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Förderung Wallbox 2019

Lisa Becker
08.07.2019 07:53:00

Das müssen Sie wissen

Die Förderung von Wallboxen in Deutschland ist noch überschaubar und regional definiert. Der Bund zum Ausbau der Ladeinfrastruktur fokussiert sich bisher auf öffentlich zugängliche Ladestationen, gemäß der Ladesäulenverordnung. Die Förderung privater Ladestationen ist hingegen noch nicht weit vorangeschritten – aber das Thema steht in der Politik auf der Agenda und es gibt einzelne Fördermöglichkeiten, die im folgenden Beitrag aufgelistet sind.

 

Wallboxen: Wann kommt die Förderung?
Der aktuelle Stand

Die Förderung von Wallboxen ist zwar noch nicht einheitlich geregelt, wird in der Politik jedoch diskutiert: Im April 2019 forderte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für den Haushalt 2020 eine Milliarde Euro zusätzlich für ein Förderprogramm zum Ausbau privater Ladestationen. Zudem möchte Bundesjustizministerin Katarina Barley Eigentümern und Mietern die Errichtung von Ladestationen erleichtern. Laut Ministerium laden Elektrofahrzeugbesitzer zwischen 75 und 85 Prozent zuhause oder am Arbeitsplatz. Deshalb soll der Staat bis zu 50 Prozent der Kosten beim Ausbau privater und gewerblicher Ladestationen übernehmen.

 

Dieses Bestreben steht unter anderem auf dem Programm, da der Durchbruch von Elektromobilität in Deutschland noch auf sich warten lässt, Deutschland seine Klimaziele im Verkehr bis 2030 aber natürlich erreichen möchte. Ob die Ziele der Minister umgesetzt werden, ist aktuell noch nicht abzusehen.

 

Weitere Bestreben zur Förderung von privaten Ladestationen betreffen die Richtlinie zur Gebäudeeffizienz für Wohngebäude, das Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht sowie die Bauordnungen und Garagenverordnungen der Länder. Hier sind Anpassungen bzw. Reformationen notwendig, um eine Förderung von Wallboxen zu ermöglichen.

Förderung von Ladestationen: Beispiele

Es gibt einzelne Kommunen, die Wallboxen fördern sowie kommunale und regionale Förderungsmöglichkeiten durch Energieversorger. Hier ein paar Beispiele:

 

Nordrhein-Westfalen: Das Förderprogramm für regenerative Energien in Nordrhein-Westfalen mit dem Namen progres.nrw richtet sich mit seinem „Sofortprogramm Elektromobilität“ an Privatpersonen, freiberuflich Tätige und Unternehmen mit Sitz in NRW. Bei diesem Programm werden für nicht öffentliche Ladepunkte 50 Prozent der „zuwendungsfähigen Ausgaben“, im Höchstfall 1.000 Euro pro Ladepunkt, erstattet. Für Kommunen und juristische Personen sind höhere Beträge vorgesehen.

 

Dachau: Sie erhalten 250 Euro für eine Wallbox bei Erwerb eines Elektroautos.

 

Düsseldorf: Es gibt 500 Euro für eine Wallbox bei Bezug von Ökostrom bzw. vorhandener Solaranlage. 20 Prozent der Anschlusskosten bis maximal 500 Euro pro Ladestation werden bezuschusst.

 

Frankfurt am Main: Sie erhalten 250 Euro bei Kauf eines Elektroautos oder 100 Euro bei Erwerb einer Mainova-Wallbox.

 

Hannover: Hier gibt es 500 Euro für eine Wallbox bei Bezug von Ökostrom.

 

Karlsruhe: 200 Euro werden bezuschusst beim Kauf einer Wallbox im Verbund mit Ökostrom, 100 Euro beim Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektroautos oder Plug-in-Hybriden. 

 

Mainz: Die Stadt Mainz bezuschusst eine E-Ladestation mit 400 bis 600 Euro.

 

München: Montage und Installation einer Ladestation werden seit Januar 2019 mit 40 Prozent der Kosten, und das bis zu 3.000 Euro, bezuschusst.

 

Nürnberg: Hier gibt es 250 Euro Preisnachlass auf eine Wallbox.

 

Es gibt noch weitere Kommunen, die Ladestationen (oder generell die Anschaffung eines Elektroautos) bezuschussen. Leider kann man hier keinen Pauschalbetrag nennen. In jedem Fall ist eine Nachfrage bei der Kommune oder bei den regionalen Energieversorgungsunternehmen aber ratsam und kann sich für Sie lohnen.

 

Förderung durch die KfW

Die KfW-Bank führt ein Förderprogramm (Zuschuss 430), bei dem auch Ladestationen bezuschusst werden. Dabei geht es generell um die „energetische Sanierung von Wohngebäuden“. Dafür müssen Sie sich vorab Ihre Förderfähigkeit durch einen Energieberater bestätigen lassen. Wenn Sie sich als förderfähig erweisen, können Sie sich 10 bis 30 Prozent der Baukosten, inklusive Wallbox, erstatten lassen. Informieren Sie sich am besten bei der KfW zum aktuellen Stand der Förderung.

 

Förderung durch Ihren Energieversorger

Das Ziel der deutschen Energieversorgungsunternehmen ist der Ausbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur. Einige haben individuelle Förderprogramme in ihrem Angebot, die zum Beispiel Komplettpakete beinhalten, die Wallbox und Einbau, Ökostrom und die Nutzung öffentlicher E-Ladestationen umfassen.

Kleiner Exkurs: Umweltbonus

Wer sich in Deutschland ein Elektroauto zulegt, hat die Chance, dieses Vorhaben durch den sogenannten Umweltbonus fördern zu lassen. Das Fördervolumen beträgt 1,2 Milliarden Euro und wird zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den Automobilherstellern getragen. Die ursprüngliche Frist bis Juni 2019 wurde aktuell bis Ende 2020 verlängert. Durch das Programm werden reine Elektroautos mit 4.000 Euro und Plug-in-Hybride mit 3.000 Euro gefördert. Dabei darf der Netto-Basis-Listenpreis des Fahrzeugs die 60.000-Euro-Marke nicht überschreiten.

 

Zeigen Sie Initiative!

Wenn Sie ein Elektroauto besitzen und über die Anschaffung einer Wallbox nachdenken, müssen Sie in jedem Fall Privatinitiative zeigen und am besten bei Ihrer Kommune oder bei Ihrem Energieversorgungsunternehmen nachfragen, ob es Fördermöglichkeiten für Sie gibt. Weitere Möglichkeiten, um bei der Nutzung einer Wallbox Geld zu sparen, wäre zum Beispiel die Kombination aus Wallbox und Photovoltaikanlage oder Sie teilen sich eine Wallbox mit anderen E-Auto-Besitzern.

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