als Insellösung mit Laderegler und Akku. Zur Einspeisung in das Hausnetz muss ein Elektriker die Eignung überprüfen und eine spezielle Einspeisesteckdose installieren.

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