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Förderungen für Wärmepumpen

Eleni Tsoukanta
13.06.2020 12:30:00

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Umweltschutz mit Förderung: BAFA-Zuschuss für Wärmepumpe nutzen

Effizient heizen und gleichzeitig die Umwelt schonen, das ist die Kernkompetenz der Wärmepumpe. Kein Wunder, dass diese Technologie bei Bauherren immer beliebter wird. Die Bundesregierung fördert Wärmepumpen mit Zuschüssen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und günstigen Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Eine Investition in die Zukunft, die sich für dich rechnen kann.

 

Die Wärmepumpe im Detail

Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Gas oder Öl, die noch immer einen Großteil der Wärmeerzeugung in deutschen Haushalten übernehmen, kann die Wärmepumpe durch emissionsfreien Betrieb überzeugen. Nicht immer kann damit die traditionelle Öl- oder Gasheizung ersetzt werden, doch fast stetig lassen sich Heizungsanlagen mit einer Wärmepumpe sinnvoll ergänzen. Hierfür wird die sogenannte Umweltwärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder auch der Umgebungsluft bzw. Abluft des Gebäudes genutzt.

In Verbindung mit Photovoltaikanlagen ist der Betrieb von Wärmepumpen besonders effizient, weil sie dann mit eigenem Strom betrieben werden können. Die Vorteile beim CO2-Ausstoß sind enorm, weswegen die Bundesregierung die Förderung von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen zu einem zentralen Punkt des Klimaschutzprogramms 2030 gemacht hat.

Doch auch für deinen Geldbeutel rechnet sich die Investition, denn die Heizkosten lassen sich durch den Einsatz einer Wärmepumpe je nach Heizungsanlage und Gebäudeart erheblich reduzieren. Besonders interessant ist jedoch die Zahlung von Zuschüssen, mit denen du einen Teil der Investitionskosten zurückbekommst.

 

Die Förderung von Wärmepumpen ist seit 2020 neu geregelt

Eine Wärmepumpe entzieht einem Umgebungsmedium Wärme und speist sie in das Heizsystem eines Gebäudes ein. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Arten von Wärmepumpen, die sich in Funktionsweise und Installationsaufwand (und somit den Kosten) teilweise erheblich unterscheiden. Das BAFA und die KfW sind für die Förderung zuständig. Während die KfW zinsgünstige Kredite vergibt, zahlt das BAFA Zuschüsse, die du nicht zurückzahlen musst. Allerdings wird nicht jede Art von Wärmepumpe gefördert, außerdem unterscheidet das BAFA bei den Zuschüssen zwischen Neubauten und der Modernisierung von Gebäudebestand.

Grundsätzlich gefördert werden vom BAFA:

Ausdrücklich nicht gefördert werden Luft-Luft-Wärmepumpen, gebrauchte Anlagen sowie selbst gebaute Wärmepumpen bzw. Prototyp-Konstruktionen.

 

Wichtige Fördervoraussetzungen für Wärmepumpen

Neben der Art der Wärmepumpe gibt es weitere wichtige Voraussetzungen, die für die Inanspruchnahme einer Förderung durch das BAFA erfüllt sein müssen. Besonders wichtig ist die Einhaltung des Mindest-COP-Wertes. Dabei handelt es sich um eine Kennzahl, welche die Effizienz von Wärmepumpen beschreibt (Coefficient of Performance).

Mit dem COP-Wert lassen sich Aussagen über das Verhältnis von Wärmeleistung und der erforderlichen Antriebsenergie (also den Strom- oder Gasbedarf) treffen. Wenn dir COP und Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe bekannt sind, kannst du die Kosten einschätzen, die beim Betrieb der Wärmepumpe entstehen. Die Jahresarbeitszahl drückt dabei das Verhältnis zwischen Jahresertrag an Heizenergie und der aufzuwendenden Antriebsenergie an. Je höher diese Zahl ausfällt, desto effizienter ist die Anlage.

Tipp: Folgende Faustregel kannst du dir merken: Je höher der COP-Wert deiner Wärmepumpe, desto höher auch die Jahresarbeitszahl.

Die Effizienz der Wärmepumpen ist wichtig

foerderung-waermepumpe-download-guide-ebookDie Bestimmungen des BAFA besagen, dass nur Wärmepumpen gefördert werden können, die einen bestimmten Mindestwert bei der COP-Zahl aufweisen. Diese ist durch einen unabhängigen Prüfbericht oder das EHPA-Gütesiegel nachzuweisen; eine ständig aktualisierte Liste förderfähiger Pumpen gibt es beim BAFA. Zur Bewertung der Systemeffizienz wird die System-Jahresarbeitszahl herangezogen (SJAZ). Da die Werte ständig aktualisiert werden, empfiehlt das BAFA, sich vor Antragstellung nochmals zu informieren, ob die gewünschte Wärmepumpe die geforderten Standards erfüllt.

 

Grundsätzlich Ansprüche von Wärmepumpen-Förderungen

Damit eine Wärmepumpe vom BAFA gefördert wird, muss sie:

  • auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen stehen,
  • eine Mindest-Jahresarbeitszahl erreichen, die gemäß der jeweils aktuellen Richtlinie VDI 4650 berechnet wird. Hierbei wird zwischen elektrischen (Blatt 1) und gasbetriebenen (Blatt 2) Wärmepumpen unterschieden.

Außerdem gibt es weitere allgemeine Voraussetzungen. Wärmepumpen werden nur dann gefördert, wenn sie zu folgenden Zwecken eingesetzt werden:

  • Raumheizung von Gebäuden,
  • kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden,
  • Wärmebereitstellung für Wärmenetze.

Tipp: Die Warmwasserbereitung muss laut den aktuellen Regeln nicht mehr zwangsläufig über eine Wärmepumpe oder Erneuerbare Energien erfolgen, wenn die Wärmepumpe zur Raumheizung verwendet wird.

 

Auch Hybridsysteme werden gefördert

Wenn du deine Ölheizung um eine Wärmepumpe ergänzen möchtest, ist auch das förderfähig. Allerdings werden Anlagen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen, nicht gefördert. Außerdem muss ein bivalentes System folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • eigener Stromzähler und Wärmemengenzähler muss vorhanden sein,
  • hydraulischer Abgleich ist durchzuführen (Ausnahme: Direktkondensationswärmepumpen),
  • Anpassung der Heizkurve des Gebäudes muss nachgewiesen werden,
  • mindestens eine Umwälzpumpe (Effizienzklasse A oder besser) muss vorhanden sein.

Tipp: Möchtest du eine bestehende Heizung austauschen, muss das alte Modell außerdem mindestens 2 Jahre alt sein. Willst du eine ältere Wärmepumpe durch eine neue ersetzen, müssen für das alte Modell bereits gezahlte Fördermittel zurückgezahlt werden, wenn die Anlage nicht mindestens 7 Jahre in Betrieb war.

Wie hoch sind die Zuschüsse für Wärmepumpen?

Die Fördersätze der BAFA werden nicht mehr pauschal gezahlt. Vielmehr gibt es einen bestimmten Anteil der Investitionskosten zurück. Die Basisförderung beträgt laut BAFA 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Tauschst du eine alte Ölheizung aus, sind sogar 45 Prozent förderbar.

Unterschiede zwischen Neubau und Gebäudebestand

Das bedeutet also, dass es zwischen der Förderung für Wärmepumpen im Neubau und in Bestandsgebäuden Unterschiede gibt. Die exakte Staffelung hängt zudem von der Jahresarbeitszahl sowie der eingesetzten Wärmepumpenart ab. Bei Neubauten gelten höhere Anforderungen an die Jahresarbeitszahl. Sind diese erfüllt, gibt es 35 Prozent der förderfähigen Kosten zurück.

Im Gebäudebestand wird in der Regel eine alte Heizungsanlage ausgetauscht. Beim Austausch der Ölheizung ist die Förderung mit 45 Prozent am höchsten, bei anderen Heizungsanlagen werden 35 Prozent gezahlt.

Voraussetzung ist stets, dass die aktuell gültigen Jahresarbeitszahlen erreicht werden. Bei Gas-Wärmepumpen wird entsprechend die Jahresheizzahl herangezogen.

 

Wann, wie und wo muss der Antrag gestellt werden?

Das „Wann“ ist sowohl beim BAFA als auch bei der KfW entscheidend, denn die Förderanträge müssen immer vor Beginn der Bau- bzw. Modernisierungsmaßnahme eingereicht werden. Eine nachträgliche Förderung ist nicht möglich. Das gilt auch für vorbereitende Maßnahmen wie zum Beispiel Bohrungen für Erdwärmeanlagen.

Die Zuschüsse des BAFA können nur elektronisch beantragt werden. Die Anträge für Kredite der KfW werden über deine Bank eingereicht.

Bei gleichzeitiger energetischer Sanierung oder dem Neubau eines besonders energieeffizienten Hauses kannst du doppelt profitieren, indem du Förderungen von BAFA und KfW miteinander kombinierst.

Wichtig: Nur die KfW-Programme 153 und 167 können gemeinsam mit der BAFA-Förderung in Anspruch genommen werden.

 

Für förderfähige Wärmepumpen kannst du dir die Investitionskosten zurückholen

Nicht nur für die Umwelt, sondern auch dein Budget profitieren vom Einbau einer Wärmepumpe. Sowohl bei Neubauten als auch im Gebäudebestand lohnt sich die Inanspruchnahme von Zuschüssen durch das BAFA sowie von Förderkrediten der KfW. An die Förderung sind jedoch einige Bedingungen hinsichtlich der Systemeffizienz sowie der Betriebsart der Wärmepumpe gekoppelt.

Besonders viel Geld gibt es zurück, wenn du eine umweltschädliche Ölheizung gegen ein modernes Wärmepumpen-Heizungssystem austauschst. Die Anträge auf Zuschüsse oder andere Förderungen müssen allerdings immer vor Beginn des Bauvorhabens gestellt werden.

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Wusstest du schon?

Wird eine Wärmepumpe gefördert?

Die Förderung von Wärmepumpen erfolgt über Zuschüsse vom BAFA und über günstige Kredite von der KfW. Beachte aber, dass Luft-Luft-Wärmepumpen, gebrauchte Geräte sowie Eigenbauten und Prototypen nicht gefördert werden.

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